Frage von TheDarkKnight2, 81

Hilfe bei meiner Persönlichkeit (Riesiges Dankeschön falls ihr das lest)?

Zu mir: ich bin 19/m und habe diese Jahr mein Abitur gemacht. Der bisherige Knackpunkt in meinem Leben war der Übergang in die Oberstufe. Davor war ich sehr beliebt, hatte viele Freunde und war sehr ruhig und hilfsbereit jeder hat mir seine Geheimnisse anvertraut weil ich gut helfen konnte. Als die Klassen gemischt wurden kam ich in die Einzige Klasse in der ich keine Freunde hatte. Versucht euch mal zu anderen dazuzustellen wenn man weiß das es seltsam ist, so hab ich meine Rolle in dieser Klasse bekommen. Ich war sehr lustig und spontan aber da die Leute jetzt von einer ganz anderen sichtweise auf meine Kommentare etc blickten kam alles anders rüber bzw wurde falsch aufgenommen. Das führte dazu das ich alles immer mehr für mich behalten habe und mir das zwanghafte denken angewöhnt habe ALLES was ich sage vorher selbst zu kontrollieren. Da mein Gehirn das nicht unterscheiden kann, kann ich das selbst bei meinen engsten Freunden nichtmehr (frei reden) . Ich bin eine Person geworden die von außen betrachtet nicht liebenswert ist, mir fallen keine lustigen oder hilfreichen Bemerkungen mehr ein da mein Gehirn es einfach "sperrt". Es tut mir sehr weh das ich für meine Freunde nicht mehr der alte sein kann. Reden hilft zwar in vielen Fällen aber in meinem würde es mich nur noch nervöser machen da meine Freunde dadurch nochmehr meine schrägen Verhaltensweisen erkennen, was Druck auf mich ausübt. Was mir oft hilft ist anderen zu helfen dabei geht es mir besser, aber in meiner jetzigen Situation vertraut mir niemand mehr etwas an weil ich naja sehr labil wirke. Was man über mich wissen sollte, was ich mir eingestehe ist: Ich habe eine überdurchschnittliche Selbstreflexion (also kann mich sehr gut neutral betrachten) halte mich auch für voraussichtig und intelligent aber mein größtes Verhängnis: Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis, sobald ich jemand Neues kennenlerne, erkenne ich jeden kleinen Fitzel der Verachtung und kann dann Nichtmehr normal sein (ich bin sehr dünn, ich merke es direkt wenn Leute mich für 12 halten und nichts ernst nehmen von dem was ich sage, beim anderen Geschlecht ist das meistens noch extremer) . Das was dem Rat am ehesten nahekommt ist: es kann dir am arsch vorbeigehen was andere denken, ja kann es, aber wenn meine Freunde dabei sind sehen diese genauso das ich mich seltsam verhalte. Ja man kann sagen das sind deine Freunde das macht nix, aber auf die Dauer denken deine Freunde wirklich das du so geworden bist. Es klingt als hätte ich Depressionen, das interessante ist wenn ich alleine bin und kein Druck da ist geht es mir blendend, sobald Menschen da sind bei denen ich eine soziale Pflicht habe (egal ob Famile oder Freunde) hasse ich alles an mir. Ich kann meine Fehler sehr gut erkennen, jedoch kann ich sie nicht beheben. kennen Ich wünsche mir seitdem sehr einen Hund, sie lieben einen bedingungslos und ich muss mir keine Gedanken um irgendwas machen. Ich bin von dem Gedanken besessen wieder der Alte zu sein...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Limisus, 16

