Frage von Suzuka30, 319

Hi, mein Hund hat sich mit ein anderen Hund gebissen und die andere Hundebesitzerin hat keine Hunde Haftpflichtversicherung was mach ich jetzt oder sie?

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 182

Mein Hund hat auch schonmal einen anderen verletzt, man kann es auch "gebissen" nennen, aber es geschah nicht in Beißabsicht. Sie hat mit dem anderen Hund "geschimpft", ist dabei mit dem Fangzahn in seiner Haut hängengeblieben, und er ist weitergerannt.

Für mich war es absolut selbstverständlich, daß ich die Tierarztkosten für den anderen Hund übernehmen. Es war im Ausland, und wir sind gleich beide mit dem Hund zum TA gefahren und haben ihn Klammern lassen. Ich habe dann direkt die Rechnung dort bezahlt und auch fürs Klammern rausmachen in Deutschland.

Erst viel später ist mir eingefallen, daß ich das ja auch hätte über die Versicherung laufen lassen können. An sowas dachte ich gar nicht, weil ich die Hundehalterhaftplicht seit 15 Jahren noch nie in Anspruch nehmen mußte. Hab den Schaden dann nachgemeldet, und sie haben mir das Geld erstattet.

Aber selbst wenn nicht - mein Hund hat den anderen verletzt. Dadurch ist dem anderen Hundehalter ein Schaden entstanden, für den ich aufzukommen habe.

Die Frage, ob der andere dabei eine Versicherung hat oder nicht, stellt sich für mich in so einem Fall gar nicht.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 136

Es spielt überhaupt keine Rolle wessen Hund schuld ist oder nicht. Ob der die Hunde angeleint waren oder im Freilauf kommt ein hund abgerannt zu einem an der Leine der dann beißt.

Bei Haftplfichtversicherungen zählt die Gefährdungshaftung, heißt dein Hund verursacht einen Schaden egal ob Hund, anderer Mensch oder einen Sachschaden, hat der Besitzer zu zahlen, bzw.es seiner Haftplfichtversicherungen zu melden.

Hat er keine Versicherung, sollte oder muss er trotzdem zahlen. Weigert er sich kannst du die Summe per Anwalt einklagen. Kommen allerdings auch Anwaltskosten auf dich zu.

Kommentar von Bitterkraut ,

Bei Tierhaltehaftplicht zählt die Gefährdungshaftung, nicht z.b. bei Privathaftpflicht.

Kommentar von Einafets2808 ,

Ich habe Hunde vor Haftplfichtversicherungen vergessen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Ja, ich weiß, daß du das weißt, ich habs nochmal betont, weil die Leute, wie man hier sieht, den Unterschied nicht wahrnehmen wollen. Immer wieder dieses Schuldgerede (als ob ein Hund "schuld" sein konnte und für sich auch selbst haften) bei solchen Fragen.

Antwort
von MoechteAWissen, 102

hallo Suzuka30,

Die wohl einfachste  Lösung wäre, Sie einigen sich mit der Gegenseite und jeder kommt für " seine Kosten auf .

Oder....

Sie melden den Vorfall Ihrer Tierhalterhaftpflichtversicherung . Diese wird dann den Sachverhalt prüfen, die Haftungsfrage klären, den Schaden regulieren oder unberechtigte Ansprüche abwehren.

Viel Glück 

Kommentar von Bitterkraut ,

in diesem Fall gibt es nur einen Geschädigten, nämlich den Besitzer des gebissenen Hundes, warum soll der für den Schaden allein aufkommen? Halbe-Halbe wär das Minimum, was ich in so einem Fall anbieten würde.

Kommentar von MoechteAWissen ,

Nur weil es „ nur einen Geschädigten“ gibt, heißt das noch
lange nicht, dass die Haftungsfrage eindeutig geklärt ist.

Wer weiß, wie es bei einer Quotelung ausgeht ... 

Antwort
von Hannybunny95, 82

Da muss ja erstmal die Schuldfrage geklärt werden. Falls es wirklich bei Aussage gegen Aussage bleibt, dürftest du ja nichts befürchten (im Falle für den Angeklagten) 

Andere Sache ist: warum beißt dein Hund, wenn er angebellt wird? Wir reden hier ja anscheinend von einem Biss, der zu einer Verletzung geführt hat. Da hättest du sofort reagieren müssen und deinen Hund korrigieren müssen. Und falls der ohne Vorwarnung auf den anderen Hund drauf ist, solltest du ihn mal ordentlich sozialisieren. Da sehe ich leider die Schuld in dir. Ich habe selber einen Hund, der bei sowas einfach weitergeht, bzw "fragt" ob er mal zurück Knurren darf (er wartet meine Reaktion ab und wenn ich nicht reagiere, dann knurrt er los. Wenn ich ihm aber ein Zeichen gebe, setzt er sich hin und schaut mich an, bis ich weiter gehe. Aber das ist auch Zuviel verlangt für den Otto-normal Hundehalter und eher so ein extra, was ich meinem antrainiert habe). Mehr als Knurren und vllt auch zähnefletschen ist tabu! 

