Heizkosten in der Nebenkostenabrechnung zu hoch?

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7 Antworten

Ich glaube, ich habe Deinen Denkfehler gefunden.

Du gehst von ca. 24000 kWh aus, die als Gasmenge geliefert bzw. verbraucht wurden. Davon gehen ca. 20 - 25 % weg für Warmwasserbereitung. Die Wohnungszähler messen nur die Wärme, die jeweils dort verbraucht wurde und kommen so auf ca. 8500 kWh, die alle Zähler insgesamt gemessen haben. Da fragt man sich natürlich, was mit den übrigen ca. 10000 kWh passiert ist. Nur ist diese Frage ziemlich müßig.

Geht man davon aus, dass alle Wärmemengenzähler geeicht sind und richtig messen und während der ganzen Periode richtig gemessen haben, so ist der Wärmeverbrauch nach diesen Messwerten aufzuteilen und nicht nach der Menge der ins Haus gelieferten Energie in Form von Gas. Dass dadurch der kWh-Preis drastisch ansteigt, ist nachvollziehbar.

Was wird alles nicht gemessen von dem Gas, was ins Haus gelangt:

Abgesehen von den o. a. kWh für Warmwasserbereitung

Verluste durch die Heizung selbst. Handelt es sich um ein älteres Modell so ist der Wirkungsgrad deutlich unter 100 %. Das bedeutet schon mal, dass weit weniger kWh in Form von Wärme in die Wohnungen geschleust wird, als der Kessel in Form von Gas verbrennt.

Man merkt es in Form von Wärme im Heizungskeller

Aber auch nicht zu verachten ist die Wärme, die durch den Schornstein geht. Bei älteren Heizungsanlagen ist das ebenfalls ganz enorm.

Zudem wird die Heizung auch im Sommer gebraucht, um Warmwasser zu erwärmen. Ist das Wasser ausreichend warm, schaltet der Brenner zwar ab, aber der Heizkessel ist trotzdem ziemlich warm bzw. heiss und da er nie ganz abkühlen sollte geht auch viel Energie nur durch die Betriebsbereitschaft verloren.

Wo noch überall Wärme verloren gehen könnte, die aus einer bestimmten Menge Gas in kWh geliefert wird, weiß der Kaminkehrer oder ein Heizungsbauer. Wie es speziell in Eurem Haus ist, kann ich nicht sagen.

Wenn man aber davon aus geht, dass Euer Haus nicht besonders gedämmt ist, sind die Heizkosten in Deiner Wohnung noch akzeptabel. Wenn die Heizung selbst jedoch schon ziemlich alt ist (älter als ca. 20 Jahre), wird sie bei weitem nicht den Wirkungsgrad eines neuen Gas-Brennwertkessels haben. Bei diesen liegt der Wirkungsgrad nominell sogar bei über 100 %. Bei alten deutlich darunter. Der Wirkungsgrad gibt letztlich an, wieviel der eingesetzten Energie tatsächlich in Form von Wärme an die Heizungsrohe und an das Warmwasser abgegeben wird.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anhaltspunkte geben.

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Kommentar von SimmeGo
07.07.2016, 12:15

Okay, ich habe deinen Punkt verstanden. Es wird also nicht alles, was unten im Heizkeller an kWh ankommt, auch bei den Wärmemengenzählern in den Wohnungen gezählt.

Davon gehen ca. 20 - 25 % weg für Warmwasserbereitung.

Bei uns sind nirgendwo in der Abrechnung Kosten für Warmwasser aufgeführt. Deshalb gehe ich davon aus, dass diese Kosten ebenfalls bei der Heizung enthalten sind.

Die Wohnungszähler messen nur die Wärme, die jeweils dort verbraucht wurde und kommen so auf ca. 8500 kWh, die alle Zähler insgesamt gemessen haben.

Wir haben laut Abrechnung für einen Zeitraum von 4 Monaten 3170 kWh verbraucht. Liegt der in allen drei Wohnungen gezählte Gesamtverbrauch tatsächlich bei 8500 kWh, so hätten wir über ein Drittel der im gesamten Haus verbrauchten Energie für ein Jahr in 4 Monaten verbraucht. Das kommt mir aber höchst schleierhaft vor (vor allem, da ich ja den Vergleichswert aus der anderen Wohnung habe, die nahezu gleich groß war).

Ich verstehe den Punkt, dass nicht alles in den Wohnungen ankommt. Aber diese Heizung hätte doch kein Existenzrecht, wenn nur 1/3 der Energie (8500 kWh/24600 kWh) in den Wohnungen ankommt. Das kommt doch nicht hin.

