Frage von 42DieAntwort42, 36

Hilfe bei Verletzung nach Unfall im Haushalt?

Moin zusammen,

meine Mutter hatte einen Unfall, hat einen Kapselanriss und einen Bänderriss im Fußgelenk (glaube ich). Sie ist erstmal 14 Tage krankgeschrieben und soll nicht laufen.

Ich wohne leider weiter weg und kann meiner Mutter nicht helfen. GIbt es einen Weg das sie HIlfe bekommt? Ich meine wie soll sie essen, mit dem Hund raus etc. wenn sie nicht laufen soll?

Antwort
von Negreira, 13

Ich bin selbst im letzten Jahr 2 Tage vor meinem Umzug schwer gestürzt, habe mit das rechte Bein gebrochen und kann Dir aus eigener leidvoller Erfahrung berichten, daß NIEMAND Deiner Mutter behilflich sein wird.

Es gibt einige Kassen, die dann tätig werden, wenn Deine Mutter noch Kinder zu versorgen hätte, ansonsten ist hier private Vorsorge gefragt. Daß sie einen Hund hat, ist zwar wunderbar, aber da muß man einen Gassigeher organisieren. Essen? Das sollte jemand einkaufen gehen, und  daß Du weit weg wohnst, ist zwar bedauerlich, aber nicht Sache der Kasse. Ich wäre im letzten Jahr verhungert und verdurstet, wenn ich nicht rein zufällig 2 Wochen vorher eine private Unfallversicherung abgeschlossen gehabt hätte, die, obwohl ich noch keinen Beitrag gezahlt hatte, eingesprungen wäre. Da habe ich großes Glück gehabt.

Ich habe ALLES versucht: Krankenkasse, Pflegeversicherung, Diakonie, Altenhilfe, habe alles und jeden angerufen und um Hilfe gebeten. Nach 3 Wochen Krankenhausaufenthalt kam ich Freitags nachmitttags nach Hause, in meine neue, leere Wohnung. Kein Geld in der Brieftasche (wie auch, wenn man nicht an den Automaten kommt), keine Möbel, keine Essensvorräte, gar nichts. Meine beiden Katzen konnte ich glücklicherweise für einige Wochen unterbringen, denn ich hätte noch nicht einmal Futter kaufen oder Katzenklos säubern können, weil ich 8 Wochen nicht laufen durfte.

Diakonie? Das erste, was man dort wollte, war einen Auftrag zu unterschreiben, von dem ich weder wußte, was es genau kosten würde noch wie ich das bezahlen sollte. Als ich darauf hingewiesen habe, hat man mir freundlichst gesagt, dann solle ich zusehen, wie ich fertig würde. Meine Kinder wohnen hunderte Kilometer weg, ich habe tagelang im Bett gelegen und geheult.

Ihr werdet selbst alles in Angriff nehmen oder bezahlen müssen, Nachbarn oder Verwandte bitten, zur Hilfe zu kommen. Alles Gute für Deine Mutter.

Antwort
von DerHans, 28

Dafür gibt es Familienhilfe bei der Krankenkasse. Allerdings gibt es diese nur kostenlos, wenn zu versorgende Kinder im Haushalt leben

.Ansonsten muss man das selbst organisieren (und bezahlen!)

Private Unfallversicherungen bieten für solche Fälle Assistence-Leistungen an. Diese kann man selbstverständlich nur VIORHER abschließen.

Kommentar von 42DieAntwort42 ,

Das ist ja blöd. Selbst bezahlten geht leider nicht.

Kommentar von DerHans ,

Dann muss es eben jemand kostenlos tun ( Verwandte, Bekannte, Nachbarn)

Kommentar von 42DieAntwort42 ,

Da liegt das Problem. Ich wohne zu weit weg. Meine Mutter ist verwitwet, vor kurzem aufs Land in ne neue Nachbarschaft gezogen. Ihre beste Freundin kann selbst kaum laufen wegen verschiedener Hüft und Rücken-OPs und Ihre Schwester hatte vor kurzem ne Knie OP. Ich such dann mal weiter nach ner Möglichkeit.

Trotzdem danke.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für laufen, 6

Hallo! Da müssen halt Angehörige oder Freunde helfen, geht nicht anders. Hundebesitzer kennen immer auch andere Hundebesitzer die da mal einspringen können. 

Oder liebe Nachbarn, alles Gute.

Antwort
von MissChaos1990, 32

Am besten besprecht ihr das mit ihrem Arzt. Eventuell bekommt sie für diese Zeit eine Haushaltshilfe und einen Pflegedienst.

Antwort
von Spielwiesen, 9

Ein Pflegedienst (Gemeindepflege oder so) übernimmt solche Dienstleistungen für Geld, das entweder bei Vorliegen einer Pflegestufe von der Pflegeversicherung kommt, oder das man privat aufwenden muss.

Solche Situationen können ja auch eintreten, wenn sie nicht unfallbedingt sind, sondern einfach durch Krankheit. Es ist generell gut, mal darüber nachzudenken, wie man das organisieren will, wenn es soweit ist.

Antwort
von Strolchi2014, 17

Mit dem Arzt sprechen, der kann eine Hilfe veranlassen.

Sie sollte sich auch bei der Krankenkasse erkundigen wie sie da vor gehen kann.

Antwort
von Ingeborganni, 5

Bei mir war das ganz anders. Ich durfte nach einer Fußoperation nicht laufen. Schon im Krankenhaus hat man mich gefragt, ob ich Hilfe bräuchte. Man hätte, natürlich gegen Bezahlung, für eine Hilfskraft gesorgt. Allerdings lebe ich in Österreich und bin gut versichert!

Alles Gute

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