Frage von Hamster2000, 26

Hi ich wollte mal nach fragen wie das so ist bei aufstockern mit der ausbildung?

Hi ich wollte mal nach fragen wie das so ist ich fange im sommer 2017 meine ausbildung an und meine mutter bei der ich lebe ist eine aufstockerin und ich wollte nachfargen wie viel ich ihr von meinen´m lehrlingsgehalt ihr zu geben muss bzw. mir angerechnet wird und so? Danke im Vorraus

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz 4, 12

Es kommt darauf an wie alt du bist,was du an Brutto und Netto Vergütung bekommst,was deine Mutter an Brutto / Nettoeinkommen hat und was ihr an KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und für den Abschlag an Haushaltsstrom zu zahlen habt  !

Kann durch deine anrechenbare Vergütung ggf. auch dazu führen,dass der Leistungsanspruch entfällt.

Wenn man wüste was deine Mutter noch an Aufstockung bekommt,wie alt du dann bist und was du Brutto wie Netto bekommst,dann könnte man zumindest in etwa sagen ob dann noch Anspruch bestünde oder nicht.

Denn du hast dann auf deine Brutto Vergütung wie deine Mutter Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll,dass bedeutet,von deinem Brutto hättest du erst mal 100 € Grundfreibetrag.

Von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,dann würden diese Freibeträge addiert,theoretisch von deiner Netto Vergütung abgezogen und dann mit sonstigem Einkommen wie Kindergeld / Unterhalt / Waisenrente addiert.

Das würde dann dein gesamtes anrechenbares Einkommen ergeben und das würde dann auf deinen Bedarf angerechnet,würde das dann deinen Bedarf decken,dann würdest du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus sein.

Sie würde dann für dich keine Leistungen mehr bekommen,aber sie hätte dann ja mehr anrechenbares Einkommen für ihren Bedarf zur Verfügung und wenn das dann ihren Bedarf auch decken würde,dann würde kein Leistungsanspruch mehr bestehen.

Mal angenommen du bist dann min. 18 Jahre alt,dann würden dir derzeit min. 324 € Regelsatz für den Lebensunterhalt zustehen und dazu käme dann dein Kopfanteil der KDU - das würden dann bei 2 Personen im Haushalt jeweils 50 % der Warmmiete sein.

Würde angenommen eine KDU - von 600 € gezahlt,dann würde der Kopfanteil bei 300 € liegen und dazu käme dann dein min. noch dein Regelsatz von derzeit 324 €,dein Bedarf würde dann bei min. 624 € liegen.

Wenn du jetzt angenommen 600 € Brutto und 470 € Netto bekommen würdest,dann läge dein Freibetrag bei 200 €,dieser würde dann theoretisch von den ca. 470 € Netto abgezogen,deine anrechenbare Netto Vergütung würde dann bei ca. 270 € liegen.

Hätte deine Mutter angenommen nur ca. 200 € an Aufstockung,dann würde dein anrechenbares Netto höher liegen und ihr hättet keinen Anspruch mehr.

Dann müsstest du dich mit deiner Mutter selber einigen,was sie dann von dir an Kostgeld verlangt.

Wenn ihr volle Leistungen vom Jobcenter bekommen würdet,dann müsstest du nach Ausschluss aus der BG - deiner Mutter deinen Lebensunterhalt selber bestreiten und deiner Mutter deinen Anteil dann selber zahlen,weil sie für dich nichts mehr bekommen würde.

Würde man mal bei dem obigen Beispiel bleiben,also bei 600 € KDU - und 600 € Brutto / 470 € Netto,dann würde dein Bedarf bei min. 624 € liegen.

Dein anrechenbares Netto läge aber dann nur bei ca. 270 € und dazu käme dann noch min. dein Kindergeld von derzeit 190 €,dann würde dein gesamtes anrechenbares Einkommen bei ca. 460 € liegen.

Deine Aufstockung würde dann bei min. 164 € liegen,weil dein Bedarf ja bei min. 624 € liegen würde,du aber inkl.Kindergeld nur ca. 460 € anrechenbares Einkommen hättest.

Demnach würde dann deine Mutter für dich noch min. diese ca.164 € an Aufstockung bekommen und dazu hätte sie dann noch dein Kindergeld von 190 €,sie hätte dann für deinen Bedarf ca. 354 € zur Verfügung.

Damit könnte sie dann schon mal deinen Kopfanteil der KDU - von angenommen 300 € zahlen und von den restlichen 54 € könnte sie deinen Kopfanteil für den Haushaltsstrom abziehen und den Rest ggf.für die Reinigung deiner Wäsche verwenden.

Dann bliebe noch deine Verpflegung offen,da könntest du ihr dann von deinem Netto Kostgeld geben oder dich dann selber versorgen und der Rest würde dann ggf.dir gehören,damit musst du dann deine sonstigen Aufwendungen bestreiten.

Wenn du aber ein hohes anrechenbares Netto hättest und du vom Kindergeld nur noch einen Teil bzw.gar nichts mehr zur Deckung deines Bedarfs benötigen würdest,dann würde der Überschuss bzw.max. das volle Kindergeld wieder Einkommen des Kindergeldberechtigten,in dem Fall deiner Mutter.

Dann könnte deine Mutter von diesem sonstigen Einkommen die 30 € Versicherungspauschale abziehen,es blieben dann also von den max. 190 € Kindergeld nur noch 160 € anrechenbares Einkommen übrig und das könnte und würde dann vom Bedarf bzw.den Leistungen der Mutter gekürzt,sie hätte dann dennoch 30 € mehr als zuvor.

Nur dann könntest du dieses Kindergeld nicht mehr auf deinen Bedarf anrechen,denn das würde ja dann deiner Mutter schon angerechnet,weil du es zur eigenen Bedarfsdeckung nicht oder nur noch teilweise benötigen würdest.

Es würde dann also deine eigene Zuzahlung an deine Mutter ansteigen,du hättest dann ja auch dementsprechend mehr anrechenbares Netto zur Verfügung bzw.überhaupt mehr Netto.

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