Woher weiß ich, ob ein Heilpraktiker seine Lizens durch eine Ausbildung oder durch ein Fernstudium erhalten hat?
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Die Heilpraktikerprüfung findet vor einem Prüfungskomitee des Gesundheitsamtes statt. Abgefragt werden kann natürlich nur das Wissen. Ob der "Kandidat" die Fähigkeit hat, z.B. endokrinologische Zusammenhänge zu erfassen, oder ob er nur erlerntes Wissen besitzt, ist schwer zu beurteilen.
Es gibt wie bei Schulmedizinern, oder auch in anderen Berufen, wenig Gute und viele Mittelmäßige.
Man sollte besonders wenn es um die Gesundheit und das Leben geht, nicht auf ein Zertifikat vertrauen, sondern auf die Erfolge, die ein Medziner oder Heilpraktiker vorzuweisen hat.
Ich kenne gottseidank einen sehr guten Heilpraktiker, der schon vielen von der Schulmedizin enttäuschten Menschen geholfen hat.
Da helfen nur Empfehlungen. Ein weiteres Indiz wäre z.B. eine "Zusatzqualifikation" wie z.B. Osteophat o.ä. Das eine hat zwar mit dem anderen nichts zu tun, aber man kann sehr gut erkennen, ob jemand Hobby Heilpraktiker ist oder ob er sich allgemein mit Medizin beschäftigt.
Außnahmen gibt es aber immer.

Von Heilpraktikern halte ich generell sowieso nicht viel (von manchen alternativen Heilmethoden allerdings sogar sehr viel). Aber wenn einer diese Ausbildung erfüllt hat, dann ist es eigentlich egal, ob es per Fernstudium war oder in einer herkömmlichen Ausbildungsform. Weiß jetzt nicht, was für dich da die Spreu und was der Weizen sein soll. Wenn du es wissen willst, frag den Heilpraktiker am besten selbst, wodurch er die Qualifikation erlangt hat. Aber wichtiger ist, mach dir bei seinen Behandlungen selber ein Bild von ihm, ob du ihn für kompetent hälst oder nicht.
Von Heilpraktikern halte ich generell sowieso nicht viel (von manchen alternativen Heilmethoden allerdings sogar sehr viel).
Woran denkst Du da?
DerTroll am 3. Mai 2008 11:00 Ich meine jetzt, daß man, wenn man Krank ist, lieber zu einem richtigen Arzt gehen sollte. Aber natürlich kann man manche Krankheiten auch mit alternativen Heilmethoden behandeln. Und ein guter Arzt zieht diese aber auch immer in Anbetracht. Also z.B. bei Harnwegsinfektionen hilft Preiselbeersaft und ist sinnvoller als Antibiotica usw.
Raimund1 am 3. Mai 2008 11:37 Hallo Troll, hast du schlechte Refahrungen gemacht?
Ich hab einen Spitzen-Schulmediziner als Arzt. Aber der kam ein paarmal nicht weiter, das ist so 8, 9 Jahre her.
Jetzt habe ich einen Spitzenheilpraktiker. Der hat mir bisher immer helfen können.
Meist waren es Hinweise, wie sich mein Körper selbst helfen kann.
DerTroll am 3. Mai 2008 11:39 keine schlechten Erfahrungen, aber selber viel Ahnung von Medizin. Und was ich manchmal so sehe, was sich Heilpraktiker nennt und wo die noch mit alternativen Heilmethoden experimentieren, wo einer längst mit blaulicht ins Krankenhaus gefahren gehört, erschreckt mich sehr.

