Frage von taynara7170, 144

Hi wollte mal wissen was der vorteil einer erwachsenen taufe ist?

Antwort
von suziesext06, 34

Vorteil? Vorteil für wen?

In der Alten Kirche hat es jahrhundertelang NUR die Erwachsenentaufe gegeben, und zwar weil man als Voraussetzung für die Tauf-Würdigkeit die Einweihung und Annahme der Glaubensgeheimnisse verlangte. Diese Taufbewerber waren die sog. Katechumenen und ihre Unterweisung erstreckte sich über ein oder zwei Jahre. Das heisst, jeder Taufbewerber musste im Vollbesitz seiner Geisteskräfte den Glauben verstehen und annehmen.

Im Mittelalter setzte sich die Meinung durch, dass ungetaufte Kinder nicht die ewige Seligkeit erlangen können, und wegen der hohen Kindersterblichkeit taufte man die Neugeborenen vorsorglich und der Taufpate sprach dann an Kindes statt.

In der Reformationszeit gab es viele Kritik an der Säuglingstaufe, weil man sagte, man kann doch ein Sakrament nur dann würdig empfangen, wenn man im Vollsitz seiner Geisteskräfte ist und auch versteht, was man da empfängt.

Du siehst schon, es geht nicht um Vorteile oder Nachteile. Es gibt einfach verschiedene theologische Gesichtspunkte zum Thema, sogar innerhalb der christlichen Kirchen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Katechumenat

Kommentar von drachenfreund ,

Zudem findet in den Kirchen, die eine Säuglingstaufe praktizieren, im jungen Erwachsenenalter (mit etwa 14 - das war damals der Zeitpunkt, als man die Schule verließ und ins Berufsleben ging) eine bewusste Entscheidung für oder wider der Kirchenzugehörigkeit statt.

Dem Täufling wird also immer die Wahl gelassen, ob er Mitglied der Kirche sein möchte. In Deutschland ist die Zugehörigkeit leider an die Taufe gebunden, dabei wäre die Konfirmation oder Firmung eigentlich (auch juristisch gesehen) der richtige Moment.

Antwort
von Wilfri, 14

Jesus ist mit etwa 30 Lebensjahren getauft worden. Er sagte, dass er sich taufen ließe, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Als Baby wurde er nicht getauft. Die Taufe ist nur sinnvoll, wenn sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes erfolgt. So hat es Jesus in Auftrag gegeben. Wir brauchen uns nur nach seinem Vorbild und nach seinem Auftrag zu richten. Dann ist alles in Ordnung.

Es ist nicht notwendig, andere Gründe für die Taufe zu suchen und von der Art der Taufe Jesu abzuweichen. Was soll die Abweichung von seiner Art der Taufe eigentlich für einen Sinn haben? Entscheidend ist doch, ob die Übergabe des Lebens an Jesus erfolgt ist. Es wäre tragisch, wenn alle, die aus Unkenntnis oder mangelnden Alters grundsätzlich verloren gingen. Aber das Urteil über die Erlösung eines Menschen ist allein Aufgabe des Erlösers Jesus Christus. Zeremonielle bewirken in dieser Hinsicht nichts, außer wenn sich jemand grundsätzlich nicht zu Jesus, den Vater und den Heiligen Geist bekennen will. Dann ist er aber ohnehin verloren.

Antwort
von hummel3, 45

Der Vorteil der sogenannten "Erwachsenentaufe" ist, dass dabei nur Menschen getauft werden, welche dies aktiv selbst wünschen. Taufen lassen sich also nur überzeugte, gläubige Menschen, welche sich der Symbolik der Taufe bewusst sind und sich persönlich für die Nachfolge Jesu Christi entschieden haben.

Die passive "Säuglingstaufe" an unmündigen Kindern ist dagegen nicht bibelkonform, weil sie allein auf Wunsch der Eltern vollzogen wird und ohne die persönliche Entscheidung des Täuflings willkürlich geschieht. - Auch die bei den Großkirchen eingeführte nicht biblische spätere Firmung oder Konfirmation gleicht diesen Fehler nicht aus, weil die Heranwachsenden sich auch dann meist noch nicht "ihres Tuns" bewusst sind, sondern eher nur auf die zu erwartenden Geldgeschenke schielen, um anschließend dann Kirche und Scheinglaube den Rücken zu kehren. 

Das Ergebnis sind dann später vielfach Kirchenaustritte oder Mitglieder und schlechte Repräsentanten einer Glaubensgemeinschaft, welche dort eigentlich nicht hingehören, weil ihnen das wichtigste, nämlich der Glaube als Voraussetzung für die Taufe schon immer gefehlt hat.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Die Scheidung aber ist Bibelkonform ?

Kommentar von hummel3 ,

Lieber Waldfrosch,

ich kann deinen Gedankengang "bibelkonforme Scheidung" im Zusammenhang mit meiner Antwort zur Taufe nicht so recht verstehen.

