Frage von NiiNa123, 312

HERBALIFE BUSINESS?

Also meine Frage ist , Habe ein Angebot bekommen für Herbalife distributer (Mitarbeiter) , bin etwas unsicher , und wollte nach Meinungen und Erfahrungen hören danke

Wenn möglich beantwortet mir auch ob man auch ein Start Kapital haben muss ( da ich zurzeit sehr knapp bin ) ?

Antwort
von mstrahm, 228

Wenn Du es als Hobby machst, kannst Du es versuchen. Rechne nicht damit, dass viel Geld übrig bleibt. Die Aussichten, dass Du Deinen (und evtl. der der Familie) Eigenbedarf an HL-Produkten gratis abdecken kannst, sind gut. Dass Ein regelmässiger monatlicher Lohn erwirtschaftet wird, ist anfangs vermutlich nicht der Fall. Wie hier schon erwähnt, ist es ein amerikanisches Schneeballsystem, bei dem vor allem die Hauptfirma profitiert. Diese muss nämlich keine Löhne bezahlen, sondern die VerkäuferInnen dürfen einen kleinen Teil vom erworbenen Umsatz behalten. Der Aufbau ist, meiner Meinung nach, fies. Sobald jemand einigermassen erfolgreich verkauft, kommen die "Volumenpunkte" in einen Bereich, bei dem man eine Rabattierung sämtlicher Produkte erhält. Man nimmt die Kaufkraft zusammen und füllt den Lagerraum. Diese Ermässigung hält aber nur 2 Monate. Man ist gezwungen weiterhin einen guten Umsatz zu machen, weil man ansonsten den Verkaufsvorteil wieder verliert. Falls auch das erreicht wird, rückt die nächste Stufe in den Fokus: "Supervisor". Bei dieser Stufe bleibt der Rabatt für ein Jahr (z.B. 50 % Rabatt auf sämtliche HL-Produkte). Nach Ablauf dieses Jahres, falls der Umsatz nicht gemacht wurde, knallt man wieder runter auf die erste Rabattstufe. Oberhalb des "Supervisors" sind übrigens noch zwei weitere Stufen. In diesen Stufen hat man viele Verkäuferinnen unter sich, und da fangt es sich an zu lohnen, da man von den Verkauften Produkten "in der Linie" eine Provision erhält. Das ist auch der Grund, warum jede Verkäuferin neue anwirbt. Als wäre dieses System nicht schon fies genug, reicht es nicht, die Produkte "nur" zu verkaufen. Als Beraterin kommen die Kunden zu Dir nach Hause und Du misst beispielsweise den Körperfettanteil, um zu beraten, welche Produkte sie kaufen sollen (oder kaufen müssen, Du willst ja auch etwas davon :-). Damit Du diese Beratungen machen darfst, benötigst Du Weiterbildungskurse. Du erahnst es: Die sind nicht umsonst, sondern kosten jedesmal Geld. Und auch hier gibt es wieder einen "neideschen" Blick auf die höheren Stufen: Weiterbildungen erteilen kann auch Geld einbringen. Vor allem, wenn Du finanziell nicht stark abgedeckt bist, ist der Anfang schwierig. Bedenke, dass Du überteuerte Produkte verkaufen sollst, die Mit-VerkäuferInnen zum halben Preis erhalten. Bedenke auch weiter, dass Dein gesamtes soziales Umfeld mitmachen soll, wenn Du weiter kommen willst. Wenn Dein Freundeskreis gross ist oder wenn Du extrovertiert auf Leute zugehen kannst, kein Problem. Das Startkapital ist übrigens finanziell verkraftbar und nicht wirklich die Stopp-Barriere. HL hat nicht wirklich einen guten Ruf. Der Firmengründer (die Firmenphilosophie ist gesunde Ernährung) war stark alkaholabhängig und ist im Jahre 2000 an einem Alkoholexzess gerade mal 44jährig gestorben. Dass HL-Produkte so überteuert sind ist nachvollziebar, denn alle in der Linie verdienen etwas. Wenn man nur das Produkt betrachtet, ist eine so hohe Marche drauf, wie fast nirgends sonst. Ein Kritikpunkt von traditionellen Ernährungsberatern ist, dass HL-Diätprodukte Zucker enthalten. Kein Problem: Als grosse Neuheit bringt HL in naher Zukunft zuckerlose formula-1-Shakes auf den Markt. Meiner persönlicher Meinung nach, ist HL eine Sekte. Die oberen Sekten-Gurus verdienen schön Geld, die unteren glauben an das, was die oberen sagen und treiben den "Laden" schön artig voran....

Antwort
von MightyMischka, 198

Am 23. November 2011 wurde Herbalife Belgien vom Brüsseler Handelsgericht als illegales Pyramidensystem verurteilt. 

Die jüngste Kritik kommt vom bekannten Grossinvestor William Ackman. Es sei eine Pyramide, ein Schneeballsystem, das nur dadurch Geld mache, dass immer neue Verkäufer angeworben würden

Herbalife verkaufe seine Produkte ähnlich wie bei den bekannten Tupperware-Partys. Es gebe ein Netzwerk ungeschulter Verkäufer, die die Produkte von Herbalife kaufen und dann in ihrem Umfeld, in der Verwandtschaft, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz weiterverkaufen.

In einem Test verschiedener Formula-Diät-Produkte der Zeitschrift Ökotest (2/2002) gehört Herbalife zu den teuersten Produkten. Daher haben einige Verbraucherzentralen Herbalife-Produkte bei ihren Tests für überteuert und, wie fast alle Formula-Diäten, für nicht empfehlenswert befunden.

Die werben krankhaft um neue Mitarbeiter weil sie sich an den anderen bereichern wollen. Ich finde das eine Frechheit. Versprechen Unterstützung und erwarten dass man jedes Monat für den Eigenbedarf einkauft.

Ich habe eine Bekannte die das auch gemacht hat. Sie hat nur Geld ausgegeben und nichts dabei verdient. Zum Schluß hätte sie versucht das ganze Zeug nicht mal um die Hälfte loszuwerden. Nicht einmal das hat sie geschafft. Ich finde das Zeug einfach nur teuer und sonst nichts.











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