Frage von Ascar, 143

HILFE! Krankengeld trotz Arbeitgeberwechsel?

Hallo Leute!
Kurz zur Geschichte: ich bin 19 und weiblich. Ich habe am 01.01.2015 eine Ausbildung begonnen (ich litt schon vorher, seit fast 2 1/2 Jahren an psychosomatischen Störungen und Depressionen.)
Durch die Ausbildung bzw die Belastung wurden meine Symptome immer schlimmer, worauf ich auf der Arbeit einen Nervenzusammenbruch erlitt und daraufhin krankgeschrieben war. Länger als 6 Wochen. Die Krankenkasse ist eingesprungen und zahlte Krankengeld bis zum 31.10.
Zum 31.07 wurde das Ausbildungsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag aufgehoben. Ich habe weiterhin Krankengeld bekommen.
Da ich nicht weiterhin zuhause sitzen wollte, habe ich mich um einen neuen Job bemüht (vorerst keine neue Ausbildung). Ich habe also eine Einstellung vom 01.11 - 31.12 bekommen, als Gehilfin, für Büroarbeiten, Inventur etc.
es ist mittlerweile so, dass wieder nichts geht. Nach 4 Wochen Arbeit bin ich am Ende meiner Kräfte und ich habe natürlich die Krankenkasse konsultiert, wie das aussieht, ob ich Anspruch auf Krankengeld hätte. Ich wurde von einer Stelle zur anderen geleitet. Bis mir ein Sachbearbeiter sagte, da ich das Unternehmen gewechselt habe, habe ich keinen sofortigen Anspruch auf Krankengeld mehr, aber ich brauche mich eh nicht krankmelden lassen, weil er keinen ersichtlichen Grund dafür sieht. Wenn ich mich krankschreiben lasse, würde er eh einen Termin beim MDK (medizinischen Dienst) veranlassen (dort war ich im Oktober schon einmal) und er denkt dass dort rauskommen wird, dass ich arbeitsfähig bin. Also bräuchte ich das gar nicht erst versuchen.
Nach diesem verwirrenden Gespräch (weil mir einen Tag vorher erst erzählt wurde, ich hätte Anspruch auf Krankengeld) habe ich mir sofort einen Termin bei meinem Arzt gemacht.
Dieser sagte mir, es wäre schegal, ich könnte das Unternehmen so oft wechseln wie ich wollte, wenn ich wegen derselben Diagnose innerhalb eines bestimmten Zeitraumes krankgeschrieben bin, steht mir sofortiges Krankengeld zu.
Jetzt meine Frage: wer davon hat Recht? Weiß das jemand? Will die Krankenkasse sich vielleicht nur vor der Zahlung drücken?
Ich habe mit so vielen Sachbearbeitern gesprochen, dass ich schon gar nicht mehr weiß was ich davon halten soll.

Ich hoffe mir kann hier irgendjemand weiterhelfen! Liebe Grüße

Antwort
von Seanna, 139

Wenn du nicht arbeiten kannst, brauchst du unabhängig vom MDK ne Krankmeldung. Das gar nicht erst versuchen ist Blödsinn. Der Sachbearbeiter hat nur keine Lust auf einen unvermittelbaren Klienten.

Krankengeld steht dir nicht zu, da dein Vertrag unter 10 Wochen und befristet war.

Solang du also ne Krankmeldung hast, kann der Sachbearbeiter garnichts tun außer dich zum MDK schicken. Wenn der mit deinem Arzt bei längerer Krankschreibung übereinstimmt, bist du weiter krankgeschrieben. Er kann dich aber auch für arbeitsfähig erklären.

Dann steht dir ALG II zu, oder ALG I, je nachdem was du beziehst. Und Wurst vermittelt.

Kommentar von Ascar ,

Ich bekomme weder ALG 1 noch ALG 2.
Ich beziehe also keinerlei Geld, da ich keine Ansprüche darauf hab.

Jetzt verstehe ich wirklich nur noch Bahnhof. Die AOK sagte nichts davon, dass es unter 10 Wochen war o.ä
Sondern lediglich, dass ich erst nach 6 Wochen Krankengeld bekommen könnte, da ich das Unternehmen gewechselt habe und deswegen der AG Lohnfortzahlung zahlen müsste für 6 Wochen.
Mein Arzt aber wiederum sagte, es sei egal ob ich das Unternehmen wechseln würde, auch wenn ich das 10x tun würde. Wenn ich wegen der gleichen Diagnose erneut krankgeschrieben werde und mich noch in einem Arbeitsverhältnis befinde habe ich Anspruch auf sofortiges Krankengeld.

Kommentar von Ascar ,

Und im Oktober war ich beim MDK. Eine völlig unkompetent mehr Frau. Ich bin in den Raum rein, sie hat mich abgetastet und gewogen, sagte ich sei gesund und könne nachhause fahren. Mit den Worten "Stellen Sie sich darauf ein, dass die AOK bald nichts mehr zahlt."

Kommentar von Seanna ,

Abgetastet? Bei Depressionen? Hätte das Gutachten angefochten und auf nen Psychiater/Facharzt als Gutachter bestanden bzw hab das bei meiner Untersuchung auch. Und bekam dann im 2. Anlauf (ersten Termin direkt abgesagt) auch nen Facharzt für mein Leiden.

Kommentar von Seanna ,

Die Sache ist, schreibt der MDK dich gesund, ist deine AU vom Arzt wertlos und du giltst als arbeitsfähig. Damit entfällt auch der Anspruch auf krankengeld.

Kommentar von Ascar ,

Ja, die Frau dort hat mich lediglich abgetastet und mir gesagt ich sei gesund, da sie körperlich keinerlei Einschränkungen feststellen könnte.
Und wie stelle ich das an? Gutachten abwarten und Widerspruch einlegen? Oder noch vor dem Termin darauf bestehen einen Facharzt zu bekommen? Ich habe starke psychosomatische Beschwerden. Ich habe jeden Tag starke Magen und Darmschmerzen, extremen Durchfall, eine chronische Magenschleimhautentzündung, Schwindelanfälle und Kopfschmerzen.
Tagesformabhängig mal mehr und mal weniger. Seit der Arbeit wurde es wieder jeden Tag schlimmer sodass ich nichtmal mehr schlafen kann. (3-4 Stunden, in teilstücken) ich würde auch gerne Arbeiten, aber es ist für mich kaum möglich. Nach 2 Stunden auf der Arbeit bin ich so fertig mit den Nerven.

Kommentar von Seanna ,

Du wirst sicher ambulant behandelt - besorge dir auf jeden Fall was Schriftliches von deinem Arzt für den Termin. Oder nimm den Arzt mit, wenn du ihn dazu bekommst. Ich würde schon vor dem Termin anrufen (mit deinem Arzt zusammen am besten) und auf einen Termin beim Facharzt bestehen. Schließlich ist die Sachlage schwierig zu beurteilen, im Gegensatz zu ner Querschnittslähmung zb. Ich würde auch die Psyche in den Vordergrund stellen, nicht die körperlichen Beschwerden... Denn die sind ja objektiv erst mal nicht belegbar (und dann Gesundschreibung auch nachvollziehbar...).

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