Frage von IceBlue68, 90

Heizkosten/Gas?

Wir sind in ein altes Fachwerkhaus gezogen wo wir 2 Etagen bewohnen und unten noch 2 Personen in einer Wohnung. Was wir nicht wussten, das nur ein Gaszähler für die Heizung vorhanden ist und als wir die Vermieter ( die von fast gar nichts Ahnung haben) angesprochen haben ( auch schriftlich) wie es aussieht mit den Nebenkosten ( die nicht aufgelistet waren im Mietvertrag ) das wir bitte wissen möchte was wir an Gas zahlen müssen gaben sie uns ein Schreiben worin steht das wir 200€ monatlich voraus zahlen sollen aber das es durch die Personen im ganzen Haus gerechnet würde. Jetzt haben wir uns schlau gemacht das die das laut Heizkostenverordnung gar nicht dürfen und sie schriftlich darauf hingewiesen das sie Verbrauchsrechner (Röhrchen oder eigenen Gaszähler) anbringen lassen müssen und wir bis dahin nur 120 € Abschlag zahlen. Die Vermieter sagten das sie es nicht Interessieren würde und sie es nicht machen wollen. Was können wir bitte jetzt tun da Geld für einen Anwalt (kein Rechtsschutz) nicht da ist. Bitte können sie Helfen ? Lg

Antwort
von IceBlue68, 36

Im Mietvertrag selber stehen weder Nebenkosten noch Gaskosten. Für die Nebenkosten hatten wir uns eine Vermieterbescheinigung Ausfüllen lassen damit wir was schriftliches haben wegen der Nebenkosten. Für Gas haben sie uns ein Schriftstück gegeben wo gar nicht drin steht wie das Gas abgerechnet wird nur das wir 200 zahlen sollen. Laut Heizkostenverordnung dürfen die das ja nicht, daher habe ich denen wie gesagt geschrieben das ich  bis zur Klärung nur 120 € zahle. Unsere Nachbarn unten hatten von den Vermietern für Nebenkosten nur eine Auflistung bekommen was der Verbrauch war und was sie zahlten und nachzahlen müssen. Keine Nachweise über irgendwelche Verbrauche, vom Anbieter. Das ist doch auch nicht rechtens oder ? 

Antwort
von diroda, 39

Berücksichtigt das die genaue Heizkostenerfassung und Abrechnug so viel kosten kann das ihr besser darauf verzichtet wenn sich die Heizkosten in einem vernünftigem finanziellen Rahmen befinden. Die Erfassung kann 25 - 30 % der gesamten Heizkosten aus machen.

Kommentar von anitari ,

Die Erfassung  richtet sich nach der Anzahl der abzulesenden Meßeinrichtungen und Anzahl der Nutzer (Wohnungen). Das macht nie und nimmer 25 - 30  % der Gesamtheizkosten aus.

Bei meinen 2 Nutzern, mit 14 abzulesenden Meßeinrichtungen würde das nicht mal 100 € kosten.

Kommentar von diroda ,

Es kommt auch darauf an wieviel (Abrechnungs-) Service man sonst noch in Anspruch nimmt. Die 100 Euro nur für das Ablesen würden bei mir schon 16,666% der gesamten Heizkosten ausmachen.

Kommentar von anitari ,

Bei mir nur knapp 5 %.

Die Kosten für die Erstellung der Abrechnung sind nicht umlegbar.

Kommentar von bwhoch2 ,

Es kann aber sein, dass es die baulichen Gegebenheiten nicht zulassen, dass der Gasverbrauch separat je Wohnung erfasst wird.

Es handelt sich um ein altes Fachwerkhaus. Wenn dieses mit Gaseinzelöfen ausgestattet ist, zu denen die Gasleitungen mehr oder weniger kreuz und quer durch alle Etagen verlegt sind und zwar so, dass man mehrere Gaszwischenzähler bräuchte, um je Ofen oder je Wohneinheit den Verbrauch wirklich exakt zu ermitteln, dann ist sehr schnell die Grenze des Wirtschaftlichen überschritten und es greift die Ausnahme in der Heizkostenverordnung. Erst einmal müßte man also wissen, wie das überhaupt beheizt wird.

