Frage von NUT123, 28

Hilfe ich verstehe diesen Absatz nicht kann es mir Bitte einer erklären?

Das Vorbildverhalten der Erziehenden ist somit besonders bei den Kleinsten ab zwei/drei Jahren von zentraler Bedeutung. Medienpädagogische Elternarbeit sollte daher und aufgrund der sich erst entwickelnden handlungsorientierten Fähigkeiten in diesem Alter im Zentrum aller Bemühungen stehen. Aber auch mit den Kindern selbst, können bereits in diesem Entwicklungsstadium erste medienrelevante Fragestellungen thematisiert werden, mit dem Ziel, Medien durchschaubarer zu machen. Bei allen medienpädagogischen Aktivitäten in diesem Alter, sollte der Fokus jedoch auf spielerische Erfahrungen im Sozialraum und weniger auf Lernprozesse im klassischen Sinne gerichtet sein. Grundlegende medienerzieherische Angebote, die in den Bereich der Sensibilisierung für Medien und Mediennutzung fallen, werden den entwicklungsbedingten Voraussetzungen in diesem Alter gerecht.

Antwort
von Barney123, 5

Hallo NUT,

Aua, das ist ein wissenschaftlicher Hardcoretext und hier für GF deutlich an der Grenze. Um das in seiner ganzen Tragweite zu vertehen, würde ich gerne noch mehr aus dieser Quelle lesen, so fällt es mir schwer das alles einzuordnen. Daher bitte ganz vorsichtig sein, mit dem was ich antworte, da fliest sehr viel Information ein, die ich schon hatte, bevor ich Deinen Text las. Das kann durchaus zu einer Fehlinterpretation führen!

Das Vorbildverhalten der Erziehenden ist somit besonders bei den
Kleinsten ab zwei/drei Jahren von zentraler Bedeutung. Medienpädagogische Elternarbeit sollte daher und aufgrund der sich erst
entwickelnden handlungsorientierten Fähigkeiten in diesem Alter im
Zentrum aller Bemühungen stehen.

Ich will das mal in praxisrelevante Beispiele runterbrechen. Eltern sind immer Vorbild, die Kinder werden das nachmachen, was die Eltern vorleben. Wenn die Eltern etwas anderes machen als sie sagen, werden die Kinder lernen, was gesagt wird ist nicht so wichtig, wichtig ist, was die Leute tun. Auf das Medienverhalten bezogen bedeutet dies folgendes: Wie wichtig ist der Fernseher für die Eltern? Werden auch andere Dinge unternommen und gemacht, als nur Fernsehen? Lesen die Eltern Zeitung und Bücher? Woher nehmen sie ihre Informationen? Wie hören sie Radio? Welche Bedeutung hat Musik? Woher kommt die Musik? Laufen die Eltern immer mit dem Walkman durch die Wohnung und bekommen deshalb gar nicht mit, was mit den Kindern ist?

Medienpädagogische Elternarbeit sollte daher und aufgrund der sich erst
entwickelnden handlungsorientierten Fähigkeiten in diesem Alter im
Zentrum aller Bemühungen stehen.

Nochmal dazu: Den Kindern am Abend eine GuteNacht-Geschichte vorlesen, interessante Kinderbücher zusammen anschauen, auch mal eine schöne Kinderkasette anhören und mit den Eltern darüber reden (aber vorsichtig, ist noch früh in diesem Alter). Gemeinsam mit anderen einmal Kinderlieder singen.

Aber auch mit den Kindern selbst, können bereits in diesem
Entwicklungsstadium erste medienrelevante Fragestellungen thematisiert
werden, mit dem Ziel, Medien durchschaubarer zu machen.

Auch mal ein Buch nehmen, in dem nicht alles so toll ist und dann darüber reden, dass man nicht alles glauben darf, was in Büchern steht. Den Bezug zur Realität herstellen, unterschiede zwischen Buch und Realität kindgerecht erklären. Einmal darüber reden, dass die Tiere, die im Buch sprechen können und Geschichten erzählen und helfen im täglichen Leben halt nicht reden können, aber halt doch Gefühle haben und Schmerz empfinden.

Bei allen medienpädagogischen Aktivitäten in diesem Alter, sollte der
Fokus jedoch auf spielerische Erfahrungen im Sozialraum und weniger auf Lernprozesse im klassischen Sinne gerichtet sein.

Kindgerecht bleiben. Die Kinder müssen spielerisch die Erfahrung machen. Zu viele Erklärungen überfordern sie. Auch die Umgebung muss Kindgerecht sein. Die Umgebung der Kinder sind die Familie, Bekannte und kindgerechte Ausflüge, wo die Kinder das sehen, was ihrem Alter gerecht wird. Bei einem Besuch im Zoo die Kinder schauen lassen; sie werden sich in diesem Alter nichts darunter vorstellen können, dass der Löwe normalerweise in Afrika wohnt.

Grundlegende medienerzieherische Angebote, die in den Bereich der
Sensibilisierung für Medien und Mediennutzung fallen, werden den
entwicklungsbedingten Voraussetzungen in diesem Alter gerecht.

Es gibt offizielle Angebote für Kinder in den verschiedenen Altersstufen. Bei den von Fachleuten angebotenen Veranstaltungen (Kinderkino, gemeinsames Singen von Kinderliedern, Spielenachmittag usw) wird eine Empfehlung für die entsprechende Altersstufe angegeben. Diese sollten beachtet und eingehalten werden.

Hoffe konnte Dir helfen

LG

Antwort
von Tamtamy, 8

Eigentlich gehören dem Autor ein paar Manuskriptseiten medienwirksam um die Ohren gehauen! (Wegen der Vorbildfunktion geht das aber nur NACH den Öffnungszeiten des Kindergartens).

Im Kern verstehe ich es so:

(1) Wie immer, sollen die Erziehenden Vorbilder sein.
(2) Da die Kleinen noch zu klein sind, setzt die Medienerziehung hauptsächlich bei den Eltern an.
(3) Die Kleinen werden trotzdem nicht verschont ('erste medienrelevante Fragestellungen')
(4) Medien sollen "durchschaubarer" gemacht werden ("Schaut mal, den Fernseher kann man auch ausschalten - HIER!")
(5) Den Kleinen soll keine Vorlesung gehalten werden ("Lernprozess im klassischen Sinn"), sondern Vermittlung z.B. im Spiel
(6) "Grundlegende medienerzieherische Angebote, die in den Bereich der
Sensibilisierung für Medien und Mediennutzung fallen, werden den
entwicklungsbedingten Voraussetzungen in diesem Alter gerecht." = NICHT VERGESSEN; DASS DIE KLEINEN NOCH KLEIN SIND.

Alles klar?

Antwort
von LebenIstLernen, 15

Die Eltern sollen die Kinder im Bezug auf Medien(Fernsehen, Internet, Radio...)sensibilisieren und ein gutes Vorbild sein, besonders wenn die Kinder 2-3 jahre alt sind, und somit besonders auf die Eltern "hören" also sie auch nachahmen.

LG

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