Frage von kiki071, 59

Hey, brauche eure Meinung zum Film Hin und Weg?

Also ich schreibe eine Facharbeiter in Deutsch. Dies wird eine Filmanalyse des Filmes Hin und Weg sein. Meine Frage an euch lautet nun: Wie hat der Film Hin und weg eure Meinung über das Thema Sterbehilfe verändert ?

LG Kiki

Antwort
von uncutparadise, 31

Ich habe schon seit Jahren eine klare Meinung zum Thema Sterbehilfe und die hat der Film auch nicht geändert. Jeder hat sollte für sich selbst entscheiden dürfen. Sicherlich sollte niemand aus einer Laune heraus sein Leben beenden. Es kann aber nicht sein, dass jemand leben muss, bloß weil ihn keiner sterben lässt. Es gibt Länder, die behandeln das Thema wesentlich humaner und da bringen sich auch nicht alle sinnlos und unüberlegt um.

Antwort
von Merciberry, 29

Kein Film hat mich in letzter Zeit so berührt

Wer diesen Film sieht, wird nicht umhin können ein Feuerwerk der Emotionen zu erleben. Ein Thema, was in letzter Zeit sogar auf Facebook anzutreffen war, ALS. In diesem Film geht der Regisseur sogar noch etwas weiter und lässt den Betroffenen seinen Todestag selbst bestimmen.

Sogar jetzt, wo ich diese Rezension schreibe ,bin ich noch ergriffen von diesem Film, der für immer in meinem Gedächtnis bleiben wird.

Hannes und Kikki fahren jedes Jahr mit ihren engsten Freunden eine Woche weg. Dieses Jahr sind sie mit der Auswahl der Tour dran und wählen eine Radtour nach Belgien. Sie stoßen bei den Freunden auf Unverständnis, denn was soll es in Belgien schon Spektakuläres geben außer Pommes und Pralinen. Doch Hannes hat dieses Ziel bewusst gewählt, denn er leidet an ASL, einer unheilbaren Muskelerkrankung und will, da er merkt , dass es auf das Ende zugeht und seine körperliche Konstitution immer schlechter wird, selbstbestimmt sterben und da dies ist in Deutschland nicht möglich ist, sucht er sich einen Arzt in Belgien. Seine Freunde wissen nichts von seiner Krankheit und auch nicht davon, dass er seinem Leben ein Ende setzen will. Sie erfahren es erst auf der Reise und sind entsetzt. Zwischen Unverständnis und Entsetzen hin und her gerissen ,erfüllen sie Hannes letzten Wunsch und erleben eine unvergessliche Reise, die ihr eigenes Verständnis vom Leben noch einmal relativiert.

Ich fand die schauspielerische Leistung jedes einzelnen Akteurs in diesem Film super und überzeugend. Sicher sticht Jürgen Vogel wieder heraus, diesmal nicht in der Rolle eines Bösewichts, sondern in der eines sehr guten Freundes, der intuitiv fühlt, was Hannes auf seiner letzten Reise braucht. Er sorgt auch für einige superlustige Szenen, die dieser Film auch braucht, als Ausgleich zu seinen wirklich sehr ergreifenden Szenen. Ich finde diesen Film auch nicht unrealistisch oder aufgesetzt, da ich in meinem Umfeld einen Mann hatte, der auch an dieser Erkrankung litt und den Freitod gewählt hat, doch auf grausame Art und Weise. Ich kann nur erahnen , welche Gedanken einen Menschen, der an dieser Erkrankung leidet, bewegen. Doch der Freitod ist sicherlich keine Entscheidung , die man leichtfertig fällt. Die Gefühle des Erkrankten in diesem Film waren für mich spür,-und erlebbar und ich finde Florian Fitz füllt seine Rolle überzeugend aus. Auch seine Frau Kikki und seine anderen Freunde haben mir gefallen, vor allem, weil jeder auf seine Art seine Rückschlüsse aus dieser Reise zieht. Man merkt eine Veränderung im Verhalten der Personen in diesem Film, die ursächlich mit ihren Erfahrungen und Gefühlen Hannes gegenüber zu tun haben.
Ein Film, den ich nicht als einfach empfunden habe, der mich mehr als berührt hat und den ich sicherlich nie vergessen werde.

PS. Die Freigabe dieses Filmes ab 12 Jahren , halte ich nicht für gerechtfertigt, es sei denn ein Erwachsener geht mit den Jugendlichen dort hinein und bespricht den Film später. Ich denke, Zwölfjährige sind sonst mit dem Thema überfordert. Eine Freigabe ab 16 halte ich für angemessener

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