Frage von Leo1K, 100

Herzbeschwerden nach Alkohol/Cannabis/Sport?

Hallo Leute,

gleich am Anfang eine kurze Erklärung: Ich brauche in den Antworten keine Ratschläge wie Cannabis/Alkohol ist schlecht oder so - ich studiere Medizin und bin mir den Nebenwirkungen und möglichen Langzeitfolgen von psychotropen Substanzen durchaus bewusst. Bitte den Text auch aufmerksam lesen;-) Nun kurz zu meiner Person: Bin eigentlich ein sportlicher Mensch (Fußball, Skifahren), hatte während meiner Schulzeit ein 1.0 Abi und gehe hin und wieder (4-mal pro Monat ca.) mit Freunden aus oder wir rauchen zu Hause einen Joint gemütlich. Nun mein Problem: Vor 2 Monaten hatte ich die absolut dümmste Idee meines Lebens und habe auf einer Studentenparty MDMA konsumiert, was bei mir einen ziemlichen Horrortrip verursacht hat (Herzklopfen, Angstzustände). Auch in den nächsten Tagen hatte ich noch einen ziemlich erhöhten Puls, bin dann ins Krankenhaus (EKG, Blutbild) wo mir der Doktor versichert hat dass ich absolut gesund sei. Daraufhin bin ich 3 Wochenenden zu Hause geblieben, war dann auf einem Schulball und habe etwas getrunken und auf einmal schnellt der Puls wieder nach oben. Die Woche darauf habe ich dann wieder einen kleinen Joint versucht und bekam daraufhin einen Puls von 150 - war beim Zivildienst also kann ich das ziemlich gut messen ;-) - nach einer Stunde hat sich das aber wieder normalisiert als der "Kick" vorbei war. Interessanterweise habe ich auch nicht das übliche High verspürt, sondern kam mir ziemlich klar im Kopf vor. Nun habe ich ehrlich gesagt ziemlich Schiss dass ich mir mit dem MDMA Konsum vor 2 Monaten dauerhaft eine psychosomatische Störung (also dass mein Gehirn auf Alkohol/THC falsch reagiert) eingefangen habe und ich nie wieder ausgehen kann was richtig doof wäre. Könnt ihr mir konstruktiv helfen oder mir ein paar Seiten empfehlen wo Lösungen für dieses Problem stehen?

Danke

Antwort
von Samika68, 53

ich studiere Medizin und bin mir den Nebenwirkungen und möglichen Langzeitfolgen von psychotropen Substanzen durchaus bewusst

Anscheinend nicht...

Sonst wüsstest Du, dass die Einnahme von MDMA in Verbindung mit Alkohol zu einer starken Belastung von Leber und Nieren, sowie Überhitzung führt.

Die Aufnahme von Kalzium wird blockiert und führt u. a. dazu, dass sich der Herzmuskel nicht mehr ordentlich zusammenziehen kann, was wiederum zu Herzrasen führt.

Das, was Du beschreibst, könnte ein Flashback sein. Die kommen leider häufiger vor - meist in Verbindung mit Alkohol.

In bestimmten Situation wird durch bestimmte Trigger die Erinnerung an Situationen und Erlebnisse unter Substanzeinfluss abgerufen.

So dass der Eindruck entsteht, wieder etwas konsumiert zu haben.

Solche Auslöser können Erlebnisse, Gerüche, Musik, Orte u.v.m. sein, die ähnlich den Erlebnissen, Sinneseindrücken und der Umgebung der ursprünglichen Drogenerfahrung sind und (unterbewusst) die Gefühle wieder hoch holen, die man während des Rausches hatte.

Sorry, aber wie kann jemand, der Medizin studiert und eventuell einmal die Heilung und Vorbeugung von Erkrankungen zu seinem Lebenssinn macht, sich auf solch gesundheitsgefährdenden "Experimente" einlassen?

Kommentar von Leo1K ,

Erstmal danke für deine Antwort. Du denkst also dass ich immer an Flashbacks leide? Das ist doch schon einmal ein Anhaltspunkt, hören die beispielsweise nach einjähriger Absenz von Cannabis wieder auf?

Ich will einfach nur normal auf Partys gehen können (machen ja fast alle Menschen auf dieser Welt), ein bisschen was trinken, ein bisschen Spaß haben (geht natürlich auch ohne Alkohol, aber auf die Dauer wird man so zum Außenseiter)

Kommentar von Busverpasser ,

Sorry, aber wie kann jemand, der Medizin studiert und eventuell einmal
die Heilung und Vorbeugung von Erkrankungen zu seinem Lebenssinn macht,
sich auf solch gesundheitsgefährdenden "Experimente" einlassen?

Wer sagt denn, dass Ärzte gesund leben müssen?! Ich kenne viele die Affinitäten zu Bewusstseinsverändernden Substanzen besitzen. Eigentlich könnte man sagen, es ist sogar von Vorteil, wenn ein Arzt praktische Drogenerfahrungen hat und nicht nur welche aus Büchern...

