Frage von RollercoasterXX, 64

Herzrhythmusstörungen trotz Medikamenteneinnahme?

Meine Mutter wurde vor knapp über 1 Jahr ins Krankenhaus eingeliefert weil ihr Blutdruck kritisch hoch war. Sie wurde dort untersucht und es wurde eine Herzkrankheit festgestellt. Seitdem muss sie zahlreiche Medikamente nehmen.

Letzte Woche fingen bei ihr wieder Herzrhythmusstörungen an, sie war Freitags beim Hausarzt, dieser hat die Dosis erhöht. Das ganze Wochenende keine Besserung, heute wieder beim Hausarzt, dieser wollte sie ins Krankenhaus schicken, was meine Mutter aber stur ablehnte. Dann hat der Arzt nochmal was am Medikationsplan geändert und gesagt, wenn es bis Donnerstag nicht besser wird, muss sie ins Krankenhaus. Ihre Medikation sieht bisher wie folgt aus:

  1. L-Thyroxin morgens 62,5mg
  2. Metoprolol morgens und abends je 50mg
  3. Lixiana morgens 60mg

Sie fühlt sich trotz der ganzen Medikamente weiterhin sehr schwach, sie friert, der Blutdruck ist niedrig und das Herz schlägt unregelmäßig. Ich habe Angst, dass sie es bis Donnerstag nicht überlebt, kann sie aber auch nicht überreden weil sie sehr stur ist.

Ich wollte nur mal wissen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie plötzlich stirbt ?

Antwort
von Heduda12, 34

Eine Antwort darauf abzugeben ist wie Kaffeesudlesen! Welche Antworten erwartest du dir? Bei deiner Mutter gehört abgeklärt, wieso sie diese Rythmusstörungen (vermutlich Vorhofflimmern bei Einnahme von Lixiana (Edoxaban) hat, es sollte das Herz mittels Ultraschall begutachtet werden bezüglich der Herzleistung und dergleichen. Danach sollte die medikamentöse Therapie angepasst werden. Die Warscheinlichkeit eines plötzlichen Herztodes kann dir in diesem Fall keiner sagen, der deine Mutter nicht gesehen oder Untersucht hat. Bitte überrede deine Mutter, sich im Krankenhaus oder zumindest bei einem Facharzt für Interne (Internist) abklären zu lassen.

Antwort
von imehl47, 37

So schnell stirbt es sich nun auch wieder nicht. Laß deinen Optimismus auch auf die Mutti ausstrahlen.

Wahrscheinlich hat sie Herzvorhofflimmern, da wird zum Stabilisieren ein Betablocker (Metopr.) verschrieben und damit keine Folgeprobleme, wie Schlaganfall, entstehen, ein Blutgerinnungshemmer (Lix.).

Sicher hat sie auch Schilddrüsenprobleme, deshalb das L-Thyr., aber Schilddrüsenfehlfunktionen können auch gut und gern genau solche Zustände, wie du sie schilderst, hervorrufen. Wichtig ist, dass durch das L-Thyr. die Schilddrüse inzwischen nicht sogar in die Überfunktion geraten ist.

So ist mir das mal passiert und ich hab die Schilddrüsenwerte prüfen lassen, alles ok. - dann hab ich die Tabletten von mir aus abgesetzt. Die Ärztin hat erst mal geschluckt, dann hat sie zugestimmt, schließlich ging es mir ja ohne sehr viel besser.....

Also von der Seite solltet ihr auch dran bleiben. Diese Hormone haben sehr unschöne Nebenwirkungen...

Bei Herzvorhofflimmern hilft auch Kalium sehr gut, prima Erfahrungen habe ich da mit Tromcardin.

Kommentar von Heduda12 ,

Ich bitte von Ratschlägen wie SD-Medikation abzusetzen oder auch Kaliumgabe bei Vorhofflimmern abstand zu nehmen, denn dadurch können gefährliche Situationen auftreten.

Wieso? Der Kaliumspiegel ist sehr wichtig fürs Herz, wenn dieser zu hoch wird, aufgrund einer Kaliumeinnahme, können gravierende Herzrythmusstörungen auftreten. Deswegen wird dieser Wert auch bei Pat. mit Kaliumeinnahme regelmäßig kontroliert.

Es ist zwar richtig, das bei einer Schilddrüsenüberfunktion Vorhofflimmern ausgelöst werden kann, allerdings wird dieser Wert (TSH und fT4) bei Einnahme regelmäßig kontroliert. Bei absetzen dieser Medikamente folgt eine massive Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

Kommentar von imehl47 ,

Meine Erfahrungen zeigten mir, dass ich selbst genau wissen muß, welche Werte wichtig sind und dass sie kontrolliert werden müssen, da ist nix von allein und regelmäßig und automatisch - und dass man der Kontrolle oft hinterherlaufen muß, leider......

Antwort
von joheipo, 35

Glaubst Du, hier in diesem Gäming-PC-Treff Ärzte bzw. Kardiologen anzutreffen, die eine Ferndiagnose abgeben können?

Warum holt Ihr Euch nicht die Meinung eines weiteren Arztes ein, wenn Euch die Therapie des Hausarztes nicht gefällt?

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