Frage von DracoSodalis, 461

Heutige Generation Eltern - Kinder und Kommunion?

Hallo Ihr Lieben, Was ich nicht verstehe, nicht nach vollziehen kann und auch irgendwie Widersprüchlich ist, das die heutige Generation "Eltern", trotz das sie sie selbst nicht religiös erzogen sind, noch viele heute keinen Glauben mehr haben, sie wohl kaum eine Kirche von Innen gesehen haben, das sie ihre Kinder trotzdem taufen lassen und zur Kommunion schicken.. und diese Kinder wohl auch nie mehr eine Kirche betreten werden.

Ist doch ein Widerspruch in sich oder nicht ?

Doch woran liegt das ? Weil es die Gesellschaft will oder weil es halt so ist ? Der Zwang?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 234

Hallo!

Ich sehe das genauso wie du -----------> bei meiner Firmung habe ich das ganz besonders plakativ erlebt (2006): Die meisten ließen sich echt nur deswegen firmen, weil die Eltern es wünschten oder Geschenke angekündigt waren.

 Während sie im Reliunterricht nur schief dahingen, sich offen kritisch äußerten & es auch zugaben, es nur dem Haussegen zuliebe zu durchlaufen... die meisten waren in der Firmvorbereitung so desinteressiert drauf, dass es ggü. den Ehrenamtlich-Engagierten seitens der Kirchengemeinde schlicht peinlich war, sorry...

Insofern - aber auch allgemein - plädiere ich auch dafür, dass es tatsächlich so ist wie du schreibst: Diese christlichen Feste werden meist echt nur zuliebe der Gesellschaft durchlaufen. 

Meine Meinung.

Liebe Grüße :)

Antwort
von FeeGoToCof, 251

Ich bin "zwangskommuniziert worden" und empfand alleine die erste Beichte schon als totalen Schwachsinn, zu dem ich jedoch ebenfalls gezwungen wurde.

Häufig ist der Glaube und die Glaubenszugehörigkeit und Organisation in einer kirchlichen Gemeinschaft stark an das Wohnumfeld gebunden.

Viele kleine Dörfer und Gemeinden mit teilweise stark prägenden Verbänden lassen kaum Raum für "Ausreisser". Noch immer gilt hier der Kirchendruck als anerkannt und nicht antastbar.

Je "moderner" und selbstbestimmter Familien ihr Weltbild wählen und gestalten, desto aktiver wird auch die Glaubenwahl gestaltet.

Für mich hatte dieser Druck zur Folge, dass ich jegliche Gruppierung für mich ablehne.

Jeder kann tun, was er will, soll aber mich bitte nicht "missionieren".

Kommentar von Joergi666 ,

das mit den Dörfern und Gemeinden stimmt schon, trotzdem kenne ich dieses Phänomen auch aus der Großstadt - wo es diesen gesellschaftlichen Druck ja eigentlich nicht wirklich gibt.

Kommentar von FeeGoToCof ,

;))....und die Moral von der Geschicht: "Unterschätz die Katholiken nicht"

Kommentar von DracoSodalis ,

Man hat ja kaum als Kind eine Wahl und wird darein gepresst. Zu mal man als Kind doch nicht wirklich die Zusammenhänge weiss und erkennt.. Die meisten hören nur Geschenke. 

Meine Eltern haben mir damals die Entscheidung gelassen, genauso wie ich meinem Sohn die Entscheidung gelassen habe. Und ja, bei uns war das auch nicht so einfach bei uns, zumal der Chef meiner Frau der Pfarrer ist.. 

Kommentar von FeeGoToCof ,

Da hattest Du wirklich "liberale" Eltern. Herzlichen Glückwunsch - eine Seltenheit.

Antwort
von Ella560, 132

Hallo,

diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.

Mein kleiner Bruder geht nächste Woche zur Kommunion, obwohl wir keine religiöse Familie sind und nicht mal an Weihnachten in die Kirche gehen. Selbstverständlich ist das also nicht. Mein Bruder hatte bis vor kurzem keine Ahnung, was Kommunion ist. Ich habe meiner Mutter sehr davon abgeraten, ihn zur örtlichen Kirche zu schicken. Und doch hat sie sich dafür entschieden.

Der Grund: Die Kommunion ist eine Tradition. Allein dem Rest der Familie, der Wert auf Religion legt, zuliebe... Ich durfte es doch auch. Und schaden kann es angeblich ja niemandem. Außerdem ist es ein einzigartiges Erlebnis für viele Kinder, da es ein Fest nur für sie ist.

