Frage von michellefragt, 88

Hilfe Jobcenter hat Wohnung abgelehnt und mein Ex-Mann zahlt keinen Unterhalt. Was kann ich tun?

Hallo, ich frage hier nicht für mich, nur bevor wieder blöde Argumente kommen. Die Person um die es geht(42) alleinerziehend mit 5 Kindern(22,14,12,11,6), eines davon lebt woanders, wurde von ihrem Mann im August verlassen, da er zu einer anderen Frau gezogen ist. Das ganze war alles schön und gut, und jeder ist mittlerweile darüber hinweg. Achja die Dame steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, da sie körperliche Beschwerden hat. Nunja mittlerweile soll Sie bis Dezember aus dem aktuellen Haus ausziehen, weil die Vermieterin Eigenbedarf angemeldet hat. Das war für Sie auch kein Problem, da sie in die Nähe ihrer Erwachsenen Tochter ziehen wollte. Harz-4 bezieht Sie bis jetzt nicht, da der Antrag( im August abgegeben) noch nicht bearbeitet wurde und noch nicht mal ansatzweise etwas berechnet wurde. Auf die Frage wie sie denn die Kinder ernähren sollte, hat das Amt gesagt sie soll von ihrer großen Tochter das Kindergeld einbeziehen und sie wollen von ihrem Freund! nicht Mann, sondern Freund die Gehaltszettel! Nunja, sie hatte gesagt das können Sie vergessen, da die Tochter selbst wenig hat. Mittlerweile wurde also eine Wohnung in der Nähe gefunden, der Vermieter war auch einverstanden, aber die Wohnung wurde vom Jobcenter abgelehnt. Dazu ist zu sagen: aktuelle Miete für ein Haus und 4 Kinder ca. 150 qm, 6.5 zimmer plus Einliegerwohnung: 850 euro zzgl. 150 NK und Öl, im absoluten Dorf, also kein Laden nichts! Miete für die Wohnung, 4 Zimmer, 100qm: 580 euro zzgl. 250 NK mit Heizung inklusive in einer ländlichen Stadt, also mit allem was man braucht. Der Grund der Ablehnung war die Nebenkosten wurden zu gering! berechnet. Dazu kommt nun noch, das der Vater von 4 der 5 Kinder einfach mal keinen Unterhalt bezahlt hat, obwohl der schon festgelegt wurde, und sich lieber ein neues Auto gekauft hat. Zurück zum Jobcenter, die alleinerziehende Mutter hat mittlerweile das Vdk eingeschalten, die haben jetzt eine Hand drauf und prüfen alles vom Jobcenter, nur bei dem Brief für die Ablehnung der Wohnung, hat die Frau vom Jobcenter darauf bestanden, es nicht erst zum Vdk zu senden, und hat sehr lange um den heißen Brei rumgeredet. Anscheinend ist es denen egal ob eine alleinerziehende Frau mit 4 Kindern bald auf der Straße lebt. Jetzt ist die Frage, ist das alles rechtens? Kann mir hier irgendwer weiterhelfen? Was kann man jetzt tun?

Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen. Ich hoffe es ist soweit verständlich.

Mit freundlichen grüßen

Michellefragt.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz 4, 31

Was hat sie denn schon unternommen um an den Unterhalt für die Kinder zu kommen ?

Mit dem großen Kind und dem Kindergeld einbehalten ist wohl das Kind gemeint was nicht mehr im Haushalt lebt ?

Dann steht der Mutter das Kindergeld für das Kind gar nicht zu,wenn sie dem Kind nicht min. Unterhalt in Höhe des Kindergeldes zahlen kann,demnach kann das Jobcenter auch nicht fordern das sie das Kindergeld für den Bedarf ihrer BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) verwenden soll.

Wohnt der Freund der Mutter mit im Haushalt und ist da gemeldet,wenn ja wie lange schon ?

