Frage von sportcrutch, 55

Hilfe - Was kann ich gegen meine Hüftdysplasie machen und woher kommen die ganzen Schmerzen?

Hallo,

mit 14 Jahren wurde bei mir eine Hüftdysplasie (HD) entdeckt. Nun bin ich 17,5 Jahre alt und die Beschwerden werden immer heftiger. Die aller ersten Beschwerden hatte ich mit 13 Jahren, ich litt an Muskelschmerzen, die aber nur unregelmäßig und reltiv kurz waren, weshalb ich auch dachte, dass das Wachstumsschmerzen seien. Als ich aber ein Jahr nicht mehr gewachsen bin, ging ich zum Arzt, der bei mir eine linksseitige HD erkannte (wahrscheinlich erworben). Ich wurde dann sofort zu einem Spezialisten ins Olgahospital überwiesen, wo mich sogar der Chef persönlich um mich behandelt hat. Alle anderen Ärzte zuvor waren mit mir überfordert, weil sie sich nur wenig mit der HD auskennen. Nun denn, vor zwei Jahren hatte ich meine letzte Untersuchung (Röntgen und Rotations-MRT). Nach den Sommerferien folgt eine Kontrolluntersuchung. Prof. Wirth meinte, dass, falls meine Beschwerden zunehmen, ich um eine Triple-Osteotomie nicht herum käme. Nun habe ich natürlich total Angst davor.

Jetzt stellen sich bei mir aber folgende Fragen:

1) Ich habe seit 2-3 Monaten durchgehende Schmerzen. Diese zeigen sich bei allen Tätigkeiten, v.a. beim Stehen, Gehen und Sitzen. Ich habe nun Angst, dass meine Konzentration in der Schule massiv nachlässt auf Grund der Schmerzen. Kann ich das irgendwie verhindern?

2) Außerdem habe ich die Vermutung an einem Impingement/Labrumschaden zu leiden. Ich habe bei jedem Schritt stechende Leistenschmerzen, die auch in Ruhe auftreten (bin liegen auf der betroffenen Stelle). Kann ich selbst mit irgendeinem Test feststellen, ob ich ein Impingement habe? Ich meine mit einem aktiven Test? Es gibt da ja auch einen passiven, aber ich habe niemanden, den ich darum bitten könnte... Ich leide unter anderem auch an Bewegungseinschränkungen.

3) Des Weiteren denke ich, dass ich eine Coxa Saltans habe, da bei jedem Schritt meine Hüfte knackt und es auch ziemlich schmerzt. Jedoch weiß ich nicht, ob intern oder extern. Kann man das irgendwie feststellen? Und was kann ich selbst noch vor dem Arzttermin im Septemebr dagegen zun?

4) Bei mir hilt, wenn überhaupt eher Kälte als Wärme... Heißt das, dass ich eine Schlembeutelentzündung habe und keine Muskelverspannungen?

5) Könnt ihr mir sagen, ob ich im Olgahospital richtig bin? Ich habe zwar gehört, dass es gut sein soll, aber bisher wenig Erfahrungen gelesen... Ich hoffe sehr, dass ihr mir wenigestens ansatzweise helfen könnt. Ich weiß, dass Ferndiagnosen nicht sinnvoll sind, aber ich weiß nicht mehr weiter. Ibu 400 und Paracetamol helfen übrigens nicht (andere habe ich gerade nicht zur Verfügung und kann auch bis zum Arzttermin keine bestellen).

Vielen Dank im VOraus für eure Antworten! LG, sportcrutch

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SireToby, 32

Laß Dich möglichst bald operieren-die Schmerzen zeigen, daß Deine Hüfte die ganze Zeit überlastet wird und langsam aber sicher kaputt geht-je länger Du wartest, desdo mehr geht kaputt, und desdo schlechter wird das Ergebnis-und dafür kann dann keiner meiner Kollegen was...

Das Olgahospital ist eine gute Adresse, und die Tripleosteotomie ist in den meisten Zentren Routine-sollte also nix Aufregendes werden (für Dich natürlich schon, aber vom Operativem her nicht).

Das keiner die Diagnose vorher gestellt hat, kennen wir gut-wir sehen regelhaft Patienten (die wir dann eher zu spät operieren müssen), wo die Diagnose offensichtlich ist und trotzdem drei oder vier Kollegen es nicht gesehen haben....

Denk nicht so viel über Impingement oder Coxa saltans nach-das sind nur Ablenkungen von Problem und helfen Dir DEFINITIV nicht weiter.

Grüße und gute Besserung aus der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold

Kommentar von sportcrutch ,

Vielen Dank für deine Antwort.

Sofort? Was würde passieren, wenn ich mich erst in einem Jahr operieren lassen und auch mein Sportabitur durchziehen würde? Wir machen bis zum Abi noch Sprinten, Schwimmen, Gymnastik/Tanz und Fußball. In den Abiprüfungen selbst würde ich Basketball und Geräteturnen (Boden und Sprung) machen. Wenn ich jede Woche 4 Schulstunden Sport machen würde (mit Ausnahmen von Theoriestunden und Ausfallstunden), wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich innerhalb eines Jahres Arthrose bekommen würde?

Ich weiß, dass jeder Verlauf individuell ist, aber evtl. kannst du mir eine Prognose/Vermutung abgeben?

LG, sportcrutch

Kommentar von SireToby ,

Tut mir leid, aber das geht selbst mit einem aktuellen MRT nicht-die Verläufe sind einfach zu individuell...

Aber Deine Schmerzen sprechen dafür, es eher früher als später zu machen.

LG, TR

Kommentar von sportcrutch ,

Ok, verstehe. Dankschön!

Antwort
von Saisonarbeiterr, 36

. Alle anderen Ärzte zuvor waren mit mir überfordert, weil sie sich nur wenig mit der HD auskennen.


na, das glaube ich so recht nicht.. HD ist nun wirklich keine unerforschte krankheit.. ich habe das auch .. und das  schon jahrzehnte .


vertraue den ärzten. die wissen schon, was sie tun!


Kommentar von sportcrutch ,

Ok, danke. Hast du auch Beschwerden?

Ja, stimmt. Die HD ist nicht unerforscht, aber meine bisherigen Orthopäden hatten keine Ahnung. Sie haben mich aber dann sofort an einen Spezialisten überwiesen. Und die vorherigen Ärzt haben mir ehrlich gesagt, dass ich nicht in deren Schubladen passe und sie mir deshalb nicht weiterhelfen können. Ich bin nämlich ursprünglich wegen einem Rezept für Einlagen und meinen X-Beinen/Knicksenkfüßen dorthin gegangen. In Markgrönien ist dann Prof. Fink das erste Mal mein schlechtes Gangbild aufgefallen und hat mir gesagt, dass ich wahrscheinlich irgendein Problem mit der Hüfte habe, was aber nicht sein Spezialgebiet sei und er auch nicht wirklich davon Ahnung habe. Er hat zwar gerögt, aber mich sofort weiterverwiesen.

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