Frage von LischenMPunkt, 28

Hilfe! Bin alleinerziehend und möchte ausziehen. Wo kann ich mich hin wenden?

Hallo erstmal, ich bin 23 jahre alt und habe eine 9 Monate alte Tochter. Ich habe vor 1,5 Monaten meine Ausbildung abeschlossen und nun meine Stunden reduziert. Das heißt ich arbeite nur noch 20 Stunden in der Woche. Da ich in einem Wohnheim arbeite, bin ich im Schichtdienst, jedoch nur Früh- und Spätschicht. Ich merke, dass mir das zu viel wird, aber meine Eltern machen mir ein schlechtes Gewissen, wenn ich nur anfange davon zu sprechen, nicht mehr arbeiten zu gehen. Nicht, dass ich nicht arbeiten wollen würde, mir macht mein Beruf großen Spaß, aber ich merke einfach dass mich das extrem auslaugt.

Ich wohne noch bei meinen Eltern, habe dort 2 kleine Zimmer. Meine Eltern lassen mir wenig bis gar keine Privatsphäre, sie behandeln mich, als sei ich selbst noch ein kleines Kind und treffen Entscheidungen bezüglich meines Kindes einfach über meinen Kopf hinaus. Besuch kann ich auch selten empfangen.

Hilfe meiner Eltern seits mir eine eigene Wohnung zu suchen kann ich knicken. Sie wollen absolut nicht, dass ich hier ausziehe.

Vielleicht noch zur Info: Ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich bekomme zur Zeit 1100€ Brutto Lohn, 190€ Kindergeld und 300€ Elterngeld.

Wo kann ich mich hinwenden? Was kann ich tun?

Ich bin nur noch verzweifelt und merke, wie mich das langsam aber sicher kaputt macht. Danke schon mal im Vorraus für die Antworten!!

Liebe Grüße :)

Antwort
von beangato, 25

Such Dir einfach eine Wohnung, die Du bezahlen kannst. Deine Eltern können Dich schließlich nicht zu Hause festbinden.

Mit dem Geld, was Du zur Verfügung hast, solltest Du auf jeden Fall auskommen.

Was ist mit dem Vater des Kindes? Eigentlich müsste er Dir Unterhalt zahlen, bis Dein Kind 3 Jahre alt ist und auch für das Kind muss er zahlen. Sollte er nicht zahlen können, beantrage beim Jugendamt Unterhaltsvorschuss.

Vlt. kannst Du Deinen AG fragen, ob Du nur im Frühdienst arbeiten kannst. Geht Dein Kind in eine Kindereinrichtung?

Ich war mal alleinerziehend mit3 Kindern und bin bis zur Wende Vollzeit arbeiten gegangen.

Kommentar von LischenMPunkt ,

Da ich auch ein Auto brauche, um auf die Arbeit zu kommen, fallen da ja auch kosten an.

Das Problem ist, der Frühdienst beginnt um halb 7, ich muss um 6 losfahren, da schläft meine kleine noch. Meine Tochter geht in keine Einrichtung. Bis jetzt haben meine Eltern aufgepasst, während ich arbeiten gegangen bin. Mein Vater ist selbstständig und meine Mutter hat einen Teilzeitjob, in der sie entweder Mittags oder Morgens arbeiten gehen kann.

Der Vater zahlt keinen Cent, wir sind immer noch im Streit deswegen. Er kommt mit der Trennung nicht klar, bedroht mich und meine Tochter und terrorisiert uns mit Anrufen und Nachrichten. War aufgrund dessen jetzt auch beim Anwalt.

Kommentar von beangato ,

Auch die Autokosten kannst Du damit decken.

Meine Kinder musste ich gegen 5 Uhr wecken, da ich noch in die Krippe fahren musste (mit dem Bus) und von der Krippe aus zur Arbeit (mit Bus und Straßenbahn). Da musste ich 7 Uhr anfangen.

Das ist alles eine Sache der persönlichen Einrichtung.

Übrigens - ALG-II-Empfänger bekommen nur 404 Euro für sich und fürs Kind 237 Euro, dazu noch die angemessen Miete (ca. 400 Euro - bei uns).

Nun kannst Du selbst ausrechnen, dass Du mit ca. 1360 Euro besser dran bist.

Antwort
von elismana, 15

Eine Wohnung kannst du dir auf jeden Fall suchen. Es müssen anfangs nicht zwingend drei Zimmer sein. Ich wohne seit fast vier Jahren mit meiner Tochter (5) auf 2 Zimmern. Es geht alles.
Dann beantrage Bitte Uhv beim Jugendamt. Errichte eine Beistandschaft, falls noch nicht geschehen, die kümmert sich dann auch um alles, was den Unterhalt betrifft. Der Vorteil hier ist, dass die Beistandschaft kostenfrei für dich ist.
Beim Jugendamt kann man dir außerdem helfen, eine Betreuung für dein Kind zu finden. Viele Tagesmutter sind so flexibel, dass du weiter Schicht arbeiten kannst.
Ansonsten kläre mit dem AG, dass du deine Schichten ändern möchtest. Oft ist das möglich. Reden hilft!

Alles gute!

Antwort
von isomatte, 8

Da kannst du dich nur ans Jugendamt und das Jobcenter wenden !

Vom Jugendamt könntest du Unterstützung wegen der Betreuung bekommen und vom Jobcenter ggf.noch eine Aufstockung,oder vorrangig Wohngeld von der Stadt und Kinderzuschlag von der Agentur für Arbeit.

Bekommst du denn keinen Unterhalt für dein Kind ?

Wenn nicht,dann beantrage beim Jugendamt Unterhaltsvorschuss,sollten derzeit 145 € pro Monat sein,der würde max. 72 Monate gezahlt oder bis zur Vollendung des 12 Lebensjahres.

Würdest du keine Möglichkeit haben dein Kind betreuen zu lassen und es mit Arbeit und Beschäftigung nicht auf die Reihe bekommst,dann könntest du nur vom Jobcenter Hilfe bekommen,denn da musst du der Vermittlung in Beschäftigung min. bis zum 3 Lebensjahr des Kindes nicht zur Verfügung stehen.

Du würdest dann also dein Kind selber Zuhause betreuen können und würdest dann eine Aufstockung zu deinem Elterngeld bekommen,wenn das wegfallen würde erhöht sich die Zahlung vom Jobcenter.

Eine Wohnung musst du dir aber selber suchen.

Antwort
von MagiFan, 18

ich würde an deiner stelle erstmal zur wohnungsbaugesellschaft und nach wohnungen und preisen gucken ,laut gesetz wenn du dir keine eigene wohnung leisten kannst müsstest du bis 25 zuhause bleiben ,

Kommentar von beangato ,

Nein, das muss sie nicht.

Sie würde bei ALG-II-Bezug eine Bedrafsgemeinschaft mit ihrer Tochter bilden und somit in eine eigene Wohnung ziehen können.

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