Frage von Miriam20, 100

Hilfe ,mein Hund bellt ständig fremde Leute an?

Hallo, Vor etwa über einem Monat bin ich mit meinem Hund (3Jahre) aus dem Elternhaus , in eine eigene Wohnung gezogen ! Mein Hund hat sich relativ schnell hier eingeliebt .Allerdings bellt mein Hund beim spazieren gehen immer fremde Leute an . Gerade am Abend wenn es dunkel ist und wenn jemand unerwartet aus einem Auto steigt oder wenn jemand aus einem Haus raus kommt ,bellt mein Hund wie verrückt und springt hoch ! Heute morgen nach dem Spaziergang kam eine Mieterin aus dem Haus in dem ich wohne .und mein Hund hat direkt angefangen zu bellen . Die gute Frau hat daraufhin gesagt , dass der Hund einen Maulkorb braucht .. Das ist absoluter Quatsch .Jedoch habe ich Angst ,dass diese Frau zu meiner Vermieterin geht und ihr sagt , dass ich einen aggressiven Hund hätte . Wenn mein Hund bei den Leuten schnuppern kann ,beruhigt sie sich auch schnell .Aber fremde Leute gehen dann natürlich auf Abstand . Das ist natürlich nachvollziehbar . Ich weiss nicht mehr , was ich machen soll . Wie ich mich meinem Hund draußen verhalten soll . Habt ihr Tipps ? Muss ich mir Sorgen um meinen Hund machen ?

Antwort
von skjonii, 34

Du musst die Ursache bekämpfen, nicht die Symptome. Natürlich ist es immer relativ leicht, einfach alles was der Hund falsch macht, zu bestrafen, aber das ist weder langfristig effektiv noch sinnvoll.

Die Ursache herauszufinden ist übers Internet nicht möglich. Eine Idee wäre, dass dein Hund unsicher ist und deswegen versucht, anstelle von dir, selbst für Sicherheit zu sorgen. Eine andere wäre, dass der Hund schlichtweg sehr besitzergreifend ist und einen Schutztrieb hat. Aber es gibt auch noch deutlich mehr Möglichkeiten. 

Am besten gehst du mit deinem Hund zu einer Hundeschule oder bittest einen Trainer zu dir zu kommen. Der kann den Hund dann im Alltag beobachten und ermitteln, wo der Schuh drückt.

Als direkter Tipp schon mal: Nicht laut oder selbst hitzig gegenüber dem Hund werden in so einer Situation. Erstens, bekommst du das Verhalten damit nicht weg. Zweitens hat er so eher das Gefühl, seine Aufregung sei berechtigt und du feuerst ihn an. Ablenkung ist immer erstmal eine gute Möglichkeit und eine Belohnung, falls er sich erfolgreich ablenken lässt.

Kommentar von Miriam20 ,

Vielen Dank für den Tipp mit der Hundeschule .Das werde ich wohl in angriff nehmen müssen .

Mir ist auserdem aufgefallen , dass mein hund nur so reagiert ,wenn wir an der Straße entlang gehen .Im Wald bellt sie selten .Dann nur ,wenn jogger vorbei laufen oder Fahrräder in Sicht sind .

Wenn wir an einer Straße sind ,wo viele Leute sind ,ist sie total still und zurückhaltend . 

Auserdem möchte sie relativ oft autos anspringen ,die langsam an uns vorbei fahren .

Autofahren an sich liebt mein hund aber ...ich versteh das alles nicht .

Kommentar von skjonii ,

Ohne die Körpersprache des Hundes zu sehen, kann man das nicht definitiv sagen, aber die Beschreibung klingt jetzt schon eher nach Unsicherheit.

