Frage von Pfannkuchen96, 172

Leide ich unter einer sozialen Phobie?

Hallo zusammen. 

Und zwar ist es bei mir so das ich wirklich nicht aus mir raus kommen kann. Ich bekomme wirklich innere Panik wenn ich in Gruppen nur ein bisschen etwas von mir aus sage. 

Dann muss ich mich immer erst einmal wieder erholen. Das ist so unangenehm. 

Die ganze zeit verschließe ich mich nur noch vor fremden Menschen und selbst das begrüßen fällt mir extrem schwer. Ich denke dann auch immer wie die anderen dann reagieren würden. Bin ich auch gut genug für andere und und und. 

Außerdem komme ich mich den anderen gegenüber total unterlegen vor. Und kann es mir auch nicht im geringsten vorstellen mit anderen kontakte zu knüpfen. Ich habe dann sowieso auch sehr viel angst das bei mir dann der gesprächsstoff aus gänge. Bei mir ist das wirklich schon ganz extrem. 

Deutet das eventuell auf einer sozialen phobie hin??

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 50

Hallo Pfannkuchen96,

ich würde nicht unbedingt direkt von einer Phobie sprechen, aber trotzdem solltest Du mal darüber nachdenken, eine Verhaltenstherapie bei einem Psychotherapeuten zu machen. Mit ihm zusammen kannst Du herausfinden, wo die Ursachen Deiner Handlungen liegen und Du kannst lernen, wie Du künftig besser mit anderen kommunizieren kannst.

Auch an Volkshochschulen gibt es Kurse, wo man lernen kann, sich besser mit anderen Leuten auszutauschen und seine Scheu abzulegen.

Der wichtigste Schritt ist schon mal der, dass Du erkannt hast, dass Du ein Problem hast und etwas daran ändern möchtest. Jetzt muss Du nur noch offen gegenüber Hilfsangeboten werden und diese auch nutzen.

Nur Mut ... Du schaffst das!!!

Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg.

Kommentar von Tamtamy ,

Guter Ratschlag, den ich unterstütze.

Expertenantwort
von aida99, Community-Experte für Gesundheit, 17

Das hatte ich auch mal - lässt sich abtrainieren! Also entweder Du machst das alleine und meldest Dich z.B. immer zu Wort, wenn irgendwo gefragt wird: Und noch Fragen? (Denk Dir halt was aus.)

Ich hab mir im Studium vorgenommen: Du sagst etwas in jedem Seminar. Und es hat geklappt, irgendwann sind mir selbst Referate weniger schwer gefallen, weil ich es gewohnt war, 'meine eigene Stimme zu hören' vor so vielen Menschen.

Effektiver ist das sicherlich mit einem Verhaltenstherapeut/in. Beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Deines Bundeslandes bekommst Du die Namen etc. von V.-Therapeuten, die Plätze frei haben.

Dort kannst Du direkt einen Termin vereinbaren, ohne Zuzahlung, ohne Überweisung. Die Kasse bezahlt Kennenlern-Termine bei 5 Therapeuten, mensch sollte aber dort bleiben, wo es ihm/ihr gut tut und nicht weitersuchen.

Antwort
von einhorrrn, 32

-Ja, es fällt eindeutig in die Kategorie Soziale Phobie. 

Habe selber auch schon ne fette Sozialphobie gehabt. Natürlich ist das nur ein Überbegriff für verschiedene verhaltensweisen, aber es ist auch wichtig zu wissen ob das auf einen Zutrifft damit man eine Bezeichnung für seine Ängste hat mit der z.B. Psychologen oder wer auch immer etwas anfangen kann. 

Man darf sich nur nicht damit identifizieren; dass man Soziale Ängste hat. 

Aber nochmal zu deiner Frage; ja, es deutet nicht nur eventuell darauf hin sondern ist soziale Phobie und auch etwas krankhaft, da es dich in deinem Alltag beeinträchtigt (Du denkst auch viel darüber nach usw). Kann sein, dass auch vorallem das Nachdenken bei dir zwanghaft ist: also so dass du es einfcah nicht lassen kannst. Das macht natürlich auch Ängstlich. lg

Kommentar von Pfannkuchen96 ,

Ja genau so ist das auch bei mir. Das macht mich noch irgendwann verrückt.

Kommentar von einhorrrn ,

Das ist gut dann wissen wir ja ungefehr was du hast. Ich würde mir an deiner Stelle je nach dem wie schlimm es ist entweder einen Psychologen dazuholen zu dem zu 1x die Woche gehst, oder wenn es so schlimm ist dass du echt immer schweißgebadet nachhause kommst oder so und nur zuhause bist, dann in eine Tagesklinik. Das hilft dir auf jeden Fall noch während du deine Angst überwindest. Man muss Angst immer mit Konfrontation bekämpfen und mit psychotherapeutischer Begleitung ist noch besser, das verkürzt die Zeit bis zur besserung dramatisch.

