Frage von Ninchen432 14.07.2012

Heilpraktiker ; Was genau kann der Heilpraktiker machen =

  • Antwort von bruno84 15.07.2012
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    http://www.psiram.com/ge/index.php/Heilpraktiker

    Heilpraktiker (HP) ist in Deutschland eine Bezeichnung für Personen, die auch ohne medizinische Ausbildung kranke Menschen behandeln dürfen. Zur Ausübung genügt ein Hauptschulabschluss, das Alter von 25 Jahren, ein ärztliches Attest, ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Test beim Gesundheitsamt, dessen Ziel es ist, zu prüfen, ob der angehende HP eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt. Dazu muss im Multiple Choice Verfahren (60 Fragen, von denen 45 richtig sein müssen) und einer mündlichen Prüfung gezeigt werden, dass man in der Lage ist, allgemeingefährdende Infektionskrankheiten und akute Krankheitszustände zu erkennen und sie umgehend an ausgebildete Ärzte weiterzuleiten.

  • Antwort von JohannHe 15.07.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Was genau kann der Heilpraktiker machen

    Was ein Heilpraktiker kann ist unterschiedlich aber er darf alles machen außer:

    Ausübung der Heilkunde ohne Erlaubnis.

    Berufsausübung unter einer anderen Bezeichnung als dem Titel Heilpraktiker.

    Ausübung der Heilkunde im Umherziehen.

    Ausübung der Heilkunde bezüglich Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.

    Ausübung der Heilkunde bei gelegentlichen Vorträgen oder im Anschluss daran.

    Durchführung der Leichenschau und Ausstellung von Totenscheinen.

    Behandlung von ganz bestimmten Infektionskrankheiten aus dem Bundesseuchengesetz.

    Arbeiten mit vermehrungsfähigen Keimen.

    Durchführung von Schutzimpfungen.

    Behandlung von übertragbaren Geschlechtskrankheiten.

    Geburthilfe zu leisten - außer im Notfall.

    Verschreibung von Arznei- und Betäubungsmitteln, deren Verschreibung alleine den Ärzten vorbehalten ist.

    Die Behandlung auf Krankenschein bei gesetzlich versicherten Patienten.

    Eine unzulässige und irreführende Werbung im Zusammenhang mit der Heilpraktikertätigkeit.

    Die zwangsweise Einweisung in eine psychiatrische Anstalt.

  • Antwort von guwill 15.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Prinzip fast alles, was dem Heilpraktiker erlaubt ist (siehe Heilpraktikergesetz http://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/BJNR002510939.html). Das is ziemlich viel. Der Gesetzgeber hat natürlich einige Einschränkungen verfügt (ua. keine Geburtshilfe, kein Röntgen, keine Zahnbehandlung,......etliche Infektionskrankheiten,......). Doch was übrig bleibt reicht für ein sehr umfangreiches Angebot in der Diagnositik und Therapie und übersteigt häufig die Möglichkeiten des Kassenarztes. Selbstverständlich kann das Selbstbewusstsein und die Lebensenergie auch über Säfte und Tabletten beeinflusst werden. Es gibt immer ein Zusammenspiel zwischen Verhalten, Psyche und körperlichen oder organischen Zuständen. Es ist wohl eine Frage der Effinzienz und dessen, was diese Person gerade dringlicher benötigt und annimmt (Tabletten oder Psychotherapie oder......). Häufig macht es viel Sinn, auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu arbeiten (das klingt allerdings etwas zu oft gebraucht: Körper-Seele-Geist). Ein guter Therapeut, da gehören die Heilpraktiker dazu, wird mit seinen Patienten herausarbeiten, was wann und wie möglich ist.

  • Antwort von HeikeElchlep 15.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Heilpraktiker bieten je nach Ausbildung verschiedene Therapiearten an, auf jeden Fall arbeiten wir ganzheitlich, das heisst wir behandeln nicht nur z.Bsp. bei Kopfschmerzen, die Kopfschmerzen, sondern schauen nach den Ursachen wo sie herkommen könnten, behandeln den ganzen Menschen. Dazu gehört eine umfassende Anamnese, in der von Kopf bis Fuß, von innen bis aussen und auch die Emotionen, vergangene Traumen oder auch Belastungen, denn das alles spielt bei einer Erkrankung mit rein. Und erst danach wird festgelegt, welche Therapie das richtige für den Patienten ist. Säfte und Tabletten stärken eher nicht das Selbstbewußtsein, sondern viell. eine Gesprächstherapie, erstmal um heraus zu finden, warum man kein Selbstbewußtsein aufbauen konnte und was man dagegen machen kann und für ein Mehr an Lebensenergie ist Akupunktur nach TCM gut.

    LG Heike (Heilpraktikerin)

  • Antwort von Patron 15.07.2012

    wenn ein arzt auf kassenpraxis verzichtet und zb homöopathie betreibt, dann ist der unterschied zum heilpraktiker sehr geringfügig. verschreibungspflichtige mittel stehen nur dem arzt zur verfügung - aber das sind ja gerade die, welche in der naturheilkunde lieber vermieden werden.

    ausbildungswege des arztes sind ziemlich genau vorgeschrieben. heilpraktiker haben viele möglichkeiten der ausbildung. ernst zu nehmen sind eigentlich nur die heilpraktikerschulen der berufsverbände. hier ein beispiel:

    http://www.ausbildung-zum-heilpraktiker.de/ausbildung/ausbildungsplan.php

  • Antwort von hannedore 15.07.2012

    Die Frage sollte besser heissen: Was genau darf der Heilpraktiker n i c h t machen, denn alles, was er sich zutraut und auch verantworten kann..., darf er machen, außer Krankschreibungen ausstellen und verschreibungspflichtige Medikament verordnen oder abgeben. Eine gute Ausbildung wird ihn schon vor Fehlentscheidungen warnen und sein Selbstvertrauen und Verantwortung gegenüber den Patienten schulen. Er sollte seine Aufgabe vornehmlich dran sehen, dass es den Patienten besser geht, und alles tun was sein "Repertoire" hergibt. Dazu zählen natürlich auch Gespräche und Massagen. Alles was die Gesundheit des Patienten fördern kann.

  • Antwort von armin123 14.07.2012

    Ich hab eher gehört, dass Heilpraktiker Art Massagen machen oder ähnliche Handgriffe. Das andere kann auch stimmen, aber ich hab davon nichts direkt gehört.

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