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Ich habe nochmals eine Ergänzung:

Ich habe mich heute mit einem anderen Mieter unterhalten - wir haben unsere Nebenkostenabrechnungen verglichen, auch er muss nachzahlen, allerdings wohnt er erst seit Februar hier und zwar allein. Er hat um die 1000 kWh laut Abrechnung verbraucht. Aber er ist Montagearbeiter, also sehr wenig zuhause. Sein Verbrauch zu unserem addiert ergibt ca. 4100 kWh, was schon fast die Hälfte des Verbrauches des Hauses für ein ganzes Jahr. Allerdings müssen ja drei andere Mieter die insgesamt immerhin 28 Monate (oder 1950 Gradtage, also zwei Drittel des Verbrauchs im ganzen Jahr sollten zumindest ungefähr auf diese Mieter fallen). Er ist auch misstrauisch.

Er nannte aber noch ein weiteres wichtiges Detail zu unserem Heizsystem. Jeder hat seine eigene "Heizung" in der Wohnung, es wird also nicht zentral, sondern lokal geheizt. Das positive daran ist, dass es also insgesamt weniger Heizverluste sein müssten, da keine Rohre vom Keller bis zur Wohnung verlegt sind (und die einzelnen Mieter somit auch nicht für andere mitheizen). Umso verwunderlicher, dass der Wirkungsgrad so schlecht zu sein scheint.

Laut Abrechnung wurde am 10.03.16 eine Wartung an der Heizung vorgenommen, bei uns beiden war aber niemand in der Wohnung - mein Nachbar arbeitet im Sanitärbereich und weiß daher, dass eine solche Heizung regelmäßig gewartet und gereinigt werden muss. Das passierte zumindest im letzten Abrechnungszeitraum nicht in den Wohnungen.

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Die Abrechnung geht bei euch nur über die Wintermonate, hier ist es kein Wunder, dass ihr nachzahlen müsst, da man im Winter deutlich mehr heizt, als über die NK-Vorauszahlung abgedeckt ist. Wenn man im Sommer dann noch zahlt, gleicht sich das übers Jahr gesehen wieder aus. 

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Kommentar von SimmeGo
29.07.2016, 16:05

Das ist mir schon klar, darauf haben schon viele hingewiesen. Allerdings erklärt das trotzdem nicht die vielen Unstimmigkeiten in der Abrechnung.

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weil der Wärmemessdienst nicht mit mir reden wollte, der die Abrechnung erstellt hat.

Der ist ja auch nicht Dein Vertragspartner. Das ist Dein Vermieter.


Später bei der Kostenverteilung auf unsere Wohnung wird allerdings ein kWh-Preis von 15,1 ct/kWh angenommen.

Denkfehler. In die Heiz- und Warmwasserkosten fließen auch die sog. Heiznebenkosten wie Wartung, Emissionsmessung und Betriebsstrom ein. Hier auch noch die Gerätemiete und Kosten der Abrechnung.


Allerdings wurden uns für die Heizung von 4 Monaten insgesamt 589,36 € berechnet. Wenn man das mal grob rechnet, ist das fast ein Drittel der gesamten Heizkosten für ein gesamtes Jahr (wir haben aber nur 4 Monate drin gewohnt).

Das kann schon hinkommen. Schließlich waren es ausschlielich Heizmonate dabei. Da sind die tatsächlichen Heizkosten 2 - 3 x so hoch wie die gezahlten. Kommt rechnerisch hin. Für die Monate Januar - April können sogar 50 - 60 % der Jahresheizkosten anfallen.


Allerdings wurden uns für die Heizung von 4 Monaten insgesamt 589,36 € berechnet.

Nö, 473,09 €. Der Rest werden wohl die übrigen Betriebskosten sein.


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Kommentar von SimmeGo
07.07.2016, 00:55

Schau mal auf Seite 2, die ich eingestellt habe. Da wird in Grundkosten (also sind da auch die Heiznebenkosten schon drin) und in Betriebskosten unterschieden. Bei Betriebskosten steht dann aber der hohe kWh-Preis. Wir sollen aber nur 3130/24657 kWh des gesamten Hauses verbraucht haben.

Ich meinte, wir zahlen ein Drittel der Gesamten Heizkosten, die insgesamt für ALLE DREI PARTEIEN anfallen. Also ungefähr die Heizkosten, die für ein ganzes Jahr in dieser Wohnung anfallen. Haben aber nur 1/8 davon verbraucht.

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Ich verstehe nicht, was deine Frage ist.