Die Lizenz bekommt der Heilpraktiker ja nicht von der Fernschule bzw. die Präsenzschule - sondern immer nach der Heilpraktikerüberprüfung durch das Gesundheitsamt. Es sind also verschiedene Formen der Vorbereitung auf diese Prüfung. Wobei nicht eine oder die andere besser oder schlechter sein muss. Hier habe ich für Fernkurse mal einige Anbieter zusammen gestellt: http://www.fernstudium-rundschau.de/fernstudium-heilpraktiker-771. Wichtig ist immer auch, dass die Heilpraktikerprüfung nur sicher stellt, dass der Heilpraktiker keine "Gefahr für die Volksgesundheit" darstellt. Es erfolgt keine Überprüfung dahingegehend, ob die von ihm angewandten Methoden auch hilfreich sind. Das erfährst Du am besten, wenn Du Dir einen Heilpraktiker empfehlen lässt.

Die Heilpraktikerprüfung findet durch das Gesundheitsamt statt. Es werden keine Therapieformen überprüft und auch nur Allgemeinmedizin. Es ist deshalb wichtiger nachzufragen, wo ein Heilpraktiker seine Therapien erlernt hat. Das ist alles unabhängig von der "Lizens"

Das muß dich nicht beunruhigen, es ist völlig egal. Denn alle machen am Ende ihrer Ausbildung gemeinsam dieselbe Prüfung, und die ist sehr streng. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist die Aufgabe der Prüfungskommission.
steinchen78 am 3. Mai 2008 11:14 Du hast völlig recht. Bei uns haben allein nur 36 von 120 die schriftliche Prüfung bestanden im letzten Oktober. Dann kam ja noch die mündliche...

Aus meiner Sicht ist es völlig egal, wie ein HP seine Lernzeit verbringt. Die Prüfung ist sehr Schwer und da kommen nur die besten Theoretiker durch.
Alle Theorie nützt nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden kann. Das ist auch bei Schulmedizinern und allen anderen Berufen so. Mich erinnert das an das System Eunuch: Sie wissen wie es geht, aber sie können es nicht.
Wichtigster Hinweis sind Empfehlungen. Dann kommt dein persönlicher Eindruck bei der ersten Begegnung dazu. Hör auf deine innere Stimme, dann wirst du wissen, ob dieser HP, bei dem du gerade bist, gut für dich ist.
Wie gesagt, die Theorie kann jeder, der die Prüfung bestanden hat...
Warum ist es so wichtig? Hauptsache, er hat eine fundierte Ausbildung mit bestandener Prüfung, die übrigens sehr schwer ist.
Deine Frage ist wirklich sehr berechtigt. Leider sagt das Ausbildungsformat überhaupt nichts über die Qualität des Heilpraktikers aus.
Gründe dafür sind:
Bei der HP-Prüfung wird nur Schulmedizin geprüft.
Es handelt sich um reine Theorie.
Es wird lediglich überprüft, ob der HP bestimmte Fehler NICHT macht. Es wird nicht geprüft, ob er heilen oder behandeln kann.
Obwohl diese Prüfung heute unmenschlich schwer ist, laufen immer noch jede Menge Heilpraktiker in Deutschland herum, die diese in einer Zeit gemacht haben in der man dazu nichts wirklich wissen musste.
Du siehst, die Ausbildung hat nicht wirklich etwas mit der Qualität des HPs zu tun.
Erfahrungsgemäß musst Du deshalb leider mindestens 10 Heilpraktiker besuchen, bis Du einen findest, der Dir helfen kann. Allerdings ist das bei den Ärzten ja auch so.
Ein wirklich guter Heilpraktiker lässt sich aber von keinem Schulmediziner ersetzen, da er Dir lagen BEVOR Du krank wirst schon helfen kann.
Am besten Du fragst in Deinem Bekanntenkreis nach einem sehr guten Heilpraktiker. Und auch dann solltest Du Dich darauf gefasst machen möglicherweise mehrere probieren zu müssen.
Nachfragen!!! ;) Ich denke die Ausbildung ist genauso gut. Und im Fernstudium muss sich der Azubi viel intensiver mit der Thematik beschäftigen, als wenn ihm alles vorgekaut wird. Und ein Praktikum ist meistens Pflicht. Ansonsten würde ich mir jemanden empfehlen lassen. Das ist mehr wert, als die Info, welche Ausbildung er wo gemacht hat.