Hilfe! bitte! Depressionen, was soll ich tun?

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3 Antworten

Hallo Merlelang,

es tut mir sehr leid, dass Du schon in Deinen jungen Jahren mit so etwas Schlimmem wie dem Tod konfrontiert wurdest! Einen geliebten Menschen und dazu noch einen Elternteil zu verlieren, ist eine absolut traumatische Erfahrung.

Verständlicherweise klammerst Du Dich nun an die Person, die eine ähnliche Rolle in Deinem Leben spielt, wie Dein verstorbener Elternteil. Das Problem ist allerdings, wie Du ja im Grunde schon selbst erkannt hast, dass diese Person eben nicht immer für Dich genauso da sein wird, wie man das ansonsten von seinen Eltern erwarten kann. Aber ebenso wie das in der Beziehung zu den Eltern geht, man wird mit zunehmendem Erwachsensein immer selbständiger und unabhängiger, wird das im Laufe der Zeit auch in der Beziehung zu der Dir so nahe stehenden Person gehen können.

Da Du jedoch erst 15 Jahre alt bist, brauchst Du jedoch noch jemanden, der Deinem Leben Sicherheit und Halt gibt. Wenn das diese Person ist, zu der Du so großes Vertrauen hast, ist das grundsätzlich kein Problem. Dennoch solltest Du Deine Erwartungen an diese Person nicht zu hoch ansetzen, da Du ansonsten in eine zu große Abhängigkeit zu ihr gerätst. Das ist sicher leichter gesagt als getan und es würde Dir sicher leichter gelingen, wenn Du Dir professionelle Unterstützung holen würdest. Eine Therapie würde Dir auch ermöglichen, den Tod Deines Elternteils besser verarbeiten zu können.

Ich möchte Dir hier aber nicht nur gute Ratschläge geben. Ich selbst habe vor wenigen Jahren meinen Vater, meine Mutter und eine meiner Schwestern durch den Tod verloren. Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Was mir am meisten bei der Trauer hilft, ist das Versprechen Gottes, dass er die Verstorbenen eines Tages zum Leben zurückbringen wird. Ich spreche hier nicht vom Leben im Himmel oder einem Ort im Jenseits. Jesus Christus sagte einmal im Hinblick auf die Toten: Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden... zu einer Auferstehung" (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig? Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." Diese wundervollen Aussichten, die die Bibel gibt, hat schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den ein Trauernder empfindet enorm lindern!

Ich kann von mir jedenfalls sagen, dass mir diese Hoffnung sehr hilft, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, mit Deiner schwierigen Situation fertig zu werden und Du Menschen an Deiner Seite hast, die Dich unterstützen und Dir Halt geben! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Ich kann dir zwar nicht wirklich einen rat geben, aber ich glaube, du solltest die situation erst einmal auf dich zukommen lassen und dann weitersehen, auch wenn das wahrscheinlich ziemlich schwer ist.
Ich wünsche dir ganz viel Glück und vor allem Freude. Du packst das.

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Ich war mal in einer sehr ähnlichen Situation. Ich (M/15 zu dem Zeitpunkt) hatte damals den Tod meines Opas nicht verkraften können. Kann ich auch immer noch nicht. Auf jedenfall war diese beste Freundin immer für mich da. Doch sie bekam einen Freund. Sie versicherte alles würde so bleiben. Tat es nicht. Ich hatte mich in sie dann auch noch verliebt und irgendwann wollte sie den Kontakt verringern. Ich hab den Kontakt einfach ganze abgebrochen als sie damit kam, beachte sie jetzt keines Weges mehr und seit dem habe ich wieder Suizidales Gedankengut. Zudem hatte ich dieser Person aus einer Depression geholfen, aber jo... Is ja nix... 

Mein Rat wäre einfach mal abzuwarten. Es müssen ja nicht alle so drauf sein wie die Person die ich hier beschrieben habe.  Und da du ja auch bei ihm wohnst... versuch dir nicht all zu viele Sorgen zu machen.

Ausserdem wünsche ich dir des weiteren noch viel Glück. Ich bin mir sicher das du das schaffen wirst! 

LG Roadrunner666

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