Frage von bibi701, 68

Heizkostenabrechnung im Zweifamilienhaus?

Hallo Wir vermieten das erstemal.Ich habe schon mal gegoogelt.Normalerweise werden die Heizkosten bis zu 70% verbrauchsabhängig und der Rest nach Quadratmetern berechnet. Ausnahme: nur zwei Wohnungen von der eine vom Vermieter bewohnt wird.Dies trifft auf uns zu.Soll ich jetzt eine verbrauchsunabhängige Heizkostenrechnung nach Quadratmetern machen, oder ist es sinnvoller über eine Firma wie zum Beispiel Brunata den tatsächlichen Verbrauch von 70% ablesen zulassen. Ablesefirma bedeutet Kosten, andererseits habe ich die Befürchtung, dass ohne diese Ablesung die Mieter ja dann bei 28 Grad Raumtemperatur in kurzer Hose sitzen und wir dies mitfinanzieren müssen. Ich bin für jeden Tipp dankbar!! Gruß Birgit

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 56

habe ich die Befürchtung, dass ohne diese Ablesung die Mieter ja dann
bei 28 Grad Raumtemperatur in kurzer Hose sitzen und wir dies
mitfinanzieren müssen.

Da ist was dran;-)

Umlage/Abrechnung nach der Wohnfläche wäre natürlich am einfachsten. Die kann man auch selbst bewerkstelligen. Birgt natürlich den von Dir genannten Nachteil. Besonders wenn zu vermietende Wohnung kleiner als Eure ist.

Abrechnung gem. Heizkostenverordnung ist da schon halbwegs "gerechter".

Kosten der Abrechnung könnt Ihr auf die Miete umlegen.

Die nötigen Meßgeräte, Heizkostenverteiler, Warmwasserzähler und Wärmemengenzähler könnt Ihr bei der Abrechnungsfirma mieten und die Miete ebenfalls auf den Mieter umlegen.

Holt Euch am besten von einigen Firmen Angebote ein.

Jede Wohnung mit einem Wärmemengenzähler, man kann es Zwischenzähler nennen, auszustatten ist natürlich auch möglich. Dann kann zumindest Energiebedarf zu 100 % abgerechnet werden. Dann müßten lediglich Heiznebenkosten, wie Wartung, Emissionsmessung und Betriebsstrom der Anlage, umgelegt werden.

Abschließender Rat für Euch als Vermieter-Neulinge, die Mitgliedschaft bei Haus & Grund. Da wird Euch rund um die Vermietung geholfen.

http://www.hausundgrund.de/

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 46

Lass Dir ein paar Angebote von Ablesefirmen machen. Mit diesen Angeboten gehst Du zu Deinen Mietern und erklärst ihnen, dass Du beabsichtigst, die Heizkosten nach Wohnfläche zu verteilen. Solltest Du aber feststellen, dass der Heizenergieverbrauch stark in die Höhe geht, würdest du dazu übergehen, diese mit Hilfe einer dieser Firmen machen zu lassen, um die Verteilung sauber nach der Heizkostenverordnung vornehmen zu lassen. Diese jederzeitige Möglichkeit solltest Du Dir über den Mietvertrag sichern.

Dann machst Du mal ein oder zwei Jahre lang Erfahrungen und entscheidest, ob das sinnvoll ist, wie es bisher gemacht wurde oder ob eine Umstellung geschickter wäre.

Antwort
von schleudermaxe, 48

Eine wirklich gerechte Verteilung gibt es nicht, so jedenfalls meine Wärmemeßdienste.

Je ein Erfassungsgerät am Zugang zum Wohnbereich ist eine kostengünstige Variante, wenn es denn möglich ist und eines für die Herstellung vom Warmwasser. Dann kann der Vermieter leicht und einfach selber ablesen und somit verteilen.

Viel Glück.

Antwort
von klklier, 45

Ich denke, man sollte es erst einmal über eine qm-Abrechnung versuchen. Der Gesetzgeber hat ja nicht von ungefähr diese Ausnahmeregelung eingerichtet. Auch wenn alles umlegbar ist, die Kosten werden deshalb nicht weniger. Und auch den Wärmezähler, sofern er technisch überhaupt zu installieren geht, kriegt man nicht kostenlos. Muss alle fünf Jahre ausgetauscht werden.

Antwort
von kenibora, 58

Egal ob Metrona, Minol, Ista usw.....der Verteilungsschlüssel 70:30 wird bei allen gleich abgerechnet....! Warum rechnet Ihr nicht mit "Wärmemengenmessern" vor jeder Wohnung installatierbar abrechnen? Ist das genaueste?!

Kommentar von bwhoch2 ,

Da kommt es doch sehr auf das Haus an. Wenn die Heizungsleitungen an verschiedenen Stellen des Hauses vom Keller in die Geschosse geführt werden, kann es gut sein, dass es nicht einen Heizkreis je Wohnung gibt, sondern dass die Leitungen praktisch durcheinander geführt werden. Dann helfen nur die Erfassungsgeräte an den Heizkörpern.

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