Frage von GameError18, 92

HHabe eine Lungenkrankheit kann ich Pilot werden?

Ich habe eine Lungenkrankheit namens Mukoviszidose und einer meine Träume ist es Pilot zu werden ist das überhaupt möglich?

Expertenantwort
von ramay1418, Community-Experte für Pilot, 43

Hallo, 

die Frage hier zu stellen, ist überflüssig, denn wie hilft Dir eine hier gemachte Aussage weiter? 

Wie immer in flugmedizinischen Fragen, wird so etwas bei der Erstuntersuchung durch eins der neun Aero Medical Center entschieden, die es in Deutschland gibt (ich gehe mal davon aus, dass Du Berufspilot werden willst und nicht nur hobbymäßig fliegen willst). Und zusätzlich gibt es bei bestimmten Fällen den Gutachterausschuss der nationalen Luftfahrtbehörde, bei uns also L 5, das Referat Flugmedizin des LBA. 

Die Sache ist nämlich mal wieder gar nicht so einfach, wie sich manche GF-Hobby-Fliegerärzte das vorstellen. 

Referenz ist die EU-Verordnung 1178/201 mit ihrem TEIL-MED und da heißt es unter 

"MED.B.015 - Lunge und Atemwege 

a)  Bewerber mit signifikanter Beeinträchtigung der Lungenfunktion sind als untauglich zu beurteilen. Es kann erwogen werden, sie als tauglich zu beurteilen, sobald die Lungenfunktion wiederhergestellt ist und als zufrieden stellend eingestuft wird. 

b)  Bei Bewerbern um ein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 (das ist das Medical für Berufspiloten) müssen bei der Erstuntersuchung und bei klinischer Indikation Lungenfunktionstest durchgeführt werden. 

... 

e)  Flugmedizinische Beurteilung: 

(1) Bewerber um ein Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 müssen an die Genehmigungsbehörde verwiesen werden, ... " 

Dazwischen werden noch diverse Punkte für die Beurteilung aufgeführt, aber Du siehst, dass eine Antwort nach "Schema F" (JA oder NEIN) durch uns Hobby-Mediziner per Ferndiagnose nicht möglich ist. 

Antwort
von kuchenstylesGF, 52

Ich würde im ersten Moment sagen Nein, aber frag doch mal bei größeren Airlines, deinem Arzt, etc. nach.

Kommentar von Luftkutscher ,

Weshalb sollte er bei einer Airline oder bei seinem Hausarzt nachfragen? Wäre eine Untersuchung bei einem Fliegerarzt nicht aussagekräftiger?

Antwort
von NiklasRi, 68

Kommt natürlich drauf an wie sich die Krankheit auswirkt. Am deiner Stelle würde ich mich mal bei den großen Airlines schlau machen ob die mit sowas Erfahrungen haben. 

Kommentar von Luftkutscher ,

Klar, die Dame von der Telefonzentrale nimmt dann eine Ferndiagnose vor. Ein Blick in die Vorschriften oder aber eine Untersuchung bei einem Fliegerarzt wäre aber vielleicht doch die bessere Alternative. 

Kommentar von NiklasRi ,

Die Antwort hast du nicht ganz gelesen oder? Wenn für dich: schlau machen, dort anrufen bedeutet, ist das zwar seltsam aber was solls. Ich meine... Selbst wenn die dort anrufen würde, würde sie zum Beispiel an einen mit der Firma arbeitenden Arzt verwiesen. Dieser würde dann natürlich die nötigen Untersuchungen durchführen. Sind immer die besten Leute die andere antworten schlecht reden und selbst keine brauchbare Antwort abgeben. 

Kommentar von Luftkutscher ,

Doch die Antwort habe ich gelesen, aber leider ist die Antwort für den Fragesteller nicht nützlich und zeigt auch keine Sachkenntnis. Die Liste der zugelassenen Fliegerärzte oder die AMCs kann er problemlos aus der Homepage des LBA entnehmen. Dazu bedarf es keines Anrufs bei einer Airline, zumal der Fragesteller nicht mitgeteilt hat, welche Art von Pilot er eigentlich werden möchte. 

