Sind die Menschen in englischsprachigen Ländern durch dieses Wort alleine schon kommunikativer?
So wie wir dann jemand das "du" anbieten, bieten einem dann z. B. die Amerikaner an, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Dann hast du eigentlich wieder den gleichen Unterschied wie hier...

Es bedeutet generell eine Ansprache - sowohl in der höflichen wie auch in der vertrauten Form. Im Deutschen verwenden wir dafür verschiedene Anreden: "Sie" bzw. "Du".
Besonders Amerikaner reden sich sehr schnell (praktisch ab der ersten Begegnung) mit dem Vornamen an. Das ist nicht auf das deutsche Wertesystem übertragbar! Im Deutschen sind weitere kulturelle Inhalte im "Du" verborgen, was für das Amerikanische nicht gilt. Die haben andere Abgrenzungen, die für uns nicht ohne Weiteres sichtbar sind.
Also, wenn man einen Amerikaner (z. B. den Chef) mit Vornamen anspricht, ist das nicht dasselbe wie im Deutschen. Die Vertrautheit des Deutschen "Du" ist nicht gegeben!
Shag d'Albran
Heeeschen am 24. Mai 2007 12:08 Genau richtig - und viele Firmen (auch die meine) haben das "amerikanische Duzen" - sprich das Wertesystem - adaptiert und es wird zwangs-geduzt. Echt nervig, wenn man jemanden nicht mag und noch nerviger, wenn Leute ncht damit umgehen können und z.b. Autoritäten nicht akzeptiert oder Grenzen überschritten werden
Im Deutschen entspricht es "Du", "Sie", "Ihr".
Gruß wiele
Durch dieses Wort ist man nicht kommunikativer!
So freizügig macht der fehlende Unterschied in der Anrede die Konversation auch wieder nicht: "You..., Mrs Barker" und "You... Amanda" schaffen die gleiche Situation wie im Deutschen.

Die "native English speakers" denken nicht in der Kategorie "du", "ihr", "Sie". Für sie heißt "you" immer "you". Es ist also für angeredete Personen die einheitlich verwendete Form.
Historisch gesehen heißt 'you' eigentlich 'Ihr' (als Anrede, also 2. Person Plural), so gesehen siezen sich Sprecher des Englischen also. Die praktisch ausgestorbene Anrede, die dem vertrauten 'Du' entspricht, ist 'thou', die aber eigentlich nur noch im Kirchenenglisch vorkommt - und natürlich in historischer Literatur wie z.B. Shakespeare.
Allerdings dürfte diese Tatsache nur den wenigsten Sprechern des Englischen geläufig sein, und auf den sprachlichen Umgang miteinander wirkt sie sich wohl nicht mehr aus.
Na, so analog ist es nicht. Amerikaner "verteilen" die Vormanen sehr viel früher und direkter, manchmal gleich beim Eintritt in ein Unternehmen.