Antwort
von bwhoch2, 25

Was steht denn im Mietvertrag überhaupt zu Nebenkosten? Steht da nichts drin und auch kein Verweis auf ein anderes Dokument, sind sie im Mietpreis enthalten.


Kommentar von IceBlue68 ,

Im Mietvertrag steh 643 €  warm. Keine Nebenkosten extra aufgelistet daher hatte ich mir ja für´s Jobcenter eine Mieterbescheinigung ausfüllen lassen. Kein Verweis auf ein extra Schriftstück. In der Zusatzvereinbarung steht nur = Die Treppenhausbeleuchtung läuft über den Zähler des Mieters.Der Heizungsstrom wird dem Zähler des Mieters entnommen,durch einen Zwischenzähler ermittelt und bei der jährlichen Nebenkostenabrechnung berücksichtigt. (was auch immer das genau heißen mag) Ein Schriftstück wegen Gas - vorrauszahlung wurde auf unserem drängen erst am 21,12,16 erstellt obwohl wir am 1.11.16 den Mietvertrag haben.

Kommentar von bwhoch2 ,

Wenn da steht "643 €" warm, dann sind damit die Heizkosten bezahlt und üblicherweise versteht man es dann so, dass auch die sonstigen Nebenkosten enthalten sind.

Wenn dann noch drin steht, dass die Treppenhausbeleuchtung über den Zähler des Mieters läuft und der Heizungsstrom über einen Zwischenzähler ermittelt wird und bei der Nebenkostenabrechnung berücksichtigt wird, kann das nur so zu verstehen sein:

Einmal im Jahr macht der Vermieter eine Nebenkostenabrechnung. Vielleicht über alles mögliche mit anderen Mietern. Mit Dir nur über den Heizungsstrom. Er wird also darin ermitteln, wieviel Strom von Dir bezogen wurde und hat Dir dafür den Gegenwert in Euro ausgedrückt zu erstatten.

Wenn ihr Euch aber nachträglich einverstanden erklärt habt, 200 € im Monat für die Heizkosten voraus zu zahlen, dann dürft ihr am Jahresende aber auch eine Nebenkostenabrechnung für die Heizkosten verlangen.

Wenn es ein Mehrparteienhaus ist zwar die Heizkostenverordnung zwingend anzuwenden, jedoch gibt es die von mir an anderer Stelle schon erwähnte Ausnahmeregelung. In dem Fall wäre es jedoch wiederum so, dass die Heizkosten nicht durch Personen geteilt werden dürfen, sondern nach anteiliger Wohnfläche.

Natürlich muss der Jahresabrechnung der genaue Verbrauch (Zähler!) und daraus ermittelt (genau abgegrenzt, wenn es Preisänderungen gab) die Kosten zu entnehmen sein. Dann der Umlageschlüssel (Gesamtwohnfläche und Euer Anteil) und daraus berechnet dann Eure Kosten, denen Eure Vorauszahlung gegenüber gestellt wird.

Die Ausnahmeregelung findest Du in §11 der Heizkostenverordnung.