Hmm.. ich glaube ich habe/hatte ziemlich genau dasselbe Problem. Allerdings bin ich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und habe jetzt auch schon ein Jahr Studium hinter mir. Zurückblickend habe ich sehr ähnliche Erfahrungen gemacht mit dem Wegfallen der Klassen gemacht(nur dass es bei uns dann nur noch Kurse gab). Es fiel mir irgendwie schwer weitere Freundschaften zu schließen, die über bloße Sitznachbarn hinausgingen. Zudem hab ich manchmal einen Humor, den nur meine besten Freunde so wirklich verstehen konnten. Erst dann habe ich so richtig gemerkt, wie lange es dauert, um mit jemandem auf eine Wellenlänge zu kommen. An sich habe ich mir immer eingeredet, dass ich selbstbewusst bin, und das bin so sehe mich eigentlich auch. Trotzdem wurde ich diese Unsicherheiten bei der Konfrontation mit anderen Menschen nicht los. Da hilft es auch nichts, sich tausend mal einzureden:"Ich bin besser als andere", oder welche Erfolge man doch so in seiner Vergangenheit hatte. Und obwohl ich an sich auch eine Person bin, die normal viel redet und diskutiert, bin ich in Gruppengesprächen immer passiver geworden. Irgendwann war's dann so weit und ich musste mir eingestehen, dass ich introvertiert bin. Das hab ich dann auch so widerwillig hingenommen, bis ich dann mal zufällig auf ein Video auf Youtube stieß, wo jemand introvertierte Menschen als interessant, ideenreich und kreativ beschrieb. Eben Leute, die am Tag so viele Gedanken haben, dass sie nicht die Zeit haben, mit anderen über all das zu labern und denen alleine auch nicht langweilig werden würde. Von da an hab ich mir dann gesagt:'Vielleicht bin ich ja introvertiert, aber das heißt ja nicht, dass ich nicht genau so viel reden kann wie jemand Extrovertiertes.' Die Lösung, die ich für mich persönlich entdeckt habe, ist, mich selbst herauszufordern. Zum Beispiel habe ich mich freiwillig dazu gemeldet, bei unserem Abiturgottesdienst, die Eröffnungsrede zu übernehmen. Meine Freunde hätten mir das wirklich nicht zugetraut und ich mir am Tag vor der Rede auch nicht mehr. Mir zitterten bei der Generalprobe schon die Beine(Ich hoffe das liest keiner, der mich kennt), obwohl die Kirchhalle beinah leer war. Ich dachte bisher, dass ich kein Lampenfieber hätte, und zuvor hatte ich damit auch nie Probleme. Letztendlich hatte ich meine Rede so lange geübt, bis ich sie beinah auswendig konnte. Sie war ein bisschen originell geschrieben und hat jedem gefallen. Sogar vom Rektor habe ich ein Lob bekommen. Ich war selbst völlig überrascht und hätte mir das im Leben nicht träumen lassen. Damit will ich jetzt nicht angeben, sondern einfach nur ein Beispiel nennen, wie ich mit einer meiner Ängste umgegangen bin. Das Wichtigste ist, zu akzeptieren, dass man selbst nicht immer derselbe ist, der man mal war. Ich weiß noch, wie locker und unbeschwert ich noch ein paar Jahre zuvor gewesen wäre, wenn ich eine Rede vor mehreren hundert Menschen hätte halten müssen, aber manche Erfahrungen(oder vielleicht das Alter, Hormone, was auch immer) verändern einen. Auch wenn noch immer das alte Ich in mir steckt, bin ich ab und zu viel zurückhaltender geworden. Auch am Anfang meines Studiums hatte ich Probleme damit. Obwohl ich lieber alleine wohnen wollte, habe ich mich deshalb dazu entschieden, in eine WG einzuziehen(ich bereue es nicht). Mir ist auch klarer geworden, dass ich an sich ein umgänglicher Mensch bin, aber am besten mit nur einer Person privat kann. Ich bin nicht unbedingt ein Gruppentyp, was nicht bedeutet, dass es mir nicht auch viel Spaß macht in einer Gruppe unterwegs zu sein. Ich weiß zwar nicht, was du so als Nächstes in deinem Leben vorhast, aber wenn es ein Studium ist, kann ich das nur empfehlen. Es hilft sehr bei der Entwicklung deiner Persönlichkeit und du triffst sehr viele verschiedene Menschen, die alle irgendwo auch ihre Macken haben. Eine Universität hat nochmal eine ganz andere Atmosphäre als eine Schule. Ich habe das Gefühl, dass man generell weniger beurteilt wird(Mode, Aussehen, etc.). Tritt einem Sportverein bei, am besten ein Teamsport, bei dem du höchsten eine Person kennst. Markier dir irgendwie deinen neuen Lebensabschnitt und immer, wenn du gerade merkst, dass deine Nervosität, dich irgendwie zurückhält, mit anderen Leuten zu interagieren, zwing dich einfach hin und wieder, es doch zu tun. Unbekannte Leute anzusprechen hilft übrigens auch, kostet aber für manche viel Überwindung. Extrovertierte Leute haben's schwer, die Probleme von Introvertierten zu verstehen. Aber sieh's mal so, wenn du dich immer wieder selbst reizt, kriegst du mehr Selbstbewusstsein(und zwar echtes Selbstbewusstsein). Menschen, die damit nie Probleme hatten, wissen das oft nicht zu schätzen und haben oft weniger Selbstbewusstsein, als es den Anschein hat. So wie ich dich einschätze, bis du das Problem sowieso in den nächsten paar Jahren los. Es sind halt die Unsicherheiten, die zum Erwachsenwerden mit dazugehören. Nicht umsonst, ist man ja eigentlich erst mit 21 so richtig erwachsen. Danke fürs Lesen ;)

