Frage von zetra, 88

Heute wurde die Verlängerung von Glyphosat abgelehnt.Was sind die Entscheidungen der einzelnen Länder wert?

Durch Uneinigkeit im Parlament enthielt sich DE. Nun will die EU eine Entscheidung fällen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Agronom, 57

Die EU Kommission, das Parlament gehört auch zur EU ;)

Wie KaterKarlo schrieb wird es vermutlich darauf hinauslaufen, dass die Kommission eine beschränkte Verlängerung erlassen wird, wie sie es auch vorgeschlagen hat. Eine "richtige" Neuzulassung wird vorerst wahrscheinlich nicht passieren, denn dann würde die Kommission die ganze Verantwortung an der Entscheidung tragen, möglich wäre auch das Auslaufen der Zulassung, das halte ich aber für unwahrscheinlich.

Kommentar von zetra ,

Agronom, denke an den Brexit, hier dachten auch die Leute das dieses nur ein Scheingefecht wäre, England nur mehr Zusagen der EU zu erreichen suchte.

Glyphosat, hier drücken sich einige um eine klare Aussage, somit ist doch klar, dieses Mittel ist nicht ganz koscher, sonst wäre die Abstimmung der Länder einmütiger.

Was Frankreich gemacht hat, finde ich gut. Nicht das sie ihre Küche als nationales Erbe erklärt haben, sondern das sie konsequent diese Pestizide vom Acker verbannt haben und somit auf jeden Fall ihre Produkte von der Qualität besser sind als in anderen Ländern.

In Deutschland vermute ich, die Stimmenthaltungen der SPD sind den Stimmungen in der Bevölkerung geschuldet, denn ohne ein anderes Profil wie zur Zeit, hätten sie keine Chance beim nächsten Urnengang.  

Kommentar von zetra ,

Sorry, ich habe nicht daran gedacht, meine Schwiegertochter in Spe ist ja Dr. der Pharmazie, gerade eben habe ich um ein Statement gebeten, somit wird sich mein Horizont noch ein bisschen erweitern.

Kommentar von Agronom ,

Frankreich hat nicht Glyphosat verbannt, es wurden entsprechende Mittel welche Tallowamine enthalten verboten, wenn ich da was verpasst habe, dann bitte ich um Aufklärung. In Deutschland hat dieser Stoff als eigener Zusatzstoff seit Ende 2011 keine Zulassung mehr, als Beistoff in fertigen Mitteln wurde es schon 2010 für Sikkationsanwendungen verboten und inzwischen sind auch alle Hersteller der Forderung des BVL nachgekommen, welche lautete, diesen Beistoff zu ersetzen, Ende 2014 lief die Zulassung für das letzte Mittel mit Tallowamin aus.

Die Haltung der SPD schätze ich ebenfalls so ein, dass sie schlicht auf der (verzweifelten) Annahme beruht, man könne so ein paar Stimmen abgreifen.

Beim Vergleich mit dem Brexit muss man klar unterscheiden wer hier abstimmt. Bei einer direkten Wahl der Bevölkerung bin ich mir sicher, dass es zu einem Verbot von Glyphosat käme, wie eben auch die Entscheidung für den Brexit gezeigt hat, trifft die Bevölkerung aber leider nicht immer die besten Entscheidungen. Bei dieser Frage wählen aber eben Volksvertreter und die letzte Entscheidungsgewalt hat immernoch die Kommssion, daher ist der Vergleich nicht ganz passend.

Kommentar von zetra ,

Es stand klipp und klar bei Spiegel TV, Frankreich spricht sich gegen eine weitere Zulassung von Glyphosat aus. Keine 3 Tage alt die Meldung.

Kommentar von Agronom ,

konsequent diese Pestizide vom Acker verbannt haben

Dafür ist diese Formulierung eben nicht richtig, denn bisher ist da nichts konsequent verbannt. Die Entscheidung ist mir auch bekannt, kommt aber nicht einem nationalen Verbot gleich, denn diese Entscheidung betrifft die ganze EU.

Kommentar von zetra ,

Meine Frage geht ja dahin, was sind die Entscheidungen der einzelnen Länder wert?

Sollte die EU die Fortsetzung von Glyphosat beschließen, was zu erwarten ist, dann wird sich zeigen ob die Franzosen Eier in den Hosen haben?

Meiner Meinung nach, gilt das Verbot in Frankreich ab sofort, die EU-Entscheidung wird dann nicht mehr akzeptiert. Sollte die EU rechtlich die Möglichkeit haben, in Frankreich mit einem Veto das Verbot zu kippen, ist neuer Zoff vorprogrammiert.

Kommentar von Agronom ,

Link geht nicht

Kommentar von zetra ,

Google mal selber, wo ich wohne gehen die meisten Link auch nicht. Sorry. 

Kommentar von zetra ,

Ich habe mich sachkundig gemacht. Es gibt eine neue Vorschrift über die Verweildauer einer Meldung.

Hier auf dieser Seite hatte ich das Gerichtsurteil, gesprochen in Cordoba Argentinien, hochgeladen. Erschienen ist ein 0815 Artikel über Kanada.

Dieser Link ist der zweite Fall, wo kurzfristig die Meldung verschwindet. Wenn ich den seit 40 Jahren stehenden Artikel, über den Panzer Typ Tiger, der 12 T 34 abschoss, google, dann erscheint er noch.

Wenn das alles mit rechten Dingen zugeht, wäre es reiner Zufall.

Wer hier noch glaubt, es geht alles mit rechten Dingen zu, der glaubt auch an den Hasenbrüter.

Kommentar von Agronom ,

Die öffentlich rechtlichen Medien unterliegen dem Rundfunkstaatsvertrags, da gelten eben andere Regeln als für private Medien, das musst du berücksichtigen.

Kommentar von zetra ,

Ich bin lernfähig. 

Antwort
von voayager, 49

Die Verantwortlichen in der EU wollen sich nicht mit Monsanto anlegen, aber uch nicht als Umwelt,- und Gesundheitssünder dastehen, ergo beginnt nun ein wenig erfreulicher Eiertanz.

Kommentar von zetra ,

Kurz und knapp, aber auf den Punkt gebracht. Das hier die Sorge für den Bürger eine Rolle mitspielt, glaube ich auch nicht.

Antwort
von KaterKarlo2016, 37

Guten Tag,

Deutschland hatte schon vor der Abstimmung angekündigt, sich zu enthalten. Die Bundesregierung ist in der Frage gespalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unionsparteien möchten, dass Glyphosat weiter zum Einsatz kommt. Die SPD-Minister lehnen dies bis auf Weiteres ab und verweisen auf mögliche Gesundheitsgefahren. Die Substanz steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Allerdings sind sich verschiedene Behörden bei der Bewertung uneins. Nun entscheidet die EU-Komission. 

Es ist davon auszugehen, dass nach Angaben der EU-Komission die Glyphosat-Zulassung auf 12 oder 18 Monate beschränkt erteilt werden wird. So lies sie es verlauten.

Hintergrundinformationen: www.spiegel.de

KaterKarlo2016 

Kommentar von zetra ,

Alles korrekt, es wurde hier schon viel geschrieben, über Zuwendungen von 500 Tsd. € an ein Institut, dessen Professor danach ein "richtiges" Statement im Sinne von Monsanto, verfasste. Usw. Da die Frage der Schädigung der Gesundheit des Menschen noch nicht abschließend geklärt ist, müsste dieses Mittel, Ende des Monats, die Zulassung entzogen werden.

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