Frage von Manoli59, 61

Herrenloser Kater von Verein gechipt und wieder ausgewildert lebt seit einem halben Jahr auf meiner Terrasse und ist nun zam, wem gehört er jetzt?

Zum besseren Verständnis , das habe ich an den ehemaligen Verein geschrieben. Sie haben den armen Kerl eingesperrt!

Sehr geehrter Vorstand der Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.,wie ich Frau B. schon in einer privaten Mail mitgeteilt habe, stelle ich den offiziellen Antrag den roten Kater (von allen Nachbarn „Picasso“ genannt) adoptieren zu dürfen. Picasso ist ein vermutlich ein herrenloser roter Kater, der vor ca. 1 ½ Jahren plötzlich in unserem Garten in Meckenheim-Altendorf aufgetaucht ist. Da ich damals noch Mitglied der KSF war, erklärte sich Frau B. bereit, ihn auf Kosten der KSF kastrieren, registrieren und chippen zu lassen. Danach wurde er bei uns wieder in sein gewohntes Revier entlassen. Vor ca. einem halben Jahr tauchte dieser Kater nun wieder in unserem Garten auf und wollte auch nicht mehr gehen. Er lag täglich auf unserer Terrasse und genoss sein Leben in vollen Zügen. Mit der Zeit wurde er immer zutraulicher und ließ sich von uns sogar streicheln und beschmusen. Er bekam von da an sein Futter genau wie unsere Katzen auch und als es draußen kälter wurde, stellten wir ihm eine beheizte Hütte auf unsere Terrasse, worin er bis zum Schluss wohnte. Wir umsorgten ihn wie unsere eigenen Tiere. Eines Tages hatten wir allerdings das Gefühl, dass es im nicht so gut geht. Seine Zunge hing aus seinem Mäulchen, er sabberte und hatte komische Flecken ums maul herum. Vermutlich Probleme mit Zähnen. Wir beschlossen ihn von einem Arzt anschauen zu lassen, dann fiel uns aber wieder ein, das dieses Vorhaben daran scheitern könnte, da er ja den Chip der KSF trug. Um alles korrekt zu machen, schrieb ich Frau B. deshalb an und fragte sie, wie ich mich verhalten soll. Da meiner Meinung nach der Kater einem Arzt vorgestellt werden müsste, ging ich auf den Vorschlag von Frau B. ein, ihn zu Frau Dr. D. zu bringen. Auch mit der bitteren Pille, dass dann der Kater von Frau B. abgeholt werden würde. Ich bot ihr an den Kater zu übernehmen und für alle Kosten aufzukommen, aber es erfolgte keinerlei Reaktion.Nun wende ich mich an Sie, den Vorstand. Bitte haben sie ein Herz und lassen Picasso in sein gewohntes Umfeld zurück, wo ihn jeder geliebt hat und er glücklich war. Ganz zum Wohl des Katers. Ich bin nach wie vor bereit ihn zu adoptieren und für entstandene Kosten aufzukommen.

Antwort
von October2011, 40

Hi,

der Kater gehört dem Verein. Er war 6 Monate lang ein Fundkater und ging dann ins Eigentum des Vereins über.

Du kannst also lediglich darauf hoffen, dass irgendjemand im Verein bereit ist, ihn dir zu verkaufen.

Da du mit dem Verein im Steit liegst wird das schwierig. Da der Kater sich jetzt anfassen läßt ist es gut möglich, dass er einfach an jemanden anderes weitervermittelt wird.

Insofern kannst du nur versuchen, dich wieder mit dem Verein zu vertragen in der Hoffnung, dass er dir danach verkauft /vermittelt wird.

Ich hätte dir gerne etwas besseres geschrieben, aber die Situation ist nun mal leider so. Das tut mir für dir sehr leid.

Dem Kater wünsche ich, dass er ein gutes neues Zuhause bekommt, bei dir oder bei jemandem anderen.

October

Kommentar von October2011 ,

@Manoli59,

kennst du noch jemandem vom Verein, mit dem du nicht verkracht bist und mit dem du reden könntest?

Wenn der Brief nicht dazu führt, dass man dir den Kater vermittelt solltest du versuchen, mit einzelnen Vorstandsmitgliedern in Ruhe darüber zu reden.

Ohne, dass Frau B dabei ein Thema wird oder du den Verein kritisierst. Zeige Bilder des katers bei euch Zuhause und appeliere an die Tierliebe.

October


Kommentar von October2011 ,

@Manoli59,

bitte den Support, den Namen des Vereins aus deiner Frage zu editieren.

Wenn der Verein das Gefühl bekommt, du würdest im Internet schlecht über sie reden, kannst du kaum noch auf ein Entgegenkommen hoffen.

