Frage von Aannnnnnaa, 45

Hilfe, ich habe Bulimie doch weiß nicht wie ich handeln soll?

Hallo! Vor ca. 4-6 Monaten war ich so unzufrieden mit meiner Figur (Größe: 1.65m; bei 54kg und 15 Jahren) und da auch viele zu mir sagten das ich zugenommen hatte, was eigentlich nicht so meinten was mich aber sehr verunsichert fing ich mit einer Diät an ein Apfel am Tag und am Wochenende ganz normal mit der Familie essen doch das klappte nicht lang und ich bekam so einen Hunger dass ich alles was ich im Haus befand aß. danach habe ich mich so eklig und fett gefühlt dass ich mich erzwungen übergab und das entwickelte sich nach und nach über die Monate zu einer Routine. Doch vor ein paar Tagen erwischt mich ein Freund aus meiner Klasse und wir reden darüber er meinte dass ich Hilfe bräuchte und dass ich mit einem Lehrer darüber reden sollte das tat ich und ich redete gestern mit einer Lehrerin! Da wurde mir zum ersten Mal richtig klar was ich mir und meinem Körper eigentlich an Tat da ich nach dem Gespräch mit dem Lehrer immer noch Unterricht hatte und dann total verheult in Unterricht kam wussten auch meine besten Freundinnen dass etwas nicht stimmt. Heute bekam meine Freundin alles mit und ich redete auch mit ihr darüber, die reagierte de hr verständnisvoll und sagte dass wir nach den Ferien noch mal mit einem Lehrer zusammen reden! mein Problem jetzt ist das ich es nicht meinem Vater sagen kann da ich damals vor zwei Jahren von meiner Mutter weggezogen bin und wenn sie von meiner Essstörung mitbekommen würde würde sie sicher zum Jugendamt gehen und ich müsste bestimmt weg von meinem Vater das möchte ich nicht ich bitte euch um Hilfe! Ich hab große Angst! Wie soll ich Jemals wieder einen normalen Bezug zum Essen herstellen? Und wie soll ich überhaupt anfangen normal zu essen?

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Antwort
von Thaliasp, 45

Das beste ist du machst einen Termin bei deinem Hausarzt. Schildere ihm das was du hier geschrieben hast. Du brauchst professionelle Hilfe damit du wieder einen normalen Bezug zu deinem Körper und zum Essen bekommst. Sicher ist es auch gut wenn du deine anderen Probleme die du sicher hast in einer Therapie thematisieren kannst. Dein Hausarzt hat sicher geeignete Adressen für dich, sei es ein Psychologe/in, oder ein Psychiater/in. Ich wünsche dir alles Gute. Das wird wieder.👍😊👍

Antwort
von SchaLke04GirL, 22

Hey :)

Meine Geschichte War genauso wie deine! Krass!
Ich wüsste keine Tipps, weil bei mir auch nur eine Klinik geholfen hat, aber ich möchte dir eine Geschichte von meinem Klinikaufenthalt erzählen und ich hoffe, dass du davon abkommst..

