Frage von Probz, 96

Hilfe! AtEmNot, Panikattacken, keine Diagnose!?

Hallo liebe Leute,

ich bin neu hier und habe mich nicht ohne Grund hier angemeldet. Ich suche Hilfe und Rat von euch, weil ich total verzweifelt und einfach nur am Ende bin!

Zum Thema:

Ich bin 23 Jahre, männlich, schlank, habe 10 Jahre geraucht (mittlerweile seit 2 Wochen rauchfrei) und habe seit Mitte Mai 2016 massive Probleme mit meiner Atmung. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper nicht mehr von alleine Luft holt. Ich muss die ganze bewußt atmen und immer wieder daran denken Luft zu holen. Wenn ich mit etwas beschäftigt bin und abgelenkt, dann nehme ich die Atmung nicht mehr wahr und da geht die ganze Sache eigentlich von allein. Zwischendurch realisiere ich dann, dass ich gerade unbewusst geatmet habe und atme dann wieder bewusst weiter. Den ganzen Tag fühlt sich meine Brust total beklemmt an. Ab und zu krabbelt es mal links unter der Brust und manchmal auch rechts unter Brust. Wenn ich ausatme muss ich mir viel Mühe geben wieder einzuatmen. Ich war auch schon beim Hausarzt. Mein Brustkorb würde geröntgt und eine leichte Überblähung der Lunge festgestellt. Termin beim Lungenfacharzt habe ich erst in einem Monat. Habe auch erstmal Salbutamol zum Inhalieren verschrieben bekommen. Aber ich kann und will nicht mehr warten. Ich bin psychisch am Ende. Abends bekomme ich oft Luftnot bzw bilde mir das vielleicht nur ein und steigere mich dann richtig rein und werde panisch. Diese Panikattacken sind manchmal so krass, dass ich mir auf gesonderten Wegen Tavor 1,0mg (Benzodiazepin: Lorazepam) besorgt habe, um von dieser Panik loszukommen und endlich schlafen zu können (Ich nehme höchstens 1-2 halbe Tabletten davon pro Woche).

Ich habe Angst, dass es eine richtig schlimme Lungenerkrankung ist. Hoffentlich ist es "nur" Asthma oder so... Meine Psyche ist in dieser ganzen Sache mein größter Feind denke ich, da ich meinen Opa beim Sterben zusehen musste und sah, wie es ist zu ersticken.

Hoffentlich könnt ihr mir helfen und habt Ideen was es für eine Erkrankung sein könnte und ob ich vielleicht auch psychiatrische Behandlung brauche?!

Antwort
von Valat, 45

Hey erst einmal

Kurzversion: Arzt! Geh zum Arzt! ARZT! Einfach nur ARZT!

Stellt hier bitte KEINE medizinischen Fragen von solch fundamentaler Bedeutung!

Dennoch hier Meine Meinung zum ganzen: Für mich klingt das ganze nach einer psychischen Ursache, da du gerade mit dem Erstickungstod solch traumatische Bilder verbindest. Ich sage nicht das da NICHTS ist, aber das schon dieses "wenige" für deinen Körper resp. deine Psyche ausreicht um es sich zu etwas extrem schlimmem entwickeln zu lassen, was du dann auch physisch spürst (Sagen wir der einfachheit halber einen "Placeboeffekt mit ein wenig Starthilfe durch eine richtige, aber dennoch nicht zwangsläufig verheerenden Erkrankung/Disfunktion im Körper") 

Bevor ich eine psychiater konsultiere würde ich lieber zuerst einen medizinischen Arzt konsultieren. (wenn es tatsächlich etwas sein sollte was einer gefährlichen Erkrankung nahe kommt kann das rechtzeitige Eingreifen viel entscheiden. Wenn du merkst das es nichts an deinem Körper sondern viel eher deine Psyche ist kannst du immer noch einen Psychiater hinzuziehen.

Wenn du aber ZUERST zum Psychiater gehst und deine schöne Weile brauchst um zu merken das es tatsächlich dein Körper ist der gefährdet ist verlierst du viel zu viel kostbare Zeit)

Was du da beschreibst ist KEINE "ach, ich glaube ich hab Fusspilz, ich sollte die Tage mal zum Arzt" Situation.

Es ist eine "nunja, es liegt nahe das es meine Psyche ist und das ich nicht in Panik verfallen sollte. Aber zum Teufel, ich sollte es so früh wie möglich abklären um sicherzugehen" Situation!

Nimm dir SPÄTESTENS Montag frei und geh zum Arzt (sollte es unerträglich werden ab in die Notaufnahme)

Meine Meinung ist: Es ist wohl eher psychischer Natur, was du da gesehen hast ist schrecklich.

Einen Menschen sterben zu sehen kann traumatisierend sein. Die Person einen solchen Tod durchmachen zu sehen erst recht. Aber wenn die Person einem noch nahestand, zum Teufel, schon nur IRGEND eine Art von persönlichem Bezug, geschweige denn der Opa, sitzt tief! SEHR tief!

Deine Symptome haben einen ganz klare Bezüge zu diesem Vorfall

Entsprechend würde ich zu kleineren körperlichen Schäden tendieren, die aber durch dieses Trauma befeuert werden. DENNOCH, geh zum Arzt, und wenn dich diese Bilder verfolgen: Geh auch SO zum Psychiater, selbst wenn der Arzt die Probleme die du hast findet und sie behebt.

