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Herzphobie (Angst vor Herzinfarkt) wer kennt das auch?

gefragt von vonRichthovenvonRichthoven am 13.05.2009 um 19:48 Uhr

Leide seit 1995 an Herzangst. War in mehreren Kliniken. Habe über Jahre mehrmals tägl. gegen die Panikattacken Diazepam nehmen müssen (naütrl. verordnet). Leider immer noch darunter. Diazepam habe ich aber reduziert (im letzten Jahr habe ich das geschafft) auf 1 für die Nacht. Also wie eine Schlaftablette. Aber tagsüber renne ich nur, komm kaum zur Ruhe, weil die Angst mich immer verfolgt. Nach dem Laufen geht es mir dann etwas besser. Wer kennt vielleicht eine Klinik, die diese Ängste und Panikattacken behandeln kann (keine Privatkliniken bitte). Inzwischen kommen jetzt auch noch Zeitzwänge dazu und muss zu bestimmten immer etwas essen, sonst geht es mir auch dreckig. Freude empfinde seit Jahren nicht mehr richtig. Und wenn ich mich freue, dann kommt die Panik. HILFE Also bitte nur ernstgemeinte Antworten. Es ist kein Witz !!!! Danke


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conni75
beantwortet von conni75 am 13. Mai 2009 19:51
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ich weiss das am bodensee eine sehr gute klinik sein soll, aber frag mich nicht wo, ich hatte nämlich auch über 10 jahr psychische störungen, habe ein paar jahre terapie gemacht, es ist nicht weg, aber ich hab gelernt damit umzugehen und kann heute wieder richtig lachen....allerdings so ein paar kleine zwänge hab ich auch noch, aber die draf man ja haben, ansonsten wärs auch langweilig


anonym
beantwortet von MeinPapa am 13. Mai 2009 19:51
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Frag mal bei Pychatern nach. Die wissen das am besten!

Kommentar von 6487c185bda0643fbe9d19cf47b01861smallvonRichthoven am 13. Mai 2009 19:52

Es gibt darunter aber leider zuviele Pappnasen. Die müssten selbst mal behandelt werden !

Kommentar von 1fcaf9a44053095731817d42075bb7ebsmallaudicoupepower am 13. Mai 2009 19:54

joah da hast du recht...


anonym
beantwortet von newcomer am 13. Mai 2009 19:52
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du brauchst einen tüchtigen Psychologen. Die Kasse übernimmt die Kosten, wenn du vorher zum Hausarzt gehst


audicoupepower
beantwortet von audicoupepower am 13. Mai 2009 19:52
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ja ich kenne das auch, du schreibst, dass es seit 95 so ist, das ist doch der Beweis, das jetzt seit 14 Jahren nichts passierte, verhaue dir nicht die nächsten 14 Jahre, wenn es so weit ist, können deine bloßen Gedanken daran es auch nicht verhindern... genieße dein Leben du hast nur das eine...

Kommentar von 6487c185bda0643fbe9d19cf47b01861smallvonRichthoven am 13. Mai 2009 20:23

Du hast Dir Gedanken gemacht. Danke dafür :-))


anonym
beantwortet von Davorka am 13. Mai 2009 20:02
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Mir hat in einer miesen Phase dieses Forum mal recht viel gebracht: http://www.verrueckt.de/. Ist zwar ein paar Jahre her, aber da findest du garantiert auch heute noch Tipps zu Kliniken, Behandlungsformen und vor allem auch Kontakt zu anderen Betroffenen. Alles Gute! Du schaffst das! Ich finde es schon super, dass Du mit der Sache 'rausgehst' und Hilfe suchst! Hut ab! P.S. Hoffentlich findest da auch Hilfe wegen der Benzos- ich halte es für ziemlich unverantwortlich, dieses Suchtmittel heute noch zu verordnen- es gibt Besseres und Ungefährlicheres!