Wie kommt denn das Jobcenter darauf das die angesetzten 250 € inkl.Neben / Betriebs / Heizkosten zu gering angesetzt sind,dass wäre auch jetzt völlig egal,denn entscheidend ist jetzt nur die gesamte angemessene KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),der Abschlag / Vorauszahlung für diese Kosten könnten also auch höher sein,wenn das der Wunsch vom Jobcenter ist.

Solange die Grundmiete + Neben / Betriebs / Heizkosten die angemessene KDU - nicht übersteigt,spielt das ganze keine Rolle.

Wenn ich von meiner Wohnung ausgehe,die etwa 50 qm hat,da zahle ich für Neben / Betriebs / Heizkosten etwa 100 € pro Monat,dann sind diese 250 € für 100 qm meiner Ansicht nach doch nicht zu gering angesetzt und falls doch,dann nicht so viel das man den Antrag auf Kostenübernahme für die KDU - gleich ablehnen muss.

Kommentar von michellefragt ,

nene die Mutter hat aktuell keinen Freund, die Rede war von dem Freund der ältesten Tochter. Sie hat einen Brief zuhause auf dem steht schwarz auf weiß: Gehaltbescheinigungen vom Freund ihrer Tochter und ja die älteste Tochter lebt nicht mehr Zuhause. Das mit dem Kindergeld hat sie ebenfalls schwarz auf weiß daheim. Sie hatte die Dame vom Jobcenter gefragt, was denn die Grenze ist, das konnte sie jedoch natürlich nicht beantworten. Sie weiß nur im aktuellen Wohnort also in dem Kuhkaff, wo kein Bus garnichts ist ist die Grenze bei 660 Kalt, und meines Wissens, ist die Grenze in einer Stadt in der es Läden, Zug, Einkaufsmöglichkeiten etc. gibt doch höher, da schon alleine die Mieten dort eigentlich höher sind.

Danke schonmal für deineAntwort.

Kommentar von isomatte ,

Wenn die älteste Tochter nicht mehr Zuhause gemeldet ist und mit ihrem Freund zusammen lebt,dann geht dem Jobcenter weder das Gehalt der Tochter noch des Freundes etwas an,es sei denn sie selber würden dann ALG - 2 beantragen !

Bekommt die Tochter also nicht min. Unterhalt in Höhe des zustehenden Kindergeldes,dann steht der Tochter das Kindergeld zu,wenn alle Stricke reißen würden,dann könnte die Tochter bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit sogar einen Antrag auf Abzweigung stellen.

Dann würde sie nämlich das Kindergeld direkt von der Familienkasse auf das von ihr angegebene Konto bekommen und das könnte dann sogar noch höher ausfallen,als das was die Mutter ihr überweist oder zukommen lässt.

Denn da die Familienkasse das Kindergeld für alle anspruchsberechtigten Kinder in einem Betrag an die Mutter überweist,würden sie bei Antrag auf Abzweigung den Durchschnitt berechnen und das würde sie dann bekommen.

Was die angemessenen KDU - betrifft,da kann sie im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " oder ,, angemessene KDU " und dazu dann den Namen der Stadt eingeben.

Da sollte sie dann über die angemessene KDU - etwas finden.

Antwort
von petrapetra64, 10

wenn es nur an den zu geringen Nebenkosten liegt, dann soll sie doch fragen, was denn angemessen wäre und den Vermieter bitten, die raufzusetzen. Dann gibt es auch keine hohen Nachzahlungen. Das sollte doch machbar sein. 

Klagen kostet übrigens kein Geld. Beim Sozialgericht ist das frei. Beim Anwalt kann man Prozesskostenhilfe beantragen bzw. für eine Beratung einen Beratungsschein beim Amtsgericht einholen, kostet ca. 10 Euro. 

Und wenn es um den Kindesunterhalt geht, da wird sie ja wohl eine Beistandschaft beim Jugendamt für die Kinder errichtet haben, die kümmern sich doch um die Einforderung und Pfändung und die Kosten werden ohne Einkommen dann ja auch übernommen. 

