Frage von amaryllisx, 86

Heirat? Muslim?

Hey Leute mich würde mal interessieren warum manuals muslim niemanden aus einer anderen Religion nicht heiraten darf? Weil ganz ehrlich meiner Meinung nach finde ich das falsch. Ein Mensch ist ein Mensch egal ob Hautfarbe oder Religion oder Abstammung. Ich komme aus einer muslimischen Familie und meine Eltern und Familie meinen du darfst einen Freund aus jener anderen Religion haben aber heiraten darfst du nur wenn es ein muslime ist. Ich finde das nicht richtig. Ich möchte den jenigen heiraten den ich liebe egal wer er ist und woher er kommt. Aber weshalb ist das denn nicht erlaubst? Was denkt ihr darüber?

Antwort
von Accountowner08, 37

Ja, das ist ein Konflikt zwischen religiösen Bestimmungen und dem Geist der allgemeinen Menschenrechte.

Die meisten Religionen wollen, dass ihre Angehörigen nur Angehörige derselben Religion heiraten, aber heute sind solche Bestimmungen nicht mehr ganz Salonfähig.

Und dieser Konflikt besteht jetzt anscheinend auch zwischen dir und deinen Eltern.

Man kann nicht sagen, dass einer Recht hat und der andere Unrecht, beide Standpunkte sind im Rahmen der entsprechenden Position gerechtfertigt.

Kommt hinzu, dass du dich vielleicht auch viel mehr als Deutsche fühlst als deine Eltern, was deine Eltern eigentlich eh ganz gut tolerieren, aber es bleiben halt Konfliktpunkte.

Ich kann dir nur wünschen, dass das alles letztlich ohne grosses Drama über die Bühne geht.

Unterm Strich sitzt du am längeren Hebel, du kannst letztlich heiraten wen du willst, aber es wäre schade, wenn du wegen der Wahl eines Ehepartners auf den Rest deiner Familie oder auf einen wichtigen Teil deiner Familie verzichten müsstest...

Eine Lösung wäre auch, dass ein potentialer Kandidat, der nicht moslem ist, zum Islam konvertiert.

Antwort
von Hamburger02, 26

Diese ganzen religiösen Regeln kommen von Machthabern, die ihre Macht sichern wollen.

Die Gebote und Regeln des AT hat Mose aufgestellt, welcher als absolut herrischer Tyrann geschildert wird, der auch mal eben 3000 Landsleute umbringen ließ, weil sie sich seinem religiösen Diktat nicht beugen wollten.

Der Koran wurde ebenfalls von einem absoluten Machtmenschen geschrieben, Kalif Uthman. Die Auslegungen stammen von religiösen Führern, denen es ebenfalls nur um den Erhalt der Macht ging.

Hat man das erstmal erkannt, dass religiöse Regeln die einfachen Gläubigen dazu zwingen sollen, die Macht der Eliten zu akzeptieren, machen die religiösen Regeln auch Sinn.

Die Macht eines Führers ist vor allem davon abhängig, wieviele Anhänger er hat und wieviele er notfalls in einen Krieg für seine Interessen schicken kann. Daher ist es enorm wichtig, dafür zu sorgen, dass er kein einziges "Schäfchen" seiner Machtbasis verliert. Und genau in diese Richtung zielen die Heiratsregeln der Religionen. Heiratet ein Moslem eine Nichtmuslima, zwingt er diese zum Islam und es gibt eine Muslima mehr, die islamische Kinder gebiert. Heiratet dagegen eine Muslima einen Nichtmoslem, verlässt sie womöglich den Islam und bringt ihrte Kinder unter der Religion des Mannes zur Welt, wodurch sie für die islamischen Führer verloren sind.

Antwort
von user30, 37

das kannst auch du entscheiden. denn du darfst erst mit 18 jahren heiraten, jedoch bist du mit 18 volljährig und darfst selbst über dich entscheiden.

religion ist eh der grösste schwachsinn, was die menschen erfunden haben. leb dein leben, so, dass du glücklich bist.

Antwort
von SturerEsel, 28

Deine Ansichten finde ich sehr gut.

Liebe ist stärker als jede Religion! Heirate, wen immer du willst. Wenn Allah ein liebender Gott sein sollte, wird er das nicht nur verstehen, sondern auch begrüßen.