Antwort
von Grimwulf78, 39

Soziale Phobie ist nur so ein Etikett und sagt nichts aus über Ursachen und Lösungswege.

Apophis hat schon recht. Professionellen Rat kannst Du über dieses Medium zu diesem Thema nicht bekommen, nur Meinungen. Aber schauen wir doch mal genauer hin... 

bekomme wirklich innere Panik wenn ich in Gruppen nur ein bisschen etwas von mir aus sage

Hast Du Mobbing-Erfahrung? Es klingt als ob Du erlebt hättest, wie Dinge die Du von Dir preisgibst gegen Dich eingesetzt werden. Ist das so gewesen?

Ich denke dann auch immer wie die anderen dann reagieren würden. Bin ich auch gut genug für andere

Ich könnte Dir jetzt sagen dass Du nur gut genug für Dich selbst sein musst und die Urteile Anderer über Dich irrelevant sind (eben nur Gedanken fremder Menschen). Dass das so ist weißt Du aber längst.

Erfolgreich zu sein und akzeptiert, gemocht, geliebt zu werden ist uns Menschen ein tiefes Bedürfnis. Wir glauben aber manchmal, dass das an Bedingungen geknüpft ist. Wenn ich X erreiche oder soundso werde, DANN werde ich erfolgreich sein und Anerkennung bekommen. Während wir uns solche Dinge sagen sind wir aber nicht bereit unsere Erfolge die schon DA SIND als solche anzuerkennen und daraus Kraft zu schöpfen. Das was man erreicht hat ist ja nicht der Rede wert. Das was man nicht erreicht hat, DAS wird einen zufrieden machen! Ist natürlich Quatsch. Sobald Du es erreicht hast, ist auch das nicht gut genug um Dich selbst anzuerkennen. Das Problem liegt im Blickwinkel.

Du bist nicht gut genug wenn Du Dies oder Jenes an Dir veränderst sondern Du bist HIER und JETZT super! Du bist in Deiner jetzigen Erscheinungsform ein fantastischer Mensch mit lauter spannenden Facetten die kein anderer hat und wer Dich nicht kennt der verdient Mitleid! 

Davon überzeugt zu sein, es nicht als Mantra aufzusagen sondern es tatsächlich zu fühlen, ist die absolute Grundlage dafür Anerkennung und Liebe von Außen zu bekommen. Das wovon Du überzeugt bist das sendest Du nach Außen. Funktioniert leider im Positiven wie im Negativen.

Glaub Du schaffst es oder glaub Du schaffst es nicht, Du wirst immer recht behalten. (Henry Ford)

Das hat gar nicht magisches. Es ist Mimik, Gestik, Körperhaltung, Geruch, Tonfall, generelles Verhalten ... die meiste Kommunikation zwischen Menschen läuft ohne Worte ab. Da es unterbewusst passiert kannst Du es nicht bewusst steuern. Du musst Deine innere Haltung zu Dir selbst ändern, dann ändert die Welt ihre Haltung zu Dir. So einfach - so schwer ...

Die Frage ist also, wie Du es schaffst Dich selbst zu lieben.

Alles Liebe!!

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt & Medizin, 14

Soziale Ängste lassen sich überwinden, da sie erlernt sind. Genaueres dazu, sowie Selbsthilfe-Tipps findest Du hier.

http://www.psychotipps.com/Sozialphobie.html

Antwort
von apophis, 41

Ich würde schon denken, dass es in die Richtung geht, wirklich sagen kann ich es aber nicht.
Das kann keiner hier.

Für eine Diagnose, die nicht nur eine Meinung ist, musst Du Dich an einen Psychotherapeuten wenden.

Antwort
von Ketzer84, 23

Warst du den schon immer so oder hat sich das erst irgendwann ergeben?

Kommentar von Pfannkuchen96 ,

Also schon als kleiner junge war ich in gewissen situationen etwas ängstlich. Und später wurde es immer extremer und immer extremer. Es verschlimmert sich jetzt sogar noch weiter.

Kommentar von Ketzer84 ,

Also ich denke mal einen Therapeuten aufsuchen kann nicht schaden. Evtl. musst du nicht mal eine Therapie beginnen, er kan dir aber auch Selbshilfegruppen vermitteln wo Leute sind die das selbe Problem haben wie du.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community