Kommentar von TheDarkKnight2 ,

Wow, vielen vielen Dank dafür, das hat mir wirklich weitergeholfen. Ich konnte JEDE deiner Aussagen auf mich beziehen, bin auch eher privat unter wenigen Leuten eine umgänglichere Person als ein Gruppenmensch. Was deine Aussage von den anderen unterscheidet ist, dass du mir näher gebracht hast, dass introvertiert sein auch gewisse Vorteile mit sich bringt, das hilft mir besser damit umzugehen und stärkt mein Selbstbewusstsein. Es legt meinen Zwang etwas ab mich selber zu einer extrovertierten Person machen zu wollen. Bin mir nur nicht ganz sicher ob Konfrontation mit meiner Nervosität die beste Lösung ist, da das zwar helfen, aber auch genau das Gegenteil bewirken falls es schiefläuft. Ich warte grade auf mein Studium, gut was positives darüber zu hören. Nochmal Danke, ich hätte nicht gedacht das mir eine Antwort wirklich weiterhilft :D

Kommentar von Limisus ,

Freut mich, dass ich weiterhelfen konnte. Ich war echt überrascht, wie gut deine Beschreibung zu mir gepasst hat. Hätte es selbst nicht besser beschreiben können. Da musste ich einfach antworten :D

Ich glaub, das ist das Problem, was die meisten Introvertierten haben - also dass man Introvertiertsein nur als Nachteil sieht. Ich achte oft viel zu viel auf die Reaktionen anderer und frage mich, was sie über mich denken. Das Witzige ist nur, wenn ich mir dann vorstelle, dass sie grad das Gleiche machen, bin ich mir ziemlich sicher, dass man meine Gedanken nicht lesen kann. Was ich damit meine ist, dass man die Welt nur durch seine eigenen Augen wahrnimmt. Und oft kann es dann eben auch passieren, dass man die Reaktionen von anderen ein bisschen überinterpretiert. Wieso sollte ich die Gedanken von anderen lesen können, wenn sie mir zum Beispiel niemals ansehen würden, dass ich sie nicht mag? Selbstreflexion ist zwar gut (und fehlt den meisten), aber zu viel davon kann einen eben hindern sich selbst auszuleben.