Ich selbst hatte folgenden Grund: Ich wollte damals selbst zur Kommunion gehen, da mir der Gedanke gefallen hat, in einem Kleidchen ein Fest zu feiern. Ein Fest mit Geschenken ist in erster Linie etwas Nettes. Religion war Nebensache und ich musste extra für die Kommunion getauft werden. Aber es war mehr oder weniger freiwillig. Nicht immer ist es ein Zwang.

Der Religionsunterricht in der Grundschule hat seinen Teil dazu beigetragen. Zu meiner Zeit wurden nicht-christliche Kinder einfach in den Religionsunterricht geschickt. Ich kam zu den Katholiken und dort war es normal, zur Kommunion zu gehen. Und als ich das mitbekommen habe, kam ich auch auf die Idee. Bei meinem Bruder soll nun genauso verfahren werden. Es ist also wieder die Tradition.

Dass die Kinder danach nicht mehr zur Kirche gehen liegt zumindest in manchen Fällen daran, dass sie abgeschreckt wurden. Mein Bruder hat im Laufe der Vorbereitung gemerkt, dass Religion ihn eigentlich kaum interessiert.

Ich finde es nicht richtig, als nicht religiöse Familie das Kind zur Kommunion zu schicken, da zum einen die Kinder zu jung sind, um wirklich und unbeeinflusst selbst zu entscheiden. Als unchristliches Kind hat mir die Kommunion zum Teil sogar Angst gemacht, da ich die Rituale der Kirche (Beichte, Sündenverbrennung...) noch nicht kannte. Es ist meiner Meinung nach ein Widerspruch, vor allem wenn die Familie selbst nach nicht-christlichen Werten lebt. Deshalb wird mein Bruder mit einer von mir handgefertigten Regenbogenkerze kommuniert werden.

Liebe Grüße,

Ella

Antwort
von Tragosso, 70

Das habe ich ebenso nie verstanden. Ich wurde allerdings auch nicht getauft, weil meine Familie nie religiös war. Und ob ich die Konfirmation machen will (theoretisch wäre ich also evengelisch) wurde ich nur nebenbei mal gefragt, weil die meisten in meinem Alter und Umfeld das gemacht haben. Ich sagte nein, weil ich es unsinnig fand das zu machen, nur für Geld und Geschenke, obwohl ich ja gar nicht daran glaube. Ich hatte Glück, dass ich da nicht zu gedrängt wurde.

Ich denke zum Großteil ist das einfach noch hängengebliebene Tradition. Manchen geht es einfach nur um die Zeremonie, nicht um den Glauben. Weil das Kind ja so hübsch aussieht in so einem Taufkleidchen etc...Oder es wird sich nach den Großeltern gerichtet, weil man das eben so macht. Nein, einen tieferen Sinn gibt es da nicht, wenn die Leute selbst nicht glauben.

Antwort
von Nordseefan, 132

Ja ist es. Man macht es halt (besonders auf dem Land) weil es halt gemacht wird.

Da siehst du die Kinder jeden Sonntag brav zur Kirche gehen ( OHNE) Eltern, weil es eben so erwartet wird. Dann wird die Kommunion mit viel Brimborium gefeiert. Die nächsten 2-3 Jahre siehst du die Kinder dann wieder nicht in der Kirche, dann kommen sie wieder für ein paar Wochen. Die Firmung steht an.

Ich bin selber gläubig, sehe das also.

Ist ja ok, wenn einer nicht an Gott glaubt, aber dieses machen wirs halt damit keiner guckt, damit die kinder Geschenke kriegen das finde ich auch nicht so toll.

Oft sind es auch die Kinder die quengeln das sie das wollen. WEil es die Freunde machen. Und erzählen das es da Geschenke gibt..

Ne tolle Nummer hat mal ne bekannte gefahren: Zwar evangelisch aber egel. Selber gläubig, auch Kirchgängerin, aber keine "verbisssene.

Töchterlein soll auch gehen will aber nicht weigert sich. Jahrelanger Zoff, schließlich bekam sie ihren Willen und die Eltern sagten nichts mehr.

Dann Konformation. Ja will ich machen gibt ja Geld.

Ne gab es nicht, die infrage kommenden Leute wurden "angewiesen" statt Geld nützliche Sachen zu schnenken......

