Frage von ElGato88, 81

Herstellung von Wohnaccessoires, wie siehts da mit der Handwerkskammer aus bzw. Meisterzwang?

Hallo, ich möchte mich gerne mit der Herstellung von Wohnaccessoires nebenberuflich selbstständig machen. Nun würde ich gerne mal willsen zu welcher Kammer ich dan angehörig wäre IHK oder HWK oder beides ?? Ich habe mir da ein breites Produktportfolio angedacht z.B. Kleiteile wie Teelichthalter/ Kerzenständer bis hin zu kleinen Beistelltische oder evt. auch Lampen in Eigenkreation (Fertige elektrik kaufen und in ein eigenes "Gehäuse" eingauen). Mir ist bewusst dass ich das ganze schon noch ein bisschen eingrenzen muss um Gewinne generiern zu können aber ich möchte erstmal sehen wo das ganze hinführt. Das ganze sollte dann über den Online Markt vertrieben werden (Etsy, Dawanda evt Amazon?). Hat jemand ein paar Tipps für mich ? Habe mich nun schon von mehreren Stellen beraten lassen leider waren die Aussagen immer mehr als schwammig und teilweise auch wiedersprüchlich. Zu meiner Person: Ich bin Techniker der Fachrichtung Maschinenbau und mache momentan neben meinem Hauptberuf den Bachelor of engineering.

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von Dirk-D. Hansmann, 34

Das erste und eigentlich auch das bestimmende Wort dürfte hier die Handwerkskammer haben.

Dort würde ich mit einer Gesamtkonzeption erscheinen bzw. einen Beratungstermin machen.

Allerdings sind die Handwerkskammern relativ teuer. Daher würde ich ohne dauernd den Unterschied zum Handwerk zu betonen eben darauf achten den Unterschied zum eigenen Arbeiten zu beschreiben.

Handwerker ist kein Designer. Bist Du auch nicht. Trotzdem scheint Dir der Anspruch am Design wichtig zu sein. Dabei planen natürlich alle.

Handwerker fertigen individuelle Dinge. Deine Sachen sollen allgemein tauglich sein.

Ein Industriebetrieb braucht ja auch keinen Meister. Da kann auch der Hausmeister Chef der Entwicklungsabteilung sein. Das entscheidet der Gewerbetreibende.

So würde ich das in der Darstellung konzeptionieren.

Kommentar von ElGato88 ,

Beratungstermin steht. Ich bin ja mal gespannt

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Danke für den Stern! Und hat die Handwerkskammer Dir schon gesagt, dass die IHK zuständig ist?

Antwort
von Geistwesen, 29

Achtung:

Es beantwortet nicht unmittelbar die Frage, aber ich möchte einen (aus meiner Sicht) verdammt wichtigen Hinweis geben:

Beim Meisterzwang geht es ja in der Sache grundsätzlich um die Haftungsfrage, wer also qualifiziert ist für die Folgen eines Handelns "den Kopf hinzuhalten", hauptsächlich nichts anderes.

Diese Frage stellt sich hier genauso(Sachmängelhaftung).

Du verbaust z.B. eine gekaufte Lampenfassung samt fertig konfektioniertem Anschlusskabel mit Schalter in ein selbst angefertigtes Gehäuse. Bei der Montage bohrt sich eine Schraube unbemerkt in den stromführenden Leiter. Die Lampe besteht den anschließenden Funktionstest, sieht gut aus; wird verkauft. Zwei Monate später brennt dem Käufer/Endkunde die Hütte ab.

Hast du nun eine Versicherung abgeschlossen, die deine Sachmängelhaftung als Produzent (oder als Importeur = rechtlich gleich Hersteller) abdeckt?
Hättest du für den Fall einen Meister oder selbst eine Qualifikation als "Elektrofachkraft" haben müssen.

Diese "Haftungskiste" ist unbedingt rechtssicher und abschließend zu klären, sie kann dich existenziell den Kopf kosten und ist risikotechnisch weit höher als das übrige unternehmerische Risiko zu bewerten!

Kommentar von ElGato88 ,

Danke, das habe ich auch schon bedacht und wollte diesbezüglich auch noch weiter Informationen einholen ob ich als Maschinenbau Techniker oder später B. Eng. als befugte Person in Sachen Elektik zähle. Ansonsten würde die Versicherung ja auch nicht Haften und das Thema Lampen wäre dann auch Tabu für mich. aber danke für deinen Beitrag !!!

Antwort
von muschmuschiii, 54

Du brauchst einen Gewerbeschein, um deine selbstverfertigten "Topflappen, Teelichthalter und Sofakissen" z.B. über Dawanda zu vertreiben. Was hat die IHK oder HWK damit zu tun?

Kommentar von ElGato88 ,

Naja soweit ich weiß muss man sobald man ein Gewerbe betreibt bei einer dieser Kammern gemeldet sein, wenn es sich um ein Handwerk handelt bei der HWK und bei allem anderen ausser freien Berufen bei der IHK.

Falls das nicht der Fall ist bin ich völlig falsch informiert

Kommentar von muschmuschiii ,

ja schon, wenn du dich als Tischler oder Elektriker oder Maler selbstständig machen willst, stimmt das. Aber deine Intension scheint doch meiner Meinung nach in die Richtung "anspruchvolles, gewerkeübergreifendes Basteln" zu gehen, du erbringst doch keine Arbeiten, bei denen eine Ausbildung (Lehre) erforderlich ist!

Kommentar von ElGato88 ,

Das ist ein guter Ansatz nur wie gehe ich das ganz an? Wie mache ich das dem netten Herren beim Gewerbeamt begreiflich und vor allem hat das in Zukunft auch Bestand ? nicht dass in einem Jahr jemand zum kontrollieren kommt und dann sagt "OH oh oh dat wird Teuer" ;-) weil es sich eben doch um einen Handwerksähnlichen beruf handelt ?!

Kommentar von muschmuschiii ,

halt, stopp: hab doch noch was gefunden:

http://www.kleinunternehmerportal.de/index.php/informationen/existenzgruendung/1...

Die IHK kommt automatisch auf dich zu, sobald du einen Gewerbeschein beantragt hast!

Viel Erfolg bei deinem onlinehandel!

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