Frage von AlexaSandy1990, 41

HILFE ,Kann mir jemand sagen ,ob ich dies richtig gemacht und verstanden habe?

Hallo leute, ich habe mal eine ganz "doofe" Frage. Ich muss für eine Aufgabe eine Bilanz für einen Jahresabschluss erstellen. Habe verschiedene werte die ich schon in Aktiv und Passiv Seite aufgeteilt habe, jedoch nur genau 3 Punkte noch nicht. Bin mir nicht sicher was ich damit anstellen soll. Die Punkte sind Umsatzerlöse,Gewinn und Fremdkapitalzinsen. Ich habe folgende Lösung für die Aufgaben. Vielleicht kann mir jemand helfen ob ich es richtig gemacht habe?

Meiner Meinung nach sollte die Bilanz so aussehen :

Aktiv Seite: Bebautes Grundstück 1.000.000 Kasse 1.000 Warenlager 25.000 technische Anlagen 400.000 Forderungen aus l.u.l 19.000 Betriebs-Und Geschäftsausstattung 140.000 Bankguthaben 15.000

Endsumme: 1.600.000

Passiv Seite:

Hypothekendarlehen 500.000 Langfristiges Bankdarlehen 200.000 Kurzfristiges Bankdarlehen 80.000 Verbindlichkeiten aus l.u.l 10.000 Gewinn 80.000 Fremdkapitalzinsen 39.000

Endsumme: 909.000

Eigenkapital welches noch in der Passivseite fehlt ergibt sich aus: EK= Vermögen-Fremdkapital = 1.600.000 -909.000 =691.000

Das Eigenkapital wird mit auf die Passivseite übertragen

Somit sind beide Seiten Aktiv und Passiv ausgeglichen und die Bilanzsumme (die für dieses Stichtag gilt) wäre fertig . Würde noch zur Antwort schreiben,dass die Gewinn und Verlustrechnung( GUV) eine Ganzjahresaufnahme ist und bei der Bilanz danach kommt. Die Bilanz ist eine Momenaufnahme am Stichtag und gilt nur für dieses Tag.

Vielen Dank für Eure Hilfe

LG Sandy

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dirk-D. Hansmann, 21

Hi Sandy,

ohne die Aufgabe ist Kontrolle nicht so einfach.

Deine Aussage EK=Vermögen./.FK stimmt, aber Du hast mit den 909.000 nicht das FK. Weil der enthaltene Gewinn darin enthalten ist. Müsstest also abändern zu EK=Betriebsvermögen./.FK./.Gewinn lt. GuV

Warum benötigst Du noch die drei Punkte?

Allerdings würde ich bei der Lösung das EK anders entwickeln.

Ich würde da eine EK-Entwicklung machen. Also Zeile 1 der Passiva EK auf den 1.1. Euro 691.000 (Betrag in die Vorspalte. Zeile 2 Gewinn lt. GuV 80.000 (den Gewinn mit Summenstrich auch in die Vorspalte). Zeile 3 EK 31.12. und in die Hauptspalte die 771.000 Euro.

Ob der Text überhaupt nötig ist, dass kommt natürlich auf die Aufgabe an. Dann würde ich den Text ändern: GuV setzt sich aus den aufgelaufenen Beträgen des Wirtschaftsjahres zusammen und die Bilanzwerte werden gemäß der Inventurwerte in die Bilanz aufgenommen oder aus den Abschlüssen der jeweiligen Bestandskonten.

Kommentar von AlexaSandy1990 ,

Vielen Dank für die Hilfe! Irgendwie blicke ich da nicht durch . Ich schreib doch alles auf meine Aktiva Seite und Passiva Seite (das nach der Vorschrift alles mit Umlaufvermögen und so aufgeschrieben werden muss ist mir klar , habe hier nur es grob ausschreiben wollen). Und dann muss ich doch mein Eigenkapital  ausrechnen damit ich beide seiten ausgleichen kann oder nicht? Ansonsten wären doch beide seiten nicht ausgeglichen? mit den drei punkten meinte ich die Daten aus Umsatzerlöse,FK und Gewinn auf welche Seite die kommen?  Wo kommen Umsatzerlöse hin ich denke mal eigentlich auf die Aktivseite oder?