Versteh' das nicht falsch, man geht nicht in die Schule zum Nachsitzen. Sondern um gemeinsam zu Lernen! Wenn du eine gute Hundeschule findest, wird dir/euch das eine Menge Spaß bereiten :) Es geht einfach nur darum mehr über den Hund und auch über sich selbst zu lernen - dann bist du zukünftig auch besser in der Lage zu reagieren falls irgendwelche anderen Probleme auftreten sollten. Sieh es als eine Art Weiterbildung und keine Nachhilfe :)

Kommentar von Miriam20 ,

Bis heute morgen habe ich noch gedacht , dass wir das in aller Ruhe hinbekommen . 

Aber nach dem blöden Kommentar von der Nachbarin bin ich sehr verunsichert .

Ich weiss ja ganz sicher , dass mein Hund kein Maulkorb braucht .Allerdings müssen wir schnellstmöglich etwas ändern .

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 34

Wie lange habt Ihr den Hund denn schon?

Wie war Eure Wohnsituation früher und jetzt? Habt Ihr eher ländlich gewohnt und Du bist nun in die Stadt gezogen?

Seit wann macht er das, daß er andere Leute und Autos anbellt? Wirklich erst seit dem Umzug oder vielleicht doch schon früher?

Wer ist früher mit dem Hund spazieren gegangen? Auch immer Du oder meistens jemand von Deinen Eltern?

Kommentar von Miriam20 ,

Ich habe den Hund seit dem sie 8 wochen alt ist.

Bis vor einem Monat habe ich mit ihr bei meinen Eltern in einem großen Haus mit großem Garten und noch 2 weiteren hund gewohnt .

Nun leben wir in einer 3 Zimmer wohnung .Das Haus von meinen Eltern liegt auch direkt in der Stadt .Vorher bin ich auch immer mit ihr spazieren gegangen .jedoch mussten wir nicht großartig viele Strassen überqueren um in den Wald zu kommen . Der war quasi fast nebenan .

Und jetzt müssen wir erst einige Minuten gehen bis wir den wald erreichen . Also ist es mir vorher nicht aufgefallen . 

Kommentar von Berni74 ,

Also, ich denke, es ist eine Kombination aus mehreren Dingen.

1. Wie Du schon schreibst, mußtet Ihr nicht viele Straßen überqueren, er hat also nie wirklich gelernt, mit Straßenverkehr umzugehen.

2. Ihr habt in einem großen Familienverband (ähnlich eines Rudels) gelebt. Der Hund wußte genau, wo er steht, und das und ranghöhere Mitglieder (2- und 4beinig ^^) haben ihr Sicherheit gegeben. Jetzt ist er mit Dir alleine, die anderen Hunde und Deine Eltern fehlen nun, und wahrscheinlich wird er Dir nicht genug vertrauen. In seinen Augen muß er vermeintliche Probleme selbst lösen, weil er Dir das nicht zutraut.

Beides ist lösbar, aber um jetzt nicht noch viele Fehler dabei zu machen, ist es auch meiner Meinung nach ratsam, sich fachkundige Hilfe zu suchen. Such Dir einen guten, gewaltfrei arbeitenden Hundetrainer, der die Situation genau analysiert und mit Dir einen Trainingsplan erarbeitet.

Ihr werdet das schon hinbekommen! Viel Erfolg dabei!

Kommentar von Miriam20 ,

Das werden wir . Vielen vielen lieben Dank !!

Kommentar von Berni74 ,

Was Du bis dahin schonmal machen kannst - sozusagen als "Übergangslösung" (allerdings solltest Du mit der Hundeschule wirklich keine Zeit verlieren!), bring ihm bei, Dich auf Kommando anzuschauen.

Laß ihn vor Dir sitzen, wenn er Dich anschaut, gibts ein Leckerli. Später kannst Du das mit einem Kommando ("Schau" o. ä.) belegen. Übe das in reizarmer Umgebung, in der er sich sicher fühlt - also idealerweise daheim. Hat er begriffen, was Du von ihm willst - das geht bei verfressenen Hunden meistens recht fix - kannst Du dieses Verhalten auch in anderen Situationen abverlagen. Zum Beispiel beim fressen (da muß er sitzen, Dich anschauen, und erst dann kommt Deine Freigabe, daß er sich über sein Futter hermachen darf).

