Frage von Renguees, 1.050

Herrscht in Deutschland wirklich Religionsfreiheit?

Hallo Leute,

Ich bin ein Muslim und in Deutschland aufgewachsen. Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht. Aber irgendwie kann ich das nicht richtig glauben, wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten (Medien, Lehrer, teilweise Politiker) usw. im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings zu lesen über Muslime, die anonym verfasst werden.

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw. Ich kann diesen Hass garnicht nachvollziehen. Die meisten Muslime die ich kenne sind sehr friedlich und distanzieren sich von Gräueltaten was der IS usw. macht, aber viel schlimmer finde ich, das die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime.

Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere? Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen, was ja vollkommener Schwachsinn ist.

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von fraschi, 193

Natürlich herrscht Religionsfreiheit, aber in einem vorgegebenen Rahmen.

Das bedeutet, wenn durch die Ausübung die Rechte anderer verletzt werden, kann die Ausübung beschränkt oder gar verboten werden.

Hier kann nicht jeder machen, was er will, jedoch gibt es Leute die Gegenteiliges glauben oder einfach nicht wissen wollen, was man nicht darf.

Und es ist doch auch klar, daß wenn ich mich in einer Gruppe oder Versammlung befinde, die ständig negativ auffällt, die anderen Menschen da etwas genauer hinsehen.

Und aus solchen Beobachtungen in Verbindung mit Überzeugungen b.z.w. Meinungen entstehen Klischees b.z.w. Vorurteile.

Muslime fallen z.B. durch ihre Gewohnheiten und auch Bräuche auf, wobei auffällt, daß Muslime ihre Religion so ausüben, wie es jeder gerne möchte.

Dabei scheint es weder Grenzen noch sonstwas zu geben und dabei werden dann meist irgendwann die Gesetze des Landes " vergessen ", in dem man lebt.

Manche Muslime gehen sogar soweit, meinen zu müssen, daß die Gesetze des gewählten Gastlandes überhaupt nicht gelten und wundern sich dann, wenn es irgendwann mal richtig " Gegenwind " gibt.

Natürlich gibt es in jeder Bevölkerung Stimmungsschwankungen und diese sind oftmals auch spürbar, denn es gibt Menschen mit diversen Ängsten wie z.B. die Angst der Überfremdung.

Ich denke, diese Angst ist derzeit sehr aktuell und die Bevölkerung b.z.w. ein Teil davon reagiert entsprechend.

Das ist auch ein Resultat der Parallelgesellschaft , die von denjenigen gebildet wird, die sich nicht anpassen wollen.

An dem Punkt ist sichtbar, daß die Integration völlig versagt hat und darin sehen viele Menschen einen klaren Nachteil für unser Land.

Und wer das nicht sieht oder sehen will, denn wird die Realität eines Tages einholen......

Gruß,

fraschi

P.S.: Im Übrigen sind Moscheen kein Teil unserer Kultur und stoßen deshalb langsam auf Ablehnung, weil Moscheen durch diverse Vorkommnisse in Verruf geraten sind.

Und nicht nur das, sie werden als Symbol für die optische Aufzwingung einer Religion gesehen und das geht eindeutig zu weit.

Dazu ist auch klar zu sagen, daß z.B. Katholiken oder Protestanten ihre Kirchen auch nicht bauen dürfen, wo sie möchten....an dem Punkt ist in manchen Staaten die Religionsfreiheit spätestens beendet....wenn es da soetwas überhaupt gibt b.z.w. vorgesehen ist.

Hinzu kommt, daß auch die Moscheevereine anscheinend Falschspieler sind, weil sie uns manchmal etwas vorgauckeln wollen, was offensichtlich nicht so ganz stimmt......

Diese Anmerkungen könnte ich noch lange fortführen, aber lassen wir das......

Kommentar von Renguees ,

Vielen Dank für deine Antwort. Du hast in allen Punkten Recht. :)

Kommentar von fraschi ,

Es geht nicht um Rechthaben, sondern um gesammelte Eindrücke, die irgendwo ein Bild ergeben. Die Menschen sind nie alle gleich und werden es auch nicht, egal woran man glaubt. Und meistens ist es so, daß eine kleine Gruppe, die sich nicht entsprechend den allgemeinen Vorstellungen verhält, den großen Rest dieser Vereinigung b.z.w. Religion mit in Verruf bringt.

Kommentar von Renguees ,

Die Frage ist, wie das in der Zukunft aussehen wird? Ich mein, wenn sich alle Parteien im Moment nicht einigen können, dann könnte das zusätzlich die Stimmung hier und in ganz Europa kippen lassen. Nur im Moment, herrscht hier noch eine zu große negative Stimmung im Volk, die es aufzuarbeiten gilt.

Kommentar von fraschi ,

Das kann man einfach nicht vorhersagen, denn es hängt davon ab, wie sich die Menschen verhalten. Ich betrachte das mit großer Sorge, denn in vielen Ländern finden derzeit politische Umbrüche statt.

Dazu zählt Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande, Türkei u.v.m.

Und Religionen haben früher schon Kriege angezettelt, auch wenn das heute niemand mehr wissen will.

Beide Seiten sind derzeit sehr gefordert, aufeinander zuzugehen....trotz aller Differenzen, um mal bei den Muslimen und den anderen Religionen im Land zu bleiben.

Schaffen wir das nicht, wird aus dem kleinen Riss ein riesiger Graben....und er Traum der Menschen, ein großes Reich

" Europa " für alle zu bilden, platzt wie eine Seifenblase.

Dieses Streben nach einem gemeinsamen großen Reich war in der Vergangenheit...der Geschichte...noch nie von Erfolg gekrönt.

Religion und Politik haben sich immer miteinander vermischt und auch deshalb schaut die eine Religion auch immer auf die Andere.


Antwort
von DerTommy86, 394

Ich hätte mal eine ernst gemeinte Frage an dich: Nehmen wir an, du hast eine Schwester in meinem Alter (29) und sie würde mit mir ausgehen wollen. Wäre das für dich und deine Familie okay, oder würde das gar nicht gehen?!

Hintergrund der Frage ist der, dass ich in einem Viertel mit hohem Migrantenanteil aufgewachsen bin. Darunter viele Türken. Und ich muss ganz offen und ehrlich sagen, dass ich gerade von dieser Gruppe mittlerweile sehr wenig halte. Das beziehe ich auf die Nationalität und die Religion, denn ich habe stets gemerkt, dass beides Hand in Hand geht.
Ich bin mal mit einem türkischen Mädchen ausgegangen und wir hatten sehr viel Spaß. Auf dem Heimweg hat einer ihrer Bekannten uns gesehen. Am nächsten Tag meinte sie, wir könnten uns nicht mehr sehen, weil ihre Eltern es erfahren hätten und es sie in Gefahr bringen würde. Aber genug mit den Geschichten aus meiner Jugend...
Fakt ist, viele Europäer mögen Muslime nicht so, weil sie (mit Ausnahme der säkularisiertesten und aufgeklärtesten unter ihnen) einen anderen Mindset haben, als wir. Und das merkt man in vielen Bereichen des Lebens. Dass man die aktuelle Berichterstattung und den Terrorismus auf alle Muslime projiziert, ist zwar sehr schade, liegt aber leider in der Natur des Menschen. Das wirst du aus den Köpfen der Leute nicht so schnell heraus bekommen.

Die Religionsfreiheit garantiert dir übrigens der Staat, nicht das Volk. Du darfst deine Religion ausüben, ohne dich vor Verfolgung fürchten zu müssen. Du hast auch das Recht, eine Moschee zu bauen... aber die anderen Leute haben eben auch das Recht, dagegen zu demonstrieren und dagegen zu klagen. Solche Klagen gehen aber oft genug auch zu Gunsten der Muslime aus und daran merkt man, dass die Religionsfreiheit tatsächlich funktioniert.

Ich kann dir nur folgendes sagen und folgenden Rat geben: Die Menschen hier werden dir ebenso kritisch gegenüber stehen, wie konservative Muslime mir als Christ in den islamischen Ländern gegenüber stehen. Du kannst nicht viel mehr tun, als selbst die Veränderung zu sein, die du dir in anderen Menschen wünscht, und zu hoffen, dass dein Beispiel irgendwann von manchen anderen Leuten nachgeahmt wird. 
Wenn du aber...
- böse bist, wenn deine Schwester mit einem Deutschen ausgeht,
- beleidigt bist, wenn eine Zeitung deinen Propheten auf die Schippe nimmt,
- deine eigene Religion für etwas Besseres hältst, als die der anderen,
... dann werden die Menschen dich immer als Fremdkörper wahrnehmen. Und das zu Recht, denn du lebst dann nur am selben Ort, wie die Deutschen, aber nicht in der selben Gesellschaft.

Dass die Medien nun aufhören sollen, über den Islam zu berichtet, ist auch nicht der richtige Weg. Es ist nun Mal der islamische Terrorismus und Extremismus, der heute für ein großes Gewaltpotenzial in der Welt sorgt. Soll man davor die Augen verschließen und so tun, als würde es nicht passieren?
Vielleicht wäre es der bessere Weg, wenn die friedlichen Muslime hierzulande sich mal ganz klar gegen Gewalt und für das Leben im Westen aussprechen würden. Wenn sie sich also auf unsere Seite stellen würden. Aber davon hört man ja leider auch nichts... stattdessen demonstrieren die AKP-freundlichen Türken für ihren Sultan in Istanbul. Und der hat vor einigen Jahren noch Sprüche wie diesen hier gesagt:

Die  Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.
Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten
Kommentar von DerGamer456 ,

Haha

Kommentar von DerTommy86 ,

Möchtest du mir etwas sagen?

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Lieber Tommy86: Ich kenne GAmer456 aus mehreren seiner Kommentare, glaub' mir:

Ich habe von Gamer noch nie etwas Substanzielles gelesen - Was er Dir zu sagen hätte, wenn er etwas zu sagen hätte, das würde Dich nicht weiterbringen;)

(haha war noch einer der besseren....)

Kommentar von Wurzelstock ,

Ja, ArbeitsFreude, wir glauben dir.  :-)

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Das freut mich, lieber wurzelstock, danke - aber ich hatte jetzt nicht vor, gleich 'ne neue Religion zu gründen...

Also... "Ich bin nicht der Messiahs, ehrlich!"....

Kommentar von Wurzelstock ,

:-))

Das ist beruigend. Denn immer, wenn mich jemand auffordert ihm zu glauben, falle ich prompt in Trance. Denn Du weißt ja: Religion ist Opium.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 379

Hallo. :-)

Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht.

"Religionsfreiheit" bedeutet, dass der Staat die Ausübung der Religion nicht verbieten darf. Einschränkungen sind jedoch durchaus möglich.

So ist etwa die religiöse Schächtung ein Verstoß gegen Paragraph 4 des Tierschutzgesetzes und bedarf einer Ausnahmegenehmigung.

Aber irgendwie kann ich das nicht richtig glauben, wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden

Das Recht auf Ausübung der Religion bedeutet nicht, dass jeder einzelne Bürger die Religion, ihre Lehren, Ausübung und Anhänger toleriert.

Toleranz lässt sich nicht per Gesetz in die Köpfe der Menschen setzen.

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw

Ein Problem ist, dass der Islam nicht einfach nur eine Religion ist, sondern mit dem Ideal eines Gottesstaates nach islamischen Recht (Scharia) auch politische Aspekte hat.

Eine Moschee ist also nicht einfach nur ein Gebetshaus, sondern auch eine Art politische Einrichtung, wie eine Parteizentrale - auch wenn das liberale Muslime anders sehen.

Da das islamische Recht nicht mit den demokratischen Werten vereinbar ist, reagieren einige Menschen ablehnend auf solch ein politisches Symbol, ähnlich wie etwa auf einen Laden der von Nazis betrieben wird.

Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere?

Weil sich ein Teil der Muslime nicht wie der Rest der Bevölkerung verhält. Gerade der konservative Islam behindert die Akzeptanz der Muslime als ganzes.

Muslime reagieren auf die Aufforderung, endlich moderner und westlicher zu werden teilweise mit dem Argument, die Anordnungen Gottes im Quran stünden über den weltlichen Forderungen, oder sogar irdischem Gesetz.

Man wird dann von muslimischer Seite dann auch gerne mal polemisch und kritisiert die "nuttige" Kleidung westlicher Frauen, die ja unsittliches Verhalten und Sexualstraftaten geradezu provozieren.

Mit so einer Einstellung wird das nichts mit der Integration.

Ich sage ausdrücklich nicht, dass das bei allen Muslimen so ist - ich habe auch Minirock-Türkinnen ohne Kopftuch und Alkohol trinkende Männer kennen gelernt, die sich selbst dennoch als Muslime sehen.

Die gemäßigten Muslime sollten aber vielleicht einfach mal mehr Druck ausüben, damit die ultra-religiöse Oma aus einem hinteranatolischen Dorf ihren in Deutschland lebenden Enkeln nicht konservative Gedanken über Sex, Kleidung und Ehre in den Kopf setzt.

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden. 

Das wiederum ist eine Behauptung, die auch von der PEGIDA kommen könnte - die böse, von den Zionisten gesteuerte Lügenpresse berichtet nur einseitig und unwahr über die Dinge.

Einige Muslime sehen einfach nicht, dass dieser politisch-religiöse Islam eben tatsächlich ein Problem sein kann, der zu Gewalt führt.

Immer reflexartig zu rufen "Das sind keine wahren Muslime" und Verschwörungstheorien über die USA zu verbreiten, löst das Problem nicht.

Liberale Muslime sehen den Islam nur als Religion. Radikale Muslime sehen auch die politischen Aspekte des Islam und verbinden beides.

So lange der Islam eine Verbindung von Religion, Rechtssystem und Politik darstellt, ist er ein besonders effektiver Gewaltherd.

Auch da sind moderne Muslime in der Pflicht ihrem Nachbarn in der Moschee mal über den Mund zu fahren und ihm zu sagen, dass anti-demokratische Ideologien hier nichts verloren haben.

Kommentar von MickyFinn ,

,,Auch da sind moderne Muslime in der Pflicht ihrem Nachbarn in der Moschee mal über den Mund zu fahren und ihm zu sagen, dass anti-demokratische Ideologien hier nichts verloren haben."

Ganz meiner Meinung !

... und ein wirklich guter Text.

Kommentar von rawierawie ,

Sehr gut geschrieben!

Kommentar von latricolore ,

Sehr gute Antwort!

Kommentar von Bambi201264 ,

In der Tat, eine wirklich gute Antwort.

Ich möchte noch anmerken, dass auch, wenn nichts über den Islam bzw. die Muslime in der Presse/dem Fernsehen berichtet würde, wir trotzdem genügend negative (und auch positive) Beispiele für das Verhalten von Muslimen und Muslimas aus eigener Anschauung kennen würden...

Kommentar von realsausi2 ,

Sehr gut heraus gearbeitet. Daraus folgt die Erkenntnis, dass eben der Teil des Islam, der sich politisch und Recht setzend geriert, nicht durch die Religionsfreiheit gedeckt ist.

Diese Bereiche sind allein dem Staat vorbehalten und dürfen nicht religiös geprägt sein. Auch das ist ein wichtiges Stück Religionsfreiheit.

Nur ein Staat, der frei von Religion ist, kann auch Religionsfreiheit garantieren.

Antwort
von Katsa1, 215

Hallo Renguees,
ja es gibt in Deutschland die Religionsfreiheit. Das bedeutet, dass der Staat die Religionsausübung nicht einschränkt sofern diese nicht mit dem Grundgesetz kollidiert. Du darfst z.B. beten, fasten, den Gottesdienst besuchen, ... und niemand darf dir deshalb Leid zufügen. Wenn dir allerdings jemand sagt, dass er es nicht gut findet, was du machst, darf er das auch, denn es gibt hier auch Meinungsfreiheit. Ich selbst bin Christin und werde auch oft blöd angemacht, wenn irgendein Bischof betrunken Auto gefahren ist oder einen Prachtbau als Residenz gebaut hat oder wenn ein Pfarrer Kinder missbraucht hat. Es ist eben einfach so... wenn jemand aus einer Religionsgemeinschaft Mist baut, sind es alle. Ich wurde wochenlang beschimpft, nachdem die Missbrauchsfälle ans Licht gekommen waren z.T. auch heute noch. Wenn wir jetzt allerdings versuchen etwas gegen diese Lästereien zu unternehmen, und gegen jemanden Anzeige erstatten wird alles nur noch viel schlimmer. Das einzige was wir tun können ist in der Öffentlichkeit ein gutes Bild abzugeben und uns von dem Geschehenen zu distanzieren. Wir müssen sagen ok, da wurden Kinder missbraucht, das ist total schlimm, ich würde das nicht machen. Derjenige muss bestraft werden!
In deinem Fall wäre es eher, da hat jemand im Namen Allahs Menschen getötet...
Wie sollen die Medien nichts schlechtes über den Islamischen Staat berichten, wenn dieser dafür sorgt, dass Massenhaft Menschen getötet werden, dass massenhaft Menschen auf der Flucht sind, dass wir hier in Deutschland Angst haben müssen in eine Bahn zu steigen ...
Jetzt musst du in dich gehen und fragen wie du das siehst. Findest du gut, dass im Namen Allahs "Ungläubige" getötet werden? Falls ja, sind die Diskriminierungen gerechtfertigt, denn dann greift die Religionsfreiheit nicht mehr, weil gegen andere Artikel im Grundgesetz verstoßen wird. Falls nein, distanziere dich davon, erkläre den Leuten, was der Islam lehrt und dass der IS die Lehre falsch versteht, sei aber auf keinen Fall aggressiv.
Leider tragen auch viele Muslime zu dem schlechten Bild des Islam bei. Ein Ex-Kollege von mir wollte während der Arbeitszeit beten. Der Chef sagte das geht in seiner Position nicht. Der Imam sagte das Gebet kann nachgeholt werden und der Ex-Kollege hat den Arbeitsplatz trotzdem während der Arbeitszeit verlassen um zu beten. Dem anderen Kollegen, der mit ihm gearbeitet hat, hat er nicht Bescheid gesagt. Dieser hat sich dann schwer verletzt, weil der andere einfach zum Beten gegangen ist. Gegen den Rauswurf hat er geklagt, kam aber damit nicht durch. So tragen Muslime z.T. selbst dazu bei, dass sie im schlechten Licht dastehen.
Was du dagegen tun kannst:
Sei anders
Distanziere dich von Gewalt und Aggression
Sei hilfsbereit, höflich, Verständnisvoll, Respektvoll (auch gegenüber Frauen, ja der Ex-Kollege hat sich aus religiösen Gründen auch geweigert, der Chefin die Hand zu schütteln)
Versuche einfach nicht negativ aufzufallen und passe dich deiner Umgebung an. Wenn du dann diskriminiert wirst kannst du denken, die meinen nicht mich. Ich bin nicht so wie das Klischee und kannst darüber stehen. Allerdings wirst du dann wohl kaum von Leuten, die dich gut kennen diskriminiert.

Antwort
von Panazee, 147

Als erstes muss ich sagen, dass du hier "den Staat" mit "den Leuten" vermengst.

Der Staat sichert dir zu, dass du deine Religion frei ausüben darfst, solange deine Form der Religionsausübung nicht mit Gesetzen kollidiert. Die Rastafari dürfen auch nicht kiffen, obwohl das Teil ihrer Religionsvorstellung ist. Der Staat garantiert dir aber, dass du jeder Religionsgemeinschaft angehören darfst, ohne dafür persönlich benachteiligt zu werden.

Andererseits sichert der Staat aber auch Meinungs- und Demonstrationsfreiheit zu. Es steht also jedem frei zu sagen "Ich will keine Moschee in meiner Nachbarschaft" und diese Meinung auch in Demonstrationen öffentlich zu bekunden. Es wird sogar zugesichert, dass man sagen darf, dass man den Islam in Deutschland nicht haben will. Strafbar wird das erst, wenn man jemanden deswegen beleidigt oder benachteiligt. Die Benachteiligung ist aber oft schwer nachweisbar. Wie soll man z.B. einem Arbeitgeber nachweisen, dass er eine Person wegen ihres Glaubens nicht eingestellt hat, solange er das nicht genau so begründet hat.

Es gibt ja sogar Ausnahmeregelungen für Moslems wie z.B. das schächten von Tieren. Das ist in Deutschland eigentlich verboten, aber bestimmte muslimische und jüdische Schlachtereien dürfen es mit Ausnahmegenehmigungen trotzdem. Die Frage ist immer wie weit man ein Gesetz für eine Religion aufweichen darf.

Was die Hasspostings angeht, so sind diese verboten und teilweise wird auch dagegen vorgegangen. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bka-zahlreiche-durchsuchungen-wegen-h... Leider ist das oft nicht so einfach, weil im Internet erst einmal Anonymität herrscht.

Wenn es nichts über radikale Moslems zu berichten gäbe, dann würde darüber auch nicht berichtet. Sollen die Medien alle Anschläge, die von radikalen Moslems begangen werden unter den Teppich kehre. Wenn eine üble Gewalttat begangen wird, dann wird darüber berichtet. Über Anders Breivik wurde auch lang und breit berichtet und auch seine rechtsradikale Gesinnung und Islamfeindlichkeit wurde breit getreten bis zum geht nicht mehr. Wenn jemand so abscheuliche Taten begeht, dann will man wissen aus welchem Grund das geschehen ist und leider ist es momentan halt so, dass die meisten Attentate von Leuten begangen werden, die sich auf den Islam berufen um ihre Taten zu rechtfertigen. In den 70er Jahren war es die RAF und jeder der politisch weit links stand war stand schon mal im Verdacht mit denen zu sympathisieren und ihre Taten gut zu heißen. Wenn sich Teile einer Gruppe radikalisieren, dann steht die ganz Gruppe unter schärferer Beobachtung.

Kommentar von Dahika ,


Sollen die Medien alle Anschläge, die von radikalen Moslems begangen werden unter den Teppich kehre.

Natürlich nicht, aber besser wäre es. Denn wenn nicht mehr über die Attentate berichtet würde, wäre dem IS und seinen Anhängern der Boden unter den Füßen weggezogen. Der Nährboden für diese Attentate speist sich doch unter anderem von der Publicity. Leider.

Antwort
von marcus1984, 130

Guten Tag Renguees,

zunächst ist grundsätzlich zu unterscheiden, was von staatlicher Seite garantiert wird und wie die Anschauung der Bevölkerung zu einem bestimmten Thema ist.

Die Religionsfreiheit ist in Aritkel 4 Absatz 1 und 2 des Grundgesetzes (GG) festgehalten und gehört zu den unveränderbaren Grundrechten des GG, was bedeutet, das eine Veränderung (unter anderem) dieses Artikel unzulässig ist, da Grundrechte in ihrem Wesensgehalt nach Art. 19 Abs. 2 GG nicht angetastet werden dürfen.

Von staatlicher Seite ist folglich allen Bürgern die freie und ungestörte Ausübung ihrer jeweiligen Religion garantiert. Somit herrscht in Deutschland tatsächlich Religionsfreiheit.

Was du als Problematik ansprichst ist wiederum ein Konflikt der nicht staatlicherseits, sondern die der Bevölkerung stattfindet.

