Das ist ein teures Vergnügen, denke ich. Zum einen erhält man als Frau meist eine ungünstige Steuer-Klasse. Zum anderen entfällt (in meinem Fall würde er entfallen) der geschiedenen Unterhalt, was auch gerechtfertigt ist.
Meine Frage: Gibt es trotzdem Menschen, die das getan haben? Kennt Ihr solche? Wie sind die Erfahrungen? Oder haltet Ihr das für völlig sinnlos?
Eine bewusste Entscheidung für die Ehe - weil man das Gefühl hat, zusammen zu gehören. Und eine bewusste Entscheidung gegen das Zusammen wohnen, weil man aus der Erfahrung heraus weiss, dass so die Freude aufeinander erhalten bleibt.

Gibt es für mich nicht. Liebe mit Haut und Haar und täglichem Kuscheln.
Wahrscheinlich würden viele Ehen/Beziehungen besser und lebenslang funktioniern, wenn die Paare nicht zusammenleben müßten. Ist heute meine Meinung.
Oder ist es einfach nur feige, weil man einer "wahren" Beziehung aus dem Weg geht? Den Kompromissen? Dem "Einigen müssen"? Das ist die Meinung meiner Freundin, wenn ich ihr von "unseren" Plänen erzähle.
marialuisa am 6. Februar 2008 22:46 ich empfinde es nicht als feige, wenn das andere das Wahre ist, dann frage ich mich wirklich, warum dann so viele Beziehungen wo man ständig "aufeinander draufhockt" in die Brüche gehen. An all das Leid dadurch (grad für Kinder) gar nicht zu denken.
aline1507 am 6. Februar 2008 22:51 Ist natürlich DAS Ideale, wenn eine Beziehung auch im bösen Alltag super funktioniert...anzustreben wär´s schon, also für mich

Vor ca. einem Jahr wurde dieses Thema in einer Zeitschrift mit diversen Modellen vorgestellt. Alle diese Paare praktizierten dies Form der Ehe z.T. schon seit vielen Jahren - mit Erfolg! Ich übrigens auch. Ich führe eine Wochenend-Ferien-Beziehung seit vielen Jahren. Wir finden das beide schön. Aber, ich denke, das ist eine Frage des Alters. Wenn jemand jung ist, empfinde ich das eher als seltsam. Aber auf getrennten Zimmern würde ich auch dann bestehen. Nicht einfach zwei öde Schlafzimmer, nein, jeder sollte sich ein schönes Zimmer mit einem breiteren Bett einrichten mit all dem was er liebt und gerne hat. Und so kann man sich gegenseitig besuchen......ich bin eine totale Verfechterin von getrennt schlafen. Das täte vielen Ehen gut.....davon bin ich zutiefst überzeugt.
Ja, das mit dem eigenen Zimmer für jeden ist klasse. Dann hat man auch eine eigene Rückzugsmöglichkeit.
marialuisa am 6. Februar 2008 22:44 ja, es gibt der Beziehung irgendwie auch mehr Spannung und auch Raum dazwischen, im doppelten Sinne des Wortes. Ich würde das jedem Paar, das Trennungsabsichten hegt, dringend empfehlen zu probieren...........
Danke Dir. Die Zeitung hätte ich gerne gelesen.

Meine Nachbarn (d.h. er ist mein Nachbar) handhaben das auch so. Haben sich auch beide scheiden lassen, geheiratet und getrennte Wohnungen. Sie finden´s sehr gut so, allerdings sehen sie sich trotzdem fast täglich, mal bei ihr und mal bei ihm. Und sie sagen wegen des Geldes würden sie evtl. bald ne gemeinsame Wohnung suchen...wenn´s nicht am Geld liegen würde, würden sie´s auch so belassen.

Muss ich heiraten, um eine gute Beziehung zu haben? ich meine nein. Getrennt wohnen, wereint schlafen ist eine Alternative, die jedem individuellen Freiraum lässt.
Hallo, nein, "müssen" muss man gar nicht. Für mich gibt es auch keinen Verstandes-Grund, es zu tun. Es handelt sich um eine reine Herzensangelegenheit.
Wenn Du mir jetzt dazu schreibst, dass Du seit 30 Jahren glücklich verheiratet bist... dann staune ich.
Dann staune mal: Seit 30 Jahren mit meinem Mann zusammen (ich war damals 16, er 18), verheiratet seit 26 Jahren.
Und nie bereut, immer noch glücklich. Wir schätzen uns beide immer noch sehr und wissen was wir aneinander haben, mit allen Fehlern. Ich bin froh, dass er auch Fehler hat, - da muss ich selber auch nicht perfekt sein.
DH!
DH und Respekt und noch viele glückliche Jahre
Dankeschön. Gut gewählt, Glück gehabt und auch daran gearbeitet. Eigentlich muss man immer daran arbeiten und selber den ersten Schritt tun gegen Langeweile oder Gedankenlosigkeit in der Beziehung, dann kommt sofort auch Liebe zurück. Nicht nur am Anfang, das ganze Leben lang.
Klasse. Ich werde versuchen, mir ein Beispiel an Dir/Euch zu nehmen.