Kommentar von 6487c185bda0643fbe9d19cf47b01861smallvonRichthoven am 13. Mai 2009 20:24

Ich nehme ja nur noch 1 am Abend (als Schlaftablette) ist zwar keine Entschuldigung, aber ich bin stolz auf mich, dass ich nicht mehr 3 x am Tag nehme !!!!

Kommentar von Davorka am 13. Mai 2009 20:56

Entschuldigen musst du dich schon mal gar nicht- das müsste der Arzt, der dich darauf gebracht hat! Und du hast Riesenglück gehabt und es ist eine super Leistung, dass du auf eine runtergekommen bist! Wie gesagt- du schaffst das, scheinst doch sehr stark zu sein. Ich drück die Daumen :-)


anonym
beantwortet von nikkibor am 13. Mai 2009 20:04
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schau ma hier ins Forum www.panik-attacken.de dort ist ein Forum wo du dich mit anderen Betroffenen austauschen kannst. Gute Besserung

Kommentar von 6487c185bda0643fbe9d19cf47b01861smallvonRichthoven am 13. Mai 2009 20:21

Danke für Eure Antworten und Tipps! Danke :-))

Kommentar von nikkibor am 13. Mai 2009 20:23

Bitte ,leide selber unter Panikattacken und Angststörungen und weiß wie "beschissen" es einem gehen kann.

Kommentar von 6487c185bda0643fbe9d19cf47b01861smallvonRichthoven am 13. Mai 2009 21:43

Ist Dein Geburtsjahr ein Witz? Würde mich evtl. gern mal mit Dir per Email schreiben.

Kommentar von nikkibor am 14. Mai 2009 15:15

ja ist ein Witz,bin ende 1960 geboren


anonym
beantwortet von Daniec am 16. Mai 2009 08:08
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Hallo!

Also, bezüglich der Tabletten bin ich echt erschüttert. Ja, es ist tatsächlich so, dass man bei schweren Ängsten unterstützend mit Medikamenten arbeitet, aber wirklich erst einmal nur unterstützend, damit der Patient ein wenig zu Ruhe kommt und in einer Therapie lernt, mit seinen Ängsten umzugehen.

Danach sollte es aber wieder abgesetzt werden. Ich finde es wirklich unverantwortlich, was Dein Arzt da mit Dir macht!

Ich kann Dir als "ehemalige" Angstpatientin nur erst einmal schreiben: Man schafft es!

Es gibt Menschen, die vorrübergehende Ängste haben, weil ihre Lebenssituation sich vielleicht zum Negativen verändert hat oder aber weil sie unter extremem Stress leiden oder...oder...

Diese Menschen, die psychisch stabiler sind, verlieren diese Ängste meist auch wieder und erinnern sich später nur daran, dass sie "sowas" auch schon mal hatten.

Dann gibt es Menschen wie wir, die viele Jahre mit Ängsten und Panikattacken leben, die psychisch weniger stabil sind, eine oder mehrere Vorgeschichten in der Kindheit hatten, die leiden unter diesen Ängsten, lernen aber mit einer guten Therapie, damit zu leben.

Und ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: Wenn Du erst einmal gelernt hast, damit zu leben, treten diese Ängste in immer weniger Situationen auf, bis sie wirlich irgendwann nur noch ganz minimal sind, so dass Du sie wahr nimmst, es Dir im Moment unwohl ist, aber Du weißt, es vergeht auch wieder und dann ist es wieder gut.

Dies kannst Du damit vergleichen, dass der Körper eines jeden Menschen auf Stress und andere unangenehmen Situationen reagiert: nämlich bei den einen mit Migräne, bei anderen mit Magenschmerzen, der Nächste leidet unter Durchfall, tja und wir Panikpatienten eben mit Angstanfällen.

ABER: Es ist NUR ein Signal des Körpers, der Dir mitteilt, dass Du bitte etwas kürzer treten und ihn ernst nehmen und schonen sollst!!! Mehr nicht!