Sehen wir uns an, warum dies der Fall ist: Zum einen sind viele Menschen in der Lage bereits aufgrund von Bagatellen (man denke nur an den Nachbarschaftstreit) sehr schnell sehr emotional zu werden, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen oder ihrer Lösungsansätze geht. In der Folge entstehen Konflikte, die Fronten verhärten sich und ein einst subitler Konflikt wird offen ausgetragen.

Zum anderen sind jedoch einige Menschen vor allem in Hinblick auf das Unbeweisbare (also ihrem jeweiligen Glauben), vermutlich aus Unsicherheit darüber, schnell polemisch zu werden, was keine Grundlage für einen Dialog ist, der zwischen Menschen im Idealfall stattfinden sollte.

Leider ist es dem Wesen des Menschen immanent, anderen Weltanschauungen und auch Kulturen in eingien Fällen sehr kritisch gegenüber zu stehen. Da die abendländische Kultur und die morgenlädische Kultur sehr verschieden sind, stehen Menschen der einen Kultur der anderen Kultur kritisch gegenüber et vice versa. Dieses Phänomen wirst du überall dort beobachten können, wo verschiedene Kulturen in großer Anzahl von Anhängern aufeinandertreffen.

Das bedeutet, dass Konflikte und leider auch Diskriminierungen entstehen.

Das bedeutet nicht, dass in der BRD keine Religionsfreiheit besteht.

Alles Gute!

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 209



Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in
Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht. Aber irgendwie kann ich das
nicht richtig glauben,

Die Religionsfreiheit ist im Grundgesetz, unserer Verfassung, garantiert. Wie es für fast alle Grundrechte gilt, so kann kein Mensch im Lande einen Anspruch auf eine unbeschränkte Religionsfreiheit erheben.

Der Staat ist verpflichtet, die verfassungsmäßigen Rechte aller Menschen im Lande gegeneinander abzuwägen und zu wahren. Er tut das auch. Gegenteiliges hat der Fragesteller nicht vorgebracht.

wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten (Medien, Lehrer, teilweise Politiker) usw. im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings zu lesen über Muslime, die anonym verfasst werden.

Der Staat kann nicht mehr tun, als seine Bürger dazu anzuhalten, sich Recht und Gesetz gemäß zu verhalten. Bürger, die sich daran nicht halten, werden bestraft. Eine Diskriminierung aufgrund z. B. der Religionszugehörigkeit ist nicht rechtens. Dass besonders Muslime "tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten", ist ein Pauschalurteil, das jeglicher realen Grundlage entbehrt.

Wenn Muslime als Religionsgemeinschaft in der negativen Kritik stehen - und eine solche Kritik ist durch die Meinungsfreiheit legitimiert -, dann nicht deshalb, weil allen Muslimen unterstellt wird, islamistische Terroristen zu sein, sondern wegen des Verhaltens einer Mehrheit der Muslime in ganz Europa. Wenn es darum geht, einen Diktator wie Erdogan zu bejubeln, der vielfachen Verfassungsbruch in der Türkei begeht, dann gibt es in ganz Europa größere Demonstrationen nicht gegen, sondern für diesen größenwahnsinnigen Verbrecher. Wann gab es je in den europäischen Ländern, in denen alle Demonstrationsfreiheit herrscht, große Demonstrationen friedlicher Muslime gegen die Morde und andere Verbrechen des sog. IS und gewissenloser, fanatisierter Muslime in europäischen Ländern, wie z. B. zuletzt in Frankreich (Nizza)?

Schon die alten Römer hatten ein weises Sprichwort: cum tacent clamant - indem sie schweigen (sich also zu einem wichtigen Thema nicht äußern), schreien sie (nämlich zustimmend)! Insofern verursacht dieses Verhalten der Muslime, mögen sie auch im Geheimen oder im persönlichen Gespräch solche Verbrechen aus religiösem Fanatismus verurteilen, in der Öffentlichkeit den Verdacht auf Zustimmung. Es fehlt den europäischen Völker einfach eine öffentlichkeitswirksame Kundgebung der Muslime, zum einen, dass sie sich mit allen friedlichen Menschen solidarisch erklären, und zum anderen, dass sie sich von allen fanatisierten und gewaltbereiten Muslimen deutlich distanzieren und solchen Verbrechern erklären, dass sie keine Glaubensschwestern und -brüder sind, sondern Verräter ihres Glaubens, des Islam!

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw.

Es kann nicht ernsthaft abgestritten werden, dass viele Moscheen von islamistischen Predigern - nicht wenige von der Türkei entsandt und finanziert - für die Verbreitung islamistischer und intoleranter Lehren genutzt werden. Leider wehren sich die betroffenen muslimischen Gemeinden nur selten gegen solche sog. "Hassprediger", und auch unser Staat geht nicht rigoros genug gegen solche Missstände vor, sondern lässt die Menschen vor Ort mit ihren Sorgen und Ängsten alleine. Deshalb greifen die Bürger eben zu solchen Rechtsmöglichkeiten, die ihnen bleiben.


Ich kann diesen Hass garnicht nachvollziehen.

Das ist falsch! Äußerlich friedliche Muslime werden in Deutschland nicht gehasst, allenfalls aus den von mir oben geschilderten Gründen mit Sorge, Ängsten und berechtigtem Misstrauen betrachtet. Daran tragen die Muslime bzw. eine Mehrheit von ihnen ein erhebliches Maß an Mitschuld, weil sie ihren Mitmenschen nicht den Eindruck vermitteln, mehr auf der Seite von Recht und Gesetz und ihren friedlichen und wohlmeinenden Mitmenschen zu stehen als auf der Seite ihrer verabsolutierten Religion. Das deutsche Volk will - und kann! - mit Fanatikern nicht zusammenleben, weshalb z. B. auch deutsche Links- oder Rechtsextreme so sehr verabscheut werden.

Das sollte die friedliche Mehrheit der Muslime in Deutschland und Europa endlich begreifen und daraus ihre Folgerungen ziehen. Warum sie das nicht tut, das ist etwas, was ich nicht nachvollziehen kann!

aber viel schlimmer finde ich, das die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime.

Mit dieser Bemerkung hat der Fragesteller einen riesigen Bock geschossen! Denn indem er schrieb: "wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten", hat er selbst mit undifferenzierten Verallgemeinerungen seinen Beitrag eröffnet.

Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere? Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen, was ja vollkommener Schwachsinn ist.


Da gebe ich dir Recht! Allerdings steht auch fest, dass die übelsten "Monster" auf der heutigen Welt fanatisierte, gewalttätige und gewissenlose Muslime sind. Das ist schlechterdings nicht zu leugnen. Und warum konnte der sog. IS so mächtig werden? Weil er unter den Muslimen in Europa und den muslimischen Ländern kaum Unterstützung erfährt?  :-/

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Das sind die Praktiken einer unfreiheitlichen Diktatur, aber nicht Praktiken einer freiheitlichen Demokratie!

MfG

Arnold




Kommentar von furkansel ,

Da hast du den Begriff Hassprediger aber ziemlich weit gefasst, wenn darunter auch Imame im Auftrag der türkischen Regierung darunter fallen. Das betrifft so ziemlich alle Imame und Angestellte von DITIB. Dabei möchte ich betonen, dass DITIB der mit Abstand größte islamische Verband in Deutschland ist und weder DITIB selbst, noch deren zahlreiche Moscheen vom Verfassunsgschutz überwacht werden.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Das ist richtig, der Verfassungsschutz beobachtet DITIB und ihre Moscheen nicht. Aber das ist ein Fehler!

http://www.welt.de/politik/deutschland/article154689954/So-naehren-Erdogans-Pred...

Kommentar von Akainuu ,

Die ersten 2-3 Abschnitte deiner Antwort fand ich sehr schön. 

Du hast genau meine Ansicht wiedergegeben, die schlichtweg faktisch richtig ist. Danach wurdest du leider zunehmend subjektiv und gabst auch Aussagen wieder, die ich so nicht bestätigen würde, aber es ist deine Antwort: Für die ersten Abschnitte kriegst du definitiv ein Lob. 

Antwort
von Katie27, 342

ich versuche mich auch mal an deiner Frage:

ich empfinde beim lesen deiner Frage ein Urteil denen gegenüber die du wegen ihres Verhaltens kritisierst. was ich damit meine, ist dass du es in deiner Frage verallgemeinerst, man hört und sieht oder macht eine Erfahrung und urteilt dann. Dann ist natürlich menschlich, aber so wie du dir gerade einen Kopf darüber machst machen es sich auch viele andere in Bezug darauf nur umgekehrt.

Du erlebst einige Menschen und Situationen und erhälst daraufhin dein eigenes Bild, das ist aber nur subjektiv und heißt nicht das alle so sind.

Ich glaube das größte Problem auf dem viele gegenwärtige Konflikte beruhen ist die allgemeine Unwissenheit und Ängste die die Menschen haben. Sie wollen sich schützen und beobachten. Sie tun das was jeder tut. Ich denke kaum ein Mensch der eine gute Erfahrung mit jemanden macht wird ihm wegen seiner Religion verurteilen, es ist einfach das Problem dass viel Gewalt in Verbindung damit derzeit und schon oft gezeigt oder gar erfahren wurde, und jeder Mensch hat eine eigene Meinung, da ist keiner besser oder schlechter als der andere.


Nur wenn du so einen Vergleich ziehst solltest du die gesamte Bilanz betrachten (Beispiel Moschee)..in Deutschland gibt es Moscheen, es wird tolleriert..recherchiere mal was mit 2 Deutschen passierte die im Ausland für ihre Religion eine eigene Kirche forderten, sie wurden prompt gehängt.

Mache nicht die gleichen Fehler die du an einigen kritisierst, dass du denkst die Menschen wären gegen dies und das..sondern schaue auf die gesamte Welt.


Eine Religion sollte niemals Anlass für Feindseligkeit sein, jeder Mensch ist viel Wert, und wenn es Aufstände gibt ist das immer ein Zeichen von Ängsten und Unsicherheit.


Nur in Bezug auf Deutschland muss man auch sehen dass es Menschen mit anderen Wertvorstellungen gibt, keiner ist da besser oder schlechter, aber zur Tolleranz gehört ja auch dazu die Werte des jeweiligen Landes zu akzeptieren, denn das macht doch unsere Welt so wunderbar kulturell. warum soll alles gleich sein?

Wenn es in einem Land als freundliche Geste gilt beim Zusammensitzen Tee zu trinken würde ich das aus Höflichkeit tun, auch wenn es nicht mein liebstes Getränk ist  um zu zeigen dass man auch die anderen Werte tolleriert; Tolleranz zeigt die Bereitschaft für ein friedliches Zusammenleben; das heißt ja nicht dass man seine aufgibt ;-)

Kommentar von Katie27 ,

* da sich deine Frage speziell auf deutschland bezieht: wenn du mal einen Vergleich anstellst wirst du auch sehen dass es andere Länder gibt die mit ihren eigenen (!) Werten viel strenger umgehen. Als Beispiel: da muss man sich ua "sprachlich" mehr anstrengen, weil sie da nicht in 5 verschiedenen Sprachen die Einrichtungen beschildern. Ich finde es nicht schlimm, aber ich verstehe die andere Sicht auch

Kommentar von Renguees ,

Liebe Katie27,

Ich möchte nicht verallgemeinern und selbstverständlich gibt es sehr viele Deutsche die tolerant sind. Meine Meinung resultiert auch darauß das ich hier schon lange lebe und sehr viel Erfahrung habe sammeln können wie die Menschen hier ticken. 

Die meisten Deutschen die ich persönlich kenne, haben ein komplett falsches Bild vom Islam. Klar sind sie sehr nett, was ich auch seeeehr zu schätzen weiß, aber mir ist es immer unangenehm über das Thema Islam zu reden, weil ich immer vorahne, das ich mit kritischen Fragen rechnen muss.

Wie zum Beispiel: Warum müsst ihr Muslime immer fasten an Ramadan? Was bringt es euch usw.? Oder warum trinkt ihr kein Alkohol und so? Oder euer Glauben ist schuld daran, das es überall Terrorismus gibt usw.

Diese Sachen erfinde ich nicht, sondern ich erlebe es immer wieder, wenn ich mit Leuten über Religion spreche oder wenn mich eben Leute auf sowas ansprechen, wenn wir über Politik reden.

Zu deinem Kommentar, in einer anderen Antwort: Nein, ich habe keine Umfrage gestartet, es basiert auf meine persönliche Erfahrung und die von anderen Muslimen die ich kenne. Hinzu kommen noch die Medien die diesen Hass verstärken und die Leute die fleißig auf Facebook ihre Hasskommis verbreiten und damit andere anstecken.

Selbstverständlich hätte ich kein Problem damit, dich auf ein Tee (arab. chay) einzuladen. Wie gesagt, nicht das du mich falsch verstehst Katie, ich habe es einfach nur satt immer, mich sowie andere Muslime rechtfertigen zu müssen, als ob wir besondere Menschen sind. Wir sind ganz normale Menschen, sowie du und ich. :)

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Woher nimmst Du den Hass, liebe(r) Renguees? - Du und Deine Brüder und Schwestern sind so wahnsinnig schnell bei der Hand, Hass zu verorten!

- Du kommentierst hier ausführlich - was Dir Schreckliches widerfährt:

Man sagt Dir:
Warum müsst ihr Muslime immer fasten an Ramadan? - IST DAS HASS? Was bringt es euch usw.? hey, das ist 'ne Frage!!!

Oder warum trinkt ihr kein Alkohol und so? IST DAS HASS?

Oder euer Glauben ist schuld daran, das es überall Terrorismus gibt - DAS ist eine (zugegeben völlig falsche) TATSACHENBEHAUPTUNG - aber immer noch kein Hass!

Und wer zwingt Dich, Dich zu rechtfertigen? - Niemand! - Du kannst es tun oder lassen...

Weißt Du was, liebe(r) Renguees:

Ein spanisches Sprichwort sagt: "Wer dauernd an Brot denkt, hat wohl Hunger" - Ich meine: Wenn Du so viel von Hass sprichst: Has(s)t Du ihn nicht vielleicht selbst?

Überleg' einfach mal...

Kommentar von Dahika ,
aber mir ist es immer unangenehm über das Thema Islam

zu reden, weil ich immer vorahne, das ich mit kritischen Fragen rechnen
muss.

Wie zum Beispiel: Warum müsst ihr Muslime immer fasten an Ramadan?

Was bringt es euch usw.? Oder warum trinkt ihr kein Alkohol und so?

Warum darf man das denn nicht fragen? Und warum musst man das als kritische Frage sehen? Können es nicht auch einfach neugierige und interessierte Fragen sein? Ich bin nun wirklich eher links-liberal eingestellt und habe nichts gegen Muslime. Ich hätte auch nichts gegen eine Moschee in meinem Dorf. Warum sollte ich. Vielleicht kann man da ab und zu Baklava bei Feiern bekommen. ;-) Warum darf man denn nicht fragen? Ja, warum muss ein Muslim so streng fasten im Monat Ramadan? Und warum darf ein Muslim keinen Alk trinken? Das sind keine feinseligen Fragen, sondern erst mal nur neugierige Fragen.
Ähem... und was den Alkohol angeht. Ein Freund von mir hat in Saudi Arabien gearbeitet. Er sagte, dass am Freitag eine riesige Autoschlange sich in ein benachbartes Emirat aufgemacht hätte. Dort, freilich in Hinterzimmern, wurde dann gesoffen, was das Zeug hält. Kein Mineralwasser, das glaub mir mal. Na ja, auch das ist mir wurscht. Allah sieht es doch.  Nehm ich an.

Kommentar von PlueschTiger ,

Warum darf man das denn nicht fragen? Und warum musst man das als kritische Frage sehen?

Das ist kein Religionsproblem, selbst bei Behinderten merkt man das. Ich habe mal jemanden gefragt wie er mit seiner Farbenblindheit hier auf der Seite zurecht kommt, prompt wurde es als dummer Spruch oder Diskriminierung gesehen. Manche suhlen sich einfach zu leicht in der Opferrolle die ihnen anerzogen wird.

Kommentar von Katie27 ,

Lieber Renguees,

ich verstehe dich doch. Ich weiß doch was du meinst und ich habe mir auch gedacht dass sicherlich gewisse Erfahrungen das ganze prägen. Jedoch wenn man sich mal die verschiedenen Theorien anschaut oder seien es die vielen einfacher alltäglichen Dinge im Leben dann sieht man schon an den belanglosesten Kleinigkeiten wie unterschiedlich die Menschen sind, wie sehr die Meinungen auseinander gehen...wie verschiedenartige Denkansätze jeder für sich eigentlich hat. Als ich deine Sätze las wirkte das auf mich wie die Bitte doch endlich zu verstehen was es damit auf sich hat, das Menschen die anders sind oder urteilen falsch denken, das hast du ja selbst geschrieben..und ich habe mich in die Unterhaltung eingeklingt weil ich dir einfach gerne sagen wollte..dass du nicht ändern kannst wenn es menschen gibt die so und so denken. Ich bin der Meinung man kann nur gut sein und das verändert und bewegt zum nachdenken. Vergleiche dich doch nicht mit den negativen Beispielen. In dem Moment wo du sagst dass du immer wieder die Erfahrung machst lässt du garnichts anderes zu.

Erst heute hatte ich es in einem Bus wo mich jemand anderer Nationalität anrempelte. Na und?

Er hat sich sofort entschuldigt und ein aufrichtiger Blick. Glaub mir auch hier gibt es viele die gleich Absicht und Rücksichtslosigkeit unterstellen. Das sind aber nur die offensichtlichen Beispiele.

Jeder Mensch ist eigen. ..egal wehe Religion, egal welche Hautfarbe. Mein Anliegen  ist das man nicht um eine Religion kämpft sondern um die vielen verschiedenen Menschen und dass jeder einfach so sein darf wie er ist.

Kommentar von Wurzelstock ,

Ja, Katie, wir glauben dir :-)

Kommentar von Wurzelstock ,

Lieber Renguees,

nichts von dem, was Du aufzählst hat etwas mit Hass zu tun - auch nicht im Entferntesten. Allenfalls - und das gibt es ganz sicher häufig - mit einer überheblichen Geringschätzung von der Seite der Alteingesessenen. Es ist deine Aufgabe, und die deiner Glaubensbrüder, dieses Vorurteil mit Geduld aufzulösen, und das geht leicht! Alle Moslems, die ich kenne und kannte, tun dies auch.

Dieses Phänomen, das Du kritisierst, ist absolut nicht auf Muslime beschränkt. Vielmehr unterliegt ihm jede Minderheit in jedem Land.  Es ist ein natürliches Gruppenverhalten, das von jeder Minderheit toleriert werden muss, so, wie die Minderheit ebenfalls von der Großgesellschaft zu tolerieren ist. Beide Seiten haben also eine Bringschuld!

Du hast es satt, dich immer rechtfertigen zu müssen, was ich verstehen kann. Solange Du aber deine Bekannten zu einem Tee (arab. chay) einlädst statt zu einer Tasse Kaffee, bist Du kein normaler Mensch wie Katie und ich; denn wir trinken Kaffee mit Milch und Zucker.

Bevor jetzt eine Diskussion über die Mehrheiten bei Kaffee- und Teetrinker ausbricht, möchte ich auf das Wesentliche an meinem Argument hinweisen: Möchtest Du mit einer solchen Einladung deinem Gast etwas besonderes, ungewöhnliches anbieten? Dann setzt Du dich seiner Neugierde aus! Oder geht es um das freundschaftliche Beisammensitzen? Dann tu es so, wie er es gewohnt ist!

Kommentar von Wurzelstock ,

P.S.: Da muss ich bei "Kaffee" noch ein Versäumnis nachholen: (arab. Kahua) ;-)

Antwort
von MrHilfestellung, 267

Religionsfreiheit wird vom Staat garantiert, das heißt nicht, dass jede*r deine Religion gut finden musst, das bedeutet, dass der Staat deine Religion nicht verbieten bzw. die Ausübung einschränken darf, ob Medien oder irgendwelche Nazis deine Religion nicht gut finden, hat nichts mit der im Grundgesetz garantieren Religionsfreiheit zu tun.

Antwort
von Suboptimierer, 47

Die Religionsfreiheit betrifft das Gesetz.  
Deine Beschwerde richtet sich an die Bevölkerung.

Wenn der Gesetzgeber sagt, dass etwas erlaubt ist, auszuüben, heißt das noch lange nicht, dass die Bevölkerung das automatisch supertoll finden muss.

Desweiteren möchte ich anmerken, dass wenn man nach Leuten sucht, die etwas oder jemanden hassen, diese auch finden wird. Daraus kann man aber nicht den Schluss ziehen, dass der größere Teil der Bevölkerung diese Einstellung vertritt.

Beispiel: Sagen wir, ich interessiere mich für die Tempelritter und recherchiere im Internet. Nach ein paar Tagen intensiver Recherche werde ich überzeugt sein, dass viele Menschen sich mit den Tempelrittern auseinandersetzen.

Zweites Beispiel: Bevor ich mit Judo angefangen habe, dachte ich, dass nur die besten der besten, Elitekämpfer oder alte, weise Opis einen Meistergrad (schwarzer Gürtel) haben. Als ich aber auf zig Lehrgängen war und mir unzählige Schwarzgurtträger begegnet sind, hat sich das alles relativiert.

Also: Gräm dich nicht über ein paar dumme Beiträge. Auch haltlose Stimmen müssen gehört werden können.

___________

Mit Religionsfreiheit hat das Ganze nichts zutun. Anstelle dich zu ärgern, solltest du Aufklärung (nicht Missionierung(!)) betreiben.
Dadurch, dass du dich ärgerst, wird der Hass nicht weniger. Er wird in der Summe sogar größer.

Antwort
von questner321, 219

Also ich persönlich habe keine Probleme mit Muslime und differenziere auch zum IS. IS hat kein bisschen mit dem wahren Glauben dahinter zu tun. Ist nur ein Aushängeschild um neue Leute zu rekrutieren und eine Rechtfertigung für die schlimmen Taten.

Ich denke nur, dass gerade ältere Leute da noch nicht so Weltoffen sind bzw. eigene Erfahrungen gemacht haben, die sie Abneigung empfinden lässt.

Ich bin außerdem davon überzeugt das es die Angst vor dem ungewissen ist, weshalb so viele negativ reagieren.

In Deutschland herrscht Religionsfreiheit und demnach auch die Freiheit bedingungslos an das Christentum zu glauben. Extremisten gibt es immer... bedauerlicher Weise

Kommentar von Renguees ,

Danke. Schön wärs, wenn viele so denken würden wie du!

Kommentar von PlueschTiger ,

Du scheinst was nicht zu verstehen. So wie qestner321 denken auch ich und andere der Antworter, doch du hast fragen gestellt und wir haben geantwortet. Nur weil wir dir gesagt haben warum wir ein Problem mit dem Islam sehen und auf deine Fragen geantwortet haben, heißt das nicht das wir Muslime verachten.

Antwort
von Bodesurry, 156

In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Du kannst deinen Glauben als Muslim leben, ohne deshalb von staatlichen Organen Probleme zu bekommen. Dies schließt missionarische Tätigkeiten mit ein. 

Das was Du bemängelst, hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Der einzelne Bürger hat die Freiheit seine Meinung zu sagen. So darf er zum Beispiel auch gegen den Bau von Moscheen sein. Ich vermute, dass einer der Hauptgründe für eine solche Haltung, die Angst ist. Die Angst vor Menschen aus einem anderen Kulturkreis und aus anderen Kontinenten. Dann kommen die Meldungen über Gewalt vom IS, Boko Harum, al-Qaida usw. dazu. Da kommt bei weniger gebildeten Personen rasch die Gleichung  auf, solche Organisationen repräsentieren den wahren Islam und so etwas kommt auch in unserem Land früher oder später. 

Ob zu Recht oder zu Unrecht wird auch der Vergleich mit Ländern wie Saudi-Arabien oder Iran gemacht. Dort haben Christen nicht die gleichen Freiheiten wie in Deutschland. 

Kommentar von Bodesurry ,

...ich meine natürlich, dass Christen in Saudi-Arbabien oder dem Iran nicht die gleichen Freiheiten haben wie Muslime in Deutschland...

Kommentar von realsausi2 ,

So darf er zum Beispiel auch gegen den Bau von Moscheen sein.

Natürlich darf er das. Aber wenn der Bau einer Moschee genehmigt ist, darf er den Bau nicht behindern.

Kommentar von Bodesurry ,

Da hast Du völlig recht. 

Antwort
von Miezimaus, 249

Ich möchte dich bitten, nicht zu verallgemeinern, denn das möchtest du ja auch nicht in Bezug auf Muslime. "Die Leute" gibt es nicht. Es gibt solche und solche genauso wie bei den Muslimen. Und da gibt es auf beiden Seiten sicherlich welche, die in ihren Ansichten und in der Ausübung des Glaubens extrem sind.

In Deutschland gibt es laut Grundgesetz Religionsfreiheit. Wie tolerant die Menschen allerdings sind, hängt von jedem Einzelnen ab. Ich persönlich kann mir vorsellen, dass es Menschen gibt, die sich daran stören, dass es  muslimische Länder gibt, in denen keine Religionsfreiheit herrscht und wo Christen verfolgt werden. Wir hatten vor kurzem in unserer Kirchengemeinde die Taufe eines Muslims. Sie muss geheim bleiben, weil  in seinem Herkunftsland bei Bekanntwerden seine noch dort lebenden Angehörigen mit Repressalien zu rechnen haben. Das nenne ich keine Religionsfreiheit.

Kommentar von Renguees ,

Ja okay du hast Recht. Es gibt Länder wie der Iran, Saudi Arabien usw. die die Todesstrafe noch haben. Aber das hat, auch wenn du es mir jetzt eh nicht abkaufst, auch nichts mit dem Islam zu tun. Es gibt im Islam KEINEN ZWANG ZUM GLAUBEN. 

Die muslimischen Staaten die so gegen Andersgläubige und Minderheiten vorgehen hat eher was mit der Tradition des Landes zu tun. Aber im wahren Glauben, ist der Islam gaaanz gaanz friedlich. Frag mal einige Konvertiten, wenn du welche kennst, warum hatten die keine Angst vor dem Islam als sie konvertiert sind? 

Weil sie alle Vorurteile die sie vorher hatten durch das Koran lesen usw. abgebaut haben. 

Kommentar von Katie27 ,

du urteilst schon wieder selbst "auch wenn du es mir jetzt eh nicht abkaufst"..du ergreifst partei ohne ihre ansicht noch sie zu kennen...genau deshalb entstehen vorurteile!

Kommentar von S7donie ,

Renguees, dein Argument kann man 1 zu 1 auf Deutschland übertragen... Der Hass gegen Muslime hat nichts mit dem Christentum zu tun und auch bei uns gibt es keinen Zwang zum Glauben. 

Ich kann Leute verstehen die gegen eine Burka sind oder Kopftücher nicht mögen, es gehört einfach nicht in die deutsche Kultur. Und ich kann verstehen warum viele finden wenn man in einem Land lebt, dann soll man sich an die Kultur anpassen... Ich gehe auch nicht in die Türkei und lege mich barbusig an den Strand und wundere mich dann warum ich komisch angeglotzt werde. Deutschland gewährt jedem die Freiheit seiner Religion, aber immer noch mehr und noch mehr zu fordern, ist manchmal echt übertrieben. Das wäre wie wenn die Christen fordern einen separaten Supermarkt zu bekommen in dem die Früchte mit Weihwasser gewaschen werden, ab einem gewissen Punkt wird es einfach nur noch absurd.

Kommentar von Katie27 ,

 super Argumente!! besser kann man das nicht auf den Punkt bringen

Kommentar von MickyFinn ,

S7donie... perfekt ;)

Kommentar von Iflar ,

Ich gehe auch nicht in die Türkei und lege mich barbusig an den Strand und wundere mich dann warum ich komisch angeglotzt werde.

Du glaubst auch, dass sie eine halbe Millionen Deutscher jährlich in die Türkei reist, um dort in einer Moschee bei 40 Grad auf einem Teppich zu beten, ne? 

Kommentar von realsausi2 ,

Ich kann Leute verstehen die gegen eine Burka sind oder Kopftücher nicht mögen, es gehört einfach nicht in die deutsche Kultur.

Das ist so nicht richtig. Früher haben auch in Deutschland in ländlichen Regionen fast alle Frauen Kopftücher getragen und Nonnen tun das vielfach noch heute. Auch in Deutschland.

Kommentar von Miezimaus ,

Der Konvertit stammte nicht aus dem Iran und auch nicht aus Saudi Arabien, sondern aus Ägypten.

Die internationale Gesellschaft für Menschenrechte schreibt unter dem Titel "Christliche Konvertiten aus dem Islam: Ägypten als Beispiel"

"Konvertiten vom Islam zum Christentum, deren Abfall vom Islam entdeckt wird, sind in Ägypten in Gefahr misshandelt oder gar umgebracht zu werden."

Wikipedia schreibt unter der Überschrift "Christen in der Türkei":

"Menschenrechtsorganisationen wie die Gesellschaft für bedrohte Völker beurteilen die Behandlung und Situation der türkischen Christen negativ. Entgegen der in der Türkei nach Artikel 24 der türkischen Verfassung geltenden Religionsfreiheit gibt es zahleiche Beeinträchtigungen, so das staatliche Verbot, Pfarrer auszubilden und Behinderungen beim Bau von christlichen Kirchen."

Ich habe die Türkeit ausgesucht, weil die meisten der deutschen Muslime türkischer Herkunft sind.

Meiner Meinung nach sollte der Islam durch die Zeit der "Aufklärung" gehen, wie seinerzeit die Europäer und damit das Christentum. Wenn der Islam so friedlich ist, wie du schreibst, dann sollten gemäßigte Muslime auf die einwirken, die es nicht sind. Selbst in Deutschland gibt es da viel zu tun. Nicht umsonst gibt es Moscheen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Ich denke, dass es in der Bevölkerung eine Angst vor Islamisierung gibt. Und die kann ihnen nur der "andere" Islam nehmen.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Friedlich, lieber Renguees waren die Äußerungen und Taten des Propheten und die entsprechenden Koranstellen zur Mekka-Zeit - danach kam Medina und da war der Prophet bekanntlich alles andere als friedlich drauf -

Kann es sein, dass Du bei der Mekka-Zeit stehengeblieben bist in Deinem Koranstudium und dem Studium der hadithe? - Kann ich mir gar nicht vorstellen...

Kommentar von Zicke52 ,

@Renguees: Warum Konvertiten keine Angst vor dem Islam haben?

Wenn ich mir die Beiträge einiger Konvertiten hier auf GF durchlese, habe ich den Eindruck, dass viele den Islam gerade wegen seiner sadistischen Komponente gewählt haben. Sie schwärmen von verhüllten Frauen, oeffentlichen Steinigungen und einem "wirklichen" islamischen Staat, der in ihren Augen das Paradis wäre. Von Religionsfreiheit halten sie nichts.

Diese Menschen haben nicht ihre Vorurteile abgebaut, sondern wählen den Islam bewusst aufgrund seiner dunklen Seite.

Antwort
von Andrastor, 188

Dazu gibt es ein schönes Zitat, weiß leider nicht mehr von wem:

Wir bewerten immer Gruppen anhand ihrer schlechtesten Beispiele, während wir uns selbst anhand unserer besten Absichten bewerten.

Sprich, die Moslems, welche das meiste Aufsehen erregen sind nicht die friedlichen, braven, angepassten Nachbarn von nebenan, sondern die Terroristen, die asozialen und die die sich nicht anpassen wollen und verlangen dass sich ihr neues Heimatland ihnen anpasst.

Kommentar von Renguees ,

Sehr schönes Beispiel. Ja ich finde du hast Recht.

Kommentar von Agentpony ,


Dazu gibt es ein schönes Zitat, weiß leider nicht mehr von wem:

Ist lustigerweise von George Walker Bush^^

Kommentar von Andrastor ,

"Walker".. ich wusste nicht wofür das "W" stand.. ach die Amis mit ihren verrückten Namen..

Da sieht man dass selbst von so dummen Menschen gute Zitate kommen können ^^ (Falls es von ihm war und nicht von seinem Reden-Ghostwriter) XD

Kommentar von PlueschTiger ,

Vielleicht sagte er nur wie er denkt.

Kommentar von Wurzelstock ,

Das weißt Du auch jetzt noch nicht, Andrastor. Es gibt nämlich George W. Bush senior und junior.

Der Senior heißt: George Walker Bush. Der Junior heißt: George William Bush. Lass dich nicht von den Medien irritieren - die wissen es auch nicht. George William Bush wies schmunzelnd darauf hin, dass sein Name William deutschen Ursprungs sei, und darauf sei er stolz. Da war er noch Student.

Antwort
von claubro, 249

Tja, zu erst muss man hier wohl etwas abstrahieren. Natürlich existiert in Deutschland eine verfassungsmäßig verbriefte Freiheit zur Ausübung Deiner Religion. Das heisst, der Statt als Institution darf Dich aufgrund Deiner Religion nicht Diskrimminieren (also Du bekommst trotzdem Hartz4 wenn Du arbeitslos bist - blödes Bsp. aber mir fällt gerade nix besseres ein, Du wirst nicht gezwungen irgendwo zu leben wo du nicht möchtest - Ghetto, darfst bzw. musst wie alle anderen eine nomale Schule besuchen.)

Aud Deutsch gesagt: Du hast genau die gleichen Bürgerrechte wie Christen, Juden oder ich :) -

Das zur Theorie - in der Praxis ist es nun aber etwas anders. Du kannst eben niemandem zwingen, tolerant zu sein.

Ich gebe Dir vollkommen Recht, Verallgemeinerungen und Hass haben noch nie zu etwas Gutem geführt. Aber Du kannst Menschen nicht dazu zwingen nicht mehr dumm zu sein.

Die im GG verankerten Freiheiten definieren nur die Freiheit zwischen dem Staat und den Bürgern, aber nicht oder nur sehr begrenzt, die Freiheiten zwischen den Bürgern. Nimm die Meinungsfreiheit. Der Staat kann mir meine Meinung nicht verbieten. Auch Zeitungen dürfen eine Meinung vertreten und der Staat darf sie daran nicht hindern (außer es ist Hetze...). Aber ich kann bei mir zu Hause, wenn mein Gast eine Meinung äußert, die ich nicht teile, sehr wohl sagen, dass er jetzt zu gehen hat.

Die Welt wird immer komplexer und Menschen immer dümmer. Da leidet dann das Verständnis, Zusammenhänge zu erkenne und zu differenzieren. Das ist traurig und mehr als versuchen ruhig zu argumentieren, kann man leider nicht tun.

Antwort
von Peterwefer, 78

Das ist doch mal wieder typisch: Su siehst die wenigen Deutschen, die diese Gemeinheiten von sich geben, aber nicht die vielen Deutschen, die mit ihren moslimischen Mitbürgern genauso freundlich sind wie mit deutschen Mitbürgern. So könnte ich auch sein! Wie oft erlebe ich die moslimische Einstellung, dass sämtliche Deutschen Nazis sind!

Antwort
von Gaminator97, 257

Grundgesetz lesen: JA

Aber wieso sollte man das Stadtbild deswegen ändern, Kirchen gibts seit jahrhunderten, es werden aber keine neuen mehr gebaut

Der Hass basiert auf den IS Idioten und die werfen n Schlechtes Licht auf Alle, ist immer so, genau wie die behauptungen das alle weißen USA-Polizisten gern Afroamerikaner abknallen und alle in Sachsen Rassisten sind, und bei Pegida nur Nazis sind. Da muss man einfach drüber stehen

Kommentar von claubro ,

Einfach drüber stehen, wenn man täglich angefeindet wird? Leichter gesagt als getan! BTW gibt es diesen Hass schon länger als den IS.

Kommentar von Gaminator97 ,

Ja und die Situation gibts schon immer, aber seitdem mehr Flüchtlinge aufgenommen werden und die (einige) sich schlecht benehmen steigt dieser Hass und ich glaube nicht, das sich daran was ändern wird.

Kommentar von claubro ,

Man sollte aber zumindest versuchen, was daran zu ändern und weiter darüber zu diskutieren. Das so akzeptieren kann es ja auch nicht sein.
Und in Sachsen gab es den Hass schon vor der großen Flüchtlingswelle - Pegida hat damit schon vorher begonnen.

Ich fände es in diesem Zusammenhang sehr wünschenswert, wenn den Menschen mal erklärt wird, warum hier plötzlich so viele Flüchtlinge herkommen, und was unsere Lebensweise damit zu tun hat und unsere Politik.

Kommentar von Gaminator97 ,

Kann ich mal was sagen, das Thema Asyl... fass ich nicht mal mit der Kneifzange an, das ist eindeutig zu heiß:

Bist du dafür, bist du sofort n Linker, Gutmensch, Zecke,...

Bist du dagegen, bist du n Nazi, Fascho, Ignorant,...

Und ist es dir egal, bist du Hartherzig, weich

(sagen sofort alle) und deshalb lieber raushalten, den kein Thema hat Deutschland vorher so extrem gespalten, höchstens die Mauer,

Kommentar von Katie27 ,

wenn du angefeindet wirst versuche zu zeigen wer du bist. klar liest sich das jetzt leichter als es sicherlich ist, aber wenn du beispielsweise mal über die Geschichte Deutschlands liest oder bestimmt auch im Unterricht hattest, wie war das mit Hitler...natürlich hat er lange regiert, natürlich hatte er Anhänger, er hatte aber viel mehr Gegner. und auch wenn es lang gedauert hat, die Gerechtigkeit hat gesiegt und sicherlich nicht zuletzt weil es mutige Menschen unter ihnen gab die für sich einstanden. und glaube mir was du ausstrahlst, sofern es eine Ehrlichkeit und friedliche Ausstrahlung ist, so schnell werden die Urteile sich auflösen. Sei einfach freundlich und lass dich von diesem "Hassstrudel" nicht mitreißen. ich weiß das klingt alles vielleicht viel leichter als es ist, aber Hass lässt sich nicht mit gleichem Bekämpfen. Etwas Gutes ist immer nachhaltiger und Stärker, auch wenn man das nicht sofort erkennt...an diesem Satz ist schon viel wahres dran. und schau über dumme Oberflächliche Bemerkungen hinweg. Natürlich wenn dich jemand abnormal angeht sollst du dich wehren, das heißt ja genauso zu dir stehen, aber nicht in dem du es schlimmer machst oder versuchst jemanden von einer Religion zu überzeugen. sondern in dem du ein guter Mensch bist. glaube mir, damit überzeugst du tausende mehr als durch Worte warum welche Religion oder was auch immer es ist gut sein sollte..probier es auch und berichte von deinen Erfahrungen :)

Antwort
von Iflar, 121

Herrscht in Deutschland wirklich Religionsfreiheit?

Mehr Religionsfreiheit als in Deutschland gibt es auf der ganzen Welt nicht! Das diese Freiheit in der Praxis auch oft verletzt wird, ist natürlich ganz klar, aber im Allgemeinen hat man als Muslime einen guten Platz in einem westlichen Industrieland wie Deutschland. 

Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere?

Muslime sind bezogen auf die restliche deutsche Bevölkerung nicht normal. Der Normalo hier ist christlich, sieht eben oft anders aus, isst anders etc. Die muslimische Kultur ist einfach eine andere. Ich sage nicht, dass es etwas schlechtes sei, dass der Muslim in Deutschland nicht normal ist; das überlasse ich lieber den rechten Vollidi**en!

Kommentar von realsausi2 ,

Muslime sind bezogen auf die restliche deutsche Bevölkerung nicht normal.

Ganz dünnes Eis. Erstens ist es sehr gefährlich, Normalität nur über Quantät zu definieren. Was am häufigsten vorkommt, ist dann zwangsläufig normal?

Zweitens: Wer sagt denn, das Normalität nur als maximale Homogenität verstanden werden kann?

Es gibt bei uns Menschen, die sind blond, andere braun, manche haben schwarze Haare oder auch graue oder weiße. Also ist eine gewisse Variantionsbreite normal. Sind nun blaue Haare unnormal? Oder pinke? Sieht man durchaus gelegentlich.

Jetzt sagst Du vielleicht."Ja, die sind ja gefärbt, also unnatürlich. Somit nicht normal."

Was ist dann mit denen, die von Natur braune Haare haben, die dann aber blond färben? Sind die dann auch unnormal, weil es nicht ihr natürlicher Farbton ist?

DIe Kategorisierung "Normal/Unnormal" ist sehr gefährlich und steht einer gesunden, heterogenen Gesellschaft nicht an.

Kommentar von Iflar ,

Ganz dünnes Eis.

Das stimmt allerdings!

 Was am häufigsten vorkommt, ist dann zwangsläufig normal?

Normale Menschen sind laut Volksmund jene, die schon etliche Generationen in Deutschland leben. Diese bilden durch ihr Aussehen, ihre Kultur, Religion, Wertesystem etc. eine gewisse Normalität, die untereinander auch als Normalität verstanden wird.

Kommen jetzt Migranten dazu, dann überlappt die Normalität, die die Migranten vermutlich von ihrem Land gewohnt sind, nicht zwangsläufig mit der der Deutschen und man wird von Einwohnern hören, dass sie keine "echten Deutschen" sind bzw. eben nicht normal sind.

Es gibt auch in einem Multikulti-Staat wie Deutschland keine echte Normalität bzw. Integration. Man hört von allen Seiten immer und immer wieder: "Er ist Araber", "Er ist Albaner", "Er ist Deutsch-Türke", auch wenn diese Menschen seit Jahrzehnten hier in Deutschland leben. 

Die Herkunft ist eben doch scheinbar noch immer sehr entscheidend für die Menschen, die andere beurteilen wollen. Allein die Frage nach der Herkunft ist aus meinen Augen schon zu perfide für eine starke, zusammengehörige Gesellschaft!

Auch wenn ein "Türke" schon 40 Jahre in Deutschland lebt, hängt er sich bei jeder EM noch die Türkei-Flagge an sein Auto. Er lebt hier nur, weil er vom Frieden und Reichtum profitieren will. Er selbst würde oft nicht einmal behaupten er sei Deutscher bzw. festes Mitglied einer großen, deutschen Multikulti Gesellschaft.

Das nationalistische, also auf Normen des eigenen Landes heruntergebrochene Denken, ist noch lange nicht Geschichte. Man ist noch lange nicht weit genug, um eine echte große, partnerschaftliche, friedliche Gesellschaft ungeachtet von jeglichem Nationalismus aufzubauen. "Er ist ein Mensch, der genau wie ich Frieden und Liebe will" als Aufnahmekriterium in eine echte Solidargemeinschaft ist das Ziel, von dem man noch weit entfernt ist, sehr sehr weit...

DIe Kategorisierung "Normal/Unnormal" ist sehr gefährlich und steht einer gesunden, heterogenen Gesellschaft nicht an.

Ich sage nicht, dass das meine Denke ist, aber die vieler Menschen hier, vor allem vom rechten Flügel. Mir ist egal, ob jemand "normal" ist oder nicht. Normalität legt der Staat in Form von Gesetzen fest. Wer sich daran hält, ist für mich "ausreichend normal"!

Kommentar von realsausi2 ,

Normale Menschen sind laut Volksmund jene, die schon etliche Generationen in Deutschland leben.

So so. Der Volksmund sagt also, Holländer, Dänen und Kenianer sind unnormal.

Das ist ja eine profunde Quelle.

Diese bilden durch ihr Aussehen, ihre Kultur, Religion, Wertesystem etc. eine gewisse Normalität,

Stelle mal einen Oberbayern neben einen Ostfriesen.

"Er ist ein Mensch, der genau wie ich Frieden und Liebe will"

Genau das formulierst Du an ander Stelle aber als Vorwurf.

Er lebt hier nur, weil er vom Frieden und Reichtum profitieren will.

----------------------------------------------------

Ich sage nicht, dass das meine Denke ist,

Doch. Ein Stück weit schon.

Wer, wie Du, auf einer "Normalität" herumreitet, kommt doch nicht umhin, auch eine "Unnormalität" zu definieren. Das dies wertfrei und ohne Rückwirkungen auf die diesen Gruppen zugeteilten Menschen passiert, halte ich für ausgeschlossen.

Normalität ist ein völlig ungeeignetes Merkmal, um es auf Menschen anzuwenden.

Kommentar von Iflar ,

Du verstehst das, so glaube ich, einfach nicht so, wie ich es meine. 

Es gibt nun mal Normen in einer Gesellschaft, die vom Großteil festgelegt werden. So ist es eine Norm mit Messer und Gabel zu essen. Ein Chinese, der zuwandert, aber vielleicht lieber mit Stäbchen isst, weicht von der Norm ab und ist somit nicht normal. 

Eine gewisse Normalität manifestiert sich immer in der Kultur, im Essen, in der Musik, im Aussehen etc. Es wäre naiv zu sagen, dass es gar keine Normalität in einem Staat gibt!

Stelle mal einen Oberbayern neben einen Ostfriesen.

Ich sage doch gar nicht, dass nicht auch die Normen der "Ureinwohner" untereinander verschieden sein können. Du hast schon Recht damit, dass auch diese Menschen sich, obwohl sie beide "Deutsche" sind kulturell voneinander unterscheiden, anders sprechen, anders essen etc.

Genau das formulierst Du an ander Stelle aber als Vorwurf.

Nein! Das verstehst du vielleicht so, aber ein Vorwurf ist das nicht. Kaum ein Russe, Türke oder Italiener wandert in Deutschland ein, weil er die Sprache, das Essen oder die Leute so nett findet. Es geht den Zuwanderern fast immer um einen guten Job und ein schönes Zuhause, das man in Deutschland eben gut erreichen kann. Das ist weder ein Vorwurf an die Migranten, noch eine böswillige Unterstellung. Mir macht das nichts aus!

Antwort
von Endspurt, 113

" Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere? " 

Wenn er sich wie ein " normaler Mensch " benimmt, sich voll integriert und sich an unsere Gesetze hält, betrachte ich ihn auch als " normalen Menschen " und behandle ihn dementsprechend.

Antwort
von maggylein, 184

Aber das ist es ja... Es gibt ständig neue grausame Nachrichten von IS und die Menschen haben Angst.
Ich finde es allerdings auch doof das es viele Muslime gibt die uns deutsche alle über einen Kamm scheren das wir alle Muslime vorverurteilen...
Wegen mir kann jeder so leben wie er/sie mag solange man sich an das jeweilige Recht hält in dem Land und diese Personen mir auch mein Recht zugesteht so leben zu können wie ich will...

Kommentar von maggylein ,

hmm ist deine Meinung... trotzdem ist Angst da egal von wem gezüchtet...