Das ganze fördert die Aufmerksamkeit Deines Hundes, seine Konzentration auf Dich. Stück für Stück arbeitest Du Dich auch in Situationen außerhalb der Wohnung vor - gehe dabei aber behutsam ans Werk, versuche mit möglichst wenig Ablenkung anzufangen. Klappt das dann ganz gut, kannst Du - wenn zum Beispiel jemand aus Deinem Haus kommt, den Hund sitzen lassen, Dich zwischen ihn und die Person stellen und Dich anschauen lassen. Bleibt er ruhig und auf Dich fixiert, gibts ein Leckerli. Anfangs kannst Du auch zwischendurch - also in der Situation füttern.

Aber bedenke, das ist keine Lösung Eures generellen Problems (das mit dem Vertrauen zum Beispiel)! Es kann lediglich die Situation entschärfen. Aber Ziel sollte ja sein, daß solche schwierigen Situationen gar nicht erst aufkommen.

Kommentar von Miriam20 ,

das hört sich immer so einfach an . tagsüber kann ich sie ab und zu ablenken .dann kommt sie gar nicht dazu zu bellen .das sie sich hinsetzt habe ich schon oft versucht . jedoch ohne erfolg . sie ist in dann wie in einer anderen welt . leckerli geben funktioniert auch nicht . draussen ist alles interessanter als fressen . 

Kommentar von Berni74 ,

Dann schnellstens zum Hundetrainer ;-)

Antwort
von Schnueffler00, 51

Geh mit ihm zur Hundeschule. Das liegt in erster Linie nicht am Hund selbst, sondern an der Erziehung.

Antwort
von FrauFanta, 10

Wie genau verbietest du ihn das bellen. Was machst du, damit er weiß, dass er das nicht darf?

Kommentar von Miriam20 ,

hört sich bescheuert an , aber manchmal sage ich schon von vorn  herein ,dass  sie "lieb sein soll"

das funktioniert oft aber  nicht immer . wenn die leute unerwartet auftauchen ,klappt das nicht . ansonsten nehme ich sie kurz und bleibe an der seite stehen und warte bis die person vorbei gegangen ist . 

Kommentar von FrauFanta ,

Aber du bestrafst sie nicht für ihr Fehlverhalten? Was sagst du, wenn sie was nicht darf? Nein oder aus? In solchen Situationen ist timing das AundO. In dem Moment wo sie bellt, nimmst du sie forsch aus der Situation, stelle die Selbstbewusst zwischen ihr und den anderen Hund. Mach ihr durch deine Ausstrahlung klar, dass du dich um solche Situationen kümmerst. Sage scharf " nein". Sie muss wissen, dass es nicht ihre Aufgabe ist, aufzupassen, sondern deine.

Antwort
von dogmama, 26

Habt ihr Tipps ?

 

mit ein paar Tipps aus dem Internet wirst Du das Problem nicht in den Griff bekommen.

geh mit dem Hund in eine Hundeschule, dort lernst Du und auch der Hund!

vorallem wirst Du dort lernen wie Du mit dem Hund in bestimmten Situationen umgehen mußt. 

das Verhalten Deines Hundes ist reine Erziehungssache! 


Antwort
von CrazyBunny4, 27

Nein dein Hund brauch weder einen Maulkorb noch ist er Aggressiv.  

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fbilder.t-online.de%2Fb%2F40%2...

 

Antwort
von Redkobra12, 30

Man muss den Hund wenn er Leute anbellt scharf ankucken und ganz laut und deutlich NEIN sagen

Kommentar von skjonii ,

Genau, das ist die Lösung für alles! Einfach Nein sagen...  

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten