Hilfe bei Selbstständigkeit Internetbusiness?

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3 Antworten

Mir klingt die Frage nach dem Standard: Die Geschäftsidee ist nicht ausreichend formuliert und es gibt keine grundlegenden Planungen.

Grundlegend bedeutet auch selber grundlegendes Wissen angeeignet zu haben.

Sicher ist es gut, dass Ihr nicht auf eine Mini-GmbH gekommen seid. Doch die GbR enthält eine solche Fülle von Problemen und Folgen, dass man hier eigentlich Abstand nehmen sollte.

Ich habe mal den Satz geprägt, dass die GbR nur unter Geschwistern funktioniert. Das war sogar früher in den Firmierungen oft zu hören, gibt es heute aufgrund geänderten Rechts nicht mehr. Aber im vorletzten Jahrhundert gab es da immer noch Gebrüder Schulz (u.U. mit dem Zusatz OHG).

Wie alt seid Ihr? Beide Volljährig? Sonst könnt Ihr nämlich sowieso kein Gewerbe anmelden. Minderjährige sind nicht voll geschäftsfähig.

Bei der GbR hat jeder die gleichen Ansprüche, Rechte und Pflichten. Wobei unterschiedliche Einstellungen zur Bewertung von Leistung die 50 : 50 Teilung des Gewinns schnell zu ärger führt.

Das gilt schon bei unterschiedlichen Arbeitszeiten. Auch Urlaub und Krankheit führen zu Problemen.

Davor ist das Problem bereits die Entscheidung über den Kauf von Wirtschaftsgütern. Muss es alle 12 Monate der neueste Rechner sein oder alle 12 Monate das Auslaufmodell? Mit beiden Dingen kann man arbeiten.

Nur bezahlt der, der die günstigere Variante will die Hälfte des Aufpreises mit.

Kommt jemand in private Schieflage, kann das dazu führen, dass in das Vermögen der GbR vollstreckt wird. 400 Euro sind fällig und der Gerichtsvollzieher könnte Betriebsvermögen im Wert von 800 Euro mitnehmen. Das andere GbR-Mitglied würde dann den Mehrerlös vom Gerichtsvollzieher als Entschädigung erhalten usw.

Eine richtige Planung einer Unternehmertätigkeit startet mit den Personen. Stärken und Schwächen. Kenntnisse, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. In Abgrenzung zu dem, was zur Geschäftsidee noch abgedeckt werden muss.

Danach kommt die Darstellung, was man eigentlich machen möchte. Diese Idee wird dann in der Planung nicht nur geplant, sondern auch auf Umsetzbarkeit und Marktgängigkeit geprüft.

Daraus resultieren Erstinvestitionen, Folgeinvestitionen, laufende Betriebsausgaben, Einnahmen. Aus der Einnahmenhöhe und dem Betriebsergebnis (Erlöse abzüglich Aufwendungen ergeben Gewinn oder Verlust (in der Prognose)) werden dann auch rechtliche Rückschlüsse gezogen.

Zivilrechtliche Risiken wie Haftungen oder steuerrechtliche Folgerungen.

Es können sich auch andere Konstellationen ergeben, dass eine Person nach der Planung eine Veränderung der Geschäftsidee will. Vielleicht doch keinen Web-Space selber anbieten. Dafür mehr Wert auf was anderes legen will.

Aus all diesen Dingen ergeben sich dann eben die Folgerungen. Daher ist eine Antwort auf Eure Frage nicht sinnvoll.

Eure eigentliche Frage, was die steuerlichen Konsequenzen angeht ist ebenfalls nicht machbar. Weil dazu auch die anderen Einkünfte eine Rolle spielen. Sofern dann auch noch die Einkünfte weit auseinander gehen, einer hat eine Ausbildung fertig und der andere geht noch zur Schule sind die Interessen weiter unterschiedlich.

Nehmt bitte auch zur Kenntnis, dass vermutlich 100% der GewerbeanmelderInnen von ihrer Idee überzeugt sind. Alle Tiefen und negativen Folgen tragen wollen. Die Spreu trennt sich schnell vom Weizen. Weil etwa 90% der überzeugten GründerInnen ihr Gewerbe wieder abmelden.

Da auch dieses Folgen hat, wie zum Beispiel Steuerberatungskosten sollte man auch nicht ohne etwas Geld starten. Die Mindestmenge für ein Gelingen der Gründung findet man bei o.g. Vorgehen raus.

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Diese Frage kann man nicht mit so oder so beantworten.

Geht zu einem Steuerberater oder Unternehmensberater, stellt Euer Konzept vor, lasst Euch beraten und entscheidet dann.

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Da hängt noch mehr als Steuern dran - sucht euch einen qualifizierten Gründungsberater, z.B. hier http://www.firma.de

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