Muss die Heizung in einer Mietwohnung tatsächlich erst ab dem 01.10. angeschaltet werdem?? Wenn ja, woraus ergibt sich das? Oder in welchem Gesetz steht das?

Heiztemperaturen: Welche Mindesttemperaturen Mieter in der Wohnung verlangen können Auch außerhalb der so genannten Heizperiode muss bei entsprechenden Außentemperaturen die Beheizung Ihrer Wohnung möglich sein. Ist die Heizanlage abgeschaltet, muss sie bei entsprechenden Außentemperaturen wieder in Betrieb genommen werden. Üblicherweise hat der Vermieter eine Heizpflicht, wenn die kühle bzw. kalte Witterung zwei bis drei Tage anhält.
Dazu kommt es teils auf die Innentemperatur (Absinken auf 16° Celsius), teils auf die Außentemperatur an. Beträgt letztere drei Tage lang weniger als 12° Celsius, muss der Vermieter die Heizung einschalten. Beide Messarten werden als Maßstab genommen, aber es ist eher sinnvoll, auf die Außentemperatur zu achten, da diese von Ihrem Wohnverhalten und der Lage der Wohnung unbeeinflusst ist.
In der meisten Mietvertragsformularen fehlen jedoch konkrete Regelungen darüber, welche Mindesttemperatur in der Wohnung erreicht werden muss. Das hat auch seinen guten Grund: Jeder Mensch hat ein anderes Wärmeempfinden. Eine Raumtemperatur, die der eine als überhitzt empfindet, mag ein anderer als gerade noch ausreichend ansehen.
Die Gerichte fordern in Wohnungen eine Mindesttemperatur von 20 bis 22° Grad Celsius. Nach DIN 4701 beträgt die Mindesttemperatur bei Wohn- und Schlafräumen sowie bei Küchen 20° Celsius. In Bädern und Duschen beträgt der Wert 22° Celsius und in Fluren genügen 15° Celsius.
Achtung: Die DIN-Werte allein sind aber nicht maßgeblich. Selbst der Bundesgerichtshof sieht eine Zimmertemperatur von 20° Celsius in Wohnräumen als die unterste Grenze des Zumutbaren an.
Vermieter sind jedoch nicht verpflichtet, die Mindesttemperaturen den gesamten Tag über rund um die Uhr sicherzustellen. Eine vertragsgemäße Beheizung umfasst das Erreichen der Mindesttemperatur lediglich während der üblichen Tagesstunden. Als Faustregel gilt hierfür die Zeitspanne zwischen 7 Uhr und 23 Uhr.
Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich. Arbeiten Sie beispielsweise im Schichtdienst und kommen erst spät Abends nach Hause, haben Sie Anspruch auf eine entsprechend längere Beheizung. Andererseits müssen Berufstätige normalerweise vor 7 Uhr aufstehen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Deshalb muss die Heizung im Allgemeinen so eingestellt sein, dass die Mindesttemperaturen zwischen 6 und 24 Uhr erreicht werden.
Heizen in der Nachtzeit Die Heizung sollte an extrem kalten Herbst- und Wintertagen so in Betrieb gehalten werden, dass die Mindesttemperaturen auch über Nacht erreicht werden. Ansonsten kann die Heizung in der Nacht abgesenkt werden, das erfordert allein schon das Gebot der Energieeinsparung. Die dabei einzuhaltenden Werte sollten zwischen 16° bis 17° Celsius liegen.

Wenn es die Witterung erlaubt, dann muß die Heizung auch schon früher angestellt werden. Es gilt die Regel, wenn glaube ich 2 oder 3 Tage die Temperatur unter einem bestimmten Grad liegt, dann muß die Heizung angestellt werden.
Vielen Dank! ;-)
Gern geschehen.