Du bist nicht wirklich krank! Hättest Du wirklich eine ernstzunehmende Krankheit, würde Dein Körper Dir dieses Signal senden, aber Du hättest keine Panik! Du hättest Schmerzen und würdest (ruhig!) zum Arzt gehen, um es abchecken zu lassen!

Die Panikattacke ist ein eindeutiger Beweis, dass Du nicht ernstlich krank, aber überfordert bist!

Ich habe es nach vielen Jahren geschafft, wieder ein einigermaßen ruhiges Leben zu führen. Wenn ein Anflug von Angst kommt, weiß ich sofort, dass ich unter Stress stehe. Dann gehe ich kurz durch die Situation, die aber wirklich nichts mehr mit den Attacken von damals gemein haben, und danach geht es mir wieder gut!

Informiere Dich über einen guten Psychologen und schaue Dich nach Selbsthilfegruppen um!

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!!!

Liebe Grüße Milaz


piekas
beantwortet von piekas am 21. Mai 2009 14:12
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hallo versuche es doch mal mit ner tagesklinik , die gibt es überall ,da lernst mit deinen ängsten umzugehen und bekommst ne tagesstruktur , viel glück und geb net auf


anonym
beantwortet von schnubbel76 am 18. Oktober 2009 16:07
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Ich leide auch unter Herzneurose. Das Problem ist, dass mein Verstand die ganzen Mechanismen eindeutig kennt und versteht. Aber sobald nur ein keiner Reiz, der auch nur annäherend aus dem Bereich des Herzens kommen könnte, auftritt, setzt sich ein automatischer Panikprozess in Gang, dem ich nicht Herr werde.

Ich war im Februar bei einer Herzkatheteruntersuchung, total ohne Befund. Ich fahre auf dem Belastungs-EKG bis 350 Watt. Zwar schiesst mein Puls und Blutdruck dabei hoch (habe medikamentös behandelte Hypertonie), aber es gibt keine Anzeichen auf Durchblutungsstörungen. Alles war immer ohne Befund.

Letzte Woche kam ich aus dem Krankenhaus, wo meine Ärztin mich einwies, weil ich einen konstanten Puls von 120 hatte (sonst Ruhepuls 50). Kein Befund.

Vor drei Tagen rief ich mir nen Krankenwagen, weil mein Blutdruck im nicht mehr messbaren Bereich war und ich dachte, ich krepiere. Sofort nachdem man mir am Telefon sagte "wir kommen!" wurde es umgehend besser. Leider kam meine Freundin da gerade nach Hause, die dieses Szenario schon mind. 10x mitgemacht hat. Sie verkraftet es nicht mehr, will sich trennen. Meinen Job verlor ich dieses Jahr, weil ich aufgrund der Symptome ne Burnout-Diagnose hatte und kam auf psychosomatische Reha (die mir sehr gut half und ich viel über mein Problem lernte). Seitdem bin ich in Psychotherapie, rede viel mit Betroffenen (mein bester Freund, 32 jahre, an sich kerngesund, hatte/hat das auch). Ich kenne die Mechanismen und weiss, woher es kommt. Und doch fühle ich mich nach wie vor hilflos. Wenn ein Symptom hochkommt, fange ich sofort an, es genau zu beobachten, Puls zu fühlen, Blutdruck zu messen, es überrennt es mich nur noch. Dadurch steigert sich die Angst erst. Ich weiss es und bin doch machtlos.

Ich weiss, dieser Beitrag hilft Dir nicht viel zu einer Lösung, aber ich wollte Dir aufzeigen, dass Du alles andere als allein damit bist.

Dieser Link hier erinnert mich immer wieder daran, wenn ich Angst habe und zweifele, dass ich eine Panikstörung habe. http://www.panik-attacken.de/index.php?option=com_content&task=view&id=5...

Liebe Grüße, Uli


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