Grundsätzlich gilt doch, dass Gott die Scheidung seiner Geschöpfe eigentlich nicht will. Weil seine Schöpfung dazu aber nicht fähig zu sein scheint, hat er biblisch auch Regeln erschaffen, wie sich Menschen im Falle einer Scheidung (auf Zeit oder Dauer) verhalten sollen. Das aber weißt du doch ebenso gut wie ich.

Falls du von mir eine präzisere Antwort erwartest, dann bitte ich um einen weiteren "Input".

LG hummel3

Kommentar von waldfrosch64 ,

Du meinst also im ernst die Scheidung wäre im Gegensatz zur Kindstaufe Bibelkonform ?

Während Jesus Christus sich offen gegen Scheidung ausgeprochen hat ,finden wir nichts dergleichen über die Kindstauf in der  in der Schrift .

Bringe mir also eine Bibelstell wo Jesus sich gegen die Kindstaufe ausgesprochen hat ,und das Thema ist durch !

Kommentar von hummel3 ,

Nicht, dass ich auf deinen Kommentar keine Antworten hätte - ich halte aber deine Extrafrage mit der Konformität des "Scheidungsvorgangs" zur Bibel für deplatziert an dieser Stelle.

Dasselbe gilt auch für deine angebliche Rechtfertigung der "Kindstaufe", einem ohnehin alten Streitthema der Christen untereinander. Nur soviel, wenn etwas "nicht in der Bibel steht", so ist dies noch lange nicht richtig und biblisch abgesegnet, vor allem dann nicht wenn aus dem christlichen Gesamtkonsens entnommen werden kann, dass sich "gläubige Menschen" haben taufen lassen.

Antwort
von Roquetas, 77

Der Vorteil ist, dass Dich niemand auf dem Arm über das Taufbecken hält, währen Dir Weihwasser über den Kopf geschüttet wird ;-))

Kommentar von hummel3 ,

So kann man es natürlich auch betrachten. :-))

Ich hoffe aber, dass dir der eigentliche Unterschied - Erwachsentaufe und Kindertaufe doch bewusst ist.

Kommentar von Roquetas ,

Na klar, war nur ein kleiner Scherz ;-))

Antwort
von josef050153, 15

Da eine Erwachsenentaufe einem Gläubigen gespendet wird, spiegelt sie die persönliche Entscheidung eines Menschen wider. Jeder der sich diesem Ritual und der vorangehenden Unterweisung unterzieht, wird nicht so schnell als 'Karteileiche' enden.

Dazu kommt ja noch, dass die Gläubigentaufe meist von bibelorientierten Gemeinden praktiziert wird, in denen auch das christliche Gemeinschaftsverständnis funktioniert.

Solche Menschen wissen, warum sie in einer Gemeinde sind und warum manche Dinge dort geschehen.

Antwort
von nachdenklich30, 10

Der Hauptvorteil der Erwachsenentaufe ist, dass der Täufling die Entscheidung zum Zeitpunkt der Taufe selber trifft.

Das ist zugleich der Hauptnachteil. Glaube ist ein Geschenk, das man nicht selbst bewirken kann. Dies komm in der Kindertaufe besonders gut zum Ausdruck. "Lasset die Kinder zu mir kommen", sagt Jesus, und spielt dabei auf die kindliche Unbefangenheit ein. Als Erwachsener kann man sich einem vielfältigen Druck ausgesetzt sehen, Gruppendruck, eigener Druck nach besonderer Religiosität oder Würdigkeit, usw.

Im jüdisch-christlichen Zusammenhang ist es eher ungewöhnlich, mit der symbolischen Zugehörigkeit (vgl. Beschneidung) lange zu warten. Die Behauptung, im Urchristentum wären nur Erwachsene getauft worden, halte ich aus zwei Gründen für Ideologie:

Zum einen verbirgt sich dahinter die Vorstellung, es habe eine ideale Urgemeinde gegeben, an der man sich orientieren könne, und von der aus sich die Christenheit zum Schlechteren entwickelt habe. Wer die Bibel genau liest und die Auseinandersetzungen in der Urgemeinde zur Kenntnis nimmt, wird merken, dass die Urchristenheit genauso Probleme hatte wie wir heute.

Zum anderen berücksichtigt es nicht, in welcher Weise die Urchristenheit ins Judentum eingebunden war. Dass in diesem Umfeld jemand sein neugeborenes Kind bis zum Erwachsenwerden hätte warten lassen, ist so nicht überliefert und nicht wirklich vorstellbar (vgl. Apg 16,33)

Ansonsten:

Ich glaube nicht, weil damit eine Art Unfall- oder Krankheitsversicherung damit verbunden wäre. Die Taufe ist keine Garantie, dass mir nichts Schlimmes passiert. Ich glaube, weil Gott mein Gott bleibt, auch wenn ich durch "finstere Täler gehen" muss.