Antwort
von Dahika, 68

Tja... ich denke mir, dass viele nicht gläubige Eltern ihre Kinder taufen lassen:

- weil es dazugehört

- weil man dann ein schönes Fest feiern kann und Onkel und Tante ein Sparbuch fürs Kind anlegt

- es schadet nichts, und vielleicht nützt es ja doch was.

Zumindest 20 oder 25 Jahre später, wenn das Kind einen sozialen Beruf ergreifen will. Die Kirchen sind der größte Arbeitgeber....


Antwort
von Cosinera, 104

Also bei uns war es ganz klar die Gesellschaft / Verwandschaft die darauf pochte das die Kids getauft wurden. Ich hätte die Kinder später gerne selbst entscheiden lassen ob sie überhaupt wollen und falls ja, welchen Glauben sie möchten. Mein Sohn durfte dann zumindest selbst entscheiden ob er Kommunion feiern möchte oder nicht. Seine erste Antwort war, ja klar, sonst bekomm ich ja keine Geschenke ! Also ich denke, das ist wie bei Weihnachten , Ostern etc. ! Im Hinterkopf weiß man warum das Fest gefeiert wird, aber das wird duch das Feiern(Geschenke) vergessen oder verdrängt. Bei mir selbst war das noch schlimmer. Ich wurde in meiner 3. Lebenswoche katholisch getauft, musste Kommunion machen und die Firmung war auch Pflicht, da wurde ich ich nicht gefragt, da hieß es das gehört sich so. Geheiratet hab ich dann ohne die Kirche ;-) !

Antwort
von Tasha, 4

Taufe: Schönes Gemeinschaftserlebnis für Eltern und Verwandte.

Konfirmation: Geld von Nachbarn und Geschenke aus der ganzen Verwandtschaft: Zeit, das Jugendzimmer zu renovieren!

Kirche: Für viele heute ein Anlaufpunkt für etwas Ruhe, kostenlose "Unterhaltung", kleinen Klönschnack. Man geht nicht unbedingt hin, weil man an Gott glaubt, sondern wegen des Erlebnisses. Jedenfalls wenn der Gottesdienst für alle offen und die Predigten entsprechend "weltoffen" sind.

Antwort
von BerlinEastside, 70

Taufe, Kommunion, Konfirmation, Firmung, erfüllen ja nicht nur einen religiösen Zweck, sondern auch einen Gesellschaftlichen. So wie im Osten die Jugend Weihe. Die ist ja auch nicht "tot" zu kriegen.

Menschen kommen zusammen, feiern, es gibt Geschenke. Das ist doch etwas positives, und schönes. Zum feiern brauch man keinen Glauben.

Man muss die Feste feiern wie sie fallen. ;-)

Antwort
von Lilly322, 19

ich glaube, dass das auch ein bisschen was mit einem Traditionsgefühl zu tun hat. meine eltern haben gesagt sie lassen mir die wahl, da sie beide nict an gott glauben und aus der kirche ausgetreten sind. ich musste 6 jahre klang den evangelischen religionsunterricht besuchen, damit ich die religion, mit der sie aufgewachsen sind kennenlernen kann und mir dann eine meinung bilden kann. mit 13 hat sich meine mama sehr ernst zu mir gesetzt und gefragt ob ich getauft un konfirmiert werden möchte bzw einer anderen kirche beitreten mag. sie hat gesagt dass sie nicht an ein oder mehrere göttliche wesen glaubt, aber auch keinen beweis hätte dass es ihn/sie nicht gibt und dass ich das für mich entscheiden müsste. außerdem könnte ich diese entscheidung zu jedem zeitpunkt in meinem leben noch ändern falls mich etwas "überzeugt". ich war mir nicht sicher woran ich glauben soll und bin es mir auch heute nicht und daraufhin meinte sie dass man ihrer meinung nach (und meiner übrigens auch) auch an gott glauben kann wenn man mit der kirche nicht einverstanden ist und diese nicht unterstützen mag.

ich finde sie hat damit alles richtig gemacht und ich bin ihr sehr dankbar für diese aufgeschlossenheit!

achso, nochmal für alle: ich bin 18 ;)

Antwort
von BackenderFisch, 14

Ich musste auch zur Kommunion.
Einfach nur,weil meine Mutter wollte das ich nicht die einzige in der Familie bin,die keine Kommunion hatte.
Wir hatten dann ja auch so eineStempelkarte die wir voll bekommen mussten,und meine Mutter hat immer zu mir gesagt,das ich alleine gehen soll,weil sie keine Lust hatte.-Und ich war 9 Jahre alt.

Aber ich glaube sie wollte mir einfach nur damit etwas Gutes tun,damit wenn ich nicht weiter wusste und mit ihr nicht reden wollte,mit Gott reden kann.
(:

Antwort
von Smudo1284, 126

also die meisten kinder sehen zu weihnachten zumindest noch eine kirche von innen.

ich denke um zwang gehts da nicht, sondern weil man es halt so macht.

bei einer konfirmation gibt es ja auch geld oder schöne geschenke, das freut das kind.

kenne einen der hätte es sich selber aussuchen können, ob er evangelisch oder katholisch wird und als er dann im nachhinein merkte, dass alle ne dicke feier hatten, hat er sich geärgert. also er hat drauf gepfiffen.


Kommentar von DracoSodalis ,

Ja eben, es geht doch heute nur noch um Geschenke und was da an Geldbeträgen zusammen kommt schlackern mir die Ohren.. 

Aber sollte denn nicht der Wert vermittelt werden und auch entsprechend kleine Geschenke gemacht werden ?

Kommentar von Smudo1284 ,

ja die eltern lassen ihre kinder taufen, vermute ich, weil es so gemacht wird. und den kindern geht es echt nur um geschenke oder geldbeträge bei einer konfirmation.

das war aber auch schon zu meiner zeit so.

als ich 14 war und konfirmiert wurde, war unter den jugendlichen interessant, wieviel geld zusammenkam.

ich muss demnächst auf eine konfirmation, also in der familie und ich habe auf die frühe kirche gar keine lust. bin froh, wenn ich das hinter mir habe.

ich schenke auch nur geld, mit anderen präsenten würde ich da gar nicht ankommen und das, obwohl ich selbst wenig geld habe. aber bei einer konfirmation lasse ich für meine verhältnisse ordentlich was springen.


Antwort
von greenhorn7890, 89

Es stimmt, es ist ein Widerspruch. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass es ja sein kann, dass das Kind später, von sich aus sagt, dass es religionszugehörig sein will. Als Jugendlicher bestätigt man dies mit der Firmung, welche man nur bekommt, wenn man die Erstkommunion hatte.

Antwort
von Sonja66, 63

Erwachsen

sein heißt nicht einfach, die Floskel "Verantwortung
übernehmen" herunterzuleiern, sondern den Versuch zu machen, zu
wissen, was man warum tut.

Hallo!

Taufe, Kommunion

(gemeinsam) und Firmung sind bzw. waren meiner Ansicht nach Rituale
und wichtige Hilfen zur Bewältigung der Übergangsphase von der
Kindheit in die Erwachsenenwelt.


Einweihungen in die

Welt der Erwachsenen (eben z.B. christliche) können, wenn sie
bewusst durchgeführt werden, Halt, Wissen und Orientierung, auch
Aufklärung geben und bewirkten in archaischen (altertümlichen)
Gesellschaften dafür die Unkenntnis von Pubertätsverweigerungen und
Krankheitsbilder/Probleme (Akne, Mutproben, Rauchen,
Pubertätsmagersucht, Freßsucht….).


Die „Herzlosigkeit“,

mit der Eingeborene oder Eltern ihre Jungen schon mal aus dem Nest
werden, wird bei uns gerne fehlinterpretiert.

Wir sprechen
recht schnell von Rabeneltern. Ich finde aber, wir tun mit diesem
Ausdruck schon den Vögeln unrecht, die ihre Kinder und auch
Nesthocker optimal versorgen, indem sie ihre Kinder, nachdem alle
Aufforderungen nichts fruchteten, aus dem Nest hinauswerfen.

Die
Jungen haben dann je nach Baumhöhe noch fünf bis sechs Meter Zeit
zu überlegen, ob sie nicht doch noch Raben werden wollen. Meistens
klappt das! ;-) Das Junge verwandelt dann den Sturz aus seinem
Paradies in den freien Flug in die Unabhängigkeit der nächsten
Lebensphase.


Ich denke eher, dass

was wir schon mal mit unseren Jungen treiben, die häufig lange über
die Zeit im elterlichen Nest hocken bleiben, ist die eigentliche
Katastrophe! ;-)


Früher und auch

noch heute gibt es auch bei uns noch eine Reihe von Ritualen für die
Übergangszeit: Handwerksburschen, die in die Fremde ziehen,
Au-pair-Mädchen, die ins Ausland gehen, junge Männer können beim
Militär „nacheifern“, Studium im Ausland……


Der Körper wird von

allein erwachsen. Macht man diese Rituale unbewusst oder lässt sie
gänzlich weg, so bleiben halt Geist und Seele zurück und die Kinder
und Jungen suchen sich „Ersatzrituale“ (Mutproben, Rauchen,
Alkohol … eben Dinge aus der Erwachsenenwelt, nur weit aus
gefährlichere), um den Sprung vielleicht ja doch noch zu schaffen,
was damit aber wohl nicht wirklich gelingen wird. Daran mag man
vielleicht erkennen, wie wichtig es eigentlich den Jungen wäre.

Ich
denke junge Menschen wollen tief in sich drinnen wirklich ausziehen,
um das Fürchten zu lernen ;-)



Doch woran liegt das

?

Ich denke das liegt

daran, dass Eltern irgendwo tief in sich spüren, dass da doch jetzt
noch was sein bzw. kommen muss oder etwas zu tun sei. Aber keiner
weiß mehr, worum es eigentlich geht, die Sinnhaftigkeit ging
verloren, an deren Stelle liegen jetzt Geschenke, die aber keiner
mehr versteht, die auch keine Wirkung haben, weil Geschenke nunmal
keine Rituale ersetzen.

Unwissenheit, Unbewussheit und
Verständnislosigkeit für einzelne Lebensphasen, würde ich sagen.




Du fragst mich, was soll ich tun?
Ich sage dir, lebe wild und gefährlich, Arthur!
Dies schrieb einst Arthur Schnitzler an Arthur Rimbaud.

Wir sagen heute wohl eher: Hoffentlich passiert nichts.
Und ich glaube dass junge Menschen sehr wohl wollen, dass etwas passiert  ;-)
Damit sie möglichst gut bei allem durchkommen, bräuchten sie wohl geeignete Einweihungsrituale in die Erwachsenenwelt - ne gute Aufklärung halt.

Kommentar von Sonja66 ,

Sorry wegen der komischen Aufteilung, aber irgendwie war da nichts mehr zu machen  -  das Programm klappte nicht wirklich gerade.

Antwort
von Schmupel, 87

Also wir haben alles in der Familie, von keine Glaubenszugehörigkeit und ungetauft, zu evangelisch im Erwachsenenalter entschieden und dann getauft bis hin zu "üblicher Werdegang Taufe als Baby und Konfirmation/ Firmung jenachdem ob ev. oder kat..

Mein Vater war früherPfarrer, da war kein ja/nein möglich.

Meine Kinder habe ich Taufen lassen, um nach außen hin zu zeigen das ich die christlichen Werte schätze und diese an meine Kinder weiter geben möchte. Aber Kirchenbesuche absolvieren wir jetzt nicht (auch nicht die heuchlerischen zu Weihnachten) Die Werte kann man auch so vermitteln, ohne Rituale oder besonderen Ort. Meine Neffen sind dagegen nicht getauft, hat sich auch keiner drüber beschwert. 

Ich werde meinen Kindern die Entscheidung für oder gegen die Konfirmation selber überlassen und in keine Richtung drängen, aber sie auf ihren Weg unterstützen.

Ps. Alle aus unserer Familie wohnen in der selben Stadt. 

Antwort
von HMilch1988, 132

Schätze mal es ist ein traditioneller Zwang, um gesamten Familie (Oma, Opa) gerecht zu werden bzw. zu gefallen (oder einen Gefallen zu tun). Aber es ist auch die Generation Eltern, die schon damals ,,Dollar-Augen" hatten, wenn sie an ihre Kommunion/Konfirmation dachten.

Es ist schon heuchlerisch... das geb ich gern zu. Aber es gibt genug Menschen, die Ihre eigene Auslegung des christlichen Glaubens leben, z. B. ein Leben zu führen, wo man möglichst wenig zu bereuen hat, Nächstenliebe und Großzügigkeit. Um diese Werte zu Verstehen/Leben braucht man keine Kirche von Innen zu sehen.

Antwort
von ButlerJames, 44

So eine Kommunion oder Konfirmation ist auch ein gesellschaftliches Erlebnis,ein Ehrentag, bei dem oft der gesamte erweiterte Familien- und Freundeskreis zusammenkommt, und gerade für die älteren Familienmitglieder hat eine Kommunion/Konfirmation schon eine große Bedeutung. 