Vielen Dank

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Danke für den Stern!

Zu Deinen Nachfragen - Übrigens wird das Problem jetzt deutlicher:

Welche Konten werden über die Bilanz abgeschlossen?

Du irrst, wenn Du schreibst, dass sei Dir klar. Weil Umsatzerlöse gehören zu den Erfolgskonten! Die werden doch über GuV abgeschlossen und erst der Saldo dort gehört in die Bilanz - Als Unterkonto zum Eigenkapital.

Normaler Ablauf ist doch folgender: Entweder man trägt die Schlussbilanz des Vorjahres als Eröffnungsbilanz vor. Da gibt es nur eine Abweichung. Das Eigenkapital(EK) des Vorjahres(Vj) wird zusammengefasst.

Also EK Vj zzgl. Privateinlagen abzügl. Entnahmen zzgl. Gewinn Vj abzügl. Verlust Vj = EK 1.1. des Wirtschaftsjahres (Wj).

Oder man nimmt die Inventurwerte. Das sind die Zahlen, die in den Aufgaben aber nie Inventurwerte genannt werden.

In der Inventur wird aber das Eigenkapital nicht berechnet.

Also trägst Du wie gehabt laut der Aufgabenstellung die Aktivwerte in der Bilanz vor (Anlagevermögen und Umlaufvermögen = Betriebsvermögen).

Dann trägt man auf der Passivseite die Mittelherkunft ein. Für das Eigenkapital schreibt man nur das Wort. Fremdkapital laut Aufgabe (also Inventur) - Wie Hypothek, Darlehen, Verbindlichkeiten, Abgrenzungsposten.

Die Bilanzsumme hast Du bei den Aktiva ermittelt. Übrigens sprechen wir bei den Aktiva auch über die Mittelverwendung. Wofür wurde Geld ausgegeben, dass dem Betrieb in den einzelnen Formen von Anlage- und Umlaufvermögen zur Verfügung steht.

Von der Bilanzsumme oder besser dem Wert des Betriebsvermögens wird jetzt der Wert des Fremdkapitals abgezogen. Die Differenz ist Dein Eigenkapital am 1.1. Wj.

Jetzt nur nicht verwirren lassen, dass man das Eigenkapital auf verschiedenen Wegen ermitteln kann. Das kommt aus dem Wesen der doppelten Buchführung.

Daher wiederhole ich hier noch einmal Anlagevermögen + Umlaufvermögen = Betriebsvermögen. Dann folgt: Betriebsvermögen (Werte der Mittelverwendung) ./. Fremdkapital = Eigenkapital.

So sieht die Bilanz zum 1.1. Wj aus.

Jetzt kommen die laufenden Buchungen. Eben die Geschäftsvorfälle. Unternehmen kauft, verkauft, geht Verbindlichkeiten ein usw.

Jetzt kommt der Abschluss zum 31.12. Wj. Es werden also die Konten abgeschlossen. Erst die Bestandskonten in die Schlussbilanz.

Achtung beim Anlagevermögen! Da müssen jetzt die Abschreibungen (soweit vorhanden) berücksichtigt werden. [AfA an Bestandskonto].

Die Erfolgskonten werden jetzt abgeschlossen - In die GuV. Umsatzerlöse an GuV; GuV an AfA usw. Daraus resultiert dann das Betriebsergebnis (also Gewinn oder Verlust). Der dann zum Eigenkapitalvortrag und den Privatentnahmen und -Einlagen abgeschlossen wird.

Summen von Aktiva und Passiva bilden, die müssen jetzt überein stimmen. Sonst ist irgendwo ein Fehler.

Hoffe Dir den Irrtum jetzt so in den Ablauf eingebaut zu haben, dass er für Dich jetzt in die Gesamtlogik passt.

Wenn nicht, dann melden. Dann wird eben das noch mal am Telefon oder per Skype nachgearbeitet.

Viel Erfolg!

Antwort
von Bakaroo1976, 20

Das ist eine Frage, die Dir hier niemand beanworten wird. Bitte wende Dich an DEINEN Steuerberater!!!

Kommentar von AlexaSandy1990 ,

dir ist schon klar, dass dies eine Aufgabe ist und nichts im Alltagsleben ! Auf solche Antworten kann ich verzichten!

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