Frage von Paulooo14, 67

Hi was haltet ihr von meiner Charakterisierung zu Tschick aus dem gleichnamigen Roman?

Charakterisierung Tschick

Im Folgenden charakterisiere ich den Hauptdarsteller „Tschick“ aus dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf.

Tschick ist 14 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Russland. Sein eigentlicher Name ist Andrej Tschichatschow, jedoch wird er von seinen Mitschülern am Hagecius-Gymnasium immer Tschick genannt, da es kürzer und leichter auszusprechen ist. Er lebt mit seinem leichtkriminellen Bruder seit 4 Jahren in Deutschland. Als er bei Maik zu Hause mit einem geklauten Lada vorfährt, bestätigt er seine Kriminalität mit den Sätzen: „Der ist nur geliehen , nicht geklaut. Stell ich nachher wieder hin. Haben wir schon öfter gemacht.“ Gerüchten soll Andrej sogar etwas mit der Mafia zu tun haben, jedoch gibt es dafür keine eindeutigen Beweise.

Er ist mittelgroß, hat hohe Wangenknochen, schmale Augen und einen kantigen Schädel. Trotz seiner muskulösen vernarbten Unterarme hat er dünne schmächtige Beine. Allgemein gesehen ist er unordentlich gekleidet, was aber vermutlich auch daran liegt, dass er nicht besonders wohlhabend ist. Auf den ersten Blick beschreibt ihn Maik als Jungen „mit 10 Euro Jeans, Schuhen, die aussehen wie Ratten und schmudelligem Hemd.“

Als er mit seinem Bruder nach Deutschland kam, ging er zunächst auf die Förderschule, schaffte es aber von dort bis aufs Gymnasium, was zeigt, dass er überhaupt nicht unintelligent ist, sondern sehr clever.

Obwohl er mit einer gewissen Intelligenz gesegnet ist, macht er sich dies nicht immer zu Nutze, denn er kommt oft betrunken in die Schule und schreibt dadurch auch schlechte Noten.

Tschick möchte sich mit Maik anfreunden und mit ihm mit einem geknackten Auto in die Walachei fahren. Dies zeigt dass er oft unüberlegt handelt. Doch dieses unüberlegte Handeln ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen Maik und Tschick.

Tschicks russischer Akzent ist selbst nach vier Jahren in Deutschland noch sehr stark ausgeprägt und er benutzt häufig Schimpfwörter. In einem Teil des Buches lernt er durch eine Sprachtherapeutin, woher seine Stimme kommen soll und Tschick übt daraufhin seine Aussprache zu verbessern.

Doch nicht nur sein Sprachgebrauch reift weiter.

Auch der anfangs von sich selbst überzeugte unüberlegt handelnde Russe reift im Laufe der Geschichte zu Tschick, dem klugen, netten, witzigen und lebensfrohen Menschen entwickelt, dem besten Freund von Maik Klingenberg.

Tschick ist ein schwieriger Charakter, den der Autor jedoch gut zu lenken wusste. Er ist in jeder Hinsicht komisch, doch gerade diese Eigenschaft macht das Buch so besonders.

Antwort
von Zytglogge, 44

Finde ich gut, trifft auf Tschick zu.

Kommentar von Paulooo14 ,

Danke, irgendwelche Verbesserungsvorschläge?

Kommentar von Zytglogge ,

Ich finde, Du hast Tschick richtig gut erfasst. Das einzige was Du vielleicht noch hinzufügen könntest ist aus meiner Sicht, dass Tschicks anfängliche Selbstüberzeugung eher ein Selbstschutz war, gerade weil er intelligent ist hat und hatte er auch Selbstzweifel, und war sich über seine Stellung und sein Ansehen in der Gesellschaft bewusst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten