Frage von Hackschnitzel19, 88

Heizung: Messung okay - RCD fliegt trotzdem...?

Hallo, Habe ein Problem mit einem Heizkörper... Dieser ist Gekapselt und lediglich die Zuleitung schaut heraus. Das Gehäuse ist aus Aluminium...

RPE ist i.O. der Wiederstand der Heizzonen ist i.O. und auch RIso zeigt einen normalen Wert... Wenn ich den Heizkörper nun anschließe fliegt direkt der FI. Bei einem anderen Heizelemt bleibt dieser drinnen. Am Fi liegt es demnach nicht. Der Auslösestrom wurde jedoch nicht gemessen da vor Ort kein Mesgerät war.

Hat jemand eine Idee was am Heizelemt defekt sein könnte oder was ich noch messen kann um eine Funktionn zu gewährleisten?

Antwort
von Spezialwidde, 54

Das Heizelement ist wohl defekt. Die Isolierung im Inneren des Stabs ist wohl defekt so dass ein Kriechstrom vom Heizwiderstand zum Außenrohr zustande kommt. Der löst den FI aus. Der ohmsche Widerstand des Heizdrahtes den man an den Anschlüssen misst bleibt dabei trotzdem normal.


Kommentar von Hackschnitzel19 ,

RISO war aber bei dem Messgerät auf Maximum...

Benning Messgerät (>19,9MOhm)

Kommentar von Spezialwidde ,

Das muss nichts heißen. Das Phänomen tritt mitunter nur bei Betriebstemperatur auf. Die Schutzleitermessung wird aber kalt durchgeführt.

Kommentar von Hackschnitzel19 ,

Wieso?

Wenn der Widerstand des PE 0,3 Ohm hat und ich eine isolationsmessung mit 500Volt mache wieso können dann im Betrieb noch so hohe Kriechströme auftreten?

Die Betriebstemperatur wude garnicht erst erreicht. Der FI flog nach knapp 2 sek

Kommentar von Spezialwidde ,

Dein Messhobel legt ja nur Spannung zwischen Anschluss zu Außenrohr. Der Heizstab wird dabei nicht warm. Wen der Heizstab in Betrieb heiß wird kann es sein dass eine Fehlstelle i der Isolierung erst dann leitfähig wird sprich erst dann der Fehlerstrom vom Draht zur Erde (Außenrohr) fließt. Deswegen hauts den FI auch erst nach kurzer Aufheizzeit aus, das beobachtest du ja! tausch das Ding aus und gut is.

Kommentar von Hackschnitzel19 ,

Es handelt sich um kein "normales" Heizelement.

Diese sind 6m lang und kostet soviel wie ein Kleinwagen...

Der Regler war auf 50 grad aufheizen pro Stunde eingestellt d.h. dass heizelement lief nicht direkt auf vollast(500grad).

Nach 2 sekunden hat das Heizelemt keinerlei temperaturveränderung gemacht.

Kommentar von Spezialwidde ,

Egal was es kostet, es ist kaputt, da kann man nunmal nichts machen, auch wenn du das verständlicherweise gerne anders hättest! Der Heizdarht im Inneren wird sofort warm auch wenn du außen noch nichts merkst. Die Wärme muss ja erstmal durchgeleitet werden. Man würde feststellen dass der Widerstand von Phase gegen Außenrohr nach dem Einschalten rasch von sehr hoch zu kleineren Widerstandswerten absinkt bis die Auslöseschwelle des FI erreicht ist und der rausfliegt. Aber bitte nicht mit dem Multimeter prüfen, das wird nichts!

das ist nunmal ein typischer Fehler wenn das Isoliermaterial im Inneren durch das viele Aufheizen und wieder abkühlen bröselig wird.

Kommentar von Hackschnitzel19 ,

Vielen Dank

Wie kann ich diesen defekt in zukunft ohne ausprobieren feststellen?

Kommentar von Spezialwidde ,

Schwierig...Weil man das Element zum Feststellen dieses Fehlers eben aufheizen muss und zwar von innen. Kalt tritt er ja nicht auf, weswegen man das auch mit dem Prüfgerät nicht merkt. Da bleibt eigentlich nur der Weg des Ausprobierens. Kann man natürlich auch im ausgebauten Zustand an einem eigens dafür vorgesehenen FI-Schalter machen.

Kommentar von Hackschnitzel19 ,

Also wenn ich des jetzt richtig verstehe kann ich mit keinem messgerät den fehler vorher erahnen und stelle diesen erst bei einem funktionstest fest?

