Samir61 am 08.07.2009 um 20:57 Uhr
also ich steh jetzt kurz vor meiner Prüfung und muss zu meinen Menü Weine empfehlen könnte mir bitte bitte bitte vieleicht nur etwas helfen also meine Vorspeise besteht aus-Kopfsalat,Frise,Forellenfilet und Garnelen dazu kommt ein Silvaner trocken jetzt brauch ich das geburtsjahr und die marke? 3 Zum Haupgang-Rinderfilet,Rosmarinjus,gemüse,Herzoginkartoffeln dazu nimm ich ein Rotwein den Dornfelder wieder brauch ich eine marke und ein Weinalter?
Dessert Schokoladenkrem auf erdbeersoße mit melonenschiffchen dazu nimm ich ein Eiswein oder???

Zum Dessert würde ich keinen Wein mehr anbieten. Viele Gäste mögen danach lieber noch einen Espresso. Deine Weinauswahl gefällt mir gut. Nur kann ich dir leider nicht weiterhelfen mit den Jahrgängen, weil wir eher die französischen Weine bevorzugen.
Viel, viel Glück für dich!

Deine Weinempfehleung finde ich "klassisch" also wenig kreativ. Wie wärs - aös alternativen: Pino Blanco oder Chardonne, Blaufränkischer oder Nero D'Avola, dann Muscatel oder Murtaflar.
Lass Dich nicht verwirren, dein Menü ist deutsche Küche mit deutschen Zutaten, was passt also besser dazu als deutsche Weine? So solltest Du Deine Auswahl auch begründen.
Silvaner ist ok, die klassische Region für Silvaner ist Franken, Du nimmst einen jungen, leichten, frischen 2007er oder 2008er QbA oder Kabinett, z. B. vom Weingut Wirsching, siehe homepage
Zum Hauptgang solltest Du einen Spätburgunder anbieten, diese Rebsorte bietet hochwertigere Weine als der Dornfelder. Eindruck machst Du, wenn Du einen Spätburgunder von der Aahr empfiehlst, vom Weingut Meyer Näkel, und zwar "aus dem hervorragenden Rotweinjahrgang 2003, das war der heiße Sommer" irgend ein Prüfer wird dann fragen, ob der Wein vom Barrique ist. Dann antwortest Du "ja, aber das Holz ist schon hervorragend eingebunden". wirst Du dann noch gefragt, was Barrique eigentlich ist, antwortest Du "kleine frische Eichenholzfässer".
Zun Dessert könntest Du sagen, "ein Eiswein unterstützt zwar die Fruchtaromen, aber ich empfehle Ihnen eine Beerenauslese, die kommt besser mit der Schokolade klar. Ich empfehle Ihnen eine Riesling Beerenauslese vom Weingut Faubel-Ullrichshof aus der Pfalz. Und zwar die Riesling Beerenauslese Maikammer Heiligenberg aus dem Jahrgang 2007. Der Wein bietet eine hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis (18 Euro, falls ein Prüfer nachfragt) und hat im Gault Millau (sprich Go Mielo)Weinführer 92 Punkte bekommen (google mal Faubel Beerenauslese, dann landest Du unter www.weinguide.de direkt in der Beurteilung).
Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Leckerschmeck hat Dir ja schon recht gut geholfen. Zum Barrique sei zu erwähnen, dass es nicht zwingend neu sein muss (neu = viel Holz (vanille) einschlag im Wein), es können auch gerbacuhte Fässer darunter sein um den Wein nicht zu überholzen.
Zum Schokodessert gibt es keine perfektere Begleitung als einen Banyuls oder Maury, das sind rote Süssweine aus Südfrankreich deren Gärung durch Alkoholzusatz gestoppt wurde weshalb sie in frankreich vin doux genannt werden. Sie sidn weniger stark im Alkohol als portweine und wahnsinnig ausdruckstark und durch den Grenache sehr schokoladig.
Ich wollte ja nur sagen: Deutsches Menü, deutscher Wein, das geht - und kommt bei der Prüfungskommission gut an. Selbstverständlich passen Deine Tipps auch gut zu Schokodessert, wobei ich sogar einen sehr gereiften Port bevorzugen würde. Über Barriques könnte man natürlich mehr erzählen, aber Samir61 hat garantiert den Kopf schon voll genug. Die Antwort frische Fässchen ist so richtig. Man kann Weine auf ein-, zwei- oder dreijährige Barriques legen (Erst-, Zweit-, und Dritt-Belegung), aber eben zum Beispiel nicht auf sechsjährige. Die geben kein Aroma mehr ab, und das ist ja der Sinn bei der Sache. Ich verrate Samir garantiert auch nicht, dass ein Barrique 225 Liter fasst, ups jetzt hab ich´s doch geschrieben...
Ich wollte ja nur sagen: Deutsches Menü, deutscher Wein, das geht - und kommt bei der Prüfungskommission gut an. Selbstverständlich passen Deine Tipps auch gut zu Schokodessert, wobei ich sogar einen sehr gereiften Port bevorzugen würde. Über Barriques könnte man natürlich mehr erzählen, aber Samir61 hat garantiert den Kopf schon voll genug. Die Antwort frische Fässchen ist so richtig. Man kann Weine auf ein-, zwei- oder dreijährige Barriques legen (Erst-, Zweit-, und Dritt-Belegung), aber eben zum Beispiel nicht auf sechsjährige. Die geben kein Aroma mehr ab, und das ist ja der Sinn bei der Sache. Ich verrate Samir garantiert auch nicht, dass ein Barrique 225 Liter fasst, ups jetzt hab ich´s doch geschrieben... außerdem passt die Beerenauslese besser zu den Melonenschiffchen - ätsch