Was die Konfrontationen betrifft, sind sie nicht unbedingt nötig. Aber das meiste, was schiefgehen kann, spielt sich bei einem selbst im Kopf ab. Und wenn was schiefgeht, bei Fremden ist das auch egal. Es kann schon helfen jedem, der an dir vorbeiläuft, direkt in die Augen zu gucken und/oder zu grüßen. Vielleicht wird dich weniger als die Hälfte zurückgrüßen, Gleichaltrige denken sich, dass du nicht mehr alle Tassen im Schrank hast, und Ältere Menschen freuen sich, dass bei der Jugend von heute noch nicht alles verloren gegangen ist. Es ist eigentlich egal, was die anderen denken, solange es dein Selbstbewusstsein steigert. Entscheidend ist nur, dass man sich nicht in wichtigen Situationen später ausbremst. Eben wie bei einer Gruppenarbeit, bei der man selbst einen guten Gedanken hat, aber sich, aus welchen Gründen auch immer, gerade nicht traut ihn auszudrücken. Oder bei dem Studium: Angst davor, dem Professor und anderen Studenten eine Frage zu stellen, wenn man etwas nicht versteht. Vor allem in der Schule werden Introvertierte am wenigsten geschätzt, weil alles darauf aufgebaut ist, der Lauteste in der Klasse zu sein, am häufigsten aufzuzeigen, etc. Im Studium wird mehr nach Leistung sortiert, da werden introvertierte Menschen schon mehr geschätzt. Es hängt aber auch von dem Fach ab, dass du wählst ;)

Kommentar von TheDarkKnight2 ,

Ja in großen Gruppen kreisen die eigenen Gedanken häufig um die Gedanken anderer das stimmt :D man muss sich immer wieder vor Augen führen dass das introvertiert sein kein Nachteil ist, weil unsere Gesellschaft eher auf Extroversion ausgelegt ist wie du es gesagt hast. So Kommentare wie "Sag doch auch mal was" oder "warum bist du so still" sind gut gemeint, bewirken aber leider schlechtes da das automatisch dazu führt das man sich "anders" fühlt. Ich hänge auch gerne in Gruppen rum aber an Smalltalk nehme ich eigentlich nur ungerne Teil und bin dann ruhig. Viele denken dann das man immer so ist, aber wenn man unter 1,2 Personen ist ist das was ganz anderes. Ich persönlich philosophiere gerne, denke über Grenzen und auch fiktive Dinge nach, das ist mir lieber als über die neusten Paare usw zu reden. ubd für solche Themen eignet sich halt eher ein kleiner Kreis als ein großer. 

Haha ich fühl mich als würde mein Ich aus der Zukunft mit mir reden :D ich glaube auch je älter meine Mitmenschen werden desto offener werden sie auch zu introvertierten Menschen 👍🏼 

Antwort
von CB1997, 20

Du ich verstehe dein genaues Problem nicht so ganz du hast es etwas kompliziert formuliert. Also was ich verstanden hab ist, dass du Angst hast falsch aufgenommen bzw verstanden zu werden. Du überlegst dir also jedesmal wenn du etwas sagen willst erstmal, ob das in der Situation angebracht ist oder nicht.

Und das führte dann dazu, dass du dich geändert hast, bzw. deine Aussagen gesperrt werden. 

Also so wie ich das sehe denkst du einfach zu viel. Ich hab das Gefühl du verspürst den Drang perfekt zu sein, bzw nichts falsch zu machen. Du merkst auch, wenn Menschen unterschwellig etwas an dir bemängeln und das sorgt dann dafür, dass du nicht mehr anständig mit denen Reden kannst.

Aber warum nicht? Jeder weiß, das niemand Perfekt ist und wenn z.B jemand deinen Körper unterschwellig bemängelt, dann ist das doch nichts schlimmes. Es ist dann nämlich nicht so, dass sie nurnoch "Fake" freundlich mit dir reden, sondern sie akzeptieren deine Schwächen und reden trotzdem mit dir weiter.

Und warum denkst du, dein Hirn ist nicht in der Lage zwischen Fremden und Freunden zu unterscheiden. Du weißt, dass dein Charakter vor der Oberstufe bei deinen Freunden ankam und du ohne Hemmungen einfach du sein konntest. Also versuch doch bei denen Freunden einfach du zu sein. Da sollte dich eig nichts hemmen, da du weißt, was bei denen ankommt und was nicht. Da gibts dann auch nichts zu überlegen sei einfach du selbst, warum sollte es denn jetzt nicht ankommen, wenn es früher ankam. Lass dich nicht aufgrund der Klassenumstellung so verhemmen. Es mag zwar sein, dass du bei den Neuen Missverstanden wirst, aber wenn du weißt dass es so ist, dann versuche es doch zu ändern. 