Kommentar von Bitterkraut ,

Nein, da muß die schuldfrage nicht geklärt werden:

Als Tierhalterhaftung wird eine Spezialform der Gefährdungshaftung bezeichnet, nach der im deutschen Schuldrecht der Tierhalter grundsätzlich für die Schäden haftbar gemacht werden kann, die das Tier anrichtet. Die Haftung nach § 833 Satz 1 BGB greift ausdrücklich auch ohne Verschulden des Halters ein. Die Haltereigenschaft definiert sich – unabhängig vom Eigentum – nach der Sachherrschaft über das Tier und einem eigenen Interesse an der Verwendung oder der Gesellschaft des Tieres. Diese Gefährdungshaftung ist bedingt durch die spezifische Tiergefahr, die sich verwirklicht, wenn das Tier unberechenbar reagiert. (Wikipedia)

Kommentar von Suzuka30 ,

Die andere Besitzerin hat Zeugen die ein wenig von uns entfernt waren und ich bin mir sicher die sagen das mein Hund schuld ist den die Besitzerin hat mit den gesprochen und gesagt mein Hund ist schuld und sie glauben es und der Hund von ihn hat gebellt wenn auch nicht laut aber da sie die auf ihre Seite hat hab ich schlechtes Spiel.

Kommentar von Bitterkraut ,

Der Hund ist nie schuld! Der kann auch nicht haften! Das ganze Schldgerede ist unnütz!

Kommentar von Menuett ,

Hier geht es nicht um Schuld.

Ob der Hund der anderen gebellt hat oder nicht, das ist völlig uninteressant.

Deiner hat gebissen. Da wirst Du den Tierarzt zahlen müssen, bzw. Deine Tierhalterhaftpflicht muss das.

Melde den Schaden der Versicherung, die wehren auch unberechtigte Forderungen für Dich ab.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 155

Ich würde den Ball flach halten, weil Du reichlich schlechte Karten hast. Je nach Bundesland kannst Du in dieser Konstellation mit einer Anzeige und entsprechenden Auflagen vom Ordnungsamt rechnen.

Egal, ob ein anderer Hund bellt, prollt oder Handstand macht- Du hast dafür zu sorgen, dass Dein Hund keinen anderen verletzt! Beide Hunde waren angeleint und es darf schlichtweg nicht passieren, dass Du Deinen Hund in dieser Situation nicht unter Kontrolle hast.

Dein Hund hat einen Schaden verursacht, entsprechend hat die andere Halterin auch einen Anspruch gegen Dich und nicht umgekehrt. Dass der andere Hund "provoziert" hat, kann lediglich dazu führen, dass die Kosten nur anteilig übernommen werden. Ob das in der hier genannten Situation zum Tragen kommt, halte ich allerdings für fraglich.

Antwort
von Apolon, 59

@Suzuka30,

es gibt keine Hundehaftpflichtversicherungen.

Versichert ist nicht der Hund, sondern der Tierhalter und daher nennt man solche Versicherungen "Tierhalterhaftpflichtversicherung".

Nun zu deiner eigentlichen Frage: dies kann man doch einfach klären.

Jeder Tierhalter zahlt den verursachten Schaden des anderen Tieres!

Bedeutet, wer eine Tierhalterhaftpflichtversicherung hat meldet den Schaden seiner Versicherung. Wer keine hat, zahlt den Schaden aus der Portokasse.

Gruß Apolon

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 105

Wer keine Versicherung hat muß halt selbst bezahlen.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 65

Bei der tierhaltung stellt sich die Schuldfrage gar nicht. Alleine durch die Gefährdungshaftung ist jeder Tierhalter verpflichtet, Schäden zu bezahlen, die durch sein Tier entstehen.

bei einer Beißerei zwischen Hunden kann gar nicht festgestellt werden, welcher Hund "Schuld" hat. 

Jeder zahlt für den Schaden den sein Hund angerichtet hat. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob man versichert ist. Wer nicht versichert ist, zahlt eben selbst

Antwort
von Bitterkraut, 102

Jeder bezahlt den Schaden des anderen. Oder man einigt sich auf halbe-halbe,aus Gründen ger gegenseitigen Tierhalter-Loaylität. Wenn dein Hund den anderen verletzt hat, haftest du für den Schaden, d.h. f ür die Tierarztkosten. Jeder haftet für den Schaden, den sein Hund angerichtet hat. Google mal: Gefährdungshaftung. Für dich bedeutet das, daß du den Vorfall deiner Halterhaftpflicht meldest, dort wird man dir sagen, wie es weitergeht.