Antwort
von AngieFun, 69

Ich glaube, es kann unter anderem daran liegen daran, dass Eltern von evangelischen oder katholischen Kindergärten oft einen besseren Eindruck haben als von städtische Kindergärten. Außerdem spielt der Wunsch nach Taufe bei den Großeltern oft auch eine Rolle, die dann Druck auf die Eltern machen.

In meinem Fall war es die Lehrerin, die mir mitteilte, dass mein Sohn nur noch am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen könne, wenn er konfirmiert werde. Ich bin dann wieder in die Kirche eingetreten und er wurde konfirmiert. Habe es nicht bereut, bin zwar nicht allzu gläubig, aber ich singe so gern. Außerdem fühlt es sich irgendwie richtig an.

Antwort
von Joergi666, 105

du hast vergessen die Heirat zu erwähnen, dass ist das gleiche Muster. Tatsächlich hab ich mir die Frage aber auch schon immer gestellt- leider ohne wirklichen Erkenntnisgewinn.

Kommentar von DracoSodalis ,

Ja stimmt - kirchlich heiraten ist auch so ein Ding

Kommentar von HMilch1988 ,

Das heißt doch lange nicht mehr ,,willst du mich heiraten", sondern ,,willst du dich mit mir zusammen Veranlagen" xD

Kommentar von DracoSodalis ,

Wobei die Vielzahl dann doch "nur" auf dem Standesamt heiraten, und trotzdem ihre Kinder taufen lassen und zu Kommunion schicken.. 

Aber ja, es gibt auch "unchristliche" die dann Kirchlich heiraten.. 

Antwort
von berlina76, 111

Wir feiern Weihnachten und Ostern und sind nicht gläubig oder sogar anders Gläubig. Ist das nicht auch ein Wiederspruch.

Kommentar von Joergi666 ,

im Prinzip natürlich schon, wobei es da aber nicht so unmittelbar mit einem Bekenntnis zur Kirche und Glauben einhergeht, insofern aus meiner Sicht schon noch ein Unterschied besteht.

Kommentar von DracoSodalis ,

Die christlichen Feiertage stammen von den Kelten ab. Die dann die "Christen" im Mittelalter christlich gemacht haben. 

Weihnachten heisst nichts anderes als  geweihte Nacht bzw. Mutternacht. Ostern stammt von Ostara ab

Kommentar von berlina76 ,

Jein, die Kirche hat nur dafür gesorgt, das die Heidnischen Feste Zeitlich mit den Christlichen aufeinanderfallen. Ursprünglich mit dem Ziel, die Heidnischen Bräuche dadurch zu verdrängen. Im Prinzip wurden sie aber nur vermischt.

Antwort
von iLAiiZZoR, 125

Zwang denke ich nicht. Meine Eltern sind beide aus der Kirche ausgetreten, ich bin 15, mein Bruder 12 und wir beide wurden getauft und hatten Kommunion. Ich denke, dass es einfach der normale Ablauf in der Entwicklung eines Kindes ist.

Kommentar von FeeGoToCof ,

"Normal" wäre, weder getauft zu werden, noch die hl. Erstkommunion empfangen zu müssen.

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Kommt auf das Umfeld an. Bei mir in der Grundschule hatte jeder die Kommunion (außer ein Moslem). 

Kommentar von FeeGoToCof ,

Möglich, doch Du schriebst, Deine Eltern seien beide aus der Kirche ausgetreten. Trotzdem haben sie ihre Kinder die Erstkommunion "absolvieren" lassen. DAS ist NICHT normal!

Kommentar von iLAiiZZoR ,

Achso, dachte das hat nen anderen Bezug. Muss dir jetzt natürlich recht geben.

Antwort
von JustNature, 23

Die christlichen Kirchen gehören dringend auf den Müllhaufen der Geschichte. Ich hasse ihre Verdummung und Ausbeuterei.

Trotzdem: Wenn unsere Tochter nächstes Jahr zur Kommunion dran ist, dann werden wir sie mit aller Schmalzigkeit als weißes Jesusbräutchen schmücken. Dies geschieht aus Rücksicht auf unserer Verwandtschaft (v.a. Großeltern) und damit sie in der Schule nicht als Außenseiterin gemobbt wird.

Später freilich, ab der 7. Klasse werde ich ihr die Wahrheit vermitteln über unsere Welt.

Manche mögen das inkonsequent nennen. Ist mir egal, ich bin gern inkonsequent, d.h. "opportunistisch".

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