Du musst ja mitbekommen haben, was bei den Neuen so ankommt und was nicht. Dementsprechend kannst du dich ja anpassen, wenn es mit deinem Charakter vereinbar ist. 

Bei deinen Freunden fällst du nur komisch auf, weil du verhemmt bist. Wenn du es schaffst diese Bedenken im Kopf auszuschalten, dann sollte wieder alles wie früher werden. 

Und mach dir nichts draus, wenn dein Humor mal nicht ankommt. Mit manchen Menschen synegiert man nunmal mehr und mit manchen weniger. Du musst nicht mit jedem klarkommen, solange du Freunde hast, die dich verstehen.

Also versuch einfach zumindenst bei deinen Freunden, diese Bedenken in deinem Kopf auszuschalten. Auch wenn du dann komisches sagst, dann bist das du und nicht eine gut überlegte Antwort, die du dir im Kopf vorher herausdiskutiert hast. Ich kann mir gut vorstellen wie sowas komisch ankommt^^.

Also ich wünsche dir Viel Glück bei deinem Problem. Ich weiß zwar nicht ob dir das in jeglicher Hinsicht geholfen hat. Ich glaube die Lösung für das Problem musst du selber herausfinden, wir können dir hier nur Denkanstöße geben.

LG CB

Kommentar von TheDarkKnight2 ,

Vielen Dank für die Antwort, das hat mir tatsächlich etwas mut gemacht. Trotzdem würde ich gerne auf eine Sache eingehen, du meintest:" Du merkst auch, wenn Menschen unterschwellig etwas an dir bemängeln und das sorgt dann dafür, dass du nicht mehr anständig mit denen Reden kannst.Aber warum nicht? Jeder weiß, das niemand Perfekt ist" 

Da hast du recht innerlich weiß das jeder, jedoch sind die Menschen in der Öffebtlichkeit oft in einem "oberflächlichen Modus" also reagieren ganz anders als wenn du mit ihnen alleine wärst, heißt sie haben in der Situation weniger Verständnis dafür und finden es einfach lustig wenn sie merken das man sich dadurch angegriffen fühlt bzw ziehen die Aufmerksamkeit von der Gruppe auf dich da sie das komisch finden. 

Kurz: wenn die Menschen sich vor anderen präsentieren stellen Sie sich oft über andere um besser zu wirken, und genau das führt dazu das ich noch viel verklemmter werde. Dadurch werde ich nervös und mein Gehirn sperrt alles und wenn ein Freund das alles mitbekommen hat bin ich vor diesem auch nervös da mir das peinlich ist. Ja ich hab ein Problem aber jedesmal wenn es passiert wird es durch eine oberflächliche Person ausgelöst 

Nochmals danke 

Antwort
von misscassi, 25

Hallo TheDarkKnight2

Ich verstehe deine Sorgen sehr gut und kann mitfühlen.

So wie du schreibst, scheint es, als würdest du dir viel zu viele Gedanken darüber machen was andere über dich denken und genau das macht dir zu schaffen und "sperrt" dein Gehirn. Genau das macht dich unsicher und deswegen fallen dir keine lustigen Witzchen mehr ein. Ich bin in derselben Situation vor einem Monat angekommen. Muss sagen dass vorher jeder Schüler einfach eine eigene Persönlichkeit hatte sich jeder akzeptiert hat wie er ist und hier geht es darum wie man sich präsentiert. Naja du kannst es nicht jedem recht machen. Renne den Personen einfach nicht hinterher, denn so wirst du uninteressant. Mit einer schlechten Laune oder Unsicherheit kann man selten jemanden beeindrucken wenn sie schon spürbar ist. Bleib weiterhin positiv und nach einer Zeit merken deine Mitschüler auch, wie du wirklich bist. Vielleicht fällt dir ja auf, dass du bestimmte Personen gar nicht magst.

Es sind alles nur Menschen und niemand ist perfekt. Die meisten haben selber irgendwelche Komplexe welche sie durch hochnäsiges Verhalten überwältigen, damit man es ihnen nicht anmerkt oder sie als schwach ansieht. Sei froh dass es solche hilfsbereite Menschen gibt wie dich.

Kommentar von TheDarkKnight2 ,

Du hast das ganze aufjedenfall sehr gut verstanden danke, trotzdem steckt in deiner Hilfe nicht mehr als scheiss drauf was die Leute denken, das hilft mir aber nicht das Problem wegzubekommen fremden Leute beweisen zu müssen das ich nicht so bin wie grade als ich Missachtung festgestellt habe. Weil dann werd ich komisch und dann kann ich es verstehen wenn sie so denken, und dann entsteht der Zwang Ihnen beweisen zu müssen das ich anders bin, mach es aber nur schlimmer 

Kurz: du verstehst es, du gibst mir den richtigen Tipp (scheiss drauf was sie denken) , nur bitte ich Dich das etwas auszuführen da mir mit diesem Gedanken allein nicht geholfen ist, weil ich weiß ich sag das nur damit ich nicht komisch werde 

Kommentar von misscassi ,

Achso ok danke für deine ehrliche Antwort. Kann ich dir ne Gegenfrage stellen? Wie kommst du darauf, dass du komisch tust? Hat dich jemand darauf angesprochen oder warum denkst du fühlst du das?

So wie du dich geäussert hast klang mein Text nach "lange Rede kurzer Sinn". Oberflächlichen Menschen musst du eigentlich nichts beweisen, aber vielleicht hilft dir dieser Tipp. Du hast sicher immer noch eine Person mit der dus gut hast und keine verklemmte Gedanken hast (auch Cousins, Cousinen, andere Freunde). Jemand bei der du dich sehr wohl fühlst. Wie wärs, wenn du dich mit dieser Person triffst (evtl. deine Probleme schilderst) und du dir erst mal etwas gutes tust, wie z.B. deine Stimmung entspannen. Vielleicht gelingt es dir ja, diese frische Stimmung beizubehalten und sie zu deinen Mitschülern mitzunehmen, sprich, damit du entspannter auf sie zugehen kannst. Du kannst ja auch deine besten Freunde danach fragen was sie von dir halten, immerhin sind es ja Freunde und die sollen ja ehrlich sein.

Es ist wichtig dass du dich nimmst wie du bist und nicht versucht jemand zu sein, der du nicht bist oder früher mal warst. Du wirst immer und immer wieder in verschiedenen Lebenssituationen kommen und mit verschiedenen Menschen klar kommen müssen. Menschen merken schnell wenn jemand nicht er selber ist. Du wirst dich auch öfter selbst kennenlernen müssen auch wenn du denkst, dass du dich schon sehr gut kennst. Es mag zwar sein, dass du dich zurückgezogen hast, aber das muss nicht heissen, dass du eine langweilige oder komische Person bist. Wenn du wieder die Schule wechselst oder anfängst zu arbeiten, wird die Atmosphäre mit neuen Menschen wieder anders sein. Vielleicht fühlst du dich da wohler und ansonsten muss du dich erst einmal an deine Klasse gewöhnen und dir selber Zeit lassen (ohne Zwang), damit dein Gehirn dir nicht einfach eine Blockade zustellt.

Ich hoffe, dass ich dir mit dieser Antwort ein bisschen mehr helfen konnte :) Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und drück dir die Daumen, dass du es schaffst, mit dir selbst zufrieden zu sein.

Antwort
von LinaCec, 26

Hey,

für mich klingt das tatsächlich so als hättest du Depressionen. Leider kann ich das nicht perfekt beurteilen, da alles was ich jetzt über dich und deine Persönlichkeit kenne, ist das was du in diesem Post geschrieben hast. Es kann aber auch gut sein, dass du eine gewissen Sozialphobie entwickelt hast.