Kommentar von Probz ,

Danke erstmal! Ich war vor 4 Wochen in drei! Krankenhäusern in der Notaufnahme an einem Wochenende. In allen Krankenhäusern wurde ich nur abgehorcht, musste Blut abgeben und durfte dann wieder gehen... ich drehe hier bald völlig durch. Da muss doch was sein in meinem Körper :(

Kommentar von Valat ,

Ich kann mir durchaus vorstellen das da etwas an deinem Körper ist. Nur klingt es so als ob es sich um Kleinigkeiten handelt, die deine Psyche hochspielt.

Solange nicht WIRKLICH etwas falsch ist mit deinem Körper wird dein Körper nicht "vergessen" zu atmen.

Damit das geschieht müsste das vegetative Nervensystem komplett kaputt sein und nicht nur bei Gelegenheit in denen du dich daran erinnerst kurz aufhören.

Wenn dein vegetatives Nervensystem (Auch zuständig für die Atmung) wirklich SO kaputt wäre dann würdest du das viel eher merken.

Ich halte es für unwahrscheinlich das es etwas wirklich "tragisches" ist, wobei durchaus etwas vorhanden sein kann.

Aber wieder: Es ist höchstwahrscheinlich deine Psyche die es hochschaukelt.

Dennoch: Geh ein letztes mal zum Arzt! Lass dich GRÜNDLICH abchecken und gib dich nicht mit einer "ja, wir haben dich mal eben abgeklopft, also tschüss" zufrieden. (Sie können dich nicht einfach "abweisen" wenn du darauf bestehst das sie es sich WIRKLICH ansehen weil du Todesängste durchmachst)

Wenn auch das keine Ergebnisse liefert: Ab zum Psychiater

Antwort
von Methaman1982, 20

Du hast vor 2 Wochen aufgehört dein Körper Psyche,Lunge und andere Organe haben sich an den Zigaretten Konsum gewöhnt und das nicht zum guten sie wurden massiv geschädigt bin selber Raucher als erstes müsstest du über das grobste der Entzugserscheinungen hin weck sein zu dem nimmst du Lorazepam ich selber nehme es auch nur stärker 2,5 mg das hillft richtig vor Panickatacken.Dein ganzes Beatmungssystem muss sich komplett neu Einstellen so das es bei dir sehr heftig ist bei anderen wieder rum passiert fast gar nichts nach dem aufhören für mich hört es sich aber stark nach Astma ab und du bräuchtest so einen Inhallator dein Arzt kann dir den verschreiben der richttet bei gesunden nichts schädliches an würde aber bei Astma stark helfen ein Zug und du bist wie neu rede mit deinem Arzt sage ihm das der Termin noch 1 Monat dauert beim Lungenarzt und das dies zu lange ist bei diesen Anfällen und er dir diesen Inhallator verschreiben soll.Du kannst auch bei deiner Krankenkasse anrufen dort gibt es spezielle Teams die dir einen schnelleren Termin besorgen können dafür kann es aber sein das du weiter fahren müsstest aber das ist j egal wenn du so schneller wo anders einen Termin bekommst ich hoffe ich konnte dir ein bißchen Rat geben alles gute für dich.

Antwort
von Annchen3, 13

Geht dieses Gefühl auch irgendwann wieder weg von alleine.. Ich habe es nämlich auch zur Zeit(und werde verrückt)..

Antwort
von Orodreth, 43

Bewusst zu Atmen überkommt jeden einmal. Wenn das ganze aber zur Panik wird, kann ich dich beruhigen, es liegt höchstwahrscheinlich nur an deiner Psyche. Wäre es eine Lungenkrankheit müsstest du IMMER bewusst Luftholen und könntest nicht "abschalten" bei Ablenkungen

Kommentar von Probz ,

Aber ich merke doch das beklemmende Gefühl der Brust und das Krabbeln und Ziepen unter beiden Brustseiten? :/

Kommentar von Orodreth ,

Krabbeln und Ziepen können ganz einfache "Zipperlein" sein. Das beklemmende Gefühl ebenfalls von der Psyche ausgelöst werden

Antwort
von Denniarcher93, 17

Hi. Ich bin 23, habe auch geraucht und habe heute Asthma bronchiale. Das Gefühl einen Käfig um die Brust zubhaben und Angst zu haben zu ersticken wenn der Atem nicht mehr von selbst funktioniert ist da typisch. Angst brauchst du nicht haben, dein Körper hat triebe und reflexe der dich zwingt zu atmen, keine sorge. Asthma bekommt man mit Aufklärung, leichtes ausdauertraining und einen guten lifestyle gut in den Griff. Mach dich jetzt nicht verrückt und lieg Nicht die ganze Nacht wach, vielleicht hast du auch gar nichts und deine Lungen sind grade mit dem abbauen des Teers in deiner Lunge überfordert. Schlimmstenfalls hast du COPD aber das muss ein lungenfacharzt klären, ich halte das aber für unwahrscheinlich. Alles gute auf deinem weiteren weg und mach dich nicht so fertig. Ps.: Asthma - ausatmung verhindert (überblähung der Lunge und salbutamol sagtest du?) Keine Angst Asthma haben viele, es schränkt zwar ein aber man kann alles in den Griff bekommen. Aber sterben wirst du nicht. :D

Antwort
von Skullsmashgamer, 32

Atemlos durch die nacht...

Antwort
von JessyjessyXD, 30

Oh man,das hört sich nicht gut an,leider kann ich dir nicht weiterhelfen,aber ich wünsche dir eine schnelle und gute Genesung!Ich hoffe dir kann Jemand hier weiterhelfen! :/ 🍀

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