ich habe eine freundin, die eine sehr bewegte vergangenheit hat (ihre mutter hat sich vor 1,5 jahren das leben genommen)... eigentlich schien es ihr schon viel besser zu gehen in der zwischenzeit. sie hat zwar keine therapie gemacht, aber es ging bei ihr deutlich voran, sie hat sich wieder sachen im leben vorgenommen, eigene wohnung, führerschein machen...
und jetzt ist es seit ein paar monaten so, dass sie total verschlossen wirkt. sie fragt ihre freunde zwar, wie es ihnen geht, hört auch zu, gibt ihren senf dazu, aber wenn man umgekehrt wissen will, was es neues gibt, dann macht sie zu und erzählt nur das nötigste. jetzt habe ich von ner gemeinsamen kollegin erfahren, dass sie ihre beziehung zu einem kerl wieder aufgenommen hat, der sie nur fürs bett will. sie weiß das, aber sie hat keinen stolz und keine selbstachtung.
ich weiß echt nicht wie ich an sie rankommen soll. natürlich hab ich angst, dass sie wie ihre mutter manisch depressiv sein könnte. meiner meinung nach sollte sie mal ne therapie machen. sie sagte auch mal zu mir, dass sie eine machen will, aber noch nicht jetzt. zuerst wolle sie es alleine versuchen. das war auch zu der zeit, als es ihr besser ging.
ich hab mich schon so oft eingemischt und versucht ihr zu helfen... soll ich es nochmal versuchen oder meint ihr, das bringt nichts? es tut echt weh, dass sie sich so gehen lässt...
Eine Theraphie scheint hier wirklich sinnvoll. Man muß ja nicht gleich vom schlimmsten ausgehen (manisch depressiv) aber zur Aufarbeitung der Vergangenheit und auch zur Bewältigung Ihrer aktuellen (Beziehungs-) Probleme sicher hilfreich.
Am besten du spricht sie konkret an und ihr schaut gemeinsam nach einem Therapeuten.

nein versuch ihr auf jeden fall zu helfen das braucht sie jetzt auch wenn sie zu macht rede so oft mit ihr wie es geht sie wird verstehen

Sag ihr einfach das du immer für sie da bist und wenn was ist soll sie zu dir kommen. Biete ihr deine Hilfe immer mal wieder an. Mehr kannste nicht tun.

der verlust eines geliebten Menschen ist nicht so einfach für viele Menschen. Deine Freundin soll es doch mal mit einer therapie probieren um ihren schmerz mal richtig rauszulassen und damit umzugehen. Bleib konsequent und versuche weiter mit ihr zu reden.

1,5 Jahre sind nicht lang genug, um dieses ganze Trauma zu verarbeiten. Sie wird sicherlich noch darunter leiden - gib ihr etwas Zeit - sowas braucht nicht bedeuten, dass sie depressiv wird.
nein, das ist mir klar, dass das nicht reicht. aber was ihr sonst noch so passiert ist, reicht für ne ziemlich fiese depression. da ich selbst zum psychologen gehe, kann ich das ganz gut beurteilen, glaube ich.
Panikgirl am 5. Mai 2009 14:49 Ich habe selber Depressionen gehabt nachdem meine Mutter gestorben ist und ich die ganze Reanimationsgeschichte mitbekam. Ich leide da heute noch drunter und ziehe mich gerne mal zurück. Es tut einerseits gut darüber zu sprechen - aber manchmal tut man es nicht, weil man Probleme hat, seine Emotionen zu weit überschwappen zu lassen. Das macht man manchmal gerne mit sich selbst aus.
Zu einer Therapie wird sie sich nur schwer überreden lassen, wenn sie schon keinen Stolz und keine Selbstachtung hat. Erst mal müßte sie einsehen, daß sie Probleme hat. Hat sie keine Familie wie Geschwister, die ihr mal helfen könnten? Zu helfen ist solchen Leuten oft nur schwer.
die familie ist noch schlimmer. die sind alle ziemlich verkorkst. ich denke, von da ist wenig hilfe zu erwarten...
das hab ich schon versucht. und ne andere freundin hat für sie sogar schonmal einen termin gemacht, aber sie wollte nicht. naja. weiterversuchen...