Aussagen wie "Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis, sobald ich jemand Neues kennenlerne, erkenne ich jeden kleinen Fitzel der Verachtung" deuten für mich sehr auf Depressionen hin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder den du triffst dich verachtet. Meiner Erfahrung nach aber ist der Eindruck, dass es so ist eine Auswirkung von Depressionen.

Mein Tipp: Such dir professionelle Hilfe. Ein echter Therapeut kann deine Situation besser einschätzen als irgendjemand aus dem Internet. Professionelle Hilfe klingt auch immer sehr negativ. Eine Therapie ist aber sehr hilfreich für eigentlich jeden egal ob mit ernsthafter psychischen Erkrankung oder nicht.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen und ich wünsch dir noch alles Gute und gute Besserung.

Kommentar von TheDarkKnight2 ,

Ich verstehe deine Skepsis sehr, das kann ich dir auch schlecht beweisen da wir uns nicht kennen. Aber ich (und auch meine Freunde bestätigen mir das) kann wirklich sehr gut Anzeichen von Missachtung erkennen. Das führt dann zu schnell zu Depressionen, aber ich nehme das nicht DURCH Depressionen schlechter war. Sozialphobie trifft es eher denke ich. Nein nicht jeder der mich trifft verachtet mich aber ich wohne in einer Großstadt und hier treffe ich weitaus mehr Oberflächliche Personen als wenn ich in einem Kaff unterwegs bin. Bei den meisten bin ich bei der Begrüßung schon als 12 jähriger Lauch untendurch und dann werde ich nervös und bin Nichtmehr ich, das ist der springende Punkt. Trotzdem vielen Dank für deine Hilfe 

Antwort
von SunKing33, 17

Hallo,

Du hast Abitur gemacht. Du hast Dein selbständiges Leben vor Dir.

Versuche Dich von den Vorstellungen des Kindes zu lösen, als das Du in die Oberstufe eingetreten bist. Von jetzt an, bist Du mit Menschen aller Altersgruppen zusammen. Diese werden Dich als Menschen und nicht als Mitschülerin kennen lernen. Sie werden Dich insgesamt aus anderen Blickwinkeln betrachten als das bisher der Fall war.

Natürlich bist Du unsicher, ob und wie Du Dich da präsentieren kannst, ob und wie Du ankommen wirst, d.h. ob Du Deinen Platz finden und von anderen respektiert werden wirst.

Versuche von Deinen schulischen Erfahrungen Abstand zu gewinnen (Urlaub, Ausland). Nutze die Zeit, bis es bei Dir weiter geht (Studium?). Überlege, ob Du von zuhause ausziehen willst, kannst oder solltest. Wenn Du in einer anderen Stadt studierst oder Dich ausbilden lässt, bleibt Dir womöglich gar nichts anderes übrig.

Das ist kein Risiko. Sondern es ist eine Chance, die zu werden, die Du sein möchtest und nicht die zu bleiben, zu der Dich andere gemacht haben.

Wenn Du alleine nicht weiter kommst, gibt es Leute in Deiner Umgabung, mit denen Du darüber reden kannst (vielleicht Eltern oder gute Freunde). Es gibt auch Profis, die Dir helfen können, wenn es die Freunde nicht mehr können.

Viel Erfolg!

Antwort
von gnampfi, 25

Oh Gott das tut mir echt leid für dich und ich wünschte ich könnte dir helfen. Vielleicht gehst du mal zum Arzt oder Psychologen damit weil es belastet dich ja schon extrem oder kannst du vielleicht mit deinen Eltern/Geschwister/Verwandte/Trainer/Lehrer/ ganz enge Freunde darüber reden, selbst wenn es dir sehr schwer fällt hilft reden erstmal immer, ich hoffe dir geht es bald besser 😔😘

Antwort
von nowka20, 15

mir scheint, du hast angst vor neuem, da du zu sehr am alten hängst

Kommentar von TheDarkKnight2 ,

Ja, bestimmt ein wichtiger Faktor bei dem ganzen 

Kommentar von nowka20 ,

mann, du bist aber ehrlich

gratulation!

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