Frage von DarknessWingLP, 133

Hilfe, meine Ausbildung ist schrecklich!?

Hallo, ich habe meinen Realschulabschluss vor einem halben Jahr gemacht und habe danach eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in einer öffentlichen Verwaltung im September letzten Jahres angefangen. In den ersten 3 Monaten lief es so ab das ich in meiner 1. Abteilung nur die Ablage machen durfte und (teilweiße stundenlang!) am Kopierer stand. (In den letzten 3 Wochen kam dann auch noch das pflegen von Exceltabellen zu aber das machte es auch nicht gerade abwechslungsreicher.) Dar ich erst ein paar Wochen dabei war wollte ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen und habe es einfach hinter mich gebracht, dar ich wusste das man das in diesem Beruf als Azubi wohl meistens immer als erstes machen muss. Nach den 3 Monaten wurde ich dann aus Platzmangel für einen Monat in eine andere Abteilung versetzt in der mir die Arbeit wirklich Spaß gemacht( auch von der Schwierigkeit her war sie sehr gut ausgewogen) hat und auch meine Kollegen sehr nett zu mir waren. Nach diesem wirklich interessanten einen Monat wurde ich dann wieder in eine völlig neue Abteilung versetzt in der ich jetzt seit 2 Monaten bin und ich kann für mich bis jetzt sagen das es wirklich schrecklich dort ist. Meine Kollegen geben mir Aufgaben die ich teilweiße einfach nicht erfolgreich erledigen kann, weil mir schlichtweg das Vorwissen dazu fehlt, wodurch ich wieder kurzzeitig völlig überfordert bin und das dann wiederrum zu mehr Fehlern führt, und mich meine Kollegen deswegen dann wieder total runtermachen. Und wenn ich dann mal eine meiner Kolleginnen frage ob sie mir das nochmal erklären könnte kommen nur dumme Kommentare von ihr zurück. Und das schlimmste ist das ich jetzt noch 5! Monate am Stück in dieser Abteilung bleiben soll! Und Leider leiden meine Berufsschulnoten auch durch den Stress in der Arbeit was das alles noch etwas verschlimmert. Ich habe mit meinen Vorgesetzten schon darüber gesprochen aber der vergisst es immer wieder mit meinen Kollgen dort zu reden. Die einzigsten zwei Argumente die mich jetzt noch davon abhalten meine Ausbildung abzubrechen ist mein gutes Gehalt mit der guten Altersvorsorge und das meine Vorgesetzten nett sind. Wie komme ich nur wieder aus dieser Situation heraus?? Danke für alle guten Antworten^

Antwort
von Apolon, 52

Hallo DarknessWingLP,

deine Informationen verwirren mich etwas.

Ist es heute in der Ausbildung nicht mehr üblich, dass man solche Dinge mit seinem Ausbildungsleiter bzw. direkten Vorgesetzten bespricht.

Dazu gehört auch, dass man ihm sagt, dass man bei den Arbeiten unterfordert ist und man auch gerne mehr tun würde. Also einen verantwortungsbewussten Job verrichten möchte.

Auch gehört dazu, dass man ihm Fragen stellt, wenn man eine Aufgabe nicht versteht oder ergänzende Informationen benötigt.

 Nach diesem wirklich interessanten einen Monat wurde ich dann wieder in eine völlig neue Abteilung versetzt in der ich jetzt seit 2 Monaten bin und ich kann für mich bis jetzt sagen das es wirklich schrecklich dort ist. Meine Kollegen geben mir Aufgaben die ich teilweiße einfach nicht erfolgreich erledigen kann, weil mir schlichtweg das Vorwissen dazu fehlt,

Bedeutet dann wohl, dass du versuchst diese Aufgaben zu erledigen, ohne zu wissen, wie es richtig ist ?

Schämst du dich, deine Kollegen zu fragen ?

Wenn du nicht fragst, gehen die davon aus, dass du die erforderlichen Fachkenntnisse hast - und somit alles richtig machen musst.

