thimsisi am 17.05.2009 um 22:06 Uhr
Hey Leutz, ich hab grad in Bio das Immunsystem und wir haben gelernt, dass das Immunsystem zwischen fremden Zellen und eigenen unterscheiden kann. Das ist ja wichtig, damit es die Krankheitserreger zerstört und nicht den eigenen Körper. Aber wie "lernt" das Immunsystem das und wie kann es zwischen "fremd" und "eigen" unterscheiden?
http://de.wikipedia.org/wiki/Immunsystem
Da steht alles drin.
Die Zellen wissen es einfach von natur aus.
Wenn die Zellen es nicht mehr wissen und "Entarten" ist man krank.
Das Immunsystem geht nur vor, wenn sog. APCs (antigen presenting cells) vorhanden sind. Dazu ist nicht nur ein phagocytiertes Virus/Bakterium notwendig, dessen Antigenbruchstücke durch Exocytose präsentiert werden, sondern nach das Zelleigene MHC (sorry, ich kenne dazu nur die Abkürzung). Durch CD4 oder CD8 der Lymphocyten wird so ein körpereigener Komplex gebildet, und nur dann wird die humorale/zelluläre Immunantwort ausgelöst
Angeborene oder unspezifische Abwehr [Bearbeiten]
Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. „innate immunity“). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die obersten Hautschichten sind für fremde Keime normalerweise nicht einfach zu durchdringen und der dort herrschende pH-Wert (schwach sauer) macht es ihnen schwer, in den Körper zu gelangen. Schafft es ein Mikroorganismus die Epithelbarriere zu überwinden, wird er sogleich von verschiedenen Molekülen, sowie von speziellen Zellen, den Makrophagen, Natürlichen Killerzellen und Neutrophilen Zellen attackiert, die ihn durch Keimbahn-codierte Rezeptoren erkennen und von körpereigenen Zellen unterscheiden können. Somit kann die angeborene Immunabwehr Krankheitserreger (Pathogene) bekämpfen, ohne dass der Organismus vorher mit dem Erreger selbst Kontakt gehabt haben muss. Dabei werden Strategien verwendet, die sich schon zur Zeit der ersten Eukaryoten als effizient erwiesen haben.
Zu diesen speziellen Rezeptoren des angeborenen Immunsystems gehören beispielsweise die so genannten „toll-ähnlichen Rezeptoren“, engl. Toll-like Receptor (TLR), die krankmachende Mikroorganismen erkennen[1]. Dabei erkennen die TLRs nur Pathogene, die sich außerhalb der Zelle oder in den Endosomen befinden. Eine wichtige Rolle spielen deshalb auch zytosolisch lokalisierte Rezeptoren, z. B. RIG-I (retinoic acid inducible gene I), die sich vermehrende Viren direkt an den Eigenheiten ihrer Ribonukleinsäuren erkennen können. Das Immunsystem nutzt dabei unveränderliche Merkmale der Pathogene, die so genannten Pathogen-assoziierten molekularen Muster (engl. „pathogen-associated molecular patterns“, PAMP). Diese sind so eng mit dem Überleben und/oder den krankmachenden Eigenschaften des Erregers verbunden, dass dieser sie nicht einfach ändern kann, um etwa der Immunreaktion zu entgehen. Bezüglich der TLRs führt der Begriff "unspezifische" Immunabwehr zu Missverständnissen, da die Erkennung der PAMPs sehr spezifisch funktioniert. Es wurde bezüglich der TLRs daher auch der Begriff "bow-tie-architecture" eingeführt: eine begrenzte Anzahl Rezeptoren erkennt über einige spezifische Hauptmotive eine Vielzahl mikrobieller Strukturen.
Makrophagen und neutrophile Granulozyten enthalten das Inflammasom, einen Proteinkomplex, der durch Bestandteile von Bakterien oder durch Harnsäurekristalle stimuliert wird. Dadurch wird eine Serie von Reaktionen angestoßen, die letztendlich zur Aktivierung des proinflammatorischen Zytokins Interleukin-1β führen. Dieses wird von den Makrophagen sezerniert und löst die Entzündungsreaktion aus. Wurde das Inflammasom durch Bakterienbestandteile aktiviert, spielt die Entzündungsreaktion eine wichtige Rolle bei der Abwehr der Infektion. Wurde die Entzündung dagegen durch Harnsäure-Kristalle ausgelöst, kommt es zum Gichtanfall[2][3].