Kommentar von NiklasRi ,

Dazu bedarf es aber auch nicht irgendwelchen Kommentaren sondern eher eine brauchbare Antwort.  Etwa wie die von ramay1418

Kommentar von Luftkutscher ,

Weshalb hast Du denn keine brauchbare Antwort gegeben?

Kommentar von ramay1418 ,

Ruhig Brauner! Die flugmedizinischen Vorschriften wurden durch die EU erlassen und sind in der EASA-FCL festgehalten. Ein "mit der Firma arbeitender Arzt" ist da außen vor. Arbeitsmediziner dürfen, wenn sie eine flugmedizinische Zusatzausbildung haben, nur die Kabinencrew untersuchen. 

Alle anderen Untersuchungen haben - bei einer Erstuntersuchung - durch ein AeMC (für Berufspiloten) oder durch einen Fliegerarzt der Klasse 1 (für Hobbyflieger) zu erfolgen. Das Handling der Folgeuntersuchungen ist dann auch noch einmal gesondert geregelt. 

Ein Anruf bei einer "großen Airline" bringt einen auch nicht weiter, da sowohl "große" wie auch "kleine" Airlines (die es ja auch gibt), an die EU-Vorgaben gebunden sind. 

Kommentar von NiklasRi ,

Bei dir merkt man wenigstens dass du sowas weißt

Kommentar von Luftkutscher ,

Ja, ramay kennt sich im Gegensatz zu Dir sehr gut aus. Deshalb frage ich mich, weshalb Du zu einer Materie antwortest, obwohl Du keine Sachkenntnis hast. Überlasst das Antworten doch bitte denen, die sich auskennen. 

Kommentar von NiklasRi ,

selbe frag ich mich bei dir.  Du bist weder ansatzweise genau gewesen noch hast irgendwas gesagt was ramsay nicht deutlich besser beschrieben hat. 

Das wars von meiner Seite.  Hab kein bock auf diesen Kindergarten 

Kommentar von Luftkutscher ,

Immerhin habe ich im Gegensatz zu Dir seit über 35 Jahren diverse Pilotenlizenzen und kenne mich in der Fliegerei aus. Bei Dir ist das offensichtlich nicht der Fall.

Kommentar von NiklasRi ,

Scheint als wäre ne pilotenlizens nicht Grade schwer zu bekommen zu sein, desweiteren hätte ich von jemandem deines Alters ein besseres verhalten erwartet.  

Kommentar von Luftkutscher ,

Weshalb müssen Jugendliche immer zu allem ihren Senf dazu geben, von dem sie keine Ahnung haben?

Kommentar von Pilotflying ,

Weil die jugendlichen Punktesammler hier im Forum überall ihren Senf dazu geben müssen. Auch wenn sie keinerlei Ahnung haben. Aber wir sind ja unseren Weg gegangen. Damals noch ohne Hilfe der Fachberater aus dem GF. 😉

Kommentar von NiklasRi ,

Fachberater lmao

Antwort
von DieAntwort2100, 63

Wenn die Krankheit dein Leben gefährden kann oder dich in Schock Zustand versetzen kann dann nein wenn nich dann ja

Kommentar von Luftkutscher ,

Woher weisst Du das? Bist Du Fliegerarzt und wenn ja, kannst Du das mittels Ferndiagnose beurteilen, ob er für das Medical I tauglich ist?

Kommentar von DieAntwort2100 ,

Ich bin Fluglotsen Ausbilder

Kommentar von Pilotflying ,

Naja.. Fluglotsen ausbilden tun viele Fluglotsen. Dafür reicht der ABQ Lehrgang - und den haben viele. 

Das wiederum hat nichts mit Flugmedizin zu tun. Das Tauglichkeitszeugnis für Fluglotsen hat ja auch nicht die Auflagen wie das Medical Klasse I für Verkehrspiloten. Im Gegenteil. Die Anforderungen für Lotsen wurden die letzten Jahre um einiges herunter geschraubt. 

Und nicht einmal ein Fliegerarzt lehnt sich ohne Untersuchung so weit aus dem Fenster, wie Du das hier tust. Mukoviszidose ist keine Krankheit, die man heilen kann. Wer die Krankheit, den Verlauf und die Lebenserwartung einer zystischen Fibrose kennt, ist mit solchen Aussagen seehr zurückhaltend! 

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