 Ich habe mit meinen Vorgesetzten schon darüber gesprochen aber der vergisst es immer wieder mit meinen Kollegen dort zu reden.

Also hast du Angst selbst mit deinen Kollegen zu reden ?

Was glaubst du was deine Kollegen von dir denken, wenn der Vorgesetzte sie auf dein Unwissen anspricht.

Sorry - aber du solltest dies selbst mit deinen Kollegen klären.

 Wie komme ich nur wieder aus dieser Situation heraus??

Ganz einfach - Du solltest immer mit deinen Kollegen über solche Situation reden und nicht deinen Ausbildungsleiter vorschicken. Bedeutet Du hast Angst.

Außerdem - hast du schon in dieser Abteilung deinen Einstand bezahlt ?

Dies erwartet man von einem neuen Kollegen, der in die Abteilung kommt.

Eine Runde Kaffee und ein paar Brötchen genügen meist schon.

Gruß N.U.

(der auch schon einige Jahre bei einer Kommunalverwaltung tätig war)

Antwort
von RegiTra, 59

Hi du, 

also erstmal: Brich deine Ausbildung nicht ab! Du bist noch nicht lange in der Abteilung, vielleicht entwickelt sich alles besser, als es derzeit aussieht und auch wenn es so unerfreulich weitergeht, gehen die 5 Monate auch vorbei und die nächste Abteilung wird dann ja sicher wieder besser. 

Lehrjahre sind halt keine Herrenjahre. Auch wenn deine Kollegen unfreundlich zu dir sind, begib dich nicht auf ihr Niveau herab und sei unhöflich. Und versuche dich möglichst an die Kollegen zu halten, die dir auch mit Respekt begegnen, die wird es ja auch geben. Gut ist immerhin, dass deine Vorgesetzten nett sind, wie du sagst. 

Einen ganz hilfreichen Tipp, den ich dir geben würde: Besorg dir einen A5-Block und schreib in diesem alles auf, was du machen musst und wie du es machen musst. Und mach dir ruhig die Notizen sofort, wenn dir ein Kollege was erklärt, so besteht nicht die Gefahr, dass du was vergisst oder aus dem Gedächtnis falsch aufschreibst. Und Notizenmachen kommt auch immer sehr gut an nach meiner Erfahrung. 

Wenn du Stress hast in der Arbeit, versuch auf jeden Fall, nach der Arbeit möglichst schnell die Arbeit aus deinen Gedanken zu vertreiben und die Abende und Wochenenden dazu zu benutzen, dich zu entspannen. Natürlich darfst du aber nicht vergessen, Zeit zum Lernen für die Berufsschule einzuplanen, am besten machst du dir da einen Plan mit bestimmten Zeiten, in denen du lernen möchtest und ziehst dann konsequent durch. 

Ich hoffe, meine Antwort hiflt dir etwas weiter. Und Kopf hoch, Höhen und Tiefen gibt es immer und überall mal, aber wenn du sie bewältigst, gehst du nur gestärkt aus ihnen hervor. In diesem Sinne dir alles Gute!

Liebe Grüße, RegiTra

Antwort
von Marcel89GE, 55

Die Sache ganz offen in der Abteilung ansprechen. Du steckst natürlich aktuell auch ein Stück weit in einem Anpassungsprozess. Vieles was du als "total unfair" oder "unfreundlich" empfindest wird zu einem gewissen Teil völlig normal sein in der Arbeitswelt. Da wirst du dich dran gewöhnen müssen.

Einzige Lösung ist kommunizieren. Wenn du was nicht kannst/verstehst oder weißt, musst du fragen. Wenn es die anderen nervt. Pech gehabt :) du solltest ihnen klar machen, dass umso mehr sie sich mit dir Mühe geben, desdso einfacher, schneller und besser deine Ergebnisse werden.

Ich rate dir davon ab Fronten aufzubauen. Such dir Verbündete in der Abteilung keine Feinde.

Antwort
von grubenschmalz, 43

Mit der JAV sprechen.

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