Die angeborene Immunabwehr ist daneben auch in der Lage, körpereigene Zellen von fremden Strukturen zu unterscheiden. Hierfür verfügt praktisch jede Zelle im Körper über den so genannten Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC), der quasi den „Mitgliedsausweis“ der Zelle darstellt. Körperfremde oder erkrankte Zellen, die nicht über den MHC verfügen, werden so zwangsläufig erkannt und unweigerlich das Ziel einer Abwehrreaktion.
Es wird angenommen, dass circa 90 Prozent aller Infektionen durch die angeborene Immunabwehr erkannt und erfolgreich bekämpft werden können. Im Laufe der stammesgeschichtlichen (phylogenetischen) Entwicklung von einfachen Lebewesen bis hin zu komplexen Organismen wurden diese Abwehrstrategien daher fast unverändert übernommen. So ergibt zum Beispiel ein Vergleich der Immunabwehr von Insekten mit dem angeborenen Teil der menschlichen Immunabwehr vielerlei Gemeinsamkeiten[4]. Die Aufgaben der angeborenen Immunabwehr werden von verschiedenen Zellen wahrgenommen - dazu gehören neben den oben genannten Zelltypen auch eosinophile Granulozyten, dendritische Zellen und Epithelzellen. Diese Zellen sind zum Teil in der Lage, den Angreifer (Erreger) selbst zu vernichten. Außerdem versetzen sie den Organismus durch Produktion von Botenstoffen (Interleukine) in eine Art Alarmzustand und können so die Immunreaktion noch verstärken. Die Wirkung einiger dieser Botenstoffe äußert sich erkennbar beispielsweise in Entzündung und Fieber.
Adaptive oder spezifische Abwehr [Bearbeiten]
Die spezifische oder adaptive Immunabwehr, früher auch „erworbenes Immunsystem“ genannt, entwickelte sich im Laufe der Phylogenese der Wirbeltiere aus der angeborenen Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch die Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus. Im Rahmen dieser Anpassung sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Strukturen (Antigene) der Angreifer zu erkennen und gezielt zelluläre Abwehrmechanismen und molekulare Antikörper zu bilden. Neben Antigenpräsentierenden Zellen (APC) wie Dendritischen Zellen, stellen zwei Gruppen von Zellen die wesentlichen Elemente der adaptiven Immunität dar. Die T-Lymphozyten, welche zum einen die zellvermittelte Immunantwort gewährleisten und zum anderen die B-Lymphozyten unterstützen, sowie die B-Lymphozyten selbst, die für die humorale Immunität verantwortlich sind, also für jene Abwehrmaßnahmen, die sich gegen Eindringlinge in den Körperflüssigkeiten (Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen.
Das adaptive Immunsystem ersetzt aber nicht das angeborene, sondern arbeitet mit diesem zusammen. Die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems bedingen sich gegenseitig - erst durch ein gut koordiniertes Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht[5].
Daher gibt es für manche Krankheiten auch Impfungen. Es gibt abgeschwächte Lebenimpfstoffe, und Totimpfstoffe... Dabei lernt das Imunsystem diese "Gefahren" kennen und kann sich bei einem "echten Angriff" effektiv dagegen wehren....
Daher gibt es für manche Krankheiten auch Impfungen. Es gibt abgeschwächte Lebenimpfstoffe, und Totimpfstoffe... Dabei lernt das Imunsystem diese "Gefahren" kennen und kann sich bei einem "echten Angriff" effektiv dagegen wehren....
Erste Antwort mit lieben Grüßen von Wikipedia..
MHC1 Komplex in Immunzellen und MHC2 Komplex in den restlichen Körperzellen.
lebendige dna vorhanden? wenn ja eigene? wenn ja gut wenn nicht ist s böse. und hängt mich nicht auf wenns falsch ist
Achso.