Frage von gutefrageUser07, 6

Hey gutefrage.net Community, welche Konsequenzen drohen einem Arzt bei Ausstellung eines Gelben Scheines nach einer Woche Krankheitsfall?

Antwort
von RuedigerKaarst, 3

Solange wird kein Arzt rückwirkend die AU ausstellen, da man auch telefonisch einen Arzt hätte rufen können.

1 bis 2 Tage wären wohl machbar, länger jedoch nicht.
Auf der AU steht das Datum der Feststellung, also der Untersuchung.
Dies machen seriöse Ärzte sehr ungerne.
Ich bekam mal Mecker wegen 1 Tag.

Normalerweise muss die AU innerhalb von 3 Tagen dem Arbeitgeber vorliegen, so dass der Arbeitnehmer mit einer Abmahnung rechnen könnte.

Sollte ein Arzt wirklich solange rückwirkend die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erstellen, muss er damit rechnen, dass der Arbeitgeber bei der Krankenkasse und / oder der Ärztekammer nachhakt.

Sollte diese dann Unterlagen anfordern und prüfen könnte der Arzt in Bedrängnis kommen.

Kommentar von Familiengerd ,

1 bis 2 Tage wären wohl machbar, länger jedoch nicht.

Eine Rückdatierung ist nur ausnahmsweise nach sorgfältiger Prüfung und in der Regel nur bis zu 3 Tagen zulässig ("Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie" des Gemeinsamen Bundesausschusses § 5 "Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit" Abs. 3 Satz 2).

Antwort
von sneferu, 3

Das kann man nicht pauschal sagen. Zwischen einer mündlichen Belehrung durch die Ärztekammer bzw. die Kassenärztliche Vereinigung bis hin zum Entzug der Approbation ist grundsätzlich alles möglich.

Letztendlich kommt es darauf an, warum und wie oft der Arzt ein Attest rechtswidrig rückwirkend ausgestellt hat. Wenn er es aus Unwissenheit in Treu und Glauben getan hat, wird außer einer Belehrung nicht viel passieren, wenn er damit aber z.B. ein Geschäftsmodell aufgebaut hat, und sich mit der bewussten, rechtswidrigen Ausstellung von solchen Attesten sogar bereichert hat, kann es böse für ihn ausgehen, sofern ein Berufsgericht auf Unzuverlässigkeit oder Unwürdigkeit erkennt.

Antwort
von mariontheresa, 6

Der Arzt bescheinigt die Arbeitsunfähigkeit, wenn er sie festgestellt hat. Steht so auf dem Schein. Rückwirkend geht nicht, das ist Versicherungsbetrug. 

Kommentar von Familiengerd ,

Rückwirkend geht nicht, das ist Versicherungsbetrug. 

Das ist falsch!

Nach der "Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie" des Gemeinsamen Bundesausschusses § 5 "Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit" Abs. 3 Satz 2 ist eine rückwirkende Bescheinigung "nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig".

"Versicherungsbetrug" ist selbstverständlich Unsinn!

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