October

Antwort
von kuechentiger, 36

Ein Fundtier geht normal in den Besitz des Finders über, wenn sich innerhalb von 6 Monaten kein Eigentümer meldet, der es zurück haben will. Also gehört der Kater eigentlich dir...

Kommentar von October2011 ,

Hmm, hier hat der Verein den Kater kastrieren und chippen lassen. Der Kater ist nie offiziell in das Eigentum von Manoli59 übergegangen.

Wenn der Verein sich stur stellt (wovon ich ausgehe) werden sie sich genau darauf berufen.

Dazu kommt, dass Frau B (als Vertreter des Vereins, der Eigentümer des Katers ist) angeschrieben wurde, als es um den Tierarztbesuch ging. d.h. Manoli59 hat mit diesem Brief quasi selbst schriftlich festgehalten, dass der Kater ihr nicht gehört.

:-/

Leider werden solche Streitigkeiten oftmals auf Kosten der Tiere geführt.


Kommentar von kuechentiger ,

Ja sicher. Aber der Kater ist vor über einem halben Jahr auf ihrer Terrasse aufgetaucht, quasi als Sreuner, ohne dass sich der Eigentümer geoutet hat und ihn wieder haben wollte. Wenn man es so sieht, und den Kater als normales Fundtier, dann hat der Verein ihn ausgesetzt und sie ist der Finder.

Kommentar von October2011 ,

Sie kannte den Besitzer des Katers: der Verein. Das wird aus dem Brief deutlich, in dem sie Frau B wegen des Tierarztbesuches anschrieb.

Sie hätte ihn beim ersten Auftauchen als Fundtier melden müssen, um ihn dann 6 Monate später als automatisch als Eigentümer übernehmen zu können. Und in den 6 Monaten mit der zuständigen Fundbehörde (vermutlich der TSV) ein Pflegevertrag oder eine Pflegevereinbarung treffen müssen.

Zudem war der Kater da schon gechipped, sie hätte also jederzeit den Eigentümer/den Verein ausfindig machen können.

Wie gesagt, mir tut da der Kater und Manoli59 sehr leid.

Hier wäre es wirklich das beste, wenn sie sich irgendwie mit dem Verein einigen könnte. Auch wenn's schwer fällt und da wohl einiges vorgefallen sein muss, um sich so mit dem Verein zu verkrachen.

Wenn sie ganz, ganz viel Glück hat hat irgendjemand beim Verein ein Herz für den Kater und gibt ihn ihr zurück. Was wohl auch im Sinne des Katers wäre.

Ansonsten bleibt ihr nichts übrig als einen auf Tierrecht spezialisierten Anwalt aufzusuchen und den Verein auf Herausgabe des Katers zu klagen. Ich habe da meine Zweifel, ob sie viel erreichen könnte, da sie nie offizielle Eigentümerin des Katers war ...

Ich bin allerdings kein Anwalt!! und könnte mich auch irren.

October

Kommentar von kuechentiger ,

Ja, du wirst vermutlich recht haben. Ich hab da eher eine etwas hinterhältige Sichtweise...

Auf der Seite des Vereins und des Tierheims, mit dem die zusammen arbeiten, ist von dem armen Kater noch nichts zu sehen, dass sie vielleicht einen neuen Platz suchen würden.

Kommentar von October2011 ,

Wie gesagt: ich hoffe, ich habe nicht recht oder das sich das gütlich regeln lässt und der Kater einfach in seine Familie vermittelt wird.

Leider geht es bei einem solchen Streit selten ums Tier sondern um verletzter Stolz, Sturheit, jemanden eins auswischen zu wollen, oder der Glaube, das Tier könne es nur bei einem selbst gut haben.

Eigentlich sehr traurig, wenn man bedenkt, wie viele Katzen ein Zuhause suchen - sich da um eine Katze zu streiten, die ein Zuhause hat, ist ein starkes Stück ...

October

Kommentar von kuechentiger ,

Allerdings, das ist es!

Antwort
von MKausK, 40

Der Kater gehört niemanden, der hat sein eigenes Revier un hat sich mit Dir angefreundet

Antwort
von supersuni96, 36

Wenn du möchtest, kann er dir gehören. Der Chip wird wohl registriert sein. Da kannst du in der Datenbank deinen Namen eintragen lassen, bzw. nachschauen, ob er auf eine andere Person registriert ist. Chipleser hat der Tierarzt.

Kommentar von Manoli59 ,

Ganz so einfach ist es leider nicht. Der Kater ist auf meinen alten Verein registriert mit dem ich aber nicht gerade in Freundschaft auseinander gegangen bin. 

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