Soweit ich die Abrechnung sehe, ist die komplett nachvollziehbar und rechnerisch korrekt. Das einzige Auffällige ist der Umstand, dass du offenbar einen im Vergleich zu den anderen Parteien deutlich überdurchschnittlichen Verbrauch hast.

Dass unterschiedliche Energieträger unterschiedlich teuer sind, ist Tatsache. Genauso wie der Umstand, dass große Heizungsanlagen teilweise deutlich effizienter betrieben werden können, als kleine.

Zu deinem Sachverhalt ist ein Punkt offenbar richtig zu stellen: Die Abrechnung betrifft für euch den Zeitraum 1.12. bis 30.4. und somit nicht nur vier, sondern fünf Monate.

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Hallo SimmeGo,

Deine letzte Frage ist mir noch im Kopf. Ich habe ja mehr auf das "Wasserproblem" geantwortet. Nun die Heizkosten. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Dein Heizkostenanteil beträgt gesamt

280,75 € (vom 01.12.15 bis 30.04.16)

Wenn soweit alles richtig getippt und die Kosten und Zahlen in der Abrechnung als Basis richtig sind.

Die Grundkosten (30%) mit 116,27 € sind richtig gerechnet und in Abrechnung.

Die Verbrauchskosten sind im Ergebnis FALSCH.

Die Gesamtanteile mit 8.541,2 kWh sind nicht nachvollziehbar. Hier müsste 24.657 kWh stehen. Deine Überlegung ist richtig, es müsste dann weiter mit 0,052345 €/kWh gerechnet werden. Der in der Abrechnung stehende fast dreifache Wert ist falsch.

Im Ergebnis der (Dein) Verbrauchsanteil von 164,48 €.

Mit dem Wärmedienstler brauchst Du keine weiteren Gesprächsversuche zu unternehmen. Der Vermieter muss sich darum kümmern.

Widerspreche der Abrechnung und bitte um ein Aufklärungsgespräch bezüglicher die 8.541,2 kWh als Berechnungsansatz. Gradtagszahlen kommen hier nicht in Betracht, da ja Messergebnisse bzw. Zählerstände vorliegen.

Soll mich hier einer schellten, wenn ich falsch gerechnet oder gedacht habe.

Gruß Dietmar Bakel 

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Kommentar von SimmeGo
06.07.2016, 16:53

Endlich jemand, der meinen Gedankengang versteht! Genau das hat mich auch stutzig gemacht! Ich dachte, ich wende mich an den Wärmemessdienst, weil es so aussieht, als hätte er falsch gerechnet. Aber gut, dann geht das direkt zurück zum Vermieter.

Weshalb ich immer vom 01.01.16 spreche: Unser Mietvertrag läuft erst ab dem 01.01., das ist ein weiterer Fehler in der Abrechnung. Daher ändern sich noch so einige andere Beträge.

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Kommentar von AndreasEhretSV
06.07.2016, 18:25

Wo ist denn der Anteil der Warmwassererwärmung in der Abrechnung versteckt? Fehlen hier noch zusätzliche Seiten der Abrechnung? Von der gelieferten Energiemenge müssen zuerst die Aufwendungen für WW abgezogen werden, was verbleibt sind die tatsächlichen Heizkosten. Auch ich halte die Verteilungsgsgrundlage von 8541,2 Kwh und Ihren Anteil von über 3000 Kwh für nicht plausibel. Fehlmessung? Hoher Leerstandsanteil?

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Kommentar von AndreasEhretSV
06.07.2016, 18:31

Nachtrag: Da Mietgebühren für Warmwasserzähler erhoben werden muss auch eine WW Abrechnung erfolgen. Die hier eingestellten Bilder sind entweder nicht die gesamte Abrechnung oder der Punkt WW wurde in der Abrechnung vergessen.

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Kommentar von AndreasEhretSV
06.07.2016, 18:34

Nachtrag 2: Augenscheinlich wurde die WW Ausweisung tatsächlich vergessen. Der Abrechnung ist begründet widersprechen.

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Dass der Wärmemessdienst mit einem Mieter nicht sprechen kann/darf das ist normal! Es gibt neutrale Überprüfungsmöglichkeiten für Deine Heizkostenabrechnung. Wärmemengenzähler vor jeder Wohnung sind die genaueste und korrekteste Messart. Gas ist noch teurer als Ölverbrauch. Die Gaspreise sollen aber nachgeben. Wie groß ist denn Deine Wohnung?

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Kommentar von SimmeGo
07.07.2016, 01:05

Die Wohnung ist ca. 52 qm groß.

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