Ich hab nun seit 4 Jahren eine Essstörung. Darunter 3 Jahre Bulimie und 1 Jahr Magersucht. Natürlich nahm ich rasant ab und kam in eine Klinik für Esssgestörte. Es war ein heftiger Teufelskreis. Zum Schluss hab ich sogar versucht jeden einzelnen ml Wasser aus meinem Körper zu *** aus Angst zuzunehmen. Das Ende vom Lied ist, dass ich eine Stimme habe wie ein Mann, habe MINDESTENS 4 mal im Jahr eine Stimmbandentzuündung, meine Schleimhäute und meine Speiseröhre sind verätzt. Ich hab ein Mädchen in der Klinik kennengelernt ich nenn sie einfach mal Joana. Joana war ein großes hübsches, freundlich und tolerantes Mädchen. Sie munterte mich auf, als ich eine dieser Ausraster nach dem Essen hatte, weil ich fixiert wurde und nicht erbrechen konnte. Sie saß neben mir und hat schöne Dinge vom Leben erzählt bis meine Beruhigungsmittel halfen und ich ruhig war. Solange blieb sie seelenruhig neben mir sitzen und war bei mir. Ihr selbst ging es mehr als dreckig. Mutter Alkoholikerin und Vater hat sie damals geschlagen und hat die Familie ohne Geld sitzen lassen und ist ins Ausland abgehauen. Joana und ich waren beide gleich groß ca. (174 cm) und wogen beide zwischen 39 und 42 Kilo !! Uns beiden ging es sehr schlecht. Nur ein paar Tage später hatte Joana sehr starke Schmerzen im Hals, konnte nicht schlucken und sie hatte so eine Art "Kloß" am Hals. Sie musste Sämtliche MRT/CT Aufnahmen machen bis sie denn die Schockdiagnose bekam. Speiseröhrenkrebs. Sie musste aufhören sonst hätte sie es nicht überlebt.. dennoch war sie so tief im Teufelskreis, dass sie damit nicht aufhören konnte und verstarb. 2013 waren wir zusammen in der Klinik und letztes Jahr im März verstarb sie. Ich kann damit leider nicht aufhören, weil ich das Gefühl habe für sie weitermachen zu müssen, such eenn es falsch ist! Ich weiß, dass mir jederzeit das Schicksal passieren kann und ich bin auch drauf vorbereitet !

Bitte nehm dir das zu Herzen und ich hoffe, dass du es schaffst aus diesen Teufelskreis rauszukommen
Lg
SchaLke04GirL

Antwort
von Lilablume1231, 36

Ich leide seit 4 Jahren an einer Essstörung, am Ende auch Bulimie. Dann habe ich beschlossen, in eine Klinik zu gehen. Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Seitdem ich wieder draußen bin, kann ich endlich mal wieder glücklich sein und mein Leben genießen. Klar, habe ich manchmal Rückfälle, aber das gehört dazu! Überlege dir, was du für ein Leben Führen willst? Stell dir dein Leben in 15 Jahren einmal mit und einmal ohne Bulimie vor.

An deiner Stelle würde ich mich von einem Hausarzt einweisen lassen.
Die Klinik am Korso ist so schön, überhaupt kein Klinik-Feeling. Alle sind so nett, man braucht vor einer Klinik wirklich keine Angst haben. Hatte ich zwar erst auch, aber die war wirklich unberechtigt. Ich wünsche dir alles, alles Gute! Verschwende dein Leben nicht, du hast es in der Hand. Du lebst das Leben und nicht die Essstörung.

Cosima

Kommentar von Thaliasp ,

Das ist gut, aber um die Essstörung wirklich zu besiegen braucht es nach dem Klinikaufenthalt eine ambulante weiterführende Therapie damit möglichst keine Rückfälle mehr auftreten. Ich weiß wovon ich schreibe, ich hatte nicht Bulimie, aber Magersucht.

Kommentar von Lilablume1231 ,

Das stimmt, ich bin auch noch in ambulanter Therapie.
Läuft bei dir alles wieder gut?

Kommentar von Thaliasp ,

Ja, ich beschäftige mich nicht mehr so intensiv mit dem Gewicht, klar will ich nicht übergewichtig werden. Ich habe aber Folgeschäden von der Magersucht. Meine Verdauung ist nicht mehr das was sie mal war und ich muss aufpassen dass meine Ernährung nebst allem andern genügend Kalzium und Vitamin D3 enthält. Ich habe als Folge meiner jahrelangen Magersucht in jüngeren Jahren die Vorstufe von Osteoporose bekommen. Meine Knochendichte ist nicht mehr so wie sie sein sollte. Dadurch brechen die Knochen leichter.

Antwort
von becks2594, 20

Hast du jetzt ab- oder zugenommen?

Kommentar von becks2594 ,

Ich würde dir dringend eine Psychotherapie empfehlen.

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