Frage von lucas1237, 95

Hi, ich habe letztens gehört dass Kriegsflüchtlinge nach dem Krieg in ihre Länder wieder zurück gehen müssen?

Und meine Frage ist: wozu müssen die dann deutsch lernen? Wenn sie zurück in ihre Länder gehen haben die doch nichts davon

Antwort
von Ansegisel, 56

Weil sie, selbst wenn sie nicht dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen oder wollen, oftmals auf Jahre hier bleiben. Ein kriegerischer Konflikt löst sich leider nicht über Nacht. Und in dieser Zeit wären sie völlig vom sozialen Leben  abgeschnitten, wenn sie kein Deutsch können.

Außerdem ist es auch im Interesse des Staates, dass Flüchtlinge wenigstens bruchstückhaft deutsch können, weil das die Kommunikation mit den Behörden vereinfacht und Missverständnissen vorbeugt.

Antwort
von wolfiegirl, 24

Hi, das kann ich sogar bestätigen!

Ich mache derzeit ein Praktikum in der Agentur für Arbeit und da hab ich auch mal diese Frage gestellt. (Hier tauchen sehr viele Flüchtlinge auf und man bekommt sehr vieles mit)

Mir wurde gesagt, nachdem der Krieg aufhört müssen sie wieder in ihre eigene Heimat.

Irgendwo ist es ja auch logisch, denn sie sind Asylanten (=Aufnahme und Schutz vor politischer oder sonstiger Verfolgung) und sind so zu sagen nur "Gäste", bis die Gefahr in ihrem eigenen Land vorüber ist.

Genauso hab ich gefragt, was mit denen passiert, die z.B. eine Ausbildung anfangen. Die müssen dann auch trotzdem weg. 

Ich persönlich, finde es schade, dass sie sich so bemühen und am Ende wieder "weggeschickt" werden.

Antwort
von Lennister, 8

In der Theorie ist das so. In der Realität stoßen wir hier aber auf schwerwiegende Probleme: Warum sollten Menschen, die seit Jahren hier in Deutschland leben, die Bindungen hier aufgebaut haben, die sich angestrengt haben, sich hier zu integrieren, die sich hier eine Existenz aufgebaut haben etc. nach Jahren das wohlhabende Deutschland verlassen und in ihr zerstörtes Heimatland zurückkehren?

Jedem vernünftigen Menschen ist klar, dass es dazu keinen Grund gibt. Die überragende Mehrheit der Flüchtlinge wird also dauerhaft hierbleiben. Da sollten wir uns keine Illusionen machen- nicht wie bei den "Gastarbeitern" in den 60er Jahren, bei denen man sich ebenfalls eingeredet hat, sie würden ja wieder zurückkehren. 

Folge dieser Selbsttäuschung sämtlicher deutscher Regierungen vor Schröder sind die Probleme besonders bei den Türkischstämmigen. Die sind in den letzten Jahren zwar konstant weniger geworden, aber sie sind immer noch vorhanden und wären vermutlich nicht (mehr) vorhanden, wenn man sich nicht eingeredet hätte, die Leute würden ja Deutschland wieder verlassen. 

Antwort
von tryanswer, 26

Im Grunde hast du Recht mit deiner Frage. Es kann aber lange Zeit dauern, bis sie in ihre Heimat zurückkehren können. Wenn sie in dieser Zeit also hier leben, sollen sie sich möglichst in unsere Gesellschaft integrieren, damit sich keine Parallelgesellschaft etabliert, die unabhängig von unsren Ansprüchen funktioniert. Das allein wäre u.U. noch gar nicht mal so schlimm, jedoch würde es Einwanderer davon abhalten sich den hiesigen Gebräuchen anpassen zu müssen - es begänne eine Endlosspirale, welche zu gesellschaftlichen Spannungen führen würde (siehe die Banlieues in Frankreich).

Antwort
von Akecheta, 43

Soweit ich das mitbekommen habe, ist das so noch nicht durch; aber in Planung. Hängt wohl noch an der Zustimmung der Länder.

Neben dem was Foobar geschrieben hat, man muss die Menschen ja auch sinnvoll beschäftigen. Das gehört auch zur Menschenwürde. Außerdem ist ja wohl auch klar, dass die Gefahr größer ist, dass es Missverständnisse gibt, wenn man Flüchtlingen nicht wenigstens ansatzweise eine Verständigungsmöglichkeit gibt. Da scheint klar, das sonst Dinge öfters passieren, die nicht passieren sollten.


Antwort
von FooBar1, 44

Zum einen gibt es kriege die über Jahrzehnte weitergehen. Zum anderen wird niemand, der eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung hat wieder weggeschickt und zum dritten ist deutsch lernen nie verkehrt. Selbst wenn sie wieder zurück kehren können sie so vielleicht mit deutschen besser Handel treiben.

Antwort
von KaDaTaMePa, 39

Asyl wird solange gewährt, bis der Grund für das Asyl wegfällt.
Hat den logischen Grund, dass man im übertriebenen Maße nicht die ganze Welt unterbringen und versorgen kann.
Asyl ist keine Einbürgerung sondern nur ein Gastrecht für eine bestimmte Zeit.
Jeder Asylberechtigte weiß, das er irgendwann wieder in die Heimat zurück muss.
Das kann im Kriegsfall oder sonstigen Verfolgungsgrund nur von kurzer Dauer oder mithin Jahre andauern.
Für letzteren Fall ist deutsch wichtig, da man hier längere Zeit lebt, manche ihr ganzes restliche Leben.

Antwort
von Jewi14, 15

Die Antwort ist doch ganz einfach und im Grunde müsstest du selbst drauf kommen. Den Syrienkrieg gibt es seit 4 Jahren und die Friedenskonferenz wurde vor kurzem erst um etliche Wochen verschoben, weil man sich überhaupt nicht einig war.

Heißt also, es dauert sehr lange, bis so ein Krieg vorbei ist und bis dahin sollte man sich in seiner neuen Heimat schon in der Landessprache unterhalten können.

Antwort
von zersteut, 15

Müssen ist das Falsche Wort, vielleichte wollen

Antwort
von robi187, 33

das ist eigenlich normal bei asyl?

was ist der sinn des asyl?

dann kommen andere?

wieviel kriege gibt es auf dieser welt?

wieviel sind mehr in not?

oder  gibt es eine steigerung oder verniedlichung von krieg?

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