Kommentar von jerkfun ,

So tief bin ich nicht in so etwas involviert.Zufällig habe ich kürzlich eine wissenschaftliche Sendung gesehen.Das dort vorgetragene deckt sich exakt mit dem hier wiedergegeben.Mit einem einser Abi,wirst Du verstehen und wissen,das Du nur dann auf der sicheren Seite bist,wenn Marihuana / Hanf für Dich gestorben ist und Alkohol nur sehr selten und in geringen Mengen,wenn überhaupt ok.ist.Und ich weis,das ein einser Abi nur dazu dient,um ein Studium zu ermöglichen,aber nicht davor schützt unvernünftig zu handeln.^^

Antwort
von putzfee1, 38

Konstruktiv helfen kann man dir sicher bei einer Drogenberatungsstelle. Dass du trotz der Probleme, die du bisher mit alldem hattest, immer noch weiter konsumierst, und das, obwohl du dir als Medizinstudent über die schädliche Wirkung auf den Körper im Klaren bist, zeigt doch nur, dass du süchtig bist und allein von dem ganzen Zeug nicht los kommst.

Ein 1.0-Abi schützt vor Torheit offensichtlich nicht.

Kommentar von jossgrund123 ,

wenn er 4 mal pro monat konsumiert is er nicht süchtig

Kommentar von putzfee1 ,

Tja... wenn er nicht süchtig ist, dann ist er einfach nur dumm und unvernünftig. Anders kann man ein solches Verhalten in dem Fall nicht nennen.

Antwort
von Leo1K, 18

Also,

ich bin wirklich nicht süchtig danach. Es ist nur so, dass ich schon gerne mit Freunden ausgehe und da wird nunmal Alkohol getrunken und wenn du derjenige bist der IMMER als einziger nichts trinkt ist es eben auch blöd...

Genau solche Antworten wollte ich ja nicht hören, ich will nur wissen ob das irgendwann wieder aufhört oder woran das liegt, ich kann auch die Finger für immer vom THC lassen aber ich werde sicher noch öfter auf Partys gehen wo man ALkohol eben nicht immer vermeiden kann

Kommentar von DerPate19811 ,

Du steckst meiner Meinung nach schon viel tiefer drin, als Dir bewusst ist.
Du wirst die Finger nicht vom THC lassen können, das weist du sicher auch selber.

Und Alkohol kann man IMMER vermeiden wenn man will.

Aber ich denke, dass du das eben nicht willst.

Ich wünsche dir viel Glück.

Kommentar von putzfee1 ,

Man kann alles vermeiden, was man nicht verträgt. Auch Alkohol. Keiner zwingt dich, irgend etwas zu konsumieren. Ich gehe auch gern auf Partys, aber ich brauche weder Alkohol noch Drogen, um gut drauf zu sein. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, dann hast du wohl ein tiefer liegendes Problem.

Wenn du nicht süchtig bist, dann lass es doch einfach! Dir ist die gesundheitliche Problematik doch angeblich bewusst!

Antwort
von Coolplayerking, 40

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dein Problem psychischer Natur ist.

Du bildest dir alles ein und somit bekommst du bei jedem Rauschzustand Herzklopfen. Wenn das bei dir so ist, würde ich die Finger komplett von Rauschmitteln lassen, denn man darf da nicht so ängstlich sein, sonst kann man noch eine Psychose erleiden.

Antwort
von DerPate19811, 39

Wenn ich Angst davor hätte, würde ich es ganz weglassen. Einfachste Lösung.

Die Tatsache, dass du Angst davor hast nie wieder Alkohol trinken zu können (das entnehme ich deinem Schlusswort) muss die Frage zulassen, welche Einstellung du grundsätzlich zu Rauschmitteln hast. Vielleicht liegt die Lösung des Problems auch in der Antwort darauf.

Kommentar von Leo1K ,

Es geht nicht um den Alkohol.

Es geht um das Ausgehen mit Freunden am Wochenende, das Spaß machen soll und das fast alle Menschen dieser Welt auch so praktizieren. Das man auf Partys Alkohol eben nicht immer vermeiden kann, sollte auf der Hand liegen bzw. manövriert man sich so nur zum Außenseiter der immer als Spaßbremse gilt.

Kommentar von DerPate19811 ,

Ich verstehe, was du meinst.
Ohne dich zu kennen kann ich aber nichts näheres dazu sagen.
Vielleicht nur soviel, dass ich wesentlich mehr Respekt davor habe wenn jemand wegen seiner Gesundheit ( und um die machst du dir ja nunmal sorgen) auf Alkohol und sonstige Stoffe verzichtet, als dass er das ignoriert und konsumiert, um dazu zu gehören.

Eine gefährliche Situation, die schon manchem das Genick gebrochen hat.

Antwort
von Akka2323, 7

Die Tochter meiner Cousine ist auf diese Art, Beschwerden, nicht aufhören, Dauergast in der Psychiatrie geworden.

Antwort
von jossgrund123, 11

Ja das kenn ich auch von mir so ähnlich... wenn du dich an die situation in der du MDMA genommen erinnert fühlst (z.b durch ein lied auf ner party das du auch während des MDMA rausches gehört hast) das is nur ein backflash also nix dramatisches.

 Und MDMA mit Alk is schlecht , nehm mal MDMA zu Hause mit freunden (am besten einer der schon ma XTC genommen hat) oder deiner freundin (falls vorhanden) ohne alkohol (höchstens dabei gras rauchen). Es wird eine der besten erfahrungen die du je hattest, glaub mir :D

Soll keine Anstiftung zu etwas illegalem sein ;)


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