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Das ist keine Meinung, sondern ausgemachter Schwachsinn. Die U.S.A. haben die Anschläge nicht inszeniert. Wer so etwas behauptet, steht in einer Reihe mit Ufogläubigen, Chemtrailfantasten und sogar mit Holocausleugnern.

Kommentar von maggylein ,

war eigentlich auch mein Gedanke aber bei solchen Leuten hab ich kein Interesse ne Diskussion zu führen...

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Über offenkundigen Schwachsinn diskutiert es sich leicht. Man stellt ihn richtig und verschwindet. Wer sich nicht von Fakten überzeugen lassen will, hat eben Pech.

Antwort
von catchan, 20

Ich kann verstehen, dass dich die momentane Situation etwas wütend macht, aber atme erst einmal tief durch.

Nicht jeder Deutsche sieht es so wie geschildert. Es gibt auch welche, die begriffen haben, dass Idiotie nichts mit Religion oder Nation zu tun hat.

Die Religionsfreiheit wird dir vom Staat garantiert. Für die Meinung der Leute kann der Staat nichts machen. Das musst du akzeptieren.

ABER: Beleidigende Posts werden wiederum nicht von der Meinungsfreiheit beschützt. Gegen diese kann man gerichtlich vorgehen.

Außerdem solltest du dir vor Auge führen, dass nicht jeder, der dir Fragen zu deiner Religion diese auch verurteilt. Diese Fragen können auch gestellt werden wofür Fragen dienen, nämlich dass sie beantwortet werden und den Wissensstand des Fragenden erweitern.

Vorurteile gegen den Islam (wobei es DEN Islam eigentlich gar nicht gibt) können nur dadurch bekämpft werden, wenn man sich darüber informiert wie es denn so wirklich ist. Gute Informationsquellen sind nun mal Muslime, die man darüber ausfragt.

Natürlich gibt es Leute, die nur Fragen stellen, um Angriffsziele zu finden, aber du wirst irgendwann raushören wer es wie meint, um aussortieren zu können.

Was den Bau von Moschees betrifft: Die Leute sind auch dagegen, wenn neue Straßen gebaut werden sollen, wenn spezielle Kliniken und ähnliche Einrichtungen gebaut werden sollen. Kurz gefasst: Es wird sich immer jemanden finden lassen, der dafür ist, dass man dagegen ist.

Und nun zu deinen Unterfragen: Es wird immer Menschen geben, die ein einfaches Weltbild haben. Die Idioten und Psychopathen an etwas wie einer Religion oder Hautfarbe festmachen wollen. Derzeit werden sie befeuert von den Medien.

Ich kann dir nur raten cool zu bleiben und dich auf die zu fokussieren, die dich nicht deswegen verurteilen.

Antwort
von AaronMose3, 45

wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden

Der größte Teil davon ist Kritik.

Kritik ist in Deutschland ein wichtiger Teil der westlichen Werte und mir ist schon öfter aufgefallen das Muslime nicht mit Kritik zurecht kommen, sondern sich direkt persönlich angegriffen fühlen. 

 im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings 

Hasspostings kommen von Menschen, die den Islam generell ablehnen und in einem Land wie Deutschland nicht haben möchten.

Das diese Hasspostings nicht in Ordnung sind, möchte niemand abstreiten. Aber ich kann durchaus verstehen das die Menschen hier, langsam wütend werden, wenn sie sehen, wie der Islam (der nunmal Politische Ansichten vertritt) sich immer mehr auf eine Art "Sonderposition" stellt.

Mir gefällt es z.B überhaupt nicht, das in Talkshows bei denen über den Islam gesprochen wird, immer und immer wieder die Aussagen von den anwesenden Muslimen dort verharmlost werden. Sie (Muslime) werden immer unterbrochen sobald sie zum Punkt kommen wollen. Nur damit das deutsche Volk nicht merkt wie radikal diese ihre Werte verteidigen. 

Auch die scheinbare Unantastbarkeit dieser Religion kotzt mich mittlerweile nur noch an (um es auf Deutsch zu sagen). Man darf nichts kritisieren, Muslime sind sofort beleidigt, historische Tatsachen werden als Lügen abgestempelt und unsere Medien werden natürlich von "ganz oben" gesteuert und sind nicht zu beachten - Lügenpresse. 

Jetzt denke mal ganz scharf nach. Ist es nicht verständlich das Deutschland Menschen mit solch einem Weltbild nicht einfach akzeptieren möchten ?

Nicht akzeptieren möchten das Muslime ein Tausende Jahre altes Relikt über das deutsche Gesetzt stellen ?

Das deutsche Mädchen in Schwimmbädern als "Nuttig" bezeichnet werden, nur weil sie einen Bikini und keinen "Neoprenanzug" tragen ?

die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime.

Meiner Meinung nach, ist die Differenzierung in diesem Fall etwas überbewertet. Natürlich ist nicht jeder Muslim gleich ein Attentäter und will die Weltherrschaft an sich reißen (das zu denken wäre Idiotisch) aber ihr "verehrt" nunmal alle dasselbe Buch. Und bei jedem auch nur ansatzweise negativen Punkt direkt zu schreien "So sind die richtigen Muslime aber nicht" weckt sehr schnell den Eindruck, als würde man einfach nur lügen, damit wir weiterhin denken "Ach, der Islam ist doch eigentlich friedlich".

Es wird nun seit Jahren alles negative was im Zusammenhang mit dem Islam geschieht, von liberalen Muslimen als "nicht richtig" deklariert. Dann frage ich mich aber langsam, wo all die "richtigen Muslime" denn sind, wenn jeder der anscheinend nach dem Gesetz des Korans handelt ja keiner ist !?

Muslime begeben sich in meinen Augen damit genau in das Schema, das ich bereits sehr oft angesprochen habe. Sie lügen, so lange sie in der Unterzahl sind. Das wurde von Mohammed so praktiziert und Muslime praktizieren es nun genauso. Sie sich mal einer die Länder an, in denen der Islam sich in der religiösen Überzahl befindet. Dort werden alle die nicht diese Sicht vertreten ermordet. 

Und was passiert in DE wenn es mal mehr Muslime als andere gibt ?

(Natürlich konnte man das als Hetzte abstempeln. Aber wenn man ehrlich ist, ist dieser Gedanke nicht einmal unbegründet.) 

Und woher sollen Menschen die sich nicht zu 100% mit dem Koran auskennen, denn wissen welche Aussage stimmt. Wenn man liest das Christen und Juden nicht mehr Wert sind als Affen und Schweine, und das sogar die Muslime (angeblich sind sie keine Salafisten) vom "Lies" Stand so bestätigen, welchen Grund habe ich als "Durchschnittsbürger" denn nicht auf die Straße zu gehen und zu sagen das es reicht ?

Der Islam ist nunmal nicht nur eine Religion, sondern hat auch politische Ansprüche. Und ob das liberale Muslime so sehen oder nicht, ist, so leid es mir für diese tut, irrelevant.

Dasselbe mit Mohammed. Man kann als Westlich geprägter Mensch eben einfach nicht verstehen, wieso Muslime einen (historisch bewiesen) Massenmörder verehren. Und wenn diese dann behaupten, die Kriege seien ausschließlich aus Verteidigung heraus geschehen, lügen sie sich selbst in die Tasche und machen sich vor jemandem, der darüber bescheid weiß einfach nur lächerlich. Man müsse nur mal "Dschihad" googeln und diese Aussage ist innerhalb von Sekunden widerlegt.

Einfach komplett alles was IS Soldaten von sich geben als liberaler Muslim abzustreiten kann ein positives Zeichen setzten, aber es ist deshalb noch lange nicht direkt richtig. 

Den auch liberale Muslime befolgen den Koran, den man nicht in Frage stellen darf. Und es gibt viele Punkte, in denen liberale Muslime ihrem heiligen Buch widersprechen. Und das ist es, was sie eigentlich nicht dürfen.

Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen,

Diesen Eindruck hast du, weil du anscheinend nicht mit der Kritik über den Islam zurecht kommst. Religionsfreiheit bedeutet nicht, das alle in Deutschland jede Religion mitsamt ihrer Ausübung "einfach so" akzeptieren muss. Kritik muss sich jeder gefallen lassen, wer das nicht akzeptieren kann, ist Fehl am Platz. 

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Und hier sprichst du genau das an, was sich vermutlich jeder Muslim wünscht. 

"Hört auf über uns zu berichten und uns zu kritisieren" 

So läuft es aber nicht. Hätte man niemals über den Islam berichtet, wären niemandem die negativen Punkte an dieser Religion aufgefallen und sich eine Gesellschaft zu wünschen, die aufhört zu kritisieren (so wie du es gerade tust) klingt für mich alles andere als positiv. 

Denn wenn (und das betone ich immer öfter) Muslimen die westlichen Werte nicht gefallen und diese auch nicht akzeptieren möchten, frage ich mich, wieso sie sich den länger in diesem Land befinden. Damit möchte ich nicht rassistisch sein. Ich denke nur, das das eine sehr berechtigte Frage ist. Schließlich fliegen Christen ich auch nicht in Muslimische Länder um dort zu leben. 


Antwort
von Schnuffily, 228

Also ich hätte jetzt gesagt, das in Deutschland die meisten Leute entweder konfessionslos, Christlich oder Katholisch verankert sind.

Mir tut es sehr leid, das man deine Religion hier kaum wertschätzt und ich denke, viele Leute haben einfach Angst, das jeder Muslim gleich ne Bombe dabei hat. ... Was natürlich vollkommen Blödsinning ist !

Ich hoofe, das ich dir etwas helfen konnte :)

Kommentar von Renguees ,

Ja, aber es leider nur eine Minderheit von Deutschen die nichts gegen den Islam haben. Die Mehrheit denke ich, ist kritisch gegenüber dem Islam. Nur viele sagen es halt nicht öffentlich.

Kommentar von Katie27 ,

wie kommst du denn darauf? hast du eine Umfrage gestartet? (tut mir leid für die dumme Frage) aber auch das sind alles nur Vorurteile. soll ich dir was sagen? Ich vermute das Gegenteil! ;-)

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Einer Sache kritisch gegenüberzustehen bedeutet nicht, auch automatisch ihr Feind zu sein. Ich stehe dem Islam kritisch gegenüber, weil es nicht meine Religion ist und ich die Werte, welche der Koran vertritt, nicht mit meinen Grundwerten vereinbaren kann.

Aber ich diskriminiere keine Moslems, nur weil ich ihre Religion als falsch und für mich persönlich unpassend ansehe. Und ich fände es auch nicht besser, wenn alle Muslime aus Deutschland verschwinden oder man diese Religion verbieten würde. Ich toleriere den Islam, ich akzeptiere, dass er in Deutschland praktiziert wird, und ich respektiere die Muslime als Menschen. Würde ich das nicht tun, würde ich den Muslimen das Recht auf ihre freie Religionsausübung nehmen.

Warum ist es aber falsch, kritisch zu sein? Warum sollte man sich nicht trauen, seine kritische Meinung öffentlich zu vertreten?

Kommentar von ArbeitsFreude ,

ja, lieber REnguees: Hier sagst Du es ja selbst: Kritisch heißt nicht hasserfüllt... und die Gründe für die kritische Haltung haben Dir hier sehr viele vernünftig antwortende Menschen dargelegt -

Meinst Du nicht, dass diese kritische Haltung irgendwie gerechtfertigt sein könnte...?

Antwort
von Goodnight, 67

Religion ist eine Privatsache. Du kannst jede Religion haben und auch leben solange du andere damit nicht belästigt. 

Das heisst im Grunde aber nicht, dass man ein Recht auf den Bau eigener  Kirchen hat wo man gerne möchte.

Antwort
von MarkusKapunkt, 155

Die Religionsfreiheit infragezustellen und im nächsten Satz zu behaupten, dass Muslime in Deutschland diskriminiert werden, ist wirklich frech.

