Frage von ANNIBORD, 96

HILFE bei gerichtlicher Stellungnahme?

Hallo Leute, ich bin echt an Rande der Verzweiflung ! Meine Mutter hat schon 4 mal versucht mich in eine geschlossene Psychatrie einzuweisen. Beim 4. Mal ging der Antrag jetzt durch und ich muss eine Stellungnahme schreiben. Ich weiß echt nicht wie man das macht und alle Muster die ich im Internet gefunden habe hören sich komisch an - beziehungsweise waren für klagen und so was. Aber ich wurde ja nicht verklagt. Ich brauche wirklich dringend Hilfe ich muss heute noch den brief abschicken !

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo ANNIBORD,

Schau mal bitte hier:
Freizeit Psychologie

Antwort
von NSchuder, 31

Ich denke mal dass Du Argumente vorbringen solltest warum eine Einweisung in die geschlossene Psychiatrie weder notwendig noch sinnvoll ist.

Einleiten könntest Du Dein Schreiben mit:

"Ich bin mit dem Antrag meiner Mutter nicht einverstanden, weil ...."  oder

"Ich halte den Antrag meiner Mutter für falsch und unbegründet, da ich ..."

Danach solltest Du Punkte aufführen warum dieser Antrag aus Deiner Sicht unbegründet ist.

Du kannst Dir übrigens auch als Minderjährige (allerdings erst ab 14) einen Anwalt gegen Deine Eltern nehmen. Der Anwalt kann sich dafür vom Vormundschaftsgericht eine einstweilige Verfügung ausstellen lassen. Dafür ist es aber jetzt ziemlich spät wenn Deine Stellungnahme schon heute erwartet wird.

Ich würde Dir raten Dich so schnell wie möglich an einen Anwalt für Familienrecht zu wenden (Findest Du in den gelben Seiten oder über die Anwaltskammer). Dem schilderst Du den Fall telefonisch und bittest um eine kostenlose Erstberatung - und zwar heute noch. Im Normalfall sollte er Dich über die bestehenden Möglichkeiten beraten können.

Kommentar von ANNIBORD ,

Danke danke danke ! Bin 16 Jahre alt 

Antwort
von DODOsBACK, 18

Du möchtest nicht in die Psycvhiatrie - okay. Aber warum konnte deine Mutter dich einweisen lassen?

Grundsätzlich funktioniert das nur, wenn du dich oder andere ernsthaft gefährdest.

Entsprechend müsstest du in deiner Stellungnahme darstellen, warum das nicht der Fall ist.

"Krankheitseinsicht" ist sehr wichtig, wenn es um deine Rechte geht - du "darfst" dich nur dann um dich selbst kümmern, wenn du begreifst, dass du "Probleme" hast und bereit bist, etwas daran zu ändern...

Gehe auf die Gründe deiner Mutter ein - und versuche, sachlich zu bleiben!

Wie viel davon trifft zu, was hat sie möglicherweise falsch eingeschätzt, welche anderen Möglichkeiten gibt es (ambulante Therapie, Betreutes Wohnen, Selbsthilfegruppen, Hausarzt, Facharzt, soziales Umdfeld, Reha, Kur)...

Und mache deutlich, dass du einen eigenen Plan hast - schildere, wie du dir dein Leben vorstellst!

Aber bleib dabei realistisch - leere Versprechungen (ich höre damit auf, ich nehme regelmäßig meine Medikamente, ich werde meine Termine ab sofort wahrnehmen usw.) wirken nicht sehr glaubhaft, wenn du sie schon öfters gemacht und nie eingehalten hast.

Solltest du fest davon überzeugt sein, nicht "krank" zu sein, benenne Zeugen, Menschen, die dich und deine Mutter kennen und glauben, dass du auch "alleine" klarkommst.

Aber Vorsicht: das kann auch nach hinten losgehen!

Denk also auch mal drüber nach, ob deine Mom nicht vielleicht doch recht haben könnte...

Vielleicht ist die stationäre Unterbringung für dich sogar ein "Ausweg" aus einer schwierigen familiären Situation und eine Chance, nochmal von vorne anzufangen...

Antwort
von SPN4eva, 28

Da du bald hinter Gittern bist, rate ich dir: Wirke emotional stabil, ruhig und ausgeglichen. Lass dich nicht provozieren. Bitte um Bücher, denn dort ist es sehr langweilig. Du musst eine perfekte Tarnung haben. Dann lassen die dich wieder raus. Behalte diese Tarnung bei, bis du 18 bist und halte dich dann von deiner Mutter fern. Wie hat sie es überhaupt geschafft, dich einbuchten zu lassen?

Kommentar von LKSFHLNG ,

;D

Antwort
von 2602Janine, 46

Ich kann dir dabei nicht helfen, aber einen Tipp kann ich dir geben. Deine Nummer hier rein zu stellen, war nicht besonders klug

Kommentar von 2602Janine ,

ok, hast du ja gelöscht 😂

Antwort
von Lumpazi77, 40

Schreibe, dass Du und warum Du damit nicht einverstanden bist und verlange ein Gutachten eines Sachverständigen !

Antwort
von oki11, 35

Auf welchen Vorgang sollst Du denn Stellung beziehen???

Kommentar von ANNIBORD ,

Hier steht : sehr geehrte Frau ... als Anlage wird ihnen bei Gericht eingegangene Antragsschrift übermittelt. Wenn sie dem Antrag endgegentreten bzw. zustimmen wollen, werden Sie aufgefordert unverzüglich innerhalb von 2 Wochen ab Bekanntgabe zur Antragsschrift Stellung zu nehmen.

Kommentar von oki11 ,

OK jetzt habe ich verstanden.

Deine Mutter will Dich erneut Zwangseinweisen lassen und dieser Antrag liegt vor und dazu sollst Du Stellung nehmen.

Jetzt bin ich natürlich kein Jurist und kann Dich dahingehend beraten, aber der ganze Sachverhalt muss ja eine Vorgeschichte haben.

Ich kann Dir nur raten einen Anwalt für Familienrecht einzuschalten, denn der weiß nun am besten was zu tun ist.

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