Frage von DreiGegengifts, 48

Heizkostenabrechnung Brennwert vs. Wärmemenge?

Wozu ist in der Heizkostenverordnung die Berechnung des Brennwertes (B) da? Wann muss dieser angewendet werden?

Angenommen mir stehen die Wärmemenge der Heizung so wie die Wärmemenge (Q) der zentralen Warmwasserversorgungsanlage zur Verfügung - wozu brauche ich noch einen Brennwert (B)?

Antwort
von GuenterLeipzig, 21

Dann brauchst Du die Rechnerei mit dem Brennwert nicht.

Die Rechnung mit dem Brennwert ist nur für jene, wo eine physikalische Wärmemessung keine Anwendung finden kann.

Günter


Kommentar von DreiGegengifts ,

Gilt das auch, wenn die Wärmemenge (Q) der zentralen Warmwasserversorgungsanlage nach der Formel ermittelt wurde?


Kommentar von GuenterLeipzig ,

Ja, die Heizkostenverordnung schreibt mit ihrer Novellierung in 2009 vor, die Wärmemenge durch Messung vorzuerfassen.

Sie läßt nur dann die Anwendung der Formel zu, wenn die technisch nicht möglich oder wirtschftlich unzumutbar ist.

Insbesondere die wirtschftliche Zumutbarkeit ist ein dehnbarer Begriff, wozu es unterschiedliche Auffassungen gibt.

Wenn Du allem Ärger aus dem Weg gehen willst, kommt in die Ladeleitung der zentralen GWWB ein Wärmezähler und gut ist.

Also der WMZ hat keinen Kontakt mit dem Trinkwasser selbst. Ich habe schon viele Fehlinstallationen, selbst von "Fachfirmen" gesehen.

Günter

Kommentar von DreiGegengifts ,

Ok danke.

Antwort
von anitari, 14

Diese Art der Berechnung der Warmwasseraufbereitungskosten hat sich erledigt.

Denn seit dem 01.01.2014(?) ist dafür ein separater Wärmemengenzähler  vorgeschrieben.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Diese Art der Berechnung der Warmwasseraufbereitungskosten hat sich erledigt.

Kommt drauf an, ob die Installation eines Wärmemengenzählers mit einem unzumutbar hohem Aufwand verbunden ist. Laut Vermieter ist das der Fall. Es bräuchte allein für eine Wohnung 3 Wärmemengenzähler aufgrund der Leitungslage. Also ca 750 € Materialkosten alle 5 Jahre + Installationskosten (300 € ?). Also pro Jahr 210 €. Die Kosten für das Warmwasser der Wohnung betragen im Schnitt rund 200 €. Das Betreiben der Zähler (Ablesen etc. noch nicht eingerechnet) würde also schon mehr kosten, als das was darüber gemessen wird. Ich vermute die Regelung ist daher rechtlich korrekt.

Die Heizwärme hingegen wird gemessen.

Antwort
von Simko, 7

Gasanbieter verkaufen grundsätzlich Brennwertnutzen.
Ob dieser in der individuellen Anlage tatsächlich genutzt werden kann, steht auf einem völlig anderen Blatt.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Keine Ahnung wovon du redest oder wie du auf Gas kommst.

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