Kommentar von IceBlue68 ,

Ohje ich versteh teilweise nur Bahnhof :-( sorry. wir hatten das mit den Gas-kosten gemacht damit wir ende des Jahres keine Unsummen Nachzahlen müssen und die sagen das wir nichts bezahlt haben, die waren ja erst so dreist und sagten wir sollen den Gaszähler auf uns anmelden aber als wir raus bekommen hatten das die eine Mietpartei unter uns den gleichen nutzen( also wir keinen eigenen haben bzw auch keine Röhrchen) haben wir nein gesagt. Die Partei unter uns hat auch keine Detaillierter Nebenkosten Abrechnung bekommen , also nichts von einem Verbrauchsanbieter um die kosten nachzuvollziehen die die aufgelistet haben. Wir wissen das die Vermieter (wenn sie nicht mit im Haus wohnen ) die Nebenkosten/ Gaskosten ) nicht NUR durch die qm oder Personen rechnen dürfen und das haben wir denen auch geschrieben aber die wollen das nicht machen. Dann haben wir auch gelesen das wir als Mieter dem Vermieter sagen können das er zu einem günstigeren Anbieter wechsel soll, was sie erst nicht machen wollten aber jetzt angeblich doch, worauf wir warten. Ich möchte einfach nur jetzt wissen was wir jetzt weiter tun können. Die Gaskosten habe ich wie gesagt erst mal auf 120 € monatlich runter gestuft das Schreiben wohl in dieser Situation nichtig war .Hier gibt es so einiges was nicht rechtens ist, der Vermieter hat uns schriftlich so einiges versprochen wegen dem noch nicht fertigen Dachbodenausbau usw, woran er sich nicht hält. Im Keller war heute jemand und hat für ein Hinterhaus einen Wasserzähler eingebaut da die dort ihr Wasser auch durch unser Haus bezogen hatten und letztes Jahr eine viel zu hohe Verbrauchsabrechnug hatten usw usw

Kommentar von bwhoch2 ,

Noch einmal kurz zusammengefasst:

Wie der Mietvertrag ursprünglich war, hättet ihr gar nichts für Heizkosten bezahlen müssen und hättet stattdessen vom Heizungsstrom, der über EurenZähler läuft, was zurück bekommen.

Ihr habt jetzt nachträglich doch akzeptiert, dass ihr 200 € für Heizkosten voraus zahlt. Keine anderen Nebenkosten!

Die Heizkostenaufteilung, wenn sie mit Messgeräten wirtschaftlich nicht vertretbar zu machen ist, geht ausschließlich nach m². Nicht nach Personen o. a. (Ausnahme in der Heizkostenverordnung.)

Habt ihr aber im Haus eine ganz normale Zentralheizung, die Heizkörper in allen bewohnten Räumen versorgt, geht das mit den Röhrchen oder Messgeräten an Heizkörpern und es ist wirtschaftlich vertretbar und so vorgeschrieben. Darauf könnt ihr bestehen oder 15 % von den umgelegten Heizkosten reduzieren.

Ihr kürzt eigenmächtig 40 % der vereinbarten Vorauszahlung. Das ist am Ende nur zu Eurem Nachteil, weil ihr so vermutlich viel nachzahlen müßt.15 % wären korrekt (170,- €).

Überdies könnt ihr den Vermieter nicht zu einer Aufteilung zwingen und ihr könnt auch nicht verlangen, dass er einen günstigeren Gasanbieter sucht.

Solange der ursprüngliche im normalen Rahmen liegt, geht es Euch
schlicht nichts an.

Alle anderen Mängel und noch nicht ausgeführten Versprechungen mahnt ihr schriftlich per Einschreiben an. Mit Fristsetzung.

Antwort
von anitari, 52

Wenn im Mietvertrag nichts zu Nebenkosten vereinbart ist, müßt Ihr eigentlich keine zahlen.

Rechnet die Vermieterin nicht nach der Heizkostenverordnung ab dürft Ihr diesen Posten in der Abrechnung um 15 % kürzen.

Umlage nach Personen müßte explizit im Vertrag vereinbart sein, ansonsten muß nach der Wohnfläche abgerechnet werden.

Kommentar von IceBlue68 ,

Im Mietvertrag selber stehen weder Nebenkosten noch Gaskosten. Für die Nebenkosten hatten wir uns eine Vermieterbescheinigung Ausfüllen lassen damit wir was schriftliches haben wegen der Nebenkosten. Für Gas haben sie uns ein Schriftstück gegeben wo gar nicht drin steht wie das Gas abgerechnet wird nur das wir 200 zahlen sollen. Laut Heizkostenverordnung dürfen die das ja nicht, daher habe ich denen wie gesagt geschrieben das ich  bis zur Klärung nur 120 € zahle. Unsere Nachbarn unten hatten von den Vermietern für Nebenkosten nur eine Auflistung bekommen was der Verbrauch war und was sie zahlten und nachzahlen müssen. Keine Nachweise über irgendwelche Verbrauche, vom Anbieter. Das ist doch auch nicht rechtens oder ? 

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