... und höre um Himmels willen nicht auf irgendwelche "islamischen Lichter"!

Kommentar von Nordstromboni ,

Nicht wenn die ganze Familie hinter der Religion steht und du dann alleine dastehen würdest

Kommentar von SturerEsel ,

Familie ist sehr wichtig. Wenn die Eltern, Geschwister oder sonstige Verwandte jedoch der Liebe entgegenstehen, gibt es nur eine Lösung: folge der Liebe, nicht der Intoleranz.

Antwort
von hummel3, 19

Deine Eltern und Familie scheinen sich in ihrer Religion nicht so richtig auszukennen. 

Nach den Regeln des Islam darf nämlich nur eine Frau keinen Andersgläubigen heiraten. Männern dagegen ist es erlaubt, zumindest "Anhängerinnen der Buchreligionen" zu heiraten. - Ein klares und diskriminierendes Zeichen für die Ungleichbehandlung von Geschlechtern und Menschen.

Da im Islam der Mann die Religion der Nachkommen bestimmt, bleibt so gewahrt, dass immer wieder "kleine Muslime" nachwachsen.

Und verhindert wird damit, dass Musliminnen Ungläubige oder Andersgläubige, z.B. Christen oder Juden heiraten und vielleicht in deren Glauben "abdriften", oder viele kleine Christen und Juden gebären.

Das Heiratsverbot für Frauen zielt also allein auf das Wachstum dieser dominanzbestrebten und unterdrückenden Religion bzw. politischen Ideologie ab.                   

Antwort
von cerveza, 4

ersten einmal, falls du an den Islam glauben solltest, dann solltest du schnell wie möglich bei Gott bereuen, weil das was du geschrieben hast, ist Kufr/Unglaube . Also bereue und sprich die Schahada jetzt neu: la illaha ill Allah wa aschhadu anna Muhammadan rasulluh wa abduhu! Der Grund dafür ist, du behauptest das was Gott urteilt sei falsch, wenn du gesagt hast du findest falsch was Gott für dich bestimmt hat.

Zweitens, ich kann verstehen, dass es schade findest, dass man nicht jeden heiraten kann den man will. Früher habe ich ähnlich gedacht wie du, Aber Gott sagt im Koran ungefähr: Vielleicht hasst ihr etwas obwohl es gut für euch ist und vllt liebt er etwas obwohl es schlecht für euch ist. Gott weiß aber ihr wisst nicht. Also du lässt dich von deinen Emotionen leiten, aber woher willst du wirklich wissen ob ein bestimmter Mann gut für dich ist bzw du du weißt es erst später. Ein Baby weint auch wenn es eine Spritze bekommt, aber wir als Ältere wissen, dass diese Spritze etwas Gutes für das Baby ist, aber das Baby sieht nur das Schlechte an dieser Spritze weil sein Verstand begrenzter ist als unser Verstand und unser Verstand ist unendlich mehr begrenzt als die Weisheit Gottes.

Deine Familie liegt falsch wenn ´sie sagt du darfst einen Freund haben egal aus welcher Religion er ist. Ich verstehe die Logik dahinter nicht. Du darfst einen Nicht-Muslim lieben und mit ihm zusammen sein solange du ihn nicht heiratest? Das ist doch fast genau so schlimm. Du darfst jeden heiraten solange er zum Islam konvertierst. Aber du darfst keinen Nichtmuslim heiraten weil er könnte dich beeinflussen dass du nicht mehr an den Islam glaubst oder dass du für ihn Alkohol kaufst, Schweinefleisch kocht oder sollte er sich über den Islam lustig machen hast du kaum Möglichkeiten dich zu wehren. Auch seine Familie könnte gegen den Islam sein und außerdem ist nicht sicher gestellt dass deine Kinder als Muslime aufwachsen. Und im Islam sollten wir alles machen um ins Paradies zu kommen anderes als bei den Nicht-Gläubigen wo es nur auf das weltliche Leben ankommt. Aber den Nichtmuslim den du heiraten würdest, der könnte dich morgen verlassen und was hast du dann? Aber der Islam verlässt dich niie solange du es nicht willst.

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