Nirgendwo auf der Welt herrscht ein dermaßen hohes Level der Toleranz und der Menschenfreundlichkeit wie bei uns. Du kannst dich in Deutschland frei zu deinem Glauben bekennen und ihn ausleben, und jeder, der dich daran hindern würde, macht sich sogar strafbar. Wenn du als Muslim diskriminiert wirst, von welcher Seite auch immer, und du das beweisen kannst, dann hast du jederzeit das Recht, die betreffende Person anzuzeigen und dein Recht auf freie Religionsausübung geltend zu machen. Damit sollte deine Frage eigentlich schon beantwortet sein.

Ich würde dir aber gerne auch erklären, warum der Islam in der westlichen Welt einen so schlechten Ruf genießt. Der zunehmende Islamhass in Europa geht nämlich nicht nur auf Kosten des IS und den weltweiten Terror, den Islamisten derzeit verursachen. Ein weiterer Punkt ist nämlich auch das falsche Bewusstsein vieler Muslime, dass ihr Glauben der einzig richtige ist und über allen anderen Gesetzen steht. Diese Arroganz gehört bei vielen Muslimen zu ihrer Identität, und sie haben sogar die Frechheit, diese Weltanschauung als ihre Kultur zu verkaufen. Es gibt und es darf in Deutschland keine islamische Kultur geben! Es gibt eine deutsche Kultur, zu der die Moslems (nicht der Islam!) mit dazugehört, aber unter einem gemeinsamen Wertesystem. Wer das nicht akzeptiert und lieber in einer Parallelgesellschaft mit Zwangsehen, Friedensrichtern und Ehrenmorden leben möchte, der ist ein Verfassungsfeind und in Deutschland nicht willkommen.

Eine interessante Studie des niederlänischen Soziologen Ruud Koopmanns zeigt sehr deutlich, dass islamistisches Gedankengut bei der breiten Mehrheit aller in Europa lebenden Muslime weit verbreitet ist. Zwei Drittel der von ihm Befragten Muslime geben an, dass sie religiöse Vorschriften für wichtiger erachten als geltendes Recht, sogar drei Viertel von ihnen meinen, dass es nur eine richtige Auslegung des Korans gebe. Andere Fragen, die sich auf Frauenverachtung, Homophobie und andere Standpunkte, die den Muslimen oft vorgeworfen werden, zeichnen ein ebenso erschreckendes Bild.

Wenn du die Frage nach der Religionsfreiheit stellst, dann stelle ich dir die Frage, ob die Religionsfreiheit der Muslime nicht gezwungernermaßen dann enden muss, wenn sie die Freiheit aller anderen Mitmenschen weder zu akzeptieren, zu tolerieren geschweige denn zu respektieren bereit ist und das Freiheitskonzept, nachdem wir alle gut und sicher leben dürfen, am liebsten durch ein Modell nach Vorbild der Scharia ersetzen möchte.

Antwort
von BTyker99, 101

Das kannst du wohl kaum ernst nehmen. Ich denke, dass du hier nur gegen muslime aufstacheln möchtest, da du einige wesentliche Gründe genannt hast, weswegen Muslime heute abgelehnt werden.

Antwort
von Eiskorn93, 2

Es ist so. Seit den 1970er Jahren sehen die Leute in Deutschland jeden Abend dass es Anschläge gibt. Immer in islamischen Ländern. Seit fast 50 Jahren!!! Da ist es verständlich dass man irgendwann denkt, "diese Leute sind alle gewalttätig, sonst müsste es ja mal Frieden geben." Das denken viele vielleicht nicht so direkt wie ich es hier sage. Aber ihr Unterbewusstsein sagt dass diese Leute gefährlich sind.

Selbst wenn man sieht dass alle friedlich sind, glauben die Leute dass Muslime rund 6 Kinder pro Familie haben. In Deutschland sind 2 Kinder schon Seltenheit. Damit lässt sich ausrechnen wer bald die Mehrheit im Land ist. Und weiter gedacht und demokratisch gedacht bestimmt die Mehrheit was im Land läuft. Diese Vorstellung ist schon schlimm genug für viel Deutsche. Doch es kann noch schlimmer kommen. Eine extrem-islamistische Partei entsteht, die alle Nichtmuslime ausgrenzt und den Spieß von heute umdreht. Denn man muss erkennen dass skrupelose Menschen leichter an die Macht kommen als der nette Muslim von nebenan.

So begründe ich meine ANGST vor dem Islam. Wenn er in seinem Ursprungsgebiet endlich Frieden stiften könnte wäre ich überrascht. Aber ich denke dass uns das Problem noch weitere fünfzig Jahr beschäftigen wird.

Liebe Grüße
Eiskorn93

Antwort
von SoVain123, 180

Das mag alles stimmen, trotzdem hält es sich bei uns noch in Grenzen!

Kommentar von Renguees ,

Wie in Grenzen? Schau mal was hier abgeht. Okay in Amerika ist es noch schlimmer, aber hier ist es auch schlimm.

Kommentar von SoVain123 ,

Also ich lebe in München und hier auf den Straßen gibt es keine Gewalt gegen Muslime und auch sonst gibt es keine negativen Schlagzeilen bzgl. Religionsfeindlichen Aktivitäten...

Kommentar von KaeteK ,

Bei uns ist es wie eh und je - Keine Gewalttaten weder gegen Muslime, noch von Muslime gegen Andersdenkende. lg

Kommentar von PlueschTiger ,

Okay in Amerika ist es noch schlimmer, aber hier ist es auch schlimm.

In Amerika (USA), hatte man zeitweilig in einigen Stätten unter Muslime sogar die Scharia erlaubt. Allerdings zog man diese Erlaubnis irgendwann wieder zurück, weil die Erlaubnis von deinen Glaubensbrüdern arg missbraucht wurde. Die USA haben etwas zugelassen was eigentlich dem Rechtssystem des Staates wiederspricht und du machst die USA noch schlecht.

Antwort
von Brunnenwasser, 24

Darfst Du Deine Religion denn nicht ausüben ? Das ist Religionsfreiheit. Das andere was Du bemängelst ist nun mal Demokratie. Auch Du kannst Dich auf die Straße stellen und gegen etwas protestieren, um Idealfall wirbt man aber im Zwischenmneschlichen für sein Vorhaben oder seine Idee. Das geht leider nicht immer gut.

Antwort
von PlueschTiger, 41

Hallo Regenguees,

Ich bin ein Muslim und in Deutschland aufgewachsen. Man hat ja im Unterricht damals immer vermittelt bekommen das in Deutschland Religionsfreiheit usw. herrscht. Aber irgendwie kann ich das nicht richtig glauben, wenn ich sehe wie Muslime hier in Deutschland tagtäglich diskriminiert werden von allen Seiten (Medien, Lehrer, teilweise Politiker) usw. im Netz sind unglaubliche viele Hasspostings zu lesen über Muslime, die anonym verfasst werden.

Die Freiheit besteht von Seiten des Staates Deutschland, der Staat mischt sich nicht in die Wahl deiner Religion ein. Was andere machen wie deine Eltern welche dir den Islam beigebracht haben kann er nicht beeinflussen. Doch gibt er jeden Menschen ab dem 14 Lebensjahr das recht selbst über seine Religion zu entscheiden, das lassen deine Eltern wohl kaum zu. das was du hier von Seiten der Presse und anderen bemängelst nennt man Presse und Meinungsfreiheit, das ist etwas was man in der Türkei seit einer ganzen weile schon nicht mehr hat.

Kaum gibt es irgendwo Pläne, das eine Moschee gebaut werden soll, gibt es prompt Demonstrationen gegen den Bau von Moscheen usw. Ich kann diesen Hass garnicht nachvollziehen.

Du vergisst das die Menschen in Deutschland nicht 5 mal den Ruf des Imams hören wollen und auch nicht das der Ort zum Angriffsziel von Nazis und Gruppen feindlicher Muslimischen Gruppen wird. Zudem vergisst du das Deutschland ein Christlich geprägtes Land ist, selbst die Politik ist mit Christen durchsetzt.

Die meisten Muslime die ich kenne sind sehr friedlich und distanzieren sich von Gräueltaten was der IS usw. macht, aber viel schlimmer finde ich, das die Leute GARNICHT mehr in der Lage sind zu differenzieren, sondern gleich mit Verallgemeinerungen herkommen über alle Muslime. 

Das ist schön wenn sie Friedlich sind, doch wo sind deine Friedlichen freunde wenn mal wieder ein verbrechen deiner Glaubensbrüder gegen eine Frau, Wehrlosen Menschen, durch einen Terroranschlag verletzt oder getötet werden? Bei Mohamet Karikaturen gehen Muslime zu Millionen auf die Straße. Bei Terror, Säure Attacken auf Frauen und anderen Verbrechen sieht man kaum Muslime auf den Straßen dagegen demonstrieren. So etwas ist Unglaubwürdig. Entweder die Religion verbietet Gewalt oder Nicht und wenn ja muss ich als Glaubensbruder wenigstens offen zu stehen das ich gegen Gewalt bin.

 Warum betrachten die Leute ein Muslim nicht einfach als normaler Mensch (Individuum) wie jeder andere? Man hat immer den Eindruck, wenn man Islamkritik liest bzw. hört, als ob sich alle Muslime zu Monster verwandelt haben und die Welt erobern wollen, was ja vollkommener Schwachsinn ist.

Wenn du statt anderen die Schuld zu geben mal die Medien, welche du so verteufelst ansehen würdest, wüsstest du wieso die Menschen sich schwer tun jeden Muslim einzeln zu sehen. Es sind IS, Salafisten und andere Muslime welche alles nicht Muslimische ausrotten wollen und auch aus Deutschland einen Islamischen Staat machen wollen und die Scharia einführen. Deine Glaubensbrüder sind bisher fast nur durch Religiöse Forderungen an den Staat und Bürger und durch Gewalt aufgefallen.

Wann haben Muslime mal sichtbar Deutschen bei Katastrophen geholfen? Als Deutsche Flüchtlingen helfen wollten, wurden sie von einigen Muslimen Attackiert, weil sie sich nicht an die Muslimischen Religionsregeln gehalten haben, welche sie nicht kannten. Das nur weil eine Frau einen Mann und ein Mann eine Frau berührt hat. Ich selbst habe von einer Frau erfahren das sie gesehen hat wie Muslime eine Kassiererin im Supermarkt angepöbelt haben, so das sie später in tränen ausbrach. Wie soll ein deutscher Bürger, der genug damit zu tun hat genug Geld zu verdienen, damit er nicht verhungert, noch jeden Muslim einzeln betrachten? Man gibt deinen Glaubensbrüdern Essen und Obdach so gut es uns Möglich ist und der Dank?

Man stelle sich mal vor, es wird nie über den Islam in den Medien berichtet, dann würden glaube ich die wenigsten Menschen kritisch gegenüber dem Islam stehen, weil sie einfach nichts schlechtes darüber hören würden.

Dann wären wir in der Türkei und was soll das bringen? Vertuschen ist keine Lösung. Eines der Christlichen 10 Gebote ist "Du sollst nicht lügen" das gibt es, wenn ich mich nicht irre, auch im Islam. Selbst wenn man nicht in den Medien über so was berichten würde, würde sich das verbreiten. Denn Menschen Tragen es weiter.

Abschließend:

Würde jeder Muslim sich den Regeln des Koran entsprechend, Respektvoll, Höflich, Gewaltlos und hilfsbereit zeigen, dann gäbe es weniger Probleme. Ein Mensch der merkt das du Nett bist und ein Guter Mensch, der wird dich auch meist so sehen.

Gruß Plüsch Tiger

Kommentar von PlueschTiger ,

Übrigens. Als Muslim kann man auch in einer Kirche beten, wenn man den Pfarrer fragen tut.

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