Frage von NicoBY, 39

Hilfe! Mein Arbeitgeber hat Insolvenz angemeldet. Hab einige Fragen, hoffe ihr könnt mir helfen?

Hallo.

Da der Geschäftsführer meines AG gewechselt hat bin ich seit einigen Monaten auf der Suche nach etwas Neuem. Im Februar habe ich dann mit 3 Monatsfrist auf Ende Mai gekündigt. Mein AG war sehr sauer, hat mich sofort freigestellt. Ich hatte zwar angeboten normal weiterzuarbeiten aber es gab für den Geschäftsführer keine Diskussion!

3 Tage später hat er Insolvenz angemeldet. Lt. dem Insolvenzverwalter steht mir auf Grund der Freistellung jedoch momentan kein Insolvenzgeld zu, alle arbeitenden Arbeitnehmer erhalten jedoch monatlich ihr Gehalt bis zu 3 Monaten weiter. Bei mir soll das erst mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Juni/Juli stattfinden.

Mein Problem ist dass wir kurz vor Weihnachten Nachwuchs bekommen haben und ich Alleinverdiener bin. Zu Weihnachten hatte ich den ersten Monat Elternzeit, der 2. soll beim neuen Arbeitgeber im Sommer stattfinden.

Meine Fragen:

  1. Kann man da einen Vorschuss beantragen?
  2. Was wird zur Berechnung der Leistung herangezogen? Es kann doch hoffentlich nicht sein dass hier auf Grund des Elterngeldes dieser Monat mit 0 einberechnet wird und ich für die Zeit dann doppelt "bestraft" werde.

Ich würde mich sehr über ein paar Antworten freuen, sind gerade sehr verzweifelt da wir nicht weiter wissen und wir den finanziellen Engpass nicht bis in die 2. Jahreshälfte überbrücken können. Meine Frau ist ebenso total verzweifelt, wir würden gerne die Zeit mit unserem Kleinen so genießen, allerdings versaut uns die Sorge um die Nahe Zukunft hier so einiges.

Vielen Dank,

Nico

Antwort
von DieMoneypenny, 7

Also es kann doch nicht sein, dass Du wegen der Freistellung keinen Anspruch auf Ausgleichszahlung hast?? Du hast doch einen regulären Gehaltsanspruch, wie die arbeitenden Arbeitnehmer auch??!! Und zwar JETZT! Also wenn das wirklich so sein sollte, hast Du nur die Möglichkeit einen Anwalt zu nehmen. Anspruch auf Zahlung prüfen lassen oder Weiterbeschäftigung verlangen. Außerdem ist zu überlegen, ob Du die Elternzeit vorziehen kannst. Damit könntest Du schon mal einen Monat überbrücken und kannst ganz sicher den Antrag mit 12 Gehaltszetteln beantragen. Ist die denn mit dem neuen AG abgesprochen? Also das ist ja wirklich unglaublich.

Kommentar von DieMoneypenny ,

Komme ja nicht drüber weg! Was ist denn mit der Sozialversicherung? Es besteht ja auch weiterhin Zahlungspflicht, denn Dein Arbeitsverhältnis besteht ja weiterhin. Das sollte auch dringend geklärt werden.

Antwort
von DieMoneypenny, 1

Ich würde dazu mal die Arbeitsagentur befragen. Die Kosten nichts. Vielleicht ist hier schon was brauchbares zu finden. Irgendwer muss ja Sozialversicherung und Euer Brot bezahlen.
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc?IdcService=GET_FILE&dDocName=L6019...

Antwort
von Datasker, 5

Da hat der Arbeitgeber recht Arglistig gehandelt.

Ich kenn mich wirklich nicht sonderlich aus, aber wenn du mit der Freistellung nicht enverstanden warst, solltest du für deine Weiterbeschäftigung klagen, sowas kann vors Arbeitsgericht. Dann sollte auch der gehalt kommen, solange dieser auch wirklich ausgeschüttet wird.

Nochmal, habe nicht wirklich eine Ahnung, aber bei sowas keine Zeit verschwenden und so schnell wie möglich einen Anwalt kontaktieren und sehen was man machen kann!

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