Wenn du keine Kündigung der Versicherung riskieren willst, kannst du natürlich auch aus eigener Tasche zahlen.

Antwort
von Menuett, 57

Wurde Dein Hund verletzt?

Wurde ihr Hund verletzt?

Wie hoch ist der jeweilige Schaden?

Kommentar von Suzuka30 ,

Ihr Hund wurde verletzt und mein Hund musste ich aufgelöst nach hause bringen. Ihr Hund hat nur ein Reizzahn loch der nicht tief war und sie hat so 120 Euro gezahlt

Kommentar von Menuett ,

Damit ist doch schon klar, wer zahlt. Du. Ihre Haftpflichtversicherung hat damit nichts zu tun, nur Deine.

Ob Dein Hund aufgelöst war, das ist rechtlich nicht interessant.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 121

Da stellt sich zum ersten die Frage nach der Schuld, wobei das sicher schwer zu beantworten ist.

War einer von beiden angeleint und der andere frei? Dann sollte der bezahlen, dessen freilaufender Hund zum angeleinten hingelaufen ist.

Waren beide frei, und einer hat den anderen plötzlich angegriffen, dann sollte der Besitzer des Angreifers auch die Tierarztkosten zahlen. Hat er keine Versicherung, dann halt aus der eigenen Tasche.

Ist es nicht nachvollziehbar, wer wen angegriffen hat, dann muß eben jeder für seinen Schaden selber aufkommen.

Kommentar von Einafets2808 ,

Die Schuld spielt überhaupt keine Rolle bei einem Hundehaftpflicht Fall. Bei einer Haftpflicht gilt die Gefährdungshaftung.

Bei einer Beisserei zwischen zwei Hunden, wird dabei einer verletzt muss der andere Besitzer zahlen bzw.deren Haftplfichtversicherung.

Kommentar von Berni74 ,

Ich finde, daß man das nicht pauschal beurteilen kann.

Mal ganz hypothetisch:

Wenn mein Berner zum Beispiel von einem Rhodesian Ridgeback angegriffen wird und sich zur Wehr setzt, dabei aber der Ridge aufgrund seines dünnen Fells eine Verletzung davon trägt und mein Berner mit seinem dicken Fell nicht, dann muß nicht ich die Tierarztkosten für den Ridgeback übernehmen, der meinen Berner angegriffen hat.

Das ganze dann letztlich nachzuweisen steht auf einem anderen Blatt.

Das meinte ich mit "Schuld".

Kommentar von Bitterkraut ,

Google mal Gefährdungshaftung. Da gehst nicht nach Schuld und Beweisen.

Es gibt in der Rechsprechung nur wenige Ausnahmen davon, wenn ein Halter besonders fahrlässig war und natürlich wenn der mutwillig war, also z.B. seinen Hund gehetzt hat,, kann man Ansprüche  abweisen (lassen). ansonsten haftet man immer für den Schaden, den der eigene Hund anrichtet.

Kommentar von Menuett ,

Gefährdungshaftung. Google mal.

Wenn Dein Berner angeleint war, dann trifft den Halter eine Schuld.

Sonst mußt Du auch den Schaden beim Ridgeback zahlen.

Kommentar von Berni74 ,

Das ist ja krass... und ungerecht. Nichts desto trotz würde ich in so einem Fall, wie ich ihn hypothetisch geäußert habe, Anzeige beim Ordnungsamt erstatten würde,

Bezogen auf den Fall dieser Frage hier wäre es für mich dennoch selbstverständlich, den entstandenen Schaden zu ersetzen.

Antwort
von Suzuka30, 104

Ich bin der Meinung das jeder Hund eine Haftpflicht haben muss in Hamburg, stimmt das ???

Kommentar von pilot350 ,

haben soll, aber das kontrolliert ja niemand.

Kommentar von Menuett ,

In Hamburg gibt es wohl keine Versicherungspflicht.

Kommentar von Menuett ,

Doch, Hamburg hat die Versicherungspflicht.

Ist in diesem Fall aber völlig uninteressant.

Kommentar von Bitterkraut ,

Doch, gibt es, hab ich grad gegooglet, das ändert aber gar nichts an der Sachlage und an der haftungsfrage. Jeder haftet für seinen Hund. Mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen.

Kommentar von DerHans ,

Diebstahl ist auch verboten, passiert aber immer wieder. 

Natürlich gibt es trotzdem Halter, die nicht versichert sind. was ist wenn ein Halter seine Prämie nicht gezahlt hat?

Wer nicht versichert ist, zahlt eben selbst. Dann hat der Geschädigte natürlich das Problem, sein Geld auch wirklich zu bekommen.

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