Frage von kekege, 38

Hilfe, Mahnbescheid vom Amtsgericht bekommen, was tun?

Als ich 16 war wollte ich mich im Fitnessstudio Fitx anmelden. Ich habe auch die Mitgliedskarte bekommen, jedoch musste meine Mutter noch das Ganze unterschreiben, damit es gültig wird. Meine Mutter hat nie den Vertrag unterschrieben. Somit war ich offiziell nie ein Mitglied und habe auch noch nie dort trainiert. | Dummerweise hat meine Mutter 2 Jahre lang nicht gemerkt, dass Fitx jeden Monat von ihrem Konto 15€ abgezogen hat. An einem bestimmten Monat konnten sie nichts abziehen & ich habe angefangen, Mahnungen von ihnen zu bekommen. Daraufhin schrieb ich Fitx an. Sie sagten, dass sie die Rechnung stornieren und meine Daten aus der Datenbank löschen. Trotzdem habe ich weiterhin Briefe von Anwälten, Inkasso und co. bekommen. Nun habe ich einen gelben Brief vom Amtsgericht bekommen, dass ich über 200€ zahlen soll. | Was soll ich tun? Theoretisch schuldet Fitx sogar meiner Mutter 360€ ... (Inzwischen bin ich 19)

Antwort
von mepeisen, 6

dass sie die Rechnung stornieren und meine Daten aus der Datenbank löschen

Hast du diese Antwort schriftlich? Wie genau ist das formuliert? Man könnte hier ggf. einen Verzicht herauslesen.

Theoretisch schuldet Fitx sogar meiner Mutter 360€ ... (Inzwischen bin ich 19)

Hier sind zwei Dinge passiert:

1. Deine Mutter hat dem vertrag stillschweigend zugestimmt. Dass sie das 2 Jahre nicht bemerkt haben will, das wird ihr niemand glauben. Zumal sie offenbar davon wusste, weil sie den Vertrag gesehen hat oder?

2. Du bist inzwischen 18 geworden, hast sicherlich weiter trainiert, als du 18 warst. Ab 18 bist du für alles selbst verantwortlich. Du hast dir damit im Nachhinein deinen Vertrag, der zunächst schwebend wirksam war, genehmigt.

Auf die Minderjährigen-Karte würde ich daher grundsätzlich nicht setzen.

Wenn das alles storniert wurde und du das schriftlich hast, dann würde ich auf dieses Pferd setzen. Mit der Sache, dass man minderjährig war und eigentlich Geld zurückwill, da würde ich verdammt still sein ;-)

Widerspreche unbedingt dem gerichtlichen Mahnbescheid (Kreuzchen in Feld Nummer 2). Und schicke das Widerspruchs-Formular per Einschreiben ans Gericht zurück.

Antwort
von Schuhu, 24

Auf jeden Fall musst du dem Mahnbescheid widersprechen, da das Amtsgericht nicht prüft, ob die Ansprüche zu recht bestehen. Du kannst dich darauf berufen, dass kein gültiger Vertrag vorliegt. Ob die Tatsache, dass deine Mutter die Abbuchung so lange geduldet hat, als Zustimmung zum Vertrag gilt, müsste ein Anwalt klären.

Kommentar von mepeisen ,

Da braucht ein Anwalt nichts zu klären. Kekege ist inzwischen 19. Hat sicherlich im Alter von 18 noch fleißig trainiert, wenn man sich den Zeitablauf so anschaut. Damit ist die Mutter aus dem Spiel, denn spätestens mit 18 entscheide ich mich selbst, ob ich mich noch auf die Minderjährigen-Karte berufe oder ob ich meine Verträge von damals selbst genehmige.

Antwort
von Alterhaudegen75, 19

Wie kann man denn 2 Jahren nicht bemerken das einem Geld abgebucht wird?

Na egal, in dem Mahnbescheid ist ein Widerruf enthalten. Den nimmst du wahr und schickst ihn zurück. Dann hast du in der Regel 14 Tage Zeit die Sache zu regeln. Mit Hilfe eines RA zum Beispiel.

Tust du das nicht wird aus dem Mahnbescheid ein Vollstreckungsbescheid. Dann kann man zwar immer noch etwas dagegen tun, wird aber unter Umstände schwerer und teurer. Denn es kommen ja jedesmal Gebühren oben drauf.

Also: Widerruf ausfüllen, zurückschicken und so schnell wie möglich die Sache klären.

Kommentar von Ronox ,

Wenn ein Widerspruch eingelegt wird, wird kein Vollstreckungsbescheid erlassen. Es müsste vom Gläubiger die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt werden.

Kommentar von Alterhaudegen75 ,

Das stimmt natürlich. Ich bin jetzt nur mal davon ausgegangen, das der Gläubiger das Verfahren weiter voran treibt. Was im Normalfall ja die Regel ist.

Natürlich braucht er auch nicht unbedingt einen Anwalt. An seiner Stelle täte ich es allerdings.

Antwort
von Biberchen, 12

du legst Widerspruch ein, wenn die Angelegenheit trotzdem nicht erledigt ist, geht es vor Gericht und es wird dort geklärt. Einen Anwalt brauchst du nicht unbedingt aber alle Unterlagen, besonders das Schreiben vom Fitnessstudio mit der Anerkennung deiner Kündigung.

Kommentar von mepeisen ,

besonders das Schreiben vom Fitnessstudio mit der Anerkennung deiner Kündigung

Eine Kündigungs-Anerkennung ist nicht so wichtig. Wichtig ist eher der VERZICHT. Also diese Antwort, "Forderung wird ausgebucht". Aber sicher hast du genau das auch gemeint, denn TE hat ja auch nur so einen Brief angesprochen und keine Kündigungsbestätigung :-)

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