Antwort
von Dinsche1, 18

Wegen der unterhaltszahlungen, denen der Vater nicht nachkommt, kann auch ein Antrag auf Unterhaltsvorschuss gestellt werden. Die gehen dann in Vorleistung und holen sich das Geld vom Unterhaltspflichtigen wieder. 

Antwort
von 19Lisa85, 51

Uhj das hört sich alles nach einer sehr komplizierten Situation an. Dennoch hat die besagte Dame Rechte. Auf der Straße landen muss keiner. 
Es gibt die Möglichkeit sich vom Amt Wohnungen vorschlagen zu lassen, welche definitiv genehmigt werden vom Jobcenter. 

Dennoch würde ich als aller erstes versuchen die Unterhaltszahlungen vom Vater der Kinder zu verlangen. Das wurde anscheinend in der Vergangenheit versäumt. Auch hier hat eine alleinerziehende Mutter von 5 Kindern Rechte, diese notfalls vom Vater der Kinder einklagen zu lassen. Schöne Harmonie hin oder her, die Unterhaltszahlungen stehen der Mutter bzw. den Kindern zu. 

Hartz 4 wurde schon beantragt, das ist gut. Leider heißt es da meistens warten warten warten. Die Ämter sind meist dann doch langsamer und überfordert (oder auch einfach nur faul)

Ich kann dir ansonsten raten, dass deine Freundin mal zu einer Beratungsstelle gehen soll. Nicht alle wollen einem etwas Böses. Eine neutrale Person, welche sich mit der Sachlage besser auskennt (vor allem rechtlich gesehen), wäre hier die Beste Alternative. 

Kommentar von michellefragt ,

ja nur leider braucht man zum Klagen, ja auch erst einmal Geld. Ein Bescheid wieviel gezahlt werden muss vom Unterhalt liegt ja vor, nur das Einklagen kostet doch auch Geld oder? Danke aufjedenfall für deine Antwort. Was für eine Beratungsstelle meinen Sie denn?

Mit freundlichen grüßen 


Michellefragt 

Kommentar von isomatte ,

Wenn sie wenig Geld hat soll sie beim Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen,damit kann sie sich dann einen Fachanwalt suchen,der regelt das ganze dann kostenlos für sie,der beantragt dann dementsprechende Geldleistungen bei Gericht !

Kommentar von michellefragt ,

okay dankeschön.

Antwort
von Bartatimo, 1

Warum bringt Sie nicht erstmal Ordnung in Ihr Leben ? Läßt sich amtlich scheiden und geht dann mit dem Bescheid von www.scheidung-hartz4.de zur Arge und läßt sich alles berechnen, was Ihr evl. noch zusteht als Leistungen vom Staat ?!

Antwort
von oxygenium, 41

wenn sie kein Harz4 bezieht,kann das Jobcenter auch nicht die Wohnung ablehnen.

Kommentar von michellefragt ,

Naja, sie würde Hartz IV beziehen, sie hat nur noch kein Geld gesehen, es ist aber sicher, das sie harz IV bekommen wird. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass das 14 jährige Kind für die Mutter hartz 4 beantragen muss, obwohl es in die Schule geht, was glaube ich auch nicht ganz rechtens ist.

Kommentar von oxygenium ,

dann soll sie mal zum Sozialamt gehen und das vortragen und dort einen Vorschuss zum Überleben beantragen,weil das Amt nicht in die Hufe kommt.

Unter anderem kann sie auch bei der ARGE Druck machen und um einen Vorschuss bitten,der ihr auch zusteht.

Oder direkt zur Teamleitung gehen und dort vorsprechen!


Kommentar von isomatte ,

Ein 14 jähriges Kind kann kein ALG - 2 oder besser Hartz - lV beantragen,denn erst ab 15 gilt man im SGB - ll als arbeitsfähige Person,dem Kind steht also noch gar kein ALG - 2,sondern der Mutter für die unter 15 jährigen Kinder nur Sozialgeld zu !

Das Kind könnte den Antrag ausfüllen und die Mutter unterschreibt diesen dann.

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