Kommentar von Spezialwidde ,

So sieht das leider aus.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, 9

womit hast du den isolationswiderstand gemessen?

normalerweise arbeiten isolationsprüfer mit einer bewusst hohen spannung, um eben solche fehler auch aufspüren zu können, die auf einem überschag beruhen... mit einem einfachen Multimeter jedenfalls kommt man da nicht weit.

lg, anna

PS: ich hatte schon mal den fall eines deckenlapenkabels, getroffen von einer schraube, wo NUR die sicherung raus gefolgen ist, wenn last auf der leitung war. also ohne Lampe alles klar, lampe dran - peng...

Antwort
von realistir, 7

Mei oh mei, gebt doch endlich mal mehr Informationen von den ganzen Zusammenhängen ;-)

Erstens, wieso kümmerst du dich um solcherlei Elektrodinge?
Zweitens, welche Ausbildung bzw beruflichen Fähigkeiten hast du?
Zweite Frage beinhaltet messtechnische Mittel, Möglichkeiten.
Dritte Frage, an welchem Betriebsnetz ist dieser 6 Meter lange Heizkörper angeschlossen, 230 Volt oder 400 Volt usw.
Welche Leistung verbraucht der Heizstab, was genau wird auf 6 Meter Länge aufgeheizt und wie sieht das drum herum um den Heizkörper aus?

Welcher FI ist vorgeschaltet, ein 30 mA FI, oder ein 10 mA FI, oder einer mit 300 mA?

Wenn dieser 6 Meter lange Heizkörper verkapselt ist, wer stellt denn so einen Heizkörper her? Schon mal einen Ingenieuer dieser Herstellerfirma kontaktiert und um Rat gefragt, was den Feinschluss erfahrungsgemäß auslösen könnte und ob Du etwas reparieren könntest etc?

Falls die elektrische Leistung noch per günstigem Transformator bedienbar wäre, dann wäre eine gewisse Schutzklasse für einen Elektroverbraucher der soviel kostet wie ein Kleinwagen vielleicht noch vertretbar.

Falls es um eine Firma geht, kann alternativ zur Fehlerlösung auch nach anderen Mitteln geschaut werden. Garantie, oder Abschreibung.

Möglichkeiten gäbe es eventuell einige, nur manche betrachten nur eine einzige. Mitdenken in Sachen Problemlösung ist bei deiner Frage bzw zu wenig konkreten Angaben über die Zusammenhänge Glückssache.

Spezialwidde ging ja schon gut an diese Sache ran, betrachtet aber nur einen einzigen Fall. Sinngemäß den üblichen Weg.

Es führeen aber nicht nur viele Wege nach Rom, sondern auch an jedes xbeliebige Ziel.
Sage, oder zeige mir, wo genau dein Ziel definiert ist?
Man kann auch über Umwege an ein definiertes Ziel gelangen, und dort angekommen, interessiert der Umweg dorthin nicht mehr. ;-)

Es gibt bezüglich Stromnetze und Sicherheitsregeln nicht nur eine Regel, eine Möglichkeit. Wollte nur darauf aufmerksam machen und zum hinterfragen anregen, ob gewisse Umwege die technisch vertretbar sind, nicht angewendet werden könnten.

Kann ja leider nicht selbst messen, forschen, analysieren. Beruflich hatte ich aber alsmal Lösungen parat, die andere Fachmänner nicht mal andachten.

Antwort
von catweasel66, 29

defekte heizung bzw. ein isolationsfehler der heizung. das löst den fi aus.

Kommentar von Hackschnitzel19 ,

Ist dieser vorher mit einem Messgerät messbar oder vorhersehbar?

Kommentar von catweasel66 ,

wenn ein direkter kontakt des heizdrahtes zur masse besteht ja...ansonsten eher nicht.

der kollege spezialwidde hat es eigentlich schon mehr wie prima erklärt was passiert wenn das element sich im moment des einschaltens erwärmt.

bei solchen fehlern sucht sich auch der profi manchmal einen wolf. bei nem einzelnen gerät ist das noch relativ leicht zu lokalisieren, in einer anlage  bist du nach ner halben stunde am haare raufen.


Kommentar von Hackschnitzel19 ,

Also ist ein Funktionstest zwingend und sämtliche Messgerätehersteller wie Fluke Benning etc können in diesem Fall nicht dienen?

Müsste dieser defekt nicht bei einer 500 oder 1000V Isolationsprüfung erkennbar sein?!

Kommentar von catweasel66 ,

naja....ich hab hier noch nen guten alten kurbelinduktor...der hat mir schon öfter bei sowas geholfen..allerdings 100% findet der auch nicht.

ohne fummeln und probieren ist manchmal keine lösung zu finden..auch nicht mit den teuren geräten. wenn kein fehler im "ruhezustand" da ist, kann man meßtechnisch ja auch nichts erfassen.

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