Und: Nicht ich habe mich entschieden, an Gott zu glauben. Sondern Gott hat mir den Glauben geschenkt. Darum ist der mein Glaube keine Auszeichnung, die ich mir irgendwie gegenüber anderen Menschen oder Andersgläubigen verdient hätte oder die mich in irgendeiner Weise ihnen gegenüber besser stellen würde. Gott hat alle Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen - nicht nur Juden oder Christen.
Aber ich bin froh, getauft und Christ zu sein, weil diese Gedaken halt im Christentum besonders gut zum Ausdruck kommen.

Antwort
von Shiranam, 52

Ohne Taufe kannst Du nicht in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden. Da viele ihre Kinder selbst entscheiden lassen möchten, ob sie das wollen, finden weniger Kindestaufen statt.

Angeblich wacht Gott nur über getaufte Leute. Darum lassen viele ihre Kinder taufen - und aus Tradition und evtl, weil sie im Dorf nicht schief angeschaut werden möchten.

Kommentar von waldfrosch64 ,

____Angeblich wacht Gott nur über getaufte Leute.____

Wo hast du denn den Unsinn her ?

Gott bemüht sie ständig um jeden Menschen .

Nur die Erlösung ist kein Automatismus ..die soll man aus freiem willen annehmen .

Kommentar von Shiranam ,

Verstehend lesen hilft!

Da steht "angeblich". Es ist nicht meine Meinung. Welchen Grund gibt es denn Kinder zu taufen? "Man unterstellt sie Gottes Schutz" sagte damals mein Pastor im Konfor.

Kommentar von hummel3 ,

Es ist der Glaube und nicht die Taufe, welcher den Menschen tatsächlich zur Gemeinschaft der Gläubigen zählen lässt. Die Taufe ist allein eine symbolischer Akt als Folge und Zeichen des gläubig gewordenen Menschen!

Wenn man an den christlichen Gott glaubt, dann weiß man auch, dass er über alle seine Geschöpfe "wacht", welche ihm im Glauben nachfolgen und nicht nur über die Getauften darunter. 

Kommentar von Shiranam ,

Bin deiner Meinung.

Antwort
von Blacklight030, 65

Ohne Taufe ist eine kirchliche Hochzeit nicht möglich

Kommentar von hummel3 ,

Das hat aber nichts mit der "Erwachsenentaufe" zu tun, sondern allein mit der Mitgliedschaft in der Kirche und die gewinnt man auch schon mit der Säuglingstaufe.

Zudem ist der Sinn der Taufe nicht die spätere "kirchliche Trauung" sondern ein ganz anderer. :-))

Kommentar von Blacklight030 ,

Soso...bist Du klug...wenn man als Baby nicht getauft wurde, wird es nachgeholt, was dann genau so eine Taufe ist

Kommentar von Shiranam ,

Klar ist der Sinn ein Anderer. Dennoch hat Blacklight aber Recht, dass sich viele Menschen nur aus diesem Grund, weil sie sich eine romantische, kirchliche Hochzeit wünschen, taufen lassen.

Kommentar von Abahatchi ,

Ohne Taufe ist eine kirchliche Hochzeit nicht möglich

Sagt wer? Ich dachte es ist noch immer von der Art der Religion abhängig?

Antwort
von Nordseefan, 43

MEinst du jetzt generell oder gegenüber einer Kindstaufe?

Kommentar von taynara7170 ,

Gegenüber kindertaufe

Kommentar von Nordseefan ,

Du kannst dich halt ganz bewusst für oder "gegen" Gott entscheiden. Du wirst nicht in zwanghaft in eine Gemeinschaft aufgenommen obwohl du das vielleicht gar nichts willst.

Antwort
von Meatwad, 43

Die Taufe bietet dem Menschen, egal wann sie vollzogen wird, keinerlei Vorteile.

Kommentar von waldfrosch64 ,

es geht hier  auch nicht um Vorteile sondern um Möglichkeiten 

Kommentar von Abahatchi ,

@ waldfrosch64, mir ist nicht klar, ob Du das Elementare der Hauptfrage gelesen hast?:

was der vorteil einer erwachsenen taufe ist?

Wenn ich noch meinen Augen trauen darf, dann steht das "vorteil", von "Möglichkeiten" steht das nichts!

Antwort
von michamama, 49

Man, als erwachsener Mensch, kann selber entscheiden ob man getauft werden will und welcher Religion man angehören will

Kommentar von waldfrosch64 ,

Und einer der als Kind getauft ist ,der kann das nicht ? 

Die Realität widerspricht dir doch !

Kommentar von Abahatchi ,

Und einer der als Kind getauft ist ,der kann das nicht ? 

Meistens eben nicht! So ist das nun einmal!

Kommentar von michamama ,

Das Kind ist ja noch zu klein um selber zu entscheiden. Meistens wollen die Eltern, dass das Kind getauft wird und deshalb geschieht das auch

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