Frage von Sozios, 66

Hilfe, Drogen, Kinder, abnormale zustände, jugendamt tut nichts, was tun?

Ich kann es eigentlich kaum in Worte fassen aber, da gibts einen der Heroinabhängig war, er bekommt eine ersatzdroge vom Arzt verschrieben die er nehmen muss damit er keinen Heroinentzug bekommt. Seine Frau ebenfalls die selbe Geschichte wobei ich seine Frau nicht wirklich kenne oder gesehen habe, optisch sieht die Frau nicht so gesund aus mehr kann ich nicht sagen. Die 2 haben Kinder und die Kinder erleben MEINER meinung nach den blanken Horror, sie holen ihren zugedrönten und betrunkenen Vater von der Straße, sagen ihm er soll ins Bett gehen und sich ausschlafen, morgens um 12 Uhr ist er schon betrunken, er pfeift sich auch irgendein anderes Zeug rein, er ist nicht mehr klar im Kopf, er redet verwirrt, vergisst beim reden immer was er gesagt hat, er wirkt desorientiert, wenn er redet habe ich das Gefühl er ist nichtmehr da, was vor mir steht ist eine leere Hülle aber der Mensch innen drin ist schon lange verschwunden/gestorben. Er hat sich, keine ahnung mit was, ins Koma befördert, musste wiederbelebt werden, ist immer mal wieder stationär in behandlung -> entgiftung. Er wohnt bei seinem Vater im Haus, sein Vater weiß davon, das Jugendamt kam vorbei aber die ganze Familie hat natürlich alles abgestritten denn der Vater wollte nicht das seinem Sohn die Kinder weg genommen werden, meiner Meinung nach ist das aber kein richtiger Umgang für die Kinder, ich weiß garnicht wo es die Kinder schlimmer haben, Zuhause bei ihren Eltern oder wirklich in einem Heim.

Kann man da überhaupt etwas tun? Oder "reicht" das alles noch nicht?

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Antwort
von autmsen, 2

Die von Dir geschilderten Beweise kannst Du mit dem Handy aufnehmen und als Beweis in Kopie dem Jugendamt zukommen lassen. Anonym ist möglich. 

Bitte beachte: Du darfst solche Aufnahmen als Beweis privat machen aber nicht an Dritte weiter geben zur Veröffentlichung oder anderen Menschen zeigen. 

Wenn Du also dem Jugendamt die Beweisvideos zuschickst handelt es sich um einen Nachweis wegen Kindeswohlgefährdung. In dem Fall hat die Fachkraft des Amtes eine bessere Argumentationsgrundlage. 

Zudem darfst Du davon ausgehen dass sich die zuständigen Mitarbeiter mit Kita und Schule in Verbindung setzen. Es mag seine Zeit dauern bis alle Fakten recherchiert sind. Deshalb erwarte nicht dass das JA die Kinder sofort mitnimmt. 

Zudem ist das Amt gehalten sich mit den behandelnden Ärzten der Eltern in Verbindung zu setzen. Wenn ich recht informiert bin und den Gesetzestext richtig verstanden habe.

Im vorliegenden Fall leben halt noch die Großeltern mit ihm Haus. Das wird vom Amt bei der Beurteilung mit zu berücksichtigen sein. 

Die Aufgaben des Jugensamtes sind im entsprechenden Artikel auf Wikipedia gut beschrieben. Lese ihn ganz und öffne alle Links. 

Zusätzlich habe ich neulich eine Liste gefunden die näher ausführt welche rechtlichen Regelungen bei einer Inobhutnahme zu berücksichtigen sind. 

Bitte beachte Grundgesetzartikel 6 welcher vom Amt auf jeden Fall zu berücksichtigen ist. 

Tatsächlich ist eine Sucht eine anerkannte Erkrankung. Und eine anerkannte Erkrankung ist kein Grund für eine Kindswegnahme durch das Amt. 

Was mich persönlich stutzig macht: 

Du schreibst, der Vater hat sich lebensgefährlich zugedröhnt und ist regelmäßig schon mittags strunz blau. Das kostet Geld und sollte dem behandelnden Arzt auch auffallen. 

Leider ist es aber so dass die Fachärzteschaft zum Thema Sucht nur prekäres Wissen und noch weniger Können vorweisen kann. Und Methadon ist nun mal eine politisch gewollte Behandlung. (Verdient die Pharmaindustrie gut dran.)

Vielleicht macht es Sinn mal Kontakt mit der entsprechenden Selbsthilfegemeinschaft aufzunehmen, Narcotics Anonymous. Unter Umständen sind dort gute Tipps zur Hilfe zu bekommen. Denn mir scheint schon auch unter Methadon ist Deine Schilderung hinterfragenswert. - Nicht Deine Wahrnehmung oder Darstellung. 

Weiter gibt es die Seite 

nummergegenkummer

welche Dich sicher gerne weiter berät. Nutze sie. 

Antwort
von Michipo245, 34

Wende du dich dochmal ans Jugenamt. Und erzähle genau das was du hier geschrieben hast. Mehr kannst du nicht tun.

Kommentar von Sozios ,

Muss ich dabei meinen Namen angeben? Muss ich mich quasi "identifizieren" lassen? Oder lässt sich das Anonym machen?

Kommentar von Michipo245 ,

Das kann ich dir auch nicht sagen. Ich denke aber, es wird mehr unternommen wenn jemand direkt tacheles redet, als wenn nur jemand anonym anruft zb. 

Kommentar von Menuett ,

Das kannst Du auch anonym machen.

Antwort
von Menuett, 31

Du kannst dem Jugendamt Deine Beobachtungen mitteilen.

Sonst kannst Du da nichts machen.

Kommentar von Menuett ,

http://www.kreis-olpe.de/media/custom/2041_2396_1.PDF?1391097440

Hier sind die Anhaltspunkte, die für eine